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Erfahrungsbericht

für Xcaret, Mexiko
Nächsten Bericht ansehen "Ein Park mit Höhen und Tiefen"
3 Sterne Disneyland goes Mexiko
111 von 111 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen

Pro Artenschutzprogramm, schöne Strände und Lagunen, Einblicke in die Kulturen

Kontra fragliche Tierhaltung, hoher Eintrittspreis, Speisen und Getränke sehr teuer

Detailbewertung

Anzahl der Attraktionen:
Attraktivität der Anlage:
Eintrittspreise (Erwachsene):
Behindertenfreundlichkeit
Platzarchitektur:
Kinderfreundlichkeit:
Geeignet für: Andere

Der Autor

frank.nonnenmann Seit 1 Jul 2000

hab die Schnauze voll vom Winter! mehr

99 Mitglieder vertrauen mir

Xcaret ist einer von drei Ökoparks, die sich alle in der näheren Umgebung von Playa del Carmen an der Ostküste Yucatans befinden. Ausgesprochen wird er „Schkaret“ und ist der Älteste sowie auch größte Ökopark auf der Halbinsel Yucatan. Von Playa del Carmen aus sind es gerade 5km mit dem Auto.

Anfahrt / Eintritspreis
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Der Eintrittspreis beträgt stolze 49 USD, bei größeren Gruppen gibt es geringe Vergünstigungen. Kinder zwischen 5 bis 12 Jahren bezahlen die Hälfte. Es handelt sich um einen Festpreis und da ist auch mit handeln nichts möglich. Daher empfiehlt es sich auch nicht, einen kompletten Ausflug zu buchen, sondern auf eigene Faust mit dem Taxi oder Bus nach Xcaret zu fahren. Das Taxi kostet von Playa del Carmen aus 10USD. Wenn sich im Hotel noch mehrere Personen zusammen tun kann man sich die Fahrkosten ja auch teilen. Wer über ein eigenes Fahrzeug verfügt findet den Park auch ganz einfach, es sind genügend Wegweiser vorhanden. Geöffnet ist der Park jeden Tag von 08:30 bis 22:00 wobei die gebotenen Shows täglich variieren.

Eingang
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Da wir unsere Karten bereits im Hotel gekauft hatten konnten wir den Park betreten, ohne noch an der Schlange zu den Kassen anstehen zu müssen. Allerdings wären die Schlangen dort auch nicht sonderlich lang gewesen. Mit auf den Weg bekommt man noch einen Plan das Parks. Der ist auch unbedingt notwendig, denn das Areal ist riesig groß. Darauf gilt es sich zuerst mal zu orientieren und in etwa eine Route abzustecken. Wir haben den Fehler gemacht, einfach mal drauf los zu laufen, was aber durch die Größe des Parks dazu führte, dass wir gar nicht so richtig wussten wohin.

Führungen
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Es werden verschiedene Führungen durch den Park angeboten, die sich den unterschiedlichsten Themen, rund um den Park widmen. Diese Führungen sind im Preis schon inbegriffen und wer an einer Führung teilnehmen möchte muss sich einfach zu bestimmten Zeiten (Die sind überall ausgeschildert) am Startpunkt einfinden. Leider gibt es diese nur auf spanisch, aber selbst wenn man nur über einen geringen Wortschatz verfügt kann man sich das Eine oder Andere auch selbst zusammen reimen. Wer vor allem Anfangs etwas planlos ist für den ist eine solche Führung auf jeden Fall zu empfehlen, weil man so recht schnell einen Überblick bekommt.

Licht und Schatten
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Was mich an dem Park etwas nachdenklich gemacht hat waren die vielen Vögel, die dort gehalten werden. Es gibt gleich hinter dem Eingang massenweise Flamingos und Papageien. Die Papageien sitzen alle auf einer Stange und damit sie nicht wegfliegen wurde ihre Flügel gestutzt. Für die Touristen natürlich recht schön anzusehen, aber für die Tiere muss es eine Qual sein, den ganzen Tag nur auf einer Stange zu sitzen. Auch ein Pelikan, der auf mich keinen besonders zufriedenen Eindruck gemacht hat vegetiert dort mit völlig zerzaustem Gefieder vor sich hin.

Andererseits wird hier auch eine recht aufwendige Aufzucht, vom Aussterben bedrohter Tierarten betrieben. Nicht nur Vögel, sondern auch die vom aussterben bedrohten Tortuga-Shildkröten. Dies verschlingt natürlich einiges an Geldern, die irgendwie finanziert werden müssen. Dazu tragen natürlich auch die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern der Touristen bei. Doch ich denke es gäbe sicherlich Möglichkeiten, den Vögeln wenigstens ein halbwegs artgerechte Haltung bei entsprechendem Freiraum zu schaffen und Platz ist mit Sicherheit kein Thema bei dem Park.

