Yad Vashem, Jerusalem

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Ein Muss für alle Israel Reisenden

5  10.08.2011

Pro:
bringt einem das Grauen, die Unmenschlichkeit des Holocaust nahe, hervorragendes Museum

Kontra:
kein

Empfehlenswert: Ja 

templerthomas

Über sich:

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Im Rahmen meiner Israel Reise war ich auch in der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem.
Das Museum zur Geschichte des Holocaust vermittelt mittels Bilder, Kunstwerken, Dokumenten, Videos und Exponaten das Grauen des Holocaust. Es gibt zudem eine Halle der Erinnerung mit einer Gedenkflamme für die Opfer des Holocaust und in der die Namen der größten KZ´s eingraviert sind. Im Garten der Gerechten unter den Völkern stehen Bäume für die Nicht-Juden die gegen den Völkermord ankämpften bzw. Juden retteten. Auf das Denkmal für die Kinder möchte ich noch am Schluß besonders eingehen.

Adresse:
Yad Vashem
The Holocaust Martyrs' and Heroes' Remembrance Authority
Har Hazikaron
P.O.B. 3477
Jerusalem 91034 Israel

Öffnungszeiten:
Sonntag bis Mittwoch: ‬09:00-17:00
Donnerstag: 9:00-20:00
Freitag: 09:00-14:00
Das Museum ist an jüdischen Feiertagen und am Samstag geschlossen

Der Eintritt ist frei. Kinder unter 10 haben jedoch keinen Zutritt (was auch gut ist)


Da ich vor dem Besuch von Yad Vashem schon das KZ Dachau besichtigt hatte und mich intensiv mit dem Holocaust beschäftigte waren die Bilder nicht neu für mich. Schrecklich sind sie dennoch immer wieder. Yad Vashem ist weitaus eindrücklicher als ein ehemaliges KZ zu besichtigen.
Das Museum ist riesig und sehr umfassend. Nach einer gewissen Zeit waren mir die vielen grausamen Bilder und Videos fast schon zuviel.
Interessant war das neben uns eine Gruppe israelischer Soldaten recht gelangweilt durch das Museum ging. Wahrscheinlich waren sie schon x-mal hier und hatten wenig Interesse. Dann wieder kamen wir zu Bildern der Todesmärsche und ein alter jüdischer Mann (orthodox-jüdische Kleidung) weinte, schluchzte und schüttelte mit dem Kopf. Eine junge Frau (Enkelin oder Tochter) versuchte ihn zu trösten. Dies war meine erste unauslöschliche Erfahrung in Yad Vashem.

Die zweite war das Denkmal für die Kinder.

Yad Vashem ist für mich ein Pflichtbesuch für jeden Israel Reisenden. Gerade in einer Zeit in der ein Ahmadinedschad im Iran den Holocaust leugnet und österreichische FPÖ sowie BZÖPolitiker ihn verharmlosen ist es immens wichtig die Erinnerung an den Völkermord aufrechtzuerhalten.
Das Museum informiert umfassend über den Holocaust und die damalige Zeit, über den Ablauf des Völkermordes und sein Ende.
Sehr empfehlenswert ist auch die Seite http://yadvashem.org mit einer riesigen Datenbank mit den Namen und Angaben zur Verfolgung von jüdischen Opfern, Unterrichtsmaterialien, einer Fotogalerie von Yad Vashem etc.

Der bewegendste Teil von Yad Vashem war für mich die Gedenkstätte für die über 1 500 000 jüdische Kinder die im Holocaust von den Nazis ermordet wurden. Betritt man die Gedenkstätte kommt man nach grellem Tageslicht in ungewohnte Dunkelheit. Am Eingang sieht man die Bilder von einigen ermordeten jüdischen Kindern. Ich hatte da schon einen Kloß im Hals da die Kinder sehr liebenswert aussahen und ein Kind mich anlächelte. Dann kommt man in die Dunkelheit. Dazu kommen Tausende Kerzen die durch Spiegelungen 1,5 Millionen Lichter sein sollen. Eine Männerstimme verließt die Namen von jüdischen Kindern die ermordet wurden mit Name, Alter und ihrem Wohnort. Ich hatte das Gefühl dies geht ewig und dachte immer wieder an Kinder die ich kenne, mein Gedankengang war immer wieder was für Menschen waren das damals die Kinder ermorden? Nach der Gedenkstätte redete in meiner Gruppe keiner mehr ein Wort bis wir mit dem Bus wieder beim Hotel waren.

Yad Vashem bringt einem das Grauen, die Unmenschlichkeit des Holocaust sehr nahe.

Fazit: ein Muss für alle Israel Reisende

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Volker111

Volker111

10.08.2011 14:43

War oft genug mit Schulklassen in der KZ Gedenkstätte Dachau :-(

DauerSmile

DauerSmile

10.08.2011 10:44

Sehr guter Bericht lg Dauersmile

kerstin1303

kerstin1303

10.08.2011 07:57

wir hatten das in der Schule und zu Anschauungszwecken unternahm unsere Lehrerin eine Unterrichtsreise nach KZ Oranienburg- was ich dort als Kind sah hinterliess tiefe Spuren, es war einfach schrecklich...............

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