Wikinger Reisen

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... Und am nächsten Morgen wurden dann auch die Fahrräder ausgegeben, Trekking-Räder im einheitlichen Wikinger-Design. Jeder bekam auch eine Ortlieb-Fahrradtasche (die am Gepäckträger aufgehängt werden kann) für das Tagesgepäck. Wenn man beim Radln so richtig ins Schwitzen kommt, sicher eine gute ... Bericht lesen





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Katalonien - Schweiß, Strand und Staunen
Erfahrungsbericht von burkhardm über Wikinger Reisen
18. Januar 2003


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Gute Mischung aus Sport, Kultur und Entspannung
Kontra: Zustand der Räder nicht immer optimal

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Der Reiseveranstalter WIKINGER REISEN aus Hagen hat sich auf Wander-, Rad- und Fernreisen spezialisiert und sich in diesen Bereichen bereits seit einiger Zeit einen Namen gemacht. Bisher blieb er auf dieser Plattform weitgehend unbeachtet - wenn man den bisher existierenden drei kurz gefassten Berichten aus der Anfangszeit von ciao! etwa die 130 Berichte zum Trash-Reiseveranstalter RAINBOW TOURS gegenüberstellt (von denen viele zugegebenermaßen äußerst amüsant zu lesen sind!). Preislich bewegt sich WIKINGER im Mittelfeld der verschiedenen Verantalter für Wander-/Radreisen. So sieht man, anders etwa als Nobel-Veranstalter STUDIOSUS von der Unterbringung der Reisegäste in 4-Sterne-Hotels ab, verzichtet jedoch, im Gegensatz z.B. zum ökologisch bewussten NATOURS, nicht auf geschulte einheimische Reiseleiter.

Ich habe Ende Mai 2002 an der von WIKINGER angebotenen Radreise mit der Nummer 6109, "Katalonien - Faszinierende Natur- und Kulturlandschaft" teilgenommen, von der ich hier berichten möchte.

••• Vorbereitungen •••

Der Reise gingen einige Anrufe und E-Mails an die WIKINGER-Zentrale in Hagen voraus. Zunächst interessierte ich mich für eine ähnliche Reise in Andalusien, zögerte aber dann so lange, dass keine Plätze mehr frei waren. Ehrlich gesagt lag das daran, dass meine Fragen, die in die Richtung gingen "was für Leute sich schon angemeldet haben" nur schwammig beantwortet wurden. Wenn man zwei Wochen lang mit einer Gruppe durch die Gegend zieht, dann möchte man sich ja auch mit den Leuten gut verstehen, was, meint man jedenfalls, wahrscheinlich ist, wenn die eigene Altersgruppe nicht völlig unterrepräsentiert ist. Da bei der Anmeldung für eine Reise bei WIKINGER auch nach dem Geburtsdatum gefragt wird, interessierte ich mich für diese Information, die mir aber leider vorenthalten wurde. Irgendwann dachte ich mir: egal, auch wenn die anderen Mitreisenden älter oder jünger als du bist, ein paar nette Leute werden allenthalben schon dabei sein, und schaute mich bei www.wikinger.de nach anderen Reisen um. Schön ist, dass auf der Website zu erkennen ist, bei welchen Reiseterminen noch genügend, nur noch wenige oder gar keine Plätze mehr frei sind. Katalonien war noch nicht ausgebucht und klang interessant. Endlich buchte ich die Reise über eine komfortable und zuverlässige Web-Schnittstelle.

Bald (fast einen Monat vor Abflug) erhielt ich neben dem Flugticket auch eine Broschüre mit "Zielgebietsinformationen" über Katalonien, den Reiseverlauf, die Teilnehmerliste und eine Liste der Hotels, die erradelt werden sollten.

