Ciao - für Leute mit eigener Meinung
Neueste Erfahrungsberichte
|
Neue Fragen
|
Erfahrungsbericht schreiben
|
Produktvideos
|
Pro mit dem Wohnmobil durch Florida ist Toll! Man erlebt & sieht viel & kann planen wie man möchte
Kontra leider ist das Wohnmobil teils ein Klotz am Bein aufgrund der Größe, gerade in Innenstädten
Detailbewertung
| Erreichbarkeit: | |
|---|---|
| Übersichtlichkeit | |
| Dienstleistungsangebot (Banken, Geschäfte etc.): | |
| Abfertigungszeit und Pünktlichkeit: | |
| Atmosphäre | |
| Flughafensteuer: |
nun ist es an der Zeit dass ich endlich etwas ausführlicher über die Wohnmobilreise durch Florida berichte welche mein Mann und ich im März 2011 unternommen habe.
Mein Ziel dieses Berichtes ist es nicht nur über Florida selbst zu schreiben sondern auch über das Reisen mit einem Wohnmobil durch Florida, über die erlebten Vor- und Nachteile.
Der Bericht soll eine kleine Hilfe für Alle sein die selbst mal planen solch eine Tour zu unternehmen, man soll daraus Tipps lesen können und Anreize finden.
Viele Tipps sind natürlich auch hilfreich wenn man nicht mit einem Wohnmobil reist sondern stattdessen eine Mietautotour unternimmt oder in verschiedenen Hotels dort urlaubt.
Schnell kam uns dann der Gedanke dass doch die USA ein geeignetes Reiseziel für uns darstellt und gerade Florida höchstinteressant wäre.
Da wir bereits im Herbst 2010 wussten dass der nächste Urlaub im März 2011 sein sollte bot sich dieser Monat auch sehr gut an für eine Floridareise. Über den Winter sind dort die Preise extrem hoch und ab Juni / Juli herrscht dort akute Hurrikangefahr. Im März ist das Wetter dort schon schön und unser Reiseplan wurde also immer ausgereifter.Ehrlich gesagt waren wir kaum von unserem Fuerteventura Urlaub zurück begannen wir mit den nächsten Urlaubsplänen. Pläne möglichst schnell in die Tat umsetzen, diese Eigenschaft besitzen wir Beide und somit legten wir zügig los.
Ziel sollte Miami sein - wir dachten da noch wenn schon Florida dann muß es das berühmte, bekannte und schöne Miami sein. Wir klickten uns im Internet von einer Hotelbeschreibung zur nächsten und die Hoffnung sank rapide. Es gibt viele sehr schöne Hotels mit Pool und direkt am Strand, diese sind leider extrem teuer, dann können wir ja gleich auf die Malediven oder so fliegen war mein Gedanke. Hotels zu normalen Preisen gab es auch, die hatten dann entweder gar keinen Pool oder nur einen sehr kleinen Pool und waren eben typische Stadthotels. Da kann ich mir doch keine 2 Wochen Urlaub vorstellen, dachte ich mir. Die meisten Hotels wurden auch nur mit amerikanischen Frühstück angeboten, Kochmöglichkeit gab es in fast allen Hotels nicht und wenn, dann nur sehr spärlich, also hätte man täglich essen gehen müssen und das bei den Preisen in Amerika. Zudem ist es in Amerika so dass man für Raucherzimmer enorme Aufschläge bezahlt, ok, man kann auch immer vor das Hotel ins Freie gehen zum Rauchen, aber so ein richtig schöner Urlaub habe ich mir dann anders vorgestellt.
Nach zwei Tagen erfolgloser Recherche nach einem geeigneten Urlaubshotel in Miami gaben mein Mann und ich schließlich auf mit dem Gedanken entweder man ist megareich und bucht ein Luxushotel oder Miami und Hotelurlaub passt irgendwie nicht so richtig zusammen, jedenfalls waren wir nicht wirklich zufrieden damit was unsere Recherchen ergaben.
### 2. Plan: Buchung einer Mietwagenrundreise durch Florida:
Auf der Dertour Homepage entdeckte ich dann zufällig dass dort Mietwagenrundreisen durch Florida angeboten werden.
