Blub Badeparadies, Berlin (bis 2005)

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Blub Badeparadies, Berlin (bis 2005)

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Spaßbad als Ärgernis

2  18.01.2005

Pro:
es lag in der Nähe zum Hotel

Kontra:
überteuerte Preise, heruntergekommene, kaputte Duschen und Umkleidekabinen, kalter Innenbereich, Attraktionen veraltet und langweilig

Empfehlenswert: Nein 

Kamikazecrack

Über sich:

Mitglied seit:15.01.2005

Erfahrungsberichte:6

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 54 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Lage und Anfahrt
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Das Schwimmbad liegt am Rande eines Parks im Berliner Stadtteil Neukölln. Die Gegend ist ruhig, und vom Straßenlärm ist kaum etwas zu hören. Mit der U-Bahn ist das „Blub“ bequem zu erreichen, die Haltestelle, die dem Schwimmbad am nächsten liegt heißt "Grenzallee". Von dort braucht man ungefähr 7 min um es zu Fuß zu erreichen. Das "Badeparadies Blub" liegt direkt dem "Parkhotel Blub" gegenüber und nutzt denselben Parkplatz.


Äußeres Erscheinungsbild
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Von außen macht das Bad noch einen recht guten Eindruck. Ein kleiner Weg führt durch den anliegenden Park bis zu dem Eingang des Wasserparadieses. Über eine Holzbrücke gelangen die Besucher über einen schmalen Bach zur Tür. Die Außenkonstruktion scheint recht modern und lässt auch auf einen angenehmen Aufenthalt hoffen.


Inneres Erscheinungsbild
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In dem Eingangsbereich findet man ein kleines Modell vor, das dem Besucher eine große Badelandschaft und ein integriertes Restaurant verspricht. An den Vorraum schließt sich der Haupttrakt des Gebäudes an. Zuerst geht man direkt auf die Kasse zu, hinter der man schon einige erste Blicke auf das Paradies erhaschen kann.


Eintrittspreise
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Der Eintrittspreis liegt bei ca. 10 €.


Das Badeparadies Blub
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Auf dem Weg zu den Umkleidekabinen
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Nach dem Bezahlen gelangt man über eine Holztreppe, die anscheinend ein Stockwerk hinab in den Boden führt, zu den Umkleidekabinen. Was man schon in der Vorhalle durch leise Anzeichen, wie zum Beispiel den dreckigen Boden, feststellen konnte, drängt sich einem nach der Kasse förmlich auf. Die kleinen Dekowasserläufe, die sich an beiden Seiten der Treppe befinden sehen vernachlässigt aus, und die Holztreppen scheinen recht morsch zu sein.

Die Umkleidekabinen und Duschen
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Am Ende der Treppe angelangt, betritt man die Umkleidekabinen. Die bisherige Vermutung, dass das Bad einfach nicht gut gesäubert würde, wird an dieser Stelle von neuen Problemen verdrängt:
- Die meisten (wahrscheinlich 9 von 10) der Umkleidekabinen schließen nicht mehr richtig, haben ein Schließsystem mit Schlüssel, bei dem der Schlüssel fehlt, oder haben schlicht gar keine Türen mehr!
- Falls man doch nach einiger Zeit eine halbwegs sichere Kabine gefunden hat, sieht man sich mit einem neuen Ärgernis konfrontiert: Den Schließfächern. Die Schließfächer haben entweder:
1) keinen Schlüssel und stehen offen
2) haben einen Schlüssel, aber der hat kein Armband
3) haben einen Schlüssel, lassen sich aber nicht schließen
4) haben alles was ein Schließfach haben sollte, dafür ist ein Stück vom Unterboden weggebrochen, sodass es nicht mehr als "Fach" zu bezeichnen ist.
Nach ca. 20 Minuten kann es aber trotz alledem doch, wie in meinem Fall gelingen, ein "Schließfach" zu finden, dass noch einigermaßen sicher scheint.
- Der Schock scheint überwunden, schlimmer kann es schließlich nicht mehr werden. Aber die Duschen toppen das Ganze noch um Längen.
Beim Betreten der Duschkabinen fällt einem nämlich zwangläufig folgendes auf: Fast alle Duschköpfe sind abmontiert!! Zwei oder drei von wohl ehemals 15 Duschköpfen kann man dann doch einigermaßen zum Duschen nutzen und begibt sich, nun endgültig sicher den Tiefpunkt erreicht zu haben, in das Schwimmbad.

Zum Schwimmbereich
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Verlässt man die Duschen, erinnert man sich durch das folgende Bild an eins: Der Umkleidetrakt lag unterirdisch - und das nicht nur äußerlich. Man sieht sich also nun einer Treppe gegenüber, die aufwärts führt, zur rechten Seite macht man noch die Toiletten aus. Hat man nun die Treppe hinter sich gebracht, kann man mit einem Mal das ganze Paradies überblicken.

