Kunst ist immer so eine Sache. Sie kann entzücken, sie kann zum Nachdenken anregen und sie kann einfach nur begeistern. Aber sie kann auch Fragen aufwerfen, Fragen nach ihrem Sinn. So gibt es viele Kunstwerke, die ich nicht verstehe, deren Sinn mir verborgen bleibt. Genauso ist es auch mit dem Kunstwerk, das sich ZWEI ZU EINS Skulptur in der dithmarscher Kreisstadt Heide nennt.
Standort:
Die Skulptur hat ihren Standort vor dem Heider Rathaus. Dort ist sie auf einem Vorplatz gut sichtbar.
Sie steht auf einer Art Podest aus Ziegeln. Drei „Füße“ gibt es für diese Skulptur sogesehen. Wahrscheinlich sind aber diese Ziegel schon Teil des gesamten Kunstwerkes.
Die Skulptur:
Die Skulptur hat die Form einer Schlaufe, die in sich verwunden ist. Mit etwas Fantasie könnte man sich zwei Menschen dabei vorstellen, die sich gegenüber sitzen und sich an den Armen halten, wie eine Dehnübung beim Turnen. Doch dafür braucht man schon viel Fantasie.
Ich selbst finde diese Skulptur ziemlich abstrakt und kann persönlich nicht viel damit anfangen. Natürlich ist klar, dass sie irgendwie eine Gemeinschaft zeigen soll, wie auch der Name Zwei zu Eins vermuten lässt. Zwei Dinge verschmelzen zu einem. Vielleicht ein wenig romantisch betrachtet, aber das ist es, was mir zu dieser Skulptur einfällt.
Künstler:
1992 vor knapp 20 Jahren würde diese Skulptur geschaffen. Sie soll ein Sinnbild für die Städtepartnerschaft zwischen Anklam und Heide sein.
Der Künstler, der dieses Werk schuf ist Peter Pautz, welcher 20 Jahre lang in Dithmarschen beheimatet war.
Sinn oder Unsinn:
Das liegt im Sinne des Betrachters, ob man nun etwas sinnvolles, etwas schönes oder gar eine besondere Botschaft in diesem Kunstwerk sehen möchte.
Ich persönlich bin von dieser Skulptur weder ergriffen noch weiß ich sie wirklich zu deuten. Meine Versuche habe ich oben schon anklingen lassen. Ich weiß, der Künstler hat sich etwas dabei gedacht, doch ich hatte schon immer meine Probleme mit moderner Kunst, das war schon in den letzten drei Jahren im Gymnasium so. Und das auch sich auch fast zwanzig Jahre später nicht geändert.
Muss man sich diese Skulptur ansehen?
Ich denke, wenn man in Heide Urlaub macht, sollte man sie gesehen haben. Irgendwie soll sie ja das Symbol für die Städtepartnerschaft mit Anklam sein. Ich selbst hätte mir ein anderes Kunstwerk dafür eher gewünscht, aber Peter Pautz hat sich nun einmal nach seinen Gedanken und Gefühlen in die Arbeit gestürzt und das Zwei zu eins geschaffen.
Schaden kann es nicht, sich dieses Kunstwerk anzusehen und wer in moderner Kunst bewandert ist, wird sicherlich auch etwas mehr davon halten als ich.
Einheimische:
Die Einheimischen nehmen diese Skulptur auf dem Rathausplatz eher hin. Sie eilen vorbei und nehmen es einfach gegen hin. So richtige Begeisterung konnte ich bei den eher bodenständigen Dithmarschern dafür bisher nicht entdecken.
Erreichbarkeit:
Wer sich die Skulptur ansehen möchte, der kann am besten zu Fuß tun. Der Weg zum Rathausplatz ist eng und man kann sein Auto am besten auf dem Marktplatz stehen lassen. Von dort sind es nur wenige Schritte zur Skulptur.
Vom Bahnhof oder vom ZOB aus läuft man etwa 10 bis 15 Minuten.
Fazit:
Ich kann diese Skulptur eigentlich nicht großartig empfehlen, es sei denn man kennt sich mit moderner Kunst aus und weiß sie zu schätzen. Wie gesagt, ich hatte mit dieser Art von Kunst immer schon meine Probleme und kann das Kunstwerk daher nur mit zwei Sternen versehen. Dennoch gehört es zu meiner History-Tour und sollte dort gern erwähnt werden, denn es ist einfach ein Stück Geschichte, das auf die Partnerschaft mit Anklam hinweisen soll. Von daher ist es absolut berechtigt in meiner zu erscheinen als Kapitel 99 immerhin.
tja ;)