Dort wurde das Angebot sehr verlockend „Florida intensiv mit Touristenklasse Hotels“ genannt und es ging um eine 15-tägige Mietwagenreise durch Florida mit Start- und Endziel Miami.
Der Peis für die Mietwagenreise inkl. Hotels hätte damals Euro 1.298,00 komplett gekostet und hinzu wären noch Euro 1.361,00 für zwei Flüge von Stuttgart nach Miami gekommen.
Mir gefiel dann plötzlich das unflexible nicht mehr, die ganze Mietwagenrundreise empfand ich irgendwie als stressig, nirgends könnte man länger bleiben wenn man möchte oder schneller wieder weiterfahren falls erforderlich oder wenn es einem irgendwo nicht gefällt. Könnte ja auch sein dass mal das Wetter schlecht ist und dann möchte man zügiger weiterreisen und im anderen Falle ist man mal wo wo es total schön ist und man gerne länger bleiben möchte.
Anfangs war ich sehr skeptisch, ich hatte zuvor keinerlei Erfahrungen sammeln können, noch nie eine große Reise mit einem Wohnmobil oder Wohnwagen unternommen.
Mein Mann zeltete früher gern, fuhr auch schon mit einem Hausboot durch Holland, eroberte mit seinem umgebauten Kleinbus, den er früher hatte, Spanien und konnte sich durch all diese Reisen eine Wohnmobilreise genauer vorstellen.
Auf mich fielen nun tausende Gedanken auf einmal her rein: Fühle ich mich in einem Wohnmobil wohl, kann ich darin schlafen auf offenen Campingplätzen, ich, die schon wach im Bett sitzt, wenn sie draußen nur das kleinste Geräusch hört?! Wie ist das mit der kleinen Toilette darin, der engen Dusche die niemals vergleichbar ist mit einer Dusche wie ich es zuhause gewohnt bin?!
Ich malte mir die wohl in Florida lebenden Schlangen und Spinnen aus und dann mich mit meiner riesen Angst davor – bin ich da wohl in einem Wohnmobil genau so sicher wie in einem Hotel?!
Ich fand dann zwei günstige Flüge ab Stuttgart nach Orlando am Samstag den 05. März 2011.
Man flog zunächst mit Delta Airlines von Stuttgart nach Atlanta und dann mit der Delta von Atlanta nach Orlando.
Die Flugzeit von Stuttgart nach Atlanta betrug ca. 10,5 Std. und von nach Atlanta nach Orlando flog man ca. 1,5 Std.
Zurück ging es dann am Samstag den 19. März 2011, die Route und die Fluggesellschaft war dieselbe.
### Das Wohnmobil:
Dertour bietet über El Monte RV Wohnmobile zum Mieten an.
Wir haben uns für das kleinste Gefährt entschieden welches aber in natur riesig war!
Die Fahrzeug-Übernahme ist in Amerika am Ankunftstag nicht möglich was auch Sinn macht. Nach solch einem langen Flug sollte man sich nicht gleich in ein Wohnmobil setzen was man gar nicht kennt und losdüsen. Daher haben wir das Wohnmobil erst für den Folgetag buchen können und mußten es am Tag vor dem Rückflug abgeben. Das Wohnmobil am Rückflugtag abzugeben wäre unter dem Zeitdruck gar nicht machbar, man muß schließlich rechtzeitig am Flughafen sein sonst fliegt der tolle Flieger ohne einen in die Heimat.
Hinzugebucht haben wir noch ein Meilenpaket für Euro 372,00. Das bedeutet wir hatten 1500 Meilen inklusive, die haben wir auf unserer Reise auch fast aufgebraucht. Nimmt man das Meilenpaket nicht zahlt man Gebühren pro Meile was auf jeden Fall teurer kommt.Wir hatten das Glück und es gab noch das Camping Special Paket kostenlos dazu.
Durch dieses Paket war unser Wohnmobil komplett ausgestattet mit Tellern, Besteck, Bechern, Töpfen und einer Pfanne. Auch Handtücher, eine Rolle Toilettenpapier und ein Chemieset für die Toilette wurden bereitgestellt. Zudem war noch ein Tisch und zwei Campingstühle im Wohnmobil vorhanden.
