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Pro Großstadt mit Charme ohne die übliche Hektik in europäischen Hauptstädten
Kontra siehe Bericht
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Sehenswürdigkeiten | |
| Sicherheit | |
| Gastfreundlichkeit |
Wien - Großstadt mit Charme
“Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen?” hieß es einmal in einem Lied von Rainhard Fendrich.Gerade diese Kombination aus Großstadttreiben und die Gemütlichkeit einer Kleinstadt verleiht Wien diesen einzigartigen Charakter. Und auch wenn Wien eine Millionen-Metropole ist, so habe ich hier nie diese Hektik oder den Stress einer europäischen Großstadt wie z.B. London oder Paris erlebt.
Wien versprüht insbesondere im inneren Stadtkern noch immer den Charme einer Stadt wie vor 250-300 Jahren. Durch die vielen historischen Gebäude, die wunderschönen Hausfassaden, die Kaffeehäuser und die Tradition vieler Läden/Geschäfte wie z.B. die k.u.k Hofbäckerei Demel hat man einfach den Eindruck das gleich die kaiserliche Kutsche um die Ecke biegt und Sissi einem zuwinkt. Aber davon abgesehen, Sissi begegnet dem Besucher an jeder Ecke in allen erdenklichen Formen. Ob als reale, historische Figur im Sissi-Museum in der Hofburg oder als Kitschprodukt auf Tassen, Handtüchern und T-Shirts.
Aber neben den großen Museen mit den klassischen Ausstellungen von Gemälden und Objekten findet man in ganz Wien verteilt kleine, interessante Ausstellungen und Sammlungen die sich mit Alltagsdingen oder Themen beschäftigen und die genauso einen Besuch wert sind.
Ein paar Beispiele: ein Schokoladenmuseum, das “Dritte Mann Museum - Auf den Spuren von Harry Lime” (nach dem bekannten Film mit Orson Wells), ein Technikmuseum, ein Naturhistorisches Museum und sogar ein Kondom-Museum, ein Foltermuseum, ein Kriminalmuseum, ein Möbelmuseum und und…………..! Dies sind nur ein paar Beispiel von mehr als 100 Museen die Wien zu bieten hat. Sie sehen also, für jeden Geschmack finden Sie in Wien die passende Ausstellung.
Hinzu kommen natürlich die berühmten Sehenswürdigkeiten, die man als Wien-Besucher nicht versäumen sollte. Angefangen beim Stephansdom, der Hofburg in der u.a die spanische Reitschule beheimatet ist, die Schlösser Schönbrunn und Belvedere, die Wiener Oper, das Hotel Sacher, der Prater mit dem berühmten Riesenrad, Wiens Prachtboulevard der Ringstrasse, das Hundertwasser-Haus, die Karlskirche. Und dies sind nur die bekannten Sehenwürdigkeiten die zum “Standard-Programm” bei einer Besichtigungtour gehören sollten. Viele dieser Orte liegen praktischerweise im Stadtzentrum und man kann alle Punkte bequem zu Fuß “abarbeiten”. Und bei schönem Wetter kann man auch in den Parkanlagen mitten in Wien sicher immer mal ein kleine Auszeit vom Sightseeing nehmen. Hier findet man mitten in der City grüne Oasen wie z.B. den Stadtpark mit dem berühmten Strauss-Denkmal, den Burggarten am Burgtheater oder den Volksgarten. Ein Stück Naherholung ohne die Innenstadt zu verlassen oder das Besichtigungsprogramm groß unterbrechen zu müssen.
Natürlich sollte man nicht versuchen alles einem Tag zu schaffen und ein viel Zeit mitbringen. Ich würde für den ersten Wien-Besuch durchaus mind. 3-4 Tage einplanen, damit man auch wirklich die Zeit hat sich alles in Ruhe anzuschauen. Alleine für eine ausgedehnte Tour zum Schloss Schönbrunn sollte man schon mind. 5-6 Stunden einplanen, da sich hier sowohl ein ausgedehnter Spaziergang durch den Schlosspark als auch eine Tour (man kann verschiedene Varianten buchen) durch die unzähligen Zimmer des Schlosses anbietet.
Vom Strudel abgesehen dreht sich in Wien sowieso viel um das leibliche Wohl. In den berühmten Wiener Kaffeehäusern genießt man eine einzigartige Atmosphäre und bei einem “kleinen Braunen”, einer “Schale Gold” oder “Melange” gönnt man sich eine Pause vom Sightseeing oder genießt ein günstiges Frühstück. Die Kaffeehäuser sind Institutionen in Wien und sie sind keine Attraktionen nur für Touristen, sondern gehören zum Alltag der Wiener dazu. Man findet die Cafes in ganz Wien und auch hier gibt es natürlich besondere “Berühmtheiten” wie das Cafe Central oder das Cafe Prückel. Aber trotzdem hat jedes einzelne seinen eigenen Charm. Und wer es etwas edler mag, der fühlt sich im Cafe Sacher oder Cafe Demel sicherlich wohler.
Dafür ist es zwar etwas teuerer, aber es hat schon was im alt ehrwürdigen Hotel Sacher ein Stück der berühmten Torte zu naschen.