Der "Schwimmbereich"
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Auf der linken Seite das "Restaurant", noch halb durch eine Mauer verdeckt, schräg links, in der hintersten Ecke ein Whirlpool, daneben ein kleiner Schwimmbereich mit "Wasserhöhle", direkt vor einem das "Wellenbecken" und rechts einfach nur ein "Liegebereich".

Zuerst zum Restaurant:
Ich habe mir, da ich mich schon zu diesem Zeitpunkt im "Paradies" sehr unwohl fühlte, das Restaurant nicht genauer angesehen und vor allem dort nichts gegessen. Nur soviel: Ein Tresen, dahinter der Arbeitsbereich, davor einige Tische und Stühle. Verkauft wurde anscheinend Eis und leichtere warme Mahlzeiten sowie Getränke.

Der Whirlpool:
Ja genau, ein Whirlpool! Dieser anscheinend neu eingebaute Whirlpool sah wenig geräumig aus und war auf eine geringe Personenanzahl begrenzt. Während der 2 Stunden Aufenthalt war diese Hauptsensation dauerhaft überbesetzt.

Der Schwimmbereich:
Bestand größtenteils aus einem flachen Wasserbecken - zum Schwimmen höchstens für 8-jährige geeignet. Zur "Wasserhöhle" passt meine Bezeichnung nicht unbedingt. Sie bestand aus einem kleinen höhlenartigen Raum, den man vom "Schwimmbereich" und vom dahinter liegenden Fußweg erreichen konnte.

Der Außenbereich:
Bestand in der Winterzeit nur aus einem kleinen Becken, dass an zwei Stellen vom Innenbecken erreichbar ist.

Das Wellenbecken:
War das noch am besten erhaltene Becken. Wie für ein Wellenbecken üblich, senkte sich der Boden bis zum hinteren Beckenende ab. Von "Tiefe" kann man trotzdem an diesem Ende auch nicht sprechen. Im vorderen Beckenbereich waren für Kinder zwei Wasserfontänen installiert worden sowie einige Fontänen im seichten Beckenboden.
Die Welle: Also vielleicht ist es ja nur Ansichtssache, aber wer schon mal in der Nordsee geschwommen ist, weiß was Wellen sind. Die Welle die in diesem Becken jede volle Stunde startet fühlt sich eher an wie eine leichte Brise ... in der Ostsee! Kurz: Die Attraktion ein Reinfall.

Der Liegebereich:
Einen richtigen Liegebereich findet man hinter dem Wellenbecken, also in größter Entfernung zum Eingang des Badebereiches - nicht sehr praktisch...
Hingegen zum Rest des Bades hat dieser Liegebereich einen Vorteil: der Boden besteht nicht aus einfachem Beton, der den Füßen nicht sehr zugute tut, sondern einfach aus kahlen Betonplatten, die sich jedoch in den restlichen Betonboden gut einpassen. Der Nachteil des Liegebereiches: Die Glaswand im Nacken. Der Großteil des Schwimmbereiches ist von Fenstern eingefasst, zwischen denen nur kleine feste Mauerbereiche sind. Der Vorteil natürlich: Eine schöne, helle "Badelandschaft" - der Nachteil: Die Fenster können nicht verhindern, dass die Kälte von Außen hereindringt.

Die Rutsche und das Kleinkindbecken:
Sind mir nicht so direkt ins Auge gefallen, denn für beides fühlte ich mich etwas zu alt. Na ok wenn die Rutsche einigermaßen gut ausgesehen hätte aber - es war eher die Standardausführung: Kanalrutsche über der Außenanlage mit einigen Kurven.
Das Kleinkindbecken allerdings stellte eine Besonderheit dar:
1) Es war nicht richtig vom eigentlichen Schwimmbereich abgegrenzt
2) Es war das wärmste Becken im Schwimmbad! - klingt eigentlich normal, aber das Kleinkindbecken und alle anderen Becken lagen unter dem eigentlichen Temperaturdurchschnitt, den ich von sonstigen Schwimmbädern gewohnt bin.


Fazit:
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Für mich war der Aufenthalt im Paradies ein Trip durch die Hölle. Lasche Attraktionen, kalter Innenbereich, Duschen größtenteils demontiert, Umkleidekabinen ein Horror - und das Ganze auch nicht so sauber, wie es wünschenswert wäre.
Vielleicht fällt mein Urteil etwas zu herb aus, weil ich nicht alle Möglichkeiten des Bades genutzt habe, vielleicht hab ich etwas Positives übersehen - aber das was ich gesehen hab, hat mir gereicht um diese Bewertung abzugeben.
Zum Schluss möchte ich noch angeben, dass mein Besuch im "Spaßbad" Blub am 29.12.04 stattfand.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
2011emjott

2011emjott

08.06.2005 17:44

Hat mir schon früher nicht gefallen...

wget

wget

21.01.2005 19:39

Vielen Danke für diesen amüsanten Bericht - da werde ich auf keinen Fall hingehen. Wie gut, dass es doch Ciao gibt :-)

moritzman

moritzman

18.01.2005 14:41

Ziemlich heftiger Eintrittspreis ...

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