••• Reiseziel •••

KATALONIEN, im Nordosten Spaniens gelegen, kann landschaftlich und kulturell mit einer bemerkenswerten Vielfalt aufwarten. Die Pyrenäen und ihr hügeliges, grünes Vorland, verschlafene Örtchen mit viel mittelalterlicher Bausubstanz, teilweise auch noch Relikten aus den Zeiten der römischen und der maurischen Herrschaft, die herrliche Felsküste der Costa Brava, Strände die auch zum Baden einladen (mit unvermeidlichen massentouristischen Begleiterscheinungen), und schließlich die Metropole BARCELONA, die für sich genommen schon ein lohnenswertes Reiseziel ist. Katalonien ist nicht einfach nur eine Provinz Spaniens, sondern eine stolze, eigenständige Region mit langer Tradition und eigener Sprache, die trotz oder gerade wegen ihrer Unterdrückung während der Franco-Diktatur längst wieder aufgeblüht sind. Das Katalanische, das anders als das Baskische eine romanische Sprache ist, ist eine der gleichberechtigten Amtssprachen Spaniens. In Katalonien wird sie in Wort und Schrift verwendet, das kastillanische "Spanisch" wird aber selbstverständlich auch verstanden und gesprochen.

••• Anreise •••

Die Anreise zum Flughafen Barcelona erfolgte per Linienflug (Lufthansa) von den Heimatflughäfen Frankfurt und München aus. Andere Flughäfen für den Abflug sind auch möglich, aber in diesem Fall waren eigentlich alle Mitreisenden irgendwo in der Südhälfte Deutschlands beheimatet. Einige Zeit vor den "Münchnern" kamen die "Frankfurter" in Barcelona an, die so schon ausgiebig Gelegenheit hatten, sich mit unserem sympathischen Reiseleiter bekannt zu machen, der selbst Katalane ist und in Girona lebt.

Da die Radtour nicht von Barcelona, sondern vom Landesinneren aus startete, musste die Gruppe noch eine mehrstündige Fahrt in einem bis zum letzten Platz besetzten Kleinbus auf sich nehmen - und konnte sich dabei schon einmal erste ehrfurchtsvolle Blicke auf die Steigungen werfen, die in den nächsten Tagen in entegegengesetzter Richtung per Rad zu bewältigen sein würden...

••• Reiseverlauf •••

Der Bus hielt im verschlafenen Städtchen RIPOLL am Fluss TER, wo sich unsere erste Unterkunft, das HOTEL LA TROBADA befand. Das Hotel war sehr zentral gelegen, aber recht schlicht. Mein Einzelzimmer war so klein, dass ich ständig darauf achten musste, nicht über meinen Koffer zu stolpern. Auch kulinarische Genüsse blieben hier aus, das Frühstück war wirklich sehr schlicht. Die zwei Sterne, die mein Reiseführer vergibt, treffen es wohl - ordentlicher Standard, der für eine Nacht allemal genügen sollte.

In Ripoll besprach unser Reiseleiter auch bereits ausführlich den vollständigen Reiseverlauf mit uns, erklärte uns, welche Strecken in besonderem Maße muskelaufbauend wirken würden und ähnliches. Und am nächsten Morgen wurden dann auch die Fahrräder ausgegeben, Trekking-Räder im einheitlichen Wikinger-Design. Jeder bekam auch eine Ortlieb-Fahrradtasche (die am Gepäckträger aufgehängt werden kann) für das Tagesgepäck. Wenn man beim Radln so richtig ins Schwitzen kommt, sicher eine gute Alternative zu einem Rucksack. Wir erfuhren auch, dass wir während der ganzen Reise von einem Begleitbus eskortiert würden, aus dem wir bei jedem Halt auch Dinge aus unserem restlichen Gepäck entnehmen könnten - und der im Notfall auch einmal einen "ausgefallenen" Radler chauffieren würde. Fahrradhelme, die in Spanien offiziell Pflicht sind, mussten wir selbst mitbringen.

Den nächsten Vormittag verbrachten wir noch mit ersten Einkäufen und der Besichtigung des Benediktinerklosters von Ripoll, anschließend wurden die Räder verteilt. Hier war schon festzustellen, dass nicht alles perfekt war. Mehrere Speichen meines Rads waren gebrochen, ich nahm das mit einem mulmigen Gefühl für den ersten Tag in Kauf. Da Erstatzteile fehlten, konnte das Fahrrad erst am Ende der ersten Etappe repariert werden. Die Wartung der Räder könnte Wikinger wohl noch optimieren: derzeit werden die Räder zwischen den verschiedenen Reisegebieten in Südwesteuropa hin und her transportiert, wobei sich der jeweilige Reiseleiter NACH Ende der Reise um die Räder kümmern soll.