Ansonsten sollte man sich keine Sorgen machen das man in Wien verhungert oder nicht das passende Essen findet. Wie in allen europäischen Großstädten findet man auch in Wien ein breites Angebot an Fast Food und Restaurants. Aber auch hier hat Wien etwas ganz eigenes zu bieten was das Fast Food Angebot betrifft. Der Würstelstand!! An jeder Ecke findet man diese Art Grill-Kioske in denen vom klassischen “Wiener” ,über den normalen Hot Dog bis hin zum gegrillten Käser-Krainer leckere Wurstspezialitäten angeboten werden. Bestens geeignet für den “kleinen Hunger” zwischendurch. Und wer sich am Abend mal in der Nähe Oper aufhält, der sollte sich nicht wundern wenn vor oder nach der Aufführung Damen in Abendkleidern und Männer im Smoking noch mal schnell ein Würstel am Stehtisch auf der Strasse “verputzen”. So normal ist “Würstel essen” in Wien !
Wer den Flair eines Wochenmarktes mag und sucht, dem sei der bekannte “Naschmarkt” zwischen linker und rechter Wienzeile empfohlen. Der größte und bekannteste Markt Wiens bietet neben den klassischen Marktständen mit frischem Lebensmittel und Gewürzen, auch internationale Spezialitäten zum Verzehr und lädt zu einem Bummel ein. Gerüche und Geräusche vermitteln die typische Markt-Atmosphäre.Wien bietet natürlich auch jede Menge Restaurants mit der typischen Wiener-Küche oder mit internationaler Küche. Ich persönlich würde aber immer in einem typischen Wiener “Beisel” essen gehen, in denen man in gemütlicher Atmosphäre die bodenständige und gutbürgerliche Wiener-Küche genießen kann. Hier findet man keine Pizza oder Sushi, sondern Gulasch, geröstete Leber, Knödel, schmackhafte Suppen, das klassische Wiener-Schnitzel und leckere Mehlspeisen als Dessert. Dazu trinkt man gekühlten Wein oder frisch gezapftes Bier. Deftig, schmackhaft und einfach mit Wiener-Gemütlichkeit. Aber schauen Sie vorher mal in Ihren Reiseführer und suchen Sie nach einer “Übersetzung” für Wiener-Speisekarten. Denn nicht alles was man dort liest, versteht man sofort.
Guten Appetit bei Paradieser, Fleckerl oder Frittaten !
Die andere berühmte Alternative für Wiener-Gemütlichkeit ist natürlich der “Heurige”. Die gemütlichsten und besten Heurigen-Lokale findet man im Wiener-Umland innerhalb der Weinbauregionen. Hier kann man gut einen Tagesausflug mit dem Besuch eines Heurigen-Lokals verbinden. Nach z.B. einer gemütlichen und ausgedehnten Wanderung durch die Weinberge, kehrt man in einem Lokal ein und genießt hier Weine der Region bei kulinarischen Spezialitäten und vielleicht auch der noch “lebenden Musik” im Heurigen. Viele Lokale haben gemütliche Gärten in denen man bei schönem Wetter die Seele baumeln lassen kann.
Sie sehen also, Wien hat mehr als Großstadt-Flair zu bieten.
Anreise:
Ab Deutschland finden Sie tägliche Flugverbindungen z.B. mit Air Berlin ab allen deutschen Flughäfen zu günstigen Tarifen.
In 1,5 Stunden Flugzeit landet man am Flughafen Schwechat und ist mit dem City Airport Train (CAT) in nur 16 Minuten in der Stadtmitte am Bahnhof Wien-Mitte.
Mein Tipp: Wer auch noch den letzten Tag in Wien in Ruhe genießen möchte, der kann schon hier in Wien-Mitte schon für den Rückflug einchecken, sein Gepäck aufgeben, bekommt seine Bordkarte und kann in Ruhe noch Shopping oder Sightseeing machen. Mit dem CAT geht es dann wieder ab Wien-Mitte wieder zum Flughafen und man kann gleich ohne lange Wartezeiten zum Rückflug in den Warteraum durchgehen (natürlich nach den Sicherheitschecks).
Ansonsten gelangen Sie noch schnell und komfortabel vom Airport in die City mit z.B. dem Flughafen Express Bus (Aus eigener Erfahrung “Achtung beim Rückflug“: Wien ist eine Großstadt und kennt auch insbesondere zu den Rush-Hour Zeiten das Problem Stau auf den Autobahnen und Strassen. Dies gilt natürlich auch für den Taxi-Transfer), der Schnellbahn oder auch einem Taxi.
Innerhalb Wiens empfiehlt sich auf jeden Fall die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wie U-Bahn, Strassenbahn und Bus. Das Netz ist hervorragend ausgebaut und lange Wartezeiten an den Haltestellen oder den U-Bahnhöfen sind eine Seltenheit. Ich empfehle den Kauf einer “Wien-Karte” die die Nutzung alle Wiener Linien enthält und nach der ersten Entwertung 72-Stunden gültig ist. Außerdem bekommt hