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Zur blauen Traube, Memmingen

Erfahrungsbericht

für Zur blauen Traube, Memmingen
3 Sterne Eine blaue Traube
113 von 113 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Nein

Pro Gute Lage | nettes Personal

Kontra Geruch und Aussehen der Toilette

Detailbewertung

Essen & Trinken
Preis-/Leistungsverhältnis
Atmosphäre
Service
Anbindung
Auswahl

Der Autor

DottiGross Seit 27 Apr 2001

Rechtsschreibfehler zu verschenken ;-) mehr

101 Mitglieder vertrauen mir

| Fakten
Bistro und Weinstube
„Zur blauen Traube“
Kramerstraße 8
87700 Memmingen
Telefon (08331) 3326


| Parken
Wir parken unter der Woche immer im Parkhaus in der Schwesterstraße. Am Wochenende findet man auch kostenlose Parkplätze am Straßenrand oder auf dem Hallhof.


| Warum wir hier einkehrten
Während einer Sightseeingtour durch Memmingen im Allgäu kehrten wir mittags im Bistro „Zur blauen Traube“ ein. Wir waren eher durch Zufall dort gelandet. Als wir gegen Mittag nämlich Hunger bekamen, liefen wir Richtung Zentrum und als wir dort nur ein paar Cafés fanden, bogen wir eine Straße weiter ab und standen plötzlich vor dem Bistro.


| Ambiente
Das Bistro sieht von außen eigentlich eher wie ein Restaurant aus. Deshalb kehrten wir hier auch ein, denn wir wollten eine richtige Mahlzeit und nicht nur einen Snack zu uns nehmen.
Wir nahmen auf der „Terrasse“ des Bistros Platz, die sich sozusagen „auf der Fußgängerzone“ befindet. Die Holzstühle waren nicht gerade „gemütlich“, aber durchaus bequem. Man konnte jedenfalls ruhig etwas länger darauf sitzen. Die Tische – ebenfalls aus Holz – waren recht groß, so dass vier Personen genügend Platz fanden. Die Terrasse war mit ein paar Topfpflanzen dekoriert. Auf den Tischen stand kein unnützer Firlefanz, der uns im Weg gewesen wäre.
Das Innere des Bistros konnte ich nur kurz sehen, als ich zur Toilette ging. Deshalb konnte ich mir keine ausführliche Meinung bilden. Ich fand es auf den ersten Blick etwas düster und die dunklen Möbel sprachen mich überhaupt nicht an. Aber das war nur mein erster Eindruck, der nicht maßgeblich sein kein.


| Speisenkarte
Die Speisenkarte gefiel mir sofort. Nicht das Design, nicht die Auswahl und auch nicht die Preise begeisterten mich, sondern die Tatsache, dass vegetarische Gericht durch ein kleines Zeichen (eine Blume) gekennzeichnet waren. So konnte man sich als Vegetarier sofort auf die fleischlosen Gerichte konzentrieren und musste nicht unnötig die Beschreibungen durchlesen. Diese Art der Hervorhebung hat mir viel besser gefallen, als ein eigenes Kapitel unter der Überschrift „Vegetarische Gerichte“. Oftmals werden Salate ohne Fleisch, Kässpatzen oder Suppen nicht unter „vegetarisch“ geführt und man übersieht diese fleischlosen Gerichte dann oftmals. Hier war das nicht der Fall. Die vegetarischen Gerichte waren aufgrund der Blume deutlich auszumachen. Sehr gut! Ich war so begeistert, dass ich mich auf mein Essen richtig freute.
Die Auswahl der Speisen war sehr gut. Es gab für jeden Geschmack etwas. Und so richtig nach „Bistro“ oder „Weinstube“ klang die Speisenkarte nun wirklich nicht. Die Auswahl war so groß und üppig wie in jedem normalen Restaurant.
Auf einem Schild vor dem Eingang des Bistros standen noch einige Tagesgerichte, wie Matjes mit Bratkartoffeln für 8,50 EUR und Wurstsalat mit Brot für 6,90. Etwas seltsam fand ich folgende Zusammenstellung: Wurstsalat mit Bratkartoffeln (7,90 EUR). So etwas habe ich noch nie gesehen. Diese Kombination konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen. Klar, man isst ja auch Bratensulz mit Bratkartoffeln, aber trotzdem… ich fand das schon sehr seltsam.


| Preise
Die Preise waren in Ordnung. Man kann sie nicht als „günstig“ bezeichnen, aber auch nicht als „teuer“. 11,90 EUR für einen Teller Tagliatelle fand ich zwar etwas gehoben (24.- D-Mark!!!), aber für ein Lachsgericht zahlt man nun mal mehr. Die große Spezi (0,4 Ltr.) lag mit 2,60 EUR auch im mittleren Bereich. Alles in allem hätte ich die Preise also gut gefunden, wenn die Qualität gestimmt hätte. In diesem Fall aber stufe ich sie als „mittelmäßig“ ein.


| Meine Meinung
Ich bestellte mir einen Salat mit warmen Pfifferlingen (9,90 EUR). Die Pfifferlinge waren überhaupt nicht gewürzt – weder mit Salz und Pfeffer, noch mit Kräutern oder anderen Gewürzen. Offensichtlich waren sie auch nicht angebraten worden, denn es fehlte der typische Röstgeschmack Sie schienen nicht einmal in Landbutter geschwenkt worden zu sein, sondern… ja, es machte den Eindruck, als wenn die Pfifferlinge einfach nur in der Mikrowelle warm gemacht worden wären, was ich dem Koch aber nicht unterstellen möchte. Aber die Pfifferlinge waren einfach nur geschmacklos - anders kann ich das nicht bezeichnen. Sauber geputzt waren sie offensichtlich auch nicht, denn ich biss definitiv auf Sandkörnern herum. Das fand ich unangenehm und ekelig.