Dann schwangen wir uns endlich aufs Rad, entlang des RIU TER Richtung OLOT. Die Fahrt verlief, wie so oft in den folgenden Tagen, weitgehend auf "vías verdes", das sind ehemalige Nebenstrecken der Bahn, die nach ihrer Stillegung in Radwege umgewandelt wurden - eine gute Idee, die nach und nach in ganz Spanien umgesetzt wird. Die "vías verdes" sind wirklich ausgezeichnet ausgebaut und gut beschildert. Kurios sind die alten Bahnhöfe, die man hin und wieder passiert und nun meist in Gaststätten umgebaut worden sind. Eine Pause legten wir in Sant Joan de los Abadesses ein (noch ein Kloster, und eine hübsche romanische Brücke). Es folgte die erste große anstrengende Steigung, die am "Coll de Santigosa" auf 1064m endete. Wenn ich mich recht erinnere, waren hier 800 Höhenmeter am Stück zu bewältigen. Ich war fix and alle, als ich das geschafft hatte - aber: ich hatte es geschafft! So hatten die meisten von uns ihr erstes Erfolgserlebnis (abgestiegen sind nur wenige).

Unsere Unterkunft in OLOT, das HOTEL APARTAMENTOS LA PERLA D'OLOT war um einiges komfortabler als unser erstes Hotel. Wir übernachteten diesmal in kleinen Apartments, die auch eine eigene Küche hatten. Auch Abendessen und Frühstück waren ordentlich. Zwar war das Hotel nicht gerade im Zentrum der Stadt gelegen, aber mit unseren Rädern war das in 15 Minuten zu erreichen. Die meisten von uns erkundeten in ihrer "Freizeit" nach der Ankunft in Olot die durchaus malerische Altstadt. Im Stadtgebiet befinden sich sogar vier (heute grün und friedlich erscheinende) Vulkane, einen von ihnen kann man zu Fuß vom Stadtzentrum aus erklimmen, von wo aus man einen schöne Aussicht auf Stadt und Umgebung hat!

Die nächste Etappe endete in GIRONA (GERONA), wo wir diesmal zwei Nächte im HOTEL PENINSULAR verbrachten (schlichte Zimmer mit teilweise sehr unromantischer Aussicht auf einen von einigen Mitreisenden "Schacht" genannten Innenhof, dafür aber sehr zentral gelegen). Girona ist sicher einer der sehenswertesten Orte dieser Reise! Auf den ersten Blick fallen die bunten, leicht chaotisch gebauten Häuser am Ufer des Flusses Onyar auf, der Altstadt und moderne Stadtviertel voneinander teilt. Niemand wird sich dieses Fotomotiv entgehen lassen. Doch Girona hat noch mehr zu bieten: ein zusammenhängendes mittelalterliches Stadtzentrum mit verwinkelten Gassen, in denen es oft treppauf, treppab geht, und über dem eine riesige Kathedrale thront - die größte EINSCHIFFIGE Kathedrale der Welt! Interessant ist auch ein Besuch in den "arabischen" (in Wirklichkeit nach Vertreibung der Mauren errichteten) Bädern und ein Spaziergang auf der restaurierten Stadtmauer. Unser Reiseleiter, der selbst in Girona wohnt, zeigte sich hier sehr engagiert und bot uns an einem eigentlich für ihn "freien" Tag eine Stadtführung an, an der wir natürlich gerne teilnahmen. In Girona versammelten wir uns zum Abendessen nicht im Hotel, sondern in einem guten Restaurant in der Stadt, in dem uns eine Paella aufgetischt wurde. Übrigens war Girona der erste Ort, in dem uns massenweise andere Touristen aus Deutschland (Holland, Russland, ...) begegeneten.

Nach soviel alten Steinen radelten wir endlich weiter Richtung Costa Brava, nach SANT FELIU DE GUIXOLS, das zu dieser Zeit (Ende Mai) noch sehr verschlafen wirkte, einige Strandkneipen waren noch geschlossen. Natürlich ging es gleich nach der Ankunft für die meisten zum absolut menschenleeren Strand. Ganz Mutige wie ich wagten einen Sprung ins Mittelmeer, das doch noch recht kühl war. Den doch arg touristisch geprägten Ort Sant Feliu hielt ich nicht gerade für sehenswert, aber unser ***-Hotel HOSTAL DEL SOL war eine Oase inmitten einer hässlich verbauten Gegend. Ein hübsches kleines "Schlösschen" im Jugendstil (der in Spanien Modernismus heißt, und dem wir in Barcelona noch ganz massiv begegnen würden), das auch einen sehr gepflegten Garten (nebst Pool) hat, in dem man gerne mal ein Stündchen ausspannt. Allerdings befindet sich das Hotel nicht gerade in absoluter Strandnähe.

Wir übernachteten zwei Nächte in Sant Feliu, so dass es auch wieder einen Tag zur freien Verfügung gab. Unser Reiseleiter regte für alle, die noch immer nicht genug davon hatten, eine Radtour entlang der Felsküste der Costa Brava nach TOSSA DE MAR an. Das erschien mir reizvoll, und ich fuhr mit. Wieder lobend zu erwähnen: auch dies war eigentlich ein "arbeitsfreier" Tag für den Reiseleiter - trotzdem begleitete er uns! Diese Tour war dann auch wirklich sehr beeindruckend, wenn auch nicht ohne Anstrengungen zu bewältigen - es ging immer wieder auf und ab. Angesichts der tollen Ausblicke war ich froh, mir vor der Reise eine zweite 128MB-Karte für meine Digitalkamera zugelegt zu haben. Leider scheiterte unser Plan, mit dem Linienschiff zurück nach Sant Feliu zu fahren daran, dass das Schiff in der Nebensaison nicht am Wochenende fuhr... und dann kam noch hinzu, dass die Küstenstraße am Nachmittag wegen eines Autorennens gesperrt werden würde (was wir vorher auch nicht wussten). Doppeltes Pech. So konnten wir uns leider in Tossa nicht mehr groß umschauen, sondern mussten nach einem Kaffee schon wieder den Heimweg antreten. Trotzdem war's ein schöner Tag!

Wieder wurde unser Gepäck in den Bus verladen, und die Tour ging weiter nach TOROELLA DE MONTGRÍ. Leider wurde in der zweiten Woche der Fahrer eingespart; unser Reiseleiter fuhr nun den Bus und musste uns dementsprechend peinlichst genaue Wegbeschreibungen mitgeben, damit wir uns nicht verirrten. Nachdem das einmal ziemlich misslang und wir uns eine unnötige 15%-Steigung hinaufgemüht hatten, wartete er dann fast an jeder Straßenkreuzung, an der wir den falschen Weg hätten einschlagen können, auf uns... In TORELLA DE MONTGÍ übernachteten wir im HOTEL PICASSO - der einzigen Unterkunft auf der Reise, die ich nicht unbedingt empfehlen möchte. Die Zimmer waren äußerst schmucklos, mit Doppelstockbetten belegt und riefen bei mir sofort die Assoziation mit einer Jugendherberge hervor. Immerhin war der Strand in unmittelbarer Nähe, wovon wir aber wenig hatten, weil wir gerade noch rechtzeitig zum Abendessen eintrafen.

Nach weiteren 55km, die wir unter anderem für einen Stopp bei den Ausgrabungen der römischen Stadt MUNICIPUM EMPORIAE unterbrachen (sehenswert, aber vielleicht im Vergleich zu anderen antiken Ausgrabungsstätten nicht übermäßig aufregend), erreichten wir unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte. Sie rief einhellige Begeisterung hervor: das Hotel Allioli in Castelló d´Empúries ( http://es.turinet.net/empresa/h.r.allioli/ ), ein wunderbares Domizil im Stil eines Landhauses aus dem 17. Jahrhundert. Jedes Zimmer war liebevoll und individuell eingerichtet, gespeist wurde unter einem Gewölbe... Wunderschön. Von diesem Hotel aus fuhren einige von uns per Rad oder Bus zum DALÍ-MUSEUM nach FIGUERES, andere gönnten sich einen weiteren Strandtag, soweit dies die nun etwas kühleren Temperaturen zuließen.