Pro Nacht haben wir dort für zwei Personen inkl. Frühstück Euro 68,00 bezahlt.
In diesem Hotel haben wir die erste Nacht nach der Ankunft in Orlando und die letzte Nacht vor dem Heimflug verbracht, also 05.-06.03.2011 und 18.-19.03.2011.
### Die Buchung bei Dertour:
Nun war es also soweit, wir hatten auf eigene Faust zuhause im Internet das Grundgerüst für unsere Wohnmobiltour durch Florida zusammengestellt.
Daher sind wir am 25.10.2010 ins Dertour Reisebüro in Nürtingen gegangen und haben der netten Mitarbeiterin unseren ausgedruckten Reisewunsch vorgelegt.
Es lief dann alles besser als ich dachte, meine Recherchen stimmten soweit und die Mitarbeiterin vom Reisebüro brauchte unsere Wünsche nur noch in den PC eingeben.
Das Tollste war dass sogar meine ermittelten Preise stimmten.
Das ganze suchen, grübeln, verzweifeln, rechnen, Preise vergleichen etc. hatte sich nun also gelohnt, wir hielten tatsächlich die Reisebuchung in der Hand.
Der Preis für die Flüge, Wohnmobil, Meilenpaket und zwei Hotelübernachtungen betrug komplett Euro 2.348,00 was wir ganz in Ordnung fanden.Wir sind im Vorfeld von Euro 200,00 Campingplatzgebühren ausgegangen was überhaupt nicht hingehauen hat, haben vergessen die Bezinkosten mit einzurechnen (und so ein Wohnmobil ist durstiger als man denkt), nur die Lebensmittelpreise waren geringer als vermutet.
So kostete die ganze Reise weit mehr als vermutet, dazu aber später mehr.
Esta wird direkt über das Reisebüro abgewickelt, die Mitarbeiterin hat alles beantragt und wir mußten dann nur noch die Gebühren bezahlen.
Die Zahlung ist nur per Kreditkarte möglich, habe nicht genau verstanden warum. Wer keine Kreditkarte hat muß sich eben eine leihen, so war die Aussage der Reisebüromitarbeiterin.
Man erhält dann zwei Scheine welche bereits beim Abflug in Stuttgart überprüft wurden.
Um diesen Pass beantragen zu können benötigt man natürlich Passbilder, also sind wir zuerst mal zum Fotografen gegangen.
Hier muß man gleich sagen dass man die Fotos für den neuen Reisepass braucht weil es da auch wieder Richtlinien mit Format und Winkel gibt (Frontalansicht des Gesichtes, neutraler Gesichtsausdruck).
Ehrlich gesagt finde ich die Bilder total schlecht, man muß hier beim Fotografen immer vier machen lassen auch wenn man nur eines braucht.
Da man auf dem Foto weder lächeln darf und ganz ernst gucken muß kann man die restlichen drei Bilder aber für nichts mehr gebrauchen.
Ich nenne die Bilder liebevoll Knastfotos :o)
### Sonstiges:
Wir haben dann beim Media Markt noch einen Adapter für die Steckdosen gekauft damit wir auch im Wohnmobil unser Handy, unsere Kamera usw. aufladen konnten. Der USA-Adapter hat so um die 10 Euro gekostet.
Spezielle Impfungen sind auch nicht erforderlich.
Unsere Reise ging nun von Orlando über Clearwater, St. Petersburg, Fort Myers, Sanibel Island, Naples, Everglades, die Keys samt Key West, Miami, Fort Lauderdale, Pompano Beach zurück nach Orlando.
Da unser Flieger um 10.50 Uhr startete wollten wir allerspätestens um 8.30 Uhr dort sein was auch wunderbar klappte. Von Nürtingen nach Stuttgart zum Flughafen braucht man um die 20 Minuten mit dem Auto und Stau war auch keiner.
Meine Mama war so lieb und hat uns gefahren damit wir nicht für zwei Wochen Parkgebühren zahlen müssen nur weil das Auto am Flughafen steht.