Der Blattsalat war sehr knackig, was nicht zuletzt daran lag, dass das Dressing nicht über den Salat gekippt worden war, sondern bereits vorher in den tiefen Teller gegossen worden war. Als ich mein Essen serviert bekam, suchte ich erst einmal nach dem Dressing und wollte schon reklamieren, dass man mir „Rohkost“ vorgesetzt hätte. Dann aber entdeckte ich das Dressing auf dem Boden des Tellers und erkannte den Sinn dahinter. Die Idee, das Dressing nicht über den Salat zu gießen, fand ich dann ganz gut, weil die Salatblätter dadurch länger knackig blieben. Das Dressing war geschmacklich in Ordnung. Nichts besonderes, aber trotzdem lecker.
Trotzdem der Salat frisch aussah und knackig war, fand ich einige braune Salatstrünke, was mich ärgerte. Offensichtlich war der Salat doch nicht so frisch, wie es auf den ersten Blick schien. Alles in allem muss ich sagen, dass ich den Salatteller nicht noch einmal bestellen würde.

Mein Begleiter hatte Tagliatelle mit Lachs, Pfifferlingen und Ruccola bestellt. Die Beschreibung dieses Gerichts klang auch sehr lecker und ich hätte mich beinahe auch dafür entschieden. Aber mich machte bei den herrschenden heißen Temperaturen doch eher ein kaltes Gericht an. Als die Tagliatelle dann kamen, fand ich sie auch sehr appetitlich angerichtet. Doch als ich davon kostete, stutzte ich. Erst vermutete ich, dass die(se!!!) Pfifferlinge in Butterschmalz angebraten worden waren. Doch dann erkannte ich, dass die Tagliatelle mit den Pfifferlingen in einer Sauce lagen. Aber nicht in einer Sahnesauce, wie es passend gewesen wäre, sondern offensichtlich in einer Bratensauce. Diese Zusammenstellung schmeckte mir überhaupt nicht. Meinem Begleiter schien das nichts auszumachen, ich konnte aber nur den Kopf schütteln, zumal „Lachs mit Bratensauce“ auch nicht unbedingt mein Ding ist.


| Service
Der Service war sehr gut. Der Kellner war freundlich, unaufdringlich und flink. Hier gab es absolut nichts zu beanstanden.


| Toiletten
Die Toiletten lagen im ersten Stock und man musste eine steile, alte, ausgetretene Treppe hinauf gehen. Schon beim Betreten des Flurs im Erdgeschoss roch es unangenehm nach Toilette. Auf dem Weg nach oben änderte sich das natürlich nicht. Als ich den Waschraum betrat, bekam ich erst einmal einen Schreck. Hier sah es aus wie in einem „Bahn-Klo“. Die Armatur des Waschbeckens bestand aus einem billigen, ääähm, Alu-Fertigmaterial, das wie aus einer Form gestanzt aussah. Ihr kennt doch sicherlich die Autobahn-Raststätten, die nur Toiletten, aber keine Gastronomie besitzen. Dort stehen doch oft diese quadratischen Toilettenhäuser, in denen es diese Alu-Toiletten gibt. Das Waschbecken bestand aus einem solchen Material. Vor lauter Schreck habe ich vergessen, ob die Toilette auch so aussah. Ich erinnere mich aber, dass sie sauber war.
Ich verrichtete jedenfalls ziemlich eilig meine Angelegenheit und schaute, dass ich möglichst schnell wieder aus der engen Kabine heraus kam. Dann wusch ich mir die Hände und wollte sie mir abtrocknen. Was ich sah, verwunderte mich ein weiteres Mal. Ich musste mich hinab beugen und meine Hände in einen Spalt stecken und sie 10 Sekunden lang langsam wieder zurück ziehen. Ich spürte einen sehr scharfen „Strahl“, der aus heißer Luft bestand und dafür sorgte, dass meine Hände hinterher staubtrocken waren. Ich fand’s witzig! ;-)


| Umgebung
Da das Bistro mitten im Memminger Zentrum liegt, bietet es sich an, die hübsche Altstadt zu erkunden. Dabei orientiert man sich am besten an den sieben Memminger Wahrzeichen, die über die ganze Innenstadt verteilt sind. Infos findet ihr bei „Tante Wiki“ ;-)


| Fazit
Ich weiß nicht, ob wir wieder im Bistro „Zur blauen Traube“ einkehren würden. Vermutlich würde ich eher ein anderes Restaurant ausprobieren, da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass man dort besser isst. Was würde ich meinen Freunden sagen? Nun, vielleicht folgendes: "Wir waren damals in der 'Blauen Traube'. War ganz gut, aber wenn du beim Vorbeilaufen ein anderes Restaurant findest, dann probiere doch das aus und sag' mir, wie's war."

In diesem Sinne… Gedanken sind frei… eure Dotti

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Kommentare

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  • Zebulon12 21.11.2009 10:25
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • netroy70 16.11.2009 20:54
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • try-or-die87 07.11.2009 20:05
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • badenpower60 03.11.2009 13:10
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • GerhardReus 14.10.2009 14:42
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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