Unsere Reise sollte dort enden, wo sie begann: in Barcelona. Um dorthin zu gelangen, war eine längere Fahrt im Reisebus erforderlich, die zweimal unterbrochen wurde: einmal, um das sehr beeindruckende, aber auch extrem gut(?) besuchte KLOSTER MONTSERRAT zu besuchen, das in 725 Meter Höhe inmitten einer Tolkien-mäßigen Felslandschaft thront. Auch für einer kleine "Berg"-Wanderung in der Nähe des Klosters verblieb noch einige Zeit (überraschanderweise entkam man so sehr schnell den Menschenmassen, die das Kloster besuchten!). Ein zweites Mal hielt der Bus noch für eine Besichtigung der Sektkellerei von CORDONIÚ - musste das sein? Hier fühlte man sich dann doch etwas an Inselrundfahrten a la Neckermann erinnert. Und den sonnigen Tag in einem moderigen großen Keller zu verbringen war auch nicht jedermanns Sache.

Nun aber BARCELONA! Wir bezogen unser Quartier im HOTEL PAU (modern, guter Standard); nicht in unmittelbaren Zentrum von Barcelona gelegen, aber in der Nähe der weltberühmten und immer noch nicht fertiggestellten GAUDÍ-Kirche SAGRADA FAMILIA. Abends ließen wir uns durch das pulsierende Nachtleben in den Ramblas treiben, tagsüber bot uns unser Reiseführer noch einmal eine Stadtführung an (wieder einmal etwas, für das wir eigentlich gar nicht bezahlt hatten!). Außerdem gab es von Barcelona aus noch eine letzte Radtour im Karstgebiet "Sierra de Garraf" zum Badeort Sitges. Ich möchte hier gar nicht erst versuchen, die Sehenswürdigkeiten Barcelonas in wenigen knappen Sätzen zusammenzufassen - ich bin mir sicher, dass auf dieser Plattform bereits dutzende Berichte speziell über die katalansiche Metropole vorliegen.

••• Abreise •••

Die Abreise vom Flughafen Barcelona erfolgte planmäßig, wenngleich ein Streik der Busfahrer und das davon hervorgerufene Verkehrschaos die Taxifahrt zum Flughafen noch recht spannend machte...

••• Reisegruppe •••

An der Reise nahmen 16 Personen teil, altersmäßig war alles zwischen 30 und 60 vertreten. Die meisten meiner Mitreisenden waren so ungefähr Mitte bis Ende Dreißig. Es nahmen mehr Singles als Paare teil. Ach ja, es gab einen deutlichen weiblichen Überhang, und da gerade Schulferien waren, konnte so mancher Pädagoge an der Reise teilnehmen und viel erbauliches zu unserer Bildung beitragen... Insgesamt habe ich mich in der Gruppe recht wohl gefühlt, und da die Reiseplanung immer wieder auch Freiräume für eigene Unternehmungen bot, konnte man einem bei einer solchen Reise immer mal drohenden "Gruppenkoller" leicht entkommen.

••• Reisezeit •••

Für eine Radreise in südlichen Gefilden ist die Reisezeit Ende Mai sicher besser geeignet als der Hochsommer. Gelegenheit, ins Schwitzen zu kommen, fehlte auf unbewaldeten Steigungsstrecken ohnehin nicht. Allerdings blieben in dieser Zeit Niederschläge nicht aus. Das hielt sich bei uns glücklicherweise noch in Grenzen, trotzdem erlebten wir, dass die andauernde Durchquerung von Schlammpfaden auf die Dauer zu ernsthaften Verstimmungen führen kann. Auch klagte gegen Ende der Reise so mancher über Halsschmerzen.

••• Bewertung •••

Abschließend möchte ich die für mich wichtigsten Punkte zusammenfassen und zu einer Bewertung kommen:

• Der Kontakt mit der Zentrale von Wikinger war mäßig, die Buchung aber unproblematisch
• Die Reiseunterlagen waren umfassend und kamen rechtzeitig
• Die Hotels waren größtenteils "gut-bürgerlich" mit einigen "Perlen" darunter, keine wirklich negativen Ausreißer
• Zustand und Wartung der Räder waren nicht optimal
• Die Reiseziele waren sämtlich sehenswert
• Die Radtouren waren für jeden zu bewältigen, wenn auch nicht immer ohne Anstrengung
• Der Reiseleiter war äußerst engagiert und kompetent
• Geboten wurde eine gute Mischung von Kultur, Sport und Entspannung
• Für individuelle Unternehmungen war reichlich Zeit vorgesehen (Vermeidung von "Gruppenkoller")
• Den Preis von € 1228 + € 200 für den EZ-Zuschlag empfinde ich insgesamt als noch angemessen.