Das gleiche gilt auch für die Delphine, die in meiner Meinung nach viel zu kleinen Delphinarien zur Belustigung der Touristen gehalten werden. Wer möchte kann mit diesen Delphinen schwimmen, muss dafür aber zusätzlich zum Eintrittsgeld ganz schön tief in die Tasche greifen. Ich kann hier nur an jeden appellieren, dies explizit nicht zu tun, damit solche unsinnigen Attraktionen verschwinden.

Attraktionen
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Hier alles ausführlich aufzuführen, was einem der Park an Möglichkeiten bietet würde den Bericht von der Größe her sprengen, daher möchte ich an dieser Stelle auf die Internetseite http://www.xcaretcancun.com/attractions.​html verweisen. Im folgenden aber noch einige der Attraktionen, die mich persönlich am meisten beeindruckt haben:

Schmetterlingshaus
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Auch wenn es wenig spektakulär klingt sollte man sich einen Besuch des Schmetterlingshauses nicht entgehen lassen. Man geht dort durch zwei Schleusen und findet sich in einer Art miniaturisiertem Regenwald wieder. Sofort sieht man zahlreiche Schmetterlinge umherflattern, die in ihrer Farbenpracht und Größe unsere heimischen Arten bei weitem übertreffen. Auf einem keinen Rundkurs, der bis hoch, über die Baumwipfel geht kann man gemütlich hindurch schlendern. Alleine schon wegen der ganzen Pflanzenarten, die es hier gibt auf jeden Fall sehenswert.

Lagune
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Ein Platz der Entspannung, wenn man schon einige Kilometer im Park hinter sich gebracht hat. Hier kann man entweder in einem der zahlreichen Liegestühle etwas Relaxen und seinen Energiehaushalt wieder auffrischen. Wer es etwas sportlicher haben möchte kann aber auch in der Lagune schwimmen gehen oder sich mit Schnorchel und Taucherbrille ausgestattet von der Unterwasserwelt beeindrucken lassen. Auch Kinder werden hier ihre Freude finden, es gibt große Schlauchreifen, in denen man auf dem Wasser paddeln kann, oder sich an einem Seil in das kühle Nass hinein stürzen.

Angeblich sollen hier auch die Seekühe (Manatees) zu sehen sein, doch als wir dort waren konnten wir leider keine entdecken. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit liegt aber einer der Ozeanriesen vor Anker, denn Xcaret bildet eine Anlaufstelle für Karibikkreuzfahrten. Ebenfalls hat man hier die Möglichkeit für einen Tauchgang, der aber nicht im Eintrittspreis inbegriffen ist.

Aussichtsturm
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Leider etwas Abseits befindet sich der Aussichtsturm, den man aber von fast überall aus sehen und somit kaum verfehlen kann. Von dort oben bekommt man eine recht gute Übersicht. Es handelt sich um einen Turm, wie es ihn beispielsweise auch im Europapark gibt. Man steigt einfach unten in die Kabine, die rundum mit Glasfenstern versehen ist. Dann geht es noch oben, wo man mehrere gemütliche Runden dreht. Der Blick reicht weit auf das karibische Meer hinaus und auf der anderen Seite in den mexikanischen Dschungel. Ein nicht ganz so schönes Bild wird einem dabei von der Hotelanlage geboten, die sich gleich neben Xcaret befindet. Die Dächer sehen von hier oben einfach nur hässlich aus und man stellt fast, dass vieles nur Fassade ist.

Flussläufe
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Zwei ganz besondere Attraktionen sind die beiden Flüsse, die es zu durchschwimmen gilt. Einer der Beiden, der „Maya-Fluss“ war leider gesperrt als wir dort waren, so dass ich nur von dem unterirdischen Fluss berichten kann. Am Einstiegspunkt sollte man sich natürlich seiner Kleidung entledigen, diese wird in einem Sack verstaut, der mit einem Bügelschloss gesichert wird. Der Sack mit der Kleidung wird einem dann zum Ausstieg transportiert, so dass man nicht in der Badehose zurück laufen muss.

Zudem erhält man eine Schwimmweste, die man aus Sicherheitsgründen umlegen muss. Danach begibt man sich die Treppen hinunter zum Einstieg, wo man erst einmal über die Temperatur des Wassers überwinden muss, denn der Fluss hat gerade mal 17°C. Davon sollte man sich aber nicht abhalten lassen, denn bei den heißen Temperaturen in Mexiko ist dies eine willkommene Abkühlung. Dann geht es durch ein etwa 1000m langes Höhlensystem. Diese unterirdischen Flüsse sind ja typisch für Yucatan und durchziehen das ganze Land.

Zwar gibt es hier keine starken Strömungen, und wer einigermaßen schwimmen kann wird keine Probleme haben. Doch wer unter Platzangst leidet sollte dies besser bleiben lassen, denn teilweise geht es schon recht eng daher. Wer nicht ganz durch kommt hat unterwegs aber immer wieder die Möglichkeit, vorzeitig auszusteigen. Die Schwimmwesten sorgen auch dafür, dass man nicht untergehen kann und ich kann auf jeden Fall sagen, dass es einen tierischen Spaß macht.

