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Pro tolle Aussicht
Kontra sehr teuer
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Öffnungszeiten | |
| Spaßfaktor |
Der Willis Tower ist wohl noch immer unter dem alten Namen "Sears Tower" bekannt. Ich persönlich kann mich jedenfalls kaum an den neuen Namen gewöhnen. Umgetauft wurde er da ihn der ehemalige Besitzer und Namensgeber, das Warenhaus Sears, im Jahr 2009 verkauft hat.
Der Turm befindet sich im West Loop in Chicago. Dabei handelt es sich um auch um den Financial District. Er wurde 1973 fertig gestellt und ist 110 Stockwerke hoch. Mit seiner Höhe von 442 Metern (ohne Antennen) war es bis 2009 das höchste Gebäude der Welt. Heute handelt es sich immer noch um das höchste Gebäude der westlichen Hemisphäre. Damit zieht er in der Skyline von Chicago natürlich die Blicke auf sich.Erreichbarkeit
Zu erreichen ist der Turm sehr einfach wobei man am besten mit der Hochbahn fährt. Die nächste Station ist Quincy and Wells Street Auch 24 Buslinien verkehren zum Turm. Parkplätze sind im Stadtzentrum von Chicago sehr rar und zudem ausserordentlich teuer.Der Besuch des SkyDecks ist 365 Tage im Jahr möglich. Die Öffnungszeiten im Sommer sind von 09.00 bis 22.00 Uhr und im Winter von 10.00 bis 20.00
Die Kosten um mit dem Fahrstuhl zum Skydeck zu fahren betragen US$ 17.00 für Erwachsene ab 12 Jahre und US$ 11.00 für Kinder von 3-11 Jahre. Jüngere Kinder sind kostenlos. Da die Wechselkurse momentan so stark schwanken erlaube ich mir auf eine Umrechnung zu verzichten. Ich persönlich empfinde schon diese Preise als recht hoch. Wer sich jedoch für die sogenannte "FastPass Admission" entscheidet, also ein Ticket mit welchem man nicht anstehen muss, bezahlt unverschämte US$ 35.00 pro Ticket. Kinder unter 3 sind nach wie vor kostenlos, ältere Kinder bezahlen jedoch bereits den vollen Preis. An Feiertagen wie dem Memorial Day, dem Labor Day und dem 4. Juli Wochenende sind diese Tickets jedoch nicht erhältlich. Weiter könnten noch spezielle Touren gebucht werden, was wir jedoch nicht getan haben.
Als höchstes Gebäude, ist es klar, dass der Willis Tower die Skyline von Chicago beachtlich mitprägt auch wenn vom See aus der John Hancock eher dominanter ist da er näher am Wasser steht. Dank diesen beiden Gebäuden kann man sich in den Häuserschluchten recht gut orientieren. Sie sind in den Strassenzügen fast immer sehbar. Die Konstruktion des Turms erinnert mich persönlich ehrlich gesagt etwas an ein Legobauwerk. Dies soll nicht despektierlich klingen sondern hat den Ursprung davon, dass der Turm in mehrere, nicht gleich hohe, quadratische Türme aufgebaut ist von welchen der mittlere die anderen weit überragt. Dazu kommen dann noch die beiden hohen Antennen darauf. Der Turm selber ist in recht dunkler Farbe gehalten und nachts sieht man natürlich unzählige Lichter in den Büroräumen brennen was ihn für mich persönlicher eindrücklicher macht als am Tag. Für mich ist der Unterschied fast wie in Las Vegas bei den Hotels, welche während dem Tageslicht auch weniger wirken als bei Beleuchtung. Dies obwohl der Willis Tower selber nicht beleuchtet ist, sondern es sich lediglich um die Lichter der Büros handelt.
Ich empfehle den Besuch am Vormittag. Nach dem ersten Ansturm gleich bei Eröffnung des SkyDecks sind die Besucherströme weniger stark als am Mittag und am Nachmittag. So haben wir es zumindest erlebt. So müssen dann auch nicht die unverschämt teuren FastPass Tickets bezahlt werden. Um auf den Turm fahren zu können muss man natürlich die obligate Sicherheitskontrolle über sich ergehen lassen, was jedoch nicht so schlimm ist, weil man ja sowieso auf die Fahrstühle warten muss. Eine zusätzliche Wartezeit entstand für uns nicht. Die Fahrstühle bringen einem danach zum SkyDeck im 103. Stockwerk auf 412 Metern Höhe. Im Fahrstuhl erhält man einige Infos über den Turm und den Besuch. Man hört z.B. die Grössenangaben oder auch wo man wieder nach unten fahren kann. Weiter soll es sich beim Fahrstuhl im einen der schnellsten der Welt handeln. Bei solchen Superlativen sind die Amerikaner jedoch bekanntlich nicht sehr sparsam.
Bei klarem Wetter soll man 50 Meilen und in 4 US-Bundesstaaten sehen können. Die Aussicht ist über Chicago und den Lake Michigan ist natürlich atemberaubend. Mir persönlich hat die Aussicht vom etwas weniger hohen John Hancock Tower jedoch ehrlich gesagt etwas besser gefallen da man dort näher am Wasser ist und daher etwas mehr am Rand der Wolkenkratzer steht und sie somit besser sehen kann. Leider waren die Scheiben teilweise doch ziemlich verschmutzt und auch zerkratzt so dass man nicht sehr gute Fotos machen konnte. Dies ist aber wohl ein Schwachpunkt von allen solchen Türmen der Welt. Habe es noch kaum anders angetroffen. Überall sind Infotafeln angebracht welche die Gebäude welche man im Sichtfeld hat beschreiben und benennen. Auf der Innenseite sind Bilder vom Bau des Turms und andere Infos angebracht.Das absolute Highlight sind die erst kürzlich angebrachten vier Glasbalkone. Dabei handelt es sich, wie es der Name schon sagt, um Balkone völlig aus Glas. Mutige können darauf stehen und sehen unter sich 412 Meter Luft bis dann die Strasse kommt. Ist schon ein ganz anderer Nervenkitzel als wenn man durch ein Fenster an der Wand schräg nach unten sieht. Beim Tritt hinaus auf die Balkone heisst es dann Vertrauen in die Technik zu haben.
Natürlich gibt es die üblichen fix installierten Fernrohre welche wir nicht benutzt haben. Auch ein Souvenirshop mit natürlich recht hohen Preisen war vorhanden. Toiletten gibt es in genügender Anzahl und sie waren auch modern, gut im Schuss uns sauber gehalten. Wie das während dem Tag so bleibt kann ich aber natürlich nicht sagen, da wir am Vormittag, kurz nach Eröffnung hier waren. Auch hier haben wir nur etwas gestöbert, aber nichts gekauft. Nachdem man in alle Himmelsrichtungen geschaut hat, steht man wieder Schlange um mit dem Fahrstuhl hinunterzufahren. Die Wartezeit war bei uns nochmals etwas kürzer als bei der Fahrt nach oben. Unser Aufenthalt mit den Kindern betrug eine geschätzte knappe Stunde. Ohne die ungeduldigen Kinder, welche alles natürlich im Schnellzugstempo angeschaut haben, hätten wir vermutlich mehr Zeit auf dem SkyDeck verbracht um die Aussicht mehr auf uns wirken zu lassen.
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Meister_Mai 13.05.2012 20:51
target1312 29.04.2012 09:46
Furchtbar:-)
handballwilhelmshaven 23.04.2012 16:52
ClaraFall 08.04.2012 07:09
aga6jessica 16.03.2012 16:35