Am Flughafen angekommen hieß es also erst mal Abschied nehmen, ein ganz komisches Gefühl, mir liefen die Tränen nur so runter. Irgendwie war das anders wenn man nach Amerika so weit weg fliegt als wenn man eben mal geschwind 4 Stunden nach Teneriffa fliegt.
Mir ging vieles durch den Kopf, irgendwie hatte ich plötzlich richtig Bammel, naja, hier muß ich erwähnen dass ich vom Sternzeichen her ein Fischlein bin und von natur aus sehr sensibel und grüblerisch.
Dann geht’s endlich weiter und man steht an der nächsten Schlange an um die Koffer aufzugeben und einzuchecken.
Wir sind dann noch ein wenig auf dem Flughafenareal rumgeschlappt und dann gen Sicherheitskontrolle gegangen.Ich muß mich nun schon wieder wiederholen, aber es war schon wieder an der Zeit um in der Schlange anzustehen. Dort wurden die Ausweise überprüft und danach ist man sozusagen offiziell aus Deutschland ausgereist, obwohl man sich ja noch auf dem Flughafengelände Stuttgart befindet.
Nachdem an der nächsten Station erneut die Ausweise überprüft wurden kam man endlich in den Bereich in welchem man auf dem Flughafen wartet bis es Zeit ist einzusteigen in den Flieger.Ihr seht also, der Weg vom Einchecken bis zum Platz nehmen und auf das Einsteigesignal zu warten ist ein langer, verbunden mit zig Kontrollen und zig Mal in der Schlange anstehen.
Kein Vergleich zu dem was ich bisher erlebt habe auf meinen unzähligen Flugreisen.
Nun hieß es endlich einsteigen und ich betrachtete natürlich erstmal ausgiebig den Innenraum des Fliegers. Sagenhaft groß, viel größer als die Maschinen mit denen ich bisher geflogen bin.
Vorne war natürlich die First Class untergebracht und erst dann die Normalflieger.
Am Fenster waren jeweils zwei Sitzplätze und der Mitte drei und dazwischen waren breite Gänge.
Die Sitze selbst wirkten relativ alt und waren mit Lederbezogen, ich empfand es als unangenehm dort darauf 10,5 Stunden zu sitzen.
Zudem war es im Flieger die ganze Flugzeit über extrem kalt, ich saß dort eingepackt mit Decken und fror immer noch, so was hatte ich zuvor auch noch nie mitgemacht.
Das eher ältere Personal war sehr freundlich, es sprach perfekt englisch aber auch ein wenig deutsch sodass die Verständigung kein Problem darstellte.
Zum Essen gab es Hühnchen oder Lasagne was sehr lecker schmeckte.
Zudem wurden sehr oft kalte Getränke angeboten.
Zur Beschäftigung standen 3 Filme zur Auswahl, leider gab es keine Möglichkeit an Bord Musikzuhören, kannte es bisher so dass man Kopfhörer in der Armlehne einsteckt und man dann den Bordmusikanal anhören kann.
### Flughafen Atlanta:
Der Flughafen Atlanta ist gigantisch!!!
Er hat weltweit das größte Passagieraufkommen.
Nun ging man weiter seine Koffer holen welche man drei Ecken weiter wieder aufgeben konnte.
Wenn man in die USA einreist und weiterfliegt wird das Gepäck nicht durchgecheckt, also man muß es selbst holen und wieder aufgeben.
Uns blieb noch ein wenig Zeit bevor es weiter ging, auf dem Flughafen Atlanta gab es natürlich einiges zum Anschauen, toll waren auch die riesigen Raucherzimmer, in einem davon nahmen wir natürlich gleich Platz, wir hatten ja schließlich einen langen Flug ohne Zigaretten hinter uns.
Sicher und pünktlich landeten wir dann schließlich nach 1,5 Stunden in Orlando.
Der Flughafen dort ist wunderschön, irgendwie erinnert er ein wenig an DisneyWorld.
Das Einchecken im Hotel klappte ohne Probleme, das Hotelzimmer war sehr in Ordnung und wir sind dann noch kurz in der Umgebung spazieren gewesen um uns eine Kleinigkeit zum Essen und Trinken zu besorgen.