Die Shows
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Hier findet sich der größte Unterschied zu den anderen Öko-Parks, denn im Gegensatz zu diesen geht es am späten Nachmittag in Xcaret erst so richtig los. Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Arten von Shows, die teilweise auch gleichzeitig stattfinden, man muss sich also entscheiden, ob man sich eher für die alten Maja-Kulturen (Prehispanic) oder für die Geschichte Mexikos interessiert. Ich muss da ganz klar sagen, dass ich den mexikanischen Tänzen und Pferdeshows nicht besonders viel abgewinnen konnte. Wesentlich interessanter fand ich da die Darbietungen der „alten Kulturen“.

Auf keinen Fall sollte man sich diese entgehen lassen, denn ganz egal, ob Azteken oder Teuteken, das Zusammenspiel von Trommeln und den kostümierten Darstellern hat schon etwas imposantes. Wenn da so ein Priester in voller Lebensgröße seine Zeremonie abhält kann es einem schon eiskalt den Rücken runterlaufen. Ob es dabei nur um Schauspieler, oder um echte Aztheken handelt ? Ehrlich gesagt, auf mich hat das Alles sehr real gewirkt und wenn mir so einer Nachts alleine auf der Straße begegnen würde, ich glaube meine Hose wäre voll.

Jede dieser Shows dauert etwa eine halbe Stunde, findet aber an unterschiedlichen Orten im Park statt, so dass man nochmals dazu gezwungen wird, fast den kompletten Park zu durchqueren.

Spectacular Night Show
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Mit Sicherheit der Höhepunkt des Abends, beginnt um 19:00 im großen Stadion die Abendshow. Wer möchte kann sich auch einen Tisch in dem angegliederten Restaurant reservieren und bekommt so einen sehr guten Platz, allerdings ist dies auch ein nicht ganz billiges Vergnügen und wesentlich günstiger kommt man weg, wenn man sich auf den billigen Plätzen nieder lässt. Aber ganz egal wo man sitzt hat man auf jeden Fall immer einen sehr gute Ausblick auf die Arena, weil die Sitzreihen steil ansteigen.

Bereits auf dem Weg in die Arena erwarten einen schon zahlreiche Indianer. In der Abenddämmerung hat dies in Verbindung mit den Fackeln, die dort überall aufgestellt sind schon etwas mystisches, was durch den Weihrauch noch zusätzlich verstärkt wird. Ob dies jetzt tatsächliche ein Begrüßungsritual der Maya ist, oder ob man dies den Touristen als solches nur unterjubeln möchte kann ich nicht sagen. Aber ganz egal, auch wenn dies einen leichten Einschlag Disneys vermuten lässt, es ist auf jeden Fall sehenswert.

Auch wie die vorherigen Shows besteht diese aus zwei Teilen. Anfangs soll einem das „Alte Mexiko“ zu den Zeiten der Mayas näher gebracht werden und der zweite Teil beschäftigt sich mit der Geschichte der Mexikaner, also ihren Folkstänzen, Gauchos und was Mexiko eben sonst noch zu bieten hat.

Auch hier muss ich zugeben, mich für mexikanische Folkstänze nicht sehr zu interessieren und wesentlich spannender war für mich daher der erste Teil. Dies hier zu Schreiben wäre jedoch einen eigenen Bericht wert und um es kurz zu fassen, in zwei Ballspielen der Mayas, bekommt man schon einen kleinen Eindruck, was Sportler damals schon leisteten. Die Zweite Sportart, der „Feuerball“ ist eine Art Hockey, nur mit dem Unterschied, dass der Ball dabei in Flammen steht. Danach bekommt man dann sehr imposant die Eroberung durch die Spanier dargestellt, was akustisch auch noch untermalt wird. Ergo: Absolut sehenswert!

Empfehlung
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Wer den Park besuchen möchte sollte sich auf jeden Fall etwas Verpflegung mit einpacken, denn die Preise für Essen und Trinken sind fast schon unverschämt. Eine Kopfbedeckung und guter Sonnenschutz sollten wie überall in Mexiko selbstverständlich sein. Da sich der Tag bis zu den Shows am Abend ganz schön in die Länge zieht würde ich nicht empfehlen, allzu früh zu gehen, sondern erst etwas später. Wer zwischen zehn und elf Uhr dort ankommt hat immer noch ausreichend Zeit. Eine Empfehlung kann ich wegen des hohen Eintrittspreises und der recht zweifelhaften Tierhaltung leider nur bedingt aussprechen.

Wenn man auf die Unterhaltung am Abend keinen Wert legt würde ich sagen, ist man mit einem der anderen Parks (Tres Rios oder XelHa) in jedem Fall besser beraten, denn die sind deutlich günstiger.

Wer noch mehr Informationen haben möchte, die ich hier aus Platzgründen nicht komplett aufführen kann findet diese unter http://www.xcaretcancun.com

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Kommentare

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  • Schmunzelchen 01.09.2005 15:36
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • JoeBLN 19.09.2003 10:04
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Kimba73 10.09.2003 19:27
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Bienchen31 06.09.2003 20:09
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • tommi36 06.09.2003 20:02
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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