Ich bin versucht, fünf Sterne zu vergeben, ziehe aber wegen des nicht so tollen Zustands der Fahrräder einen ab. Vom Reiseveranstalter Wikinger habe ich insgesamt einen wirklich guten Eindruck bekommen. Ich finde, dass an vielen Aspekten dieser Reise zu erkennen war, dass langjährige Erfahrungen mit ähnlichen Reisen in die Planung unserer Radrundreise eingeflossen sind und dazu beitrugen, dass es für uns alle ein einfach schöner Urlaub wurde.

 
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Gruppenreisen, ein bischen alternativ.
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Pro: Gute, engagierte Reiseleiter, gut ausgearbeitete Reisen.
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...reise seit vielen Jahren mit Wikinger Reisen und habe mit diesem Veranstalter überwiegend gute Erfahrungen gemacht. Besonders hervorheben möchte ich, dass Wikinger sehr gute und engagierte Reiseleiter hat. Oft stammen oder leben die Reiseleiter im Reiseland und haben beste Kenntnisse. Im Gegensatz zu vielen Reiseleitern anderer Veranstalter hat man bei Wikinger (meistens) das Gefühl, die Reiseleiter tun nicht nur ihren Job, sondern sind wirklich ...
...als "Paradiesvogel" bezeichnen. Bei Wikinger Reisen geht es normalerweise locker zu. Man redet sich mit Du und Vornamen an. Der Reiseleiter (besonders bei Camping und Fernreisen) ist Teil der Gruppe. So ergeben sich nicht selten Bekanntschaften, die über die Reisedauer hinaus bestehen. Die Unterkünfte bei Wikinger sind meistens einfach bis Mittelklasse. Wobei in den letzten Jahren (leider) immer mehr auf "höherklassige" Unterkünfte umgestiegen ... Bericht lesen

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25.11.2007
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Wikinger bei den Studienreisen ? Na, egal. Man sollte sich schon darüber im Klaren sein, was man von seinem Urlaub erwartet. Wer gerne "All-inclusive" oder "Sonne-Sand-Strand und meine Ruhe" hätte, liegt bei Wikinger sicherlich nicht ganz richtig. Wikinger ist eher für Menschen gedacht, die gerne in Gruppen reisen, dementsprechend aufgeschlossen und komunikativ sind. Die ist unbedingt nötig, da die Gruppe letztlich über den Erfolg der Reise entscheidet. ...
...Wetter mal nicht mitspielt. Wikinger bieter weltweite Reiseziel an. Die Routen sind sehr gut im katalog beschrieben. Dort wird man auch darüber informiert, welche Vorraussetzungen an den Reiseinteressenten gestellt werden. Wenn dort also "Trittsicherheit" und "Schwindelfrei" als Bedingung aufgeführt wird, dann sollte man sich tunlichst dran halten ! Selbstverständlich werden aber auch normale Wander.- Fahrradreisen angeboten. Die Personenanzahl ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
hilfreich

14.02.2000
Im Westen Kanadas
Bewertung für Wikinger Reisen von Luka

Pro: Bequeme Hotels
Kontra: Publikum eher älter, kaum Singles

Im Jahr 1998 war ich mit Wikinger-Reisen im Westen Kanadas. Es handelt sich um die Van-Tour "von den Rockies nach Vancouver Island", ausschließlich mit Hotelübernachtungen. Das Publikum war altersmäßig sehr heterogen zwischen 30 und 60, viele Paare, wenig Alleinreisende. Die Gruppe reiste mit zwei Vans, einer wurde vom deutschen Reiseleiter gefahren, der andere von einem Kunden mit Personenbeförderungsschein - dieser Fahrer reist deutlich billiger. ...
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03.02.2000
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Bewertung für Wikinger Reisen von Luka

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