Danach sind wir todmüde ins Bett gefallen. Wir waren total k.o., immerhin sind wir um 6 Uhr in Nürtingen aufgestanden und um 23 Uhr (Ortszeit Orlando – Differenz zu Deutschland minus 5 Stunden) waren wir dann natürlich kaputt.Nun hatten wir also den 1. Tag unserer Reise hinter uns, das mit dem Flug ging besser als erwartet und wir sind heil in Orlando angekommen was ja das Wichtigste ist.
Also checkten wir im Hotel aus und machten uns dann erneut samt unseren Koffern auf den Weg zur Bushaltestelle.
Wäre alles ganz schön gewesen, die Sonne schien und es war von der Temperatur her lauwarm, leider muß man immer auf Toilette wenn es nicht geht und wo war es auch bei mir der Fall.
Ich saß dann gut eine halbe Stunde mit drückender Blase im Bus bevor ich mich endlich an einer Bahnhofstoilette erleichtern konnte.
Mit dem nächsten Bus fuhren wir wieder eine halbe Stunde und kamen gegen 12 Uhr bei El Monte an.
Wir hielten dann zunächst zwei Straßenecken weiter und mein erster Eindruck vom Wohnmobil war schlimm und ohje, wenig Platz, keine Schubladen, alles so hoch oben und ich bin doch nicht allzu groß… Mein Mann beruhigte mich dann erstmal und wir packten gemeinsam unsere Koffer aus und die Welt sah dann auch schon wieder besser aus.
Lag wohl auch daran dass wir weiterfuhren und erstmal einen leckeren Burger verspeisten, die Sonne schien mittlerweile auch richtig toll.
Danach haben wir im WalMart ordentlich eingekauft, in diesem großen Supermarkt bekommt man alles was man so braucht zu günstigen Preise. WalMart ist eine Supermarktkette und in ganz Florida vertreten.
Gegen 17 Uhr sind wir dann gen St. Petersburg gestartet wo wir einen Campingplatz eingeplant hatten auf welchem wir die erste Nacht in unserem Wohnmobil verbringen wollten.
Aus der geplanten 2 Stunden Fahrtzeit wurden 4 Stunden da wir die ersten beiden Campingplätze
### 3. Tag / Montag, 07.03.2011
### Clearwater, Sunset Beach Park, The Pier in St. Petersburg, Fort Myers, Estero Island
Meine erste Nacht im Wohnmobil war überraschend gut, ich habe durchgeschlafen und bin um 7 Uhr putzmunter aufgewacht. Das Bett war unerwartet bequem.
Nach dem Frühstück haben wir einen kleinen Spaziergang über den Campingplatz gemacht, es war noch recht kühl draußen.
Gegen 9.30 Uhr sind wir dann gen Strand & Meer aufgebrochen. Der Sunset Beach Park ist superschön angelegt mit einem tollen Strand, Palmen und Picknickplätzen.
Rund um Clearwater ist es eher untouristisch, viele große Geschäfte, Fast Food Restaurants, Palmen und kleine Flüsse.
Gegen 11 Uhr sind wir dann am Pier angekommen. Dort war es einfach traumhaft! Viele Palmen, das glitzernde Meer und wir sahen dort sogar springende Delphine im Wasser.
The Pier selbst ist ein kleines Shoppingzentrum und oben auf der Plattform hat man eine herrliche Aussicht. Wer mehr darüber wissen möchte kann dies in meinem bereits veröffentlichten Bericht „The Pier“ nachlesen.
Als wir dann in Fort Myers ankamen war es mittlerweile super heiß draußen, ich schätze so ca. 30 Grad. Wir haben dann unseren Stellplatz auf dem Campingplatz San Carlos bezogen welcher wunderschön am Wasser lag.
Abends sind wir zu Fuß nach Estero Island gelaufen, das kann ich jedem nur empfehlen der in Fort Myers ist. Dort befindet sich ein ganz toller Strand, viele Leute, nette Bars.Nach einem feinen Abendessen sind wir dann gegen 22 Uhr ins Bett gegangen.
Eigentlich wollten wir auch zum Stand zum Baden aber dann ging schon alles am Parkplatz schief. Der Parkscheinautomat wechselt nicht und wir hatten einen viel zu großen Schein reingesteckt.
Heraus kam dann ein Erstattungsticket, nunja, wohin denn nur damit?
Wir hatten dann weder noch Lust darauf zu Baden noch dazu in der ganzen Stadt zu fragen was man mit dem Erstattungsticket machen soll und sind verärgert davon gefahren.
Hier also der Hinweis: Wer am Sanibel Island Strand baden möchte und den Parkplatz benutzt muß das Geld passend in den Automaten werfen sonst ist der Rest weg wie es bei uns der Fall war.
Um 16 Uhr ging es dann weiter nach Naples.
Dort haben wir Floridas größten Baumarkt „The Home Depot“ besucht.
Naples ist eine sehr große, moderne Stadt mit vielen Shoppingmöglichkeiten, leider spielte nun das Wetter nicht mehr so mit und es regnete immer wieder.
### 5. Tag / Mittwoch, 09.03.2011
### Everglades und Weiterfahrt zu den Keys
Heute sind wir früh aufgestanden und haben einen gemütlichen Spaziergang zum Bootssteg auf dem Campingplatz unternommen.
Danach sind wir aufgebrochen, es sollte durch die Everglades gen Key West gehen.
Beim Gator Park befanden sich viele freilaufende Pfauen und wir schauten den Airbooten bei der Abfahrt zu. Für mich wäre so eine Airbootsfahrt nichts gewesen, da fährt man auf engen Kanälen durch die Everglades, das war mir dann doch zu unheimlich.
Gegen 12.30 fuhren wir durch Homestead, eine alte und schnuckelige Stadt. Danach passierten wir den Highway 1 der zu den Keys führt.Über Key Largo ging es nun weiter zu den Marathon Keys. Die Fahrt ist wunderschön, man sieht immer wieder das tolle Meer und schöne kleine Ortschaften.
Eigentlich wollten wir auf dem Marathon Key einen Campingplatz ausfindig machen zum Übernachten, der Platz Key Knights sagte uns aber nicht so zu.
Aus unerfindlichen Gründen hatten wir nun das Problem dass unser Wohnmobil nicht mehr weiterfahren wollte. Über den Notstartknopf bekamen wir es dann doch zum Laufen und unsere Reise ging weiter über die Seven-Miles-Bridge.
### 6. Tag / Donnerstag, 10.03.2011
### Smathers Beach und Key West
An diesem Tag fuhren wir weiter nach Key West und hofften dass die Campingplätze dort nicht ausgebucht waren. Wir konnten einen tollen Stellplatz auf dem Campingplatz Boyd´s RV ergattern und fuhren dann gleich weiter zum Strand.
Der Smathers Beach in Key West ist wirklich toll, es waren viele junge Leute da und das Wasser war sehr ruhig und leider mit viel Seetang versehen.
Man merkte dass derzeit Spring Break herrschte, so viele fröhliche junge Leute sah ich zum ersten Mal in Florida.
Der Parkplatz dort war kostenlos, Liegen und Schirme hätten 10 USD gekostet.
Lecker waren die Hot Dogs welche man an einem Stand dort kaufen konnte.
Abends sind wir zum Campingplatz zurückgekehrt, haben gegessen und dann war es um 22 Uhr auch schon wieder Zeit zum Schlafen.
Auf dem Marathon Key sind wir noch am Sombero Beach gewesen, ich finde das ist der schönste Strand der Keys, richtig traumhaft und idyllisch.
Tolles Wasser, sauberer Sandstrand, viele Palmen und kostenlose Parkplätze.
Auffallend war hier dass es um 20 Uhr sehr frisch war draußen obwohl es tagsüber sehr heiß war.
An diesem Tag besuchten wir den Zoo von Miami. Diesen Zoo kann ich wirklich nur empfehlen, die Tiere befinden sich dort nicht in richtigen Gehegen mit Zäunen drum herum sondern man fühlt sich richtig wie auf einer Safari.
Wir verbrachten einen halben Tag im Zoo bei strahlendem Sonnenschein und heißen Temperaturen.
Danach ging es zurück zum Campingplatz wo wir was gegessen haben und uns etwas entspannten nach diesem actionreichen Tag.
Nachmittags fuhren wir mit dem Wohnmobil zum Crandon Park Strand auf Key Biscane. Dieser gefiel uns aber eher nicht, vor allem wollten die USD 15,00 Parkplatzgebühren für unser Wohnmobil, ein Auto hätte nur USD 5,00 gekostet.
Wir haben dann durch Zufall den wunderschönen Hobie Beach Strand entdeckt. Natürlich erfrischten wir uns noch kurz im kühlen Meerwasser bevor unsere Reise weiter nach Miami Beach ging.
Wir fuhren weiter auf dem bekannten Ocean-Drive, es herrschte pures Verkehrschaos, Stau, Auto an Auto und wir kamen nur langsam vorwärts.
Auch hier suchten wir vergeblich nach einem Parkplatz für unser Wohnmobil. Öffentliche etwas außerhalb hätten 25 USD verlangt und das war es uns dann doch nicht wert.
Miami Beach ist so riesig und wunderschön, wir beschlossen dass wir diese tolle Stadt irgendwann mal in einem separaten Urlaub erkunden und das dann auch mit einem normalen Mietauto.
### 10. Tag / Montag, 14.03.2011
### Strandtag am Hobie Beach, Shopping in der Dolphin Mall
Gleich am Vormittag ging es los an den schönen Hobie Beach. Wir ergatterten einen Parkplatz direkt am Strand und konnten am Meer viel Sonne tanken und uns erholen.
### 11. Tag / Dienstag, 15.03.2011
### Strandtag am Hobie Beach, Walgreens Drogeriemarkt besucht
Auch heute haben wir einen ruhigen Tag am Hobie Beach Strand verbracht, das Wetter war herrlich, superheiß und sonnig.
### 12. Tag / Mittwoch, 16.03.2011
### Fort Lauderdale, IKEA, Sawgrass Mills Shoppingcenter
Heute checkten wir im Larry & Thompson Campingplatz in Miami aus und fuhren weiter nach Fort Lauderdale was laut Internet das Klein-Venedig von Florida sein soll.
Leider gab es nun schon wieder Probleme mit der Campingplatzsuche, den Ersten gab es überhaupt nicht und der Zweite war rein privat.
Nach 1,5 Stunden Campingplatzsuche in Fort Lauderdale entdeckten wir den Highland Pines Park in Pompano Beach. Ein toller Campground und aufgrund der Hitze waren wir zuerst gleich mal im Pool plantschen.
Also sind wir weitergereist zum IKEA in Fort Lauderdale. Die Hot Dogs dort schmecken übrigens nicht anders als die hier in Deutschland. Man bekommt 2 Hot Dogs und 1 Pepsi für 2 USD.
Ansonsten befanden sich selbst im IKEA Markt dieselben Sachen und Möbel wie bei uns auch.
Im Anschluss waren wir im Publix einkaufen und fuhren dann zurück zum Campingplatz.
Abends machten wir uns dann daran das Wohnmobil übergabefertig zu machen, schließlich mußten wir es ja morgen wieder zurückbringen.
Ich packte daher die Koffer und säuberte den Innenraum während mein Mann das Gefährt von außen reinigte.
Irgendwann war dann auch diese Hürde geschafft und wir vielen kaputt ins Bett.
Wir düsten dann gleich weiter zur El Monte um das Wohnmobil zurückzugeben, Rückgabezeit wahr schließlich 11 Uhr, wenn man sich verspätet zahlt man laut Vertrag einen Aufpreis.
Kurz vor 11 Uhr schlappten wir dann in das Büro und trauten unseren Augen kaum, die Uhr dort zeigte bereits 12 Uhr an.
Die Mitarbeiterin lachte und erklärte uns dann auf Englisch dass die Uhren bereits vor einer Woche eine Stunde vorgestellt wurden.
Irgendwie haben wir das gar nicht mitbekommen, in Deutschland sind die Uhrumstellungen ja wann anders, und daher haben wir quasi die ganze letzte Woche nach unserer Armbanduhr mit der falschen Zeit gelebt, was aber niemandem auffiel und uns erst recht nicht.
Die Frau dort war sehr nett und wir mußten die aus Versehen verlängerte Stunde nicht nachbezahlen, sie nahm das Wohnmobil ab und es war fix alles erledigt.
### 15. Tag / Samstag, 19.03.2011 & 16. Tag / Sonntag, 20.03.2011
### Auschecken im Hotel, Rückflug nach Deutschland
Das Auschecken im Hotel klappte problemlos und wir wurden dann mit dem Hotelbus an den Flughafen gefahren.
Um 10.30 Uhr hob dann die Maschine pünktlich nach Atlanta ab wo wir um 12.02 Uhr landeten.
Nun hieß es bis 17.35 Uhr die Zeit rumkriegen, über fünf Stunden sich auf dem riesigen Flughafengelände zu beschäftigen und immer der Gedanke im Kopf dass ja danach noch 10,5 Stunden Flugzeit vor uns liegen.
Man ist durstig und kann nur das teure Wasser in den Flughafenshops kaufen, lesen möchte man auch nicht weil das wollte man ja später im Flieger machen und so waren die fünf Stunden Wartezeit eine richtige Geduldsprobe für mich und ich war erleichtert als wir endlich im Flieger saßen und zurück nach Stuttgart flogen wo wir dann am Sonntagmorgen um 7.50 Uhr gelandet sind.
Wochen danach, wenn man dann Alles Revue passieren lässt sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.
Ja, es war eine wunderschöne Reise mit Höhen und Tiefen. Solch eine Wohnmobilreise ist wesentlich stressiger als eine normale Pauschalreise, man weiß eigentlich nie wo man am nächsten Tag ist und was schief geht und was klappt.
Für alle die es Interessiert nenne ich hier mal die Gesamtkosten unserer Reise:
Mein Mann und ich haben komplett Euro 3.716,61 für diese zweiwöchige Wohnmobilrundreise durch Florida bezahlt.
Enthalten darin sind die Flüge, das Wohnmobil, die Hotelübernachtungen, Campingplatzgebühren, tanken, einkaufen etc.
Ein großes Lob von mir auch an Dertour, die Reisebuchung hat prima geklappt, alles war Bestens organisiert und auch bei El Monte unserem Wohnmobilverleiher funktionierte alles reibungslos!
Wenn mich heute jemand fragt ob ich es wieder machen würde antworte ich mit ja, aber anders.Solch eine Wohnmobilrundreise ist wirklich ein richtiges Erlebnis, das Wohnmobil selbst hat Vorteile und Nachteile. Vorteile sind dass man flexibel weiterreisen kann, Toilette ist immer dabei, man kann abends schön kochen und gemütlich vor dem Wohnmobil sitzen und entspannen.
Die Nachteile liegen vor allem darin dass das Wohnmobil nun mal viel größer ist als ein PKW, wir konnten vieles nur zur Scheibe raus anschauen weil Parkplätze für Wohnmobile in Städten Mangelware sind was ja auch verständlich ist.
Das Wohnmobil schränkt daher durch seine Größe teilweise sehr ein was einen vor Ort sehr traurig macht.
Ideal ist natürlich wenn man ein Wohnmobil mietet, so ein richtig großes wo ein kleiner Smart hinten reinpasst, dann hat man die Flexibilität durch das Wohnmobil und zeitgleich ein kleines Auto dabei um die Innenstädte anzuschauen.
Aber nun fliege ich erst mal im September nach Südspanien und plane danach meinen nächsten Urlaub :o)
Sorry, aber mein Reisebericht ist nun länger geworden als ich eigentlich wollte und ich hoffe Ihr hattet viel Spaß beim Lesen und ich konnte Euch virtuell ein Stück weg mit auf die Reisen nehmen!
der traumhafte Sombero Beach (Marathon Key)
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
Anstatt dem Mitglied eine negative Bewertung zu geben, bitte daran denken:

Helfe diesem Mitglied durch nützliche Tipps

Melde einen Missbrauch wegen unerlaubter Kopie oder anderer Gründe an das Ciao Support Team.
Kommentar schreiben
mr.matze 20.02.2012 20:13
belli4charlotte 16.02.2012 06:44
bh nachlieferung
AchHerrJe 14.02.2012 10:35
BH
schorschl 23.01.2012 13:08
bh
quacky4321 16.01.2012 00:09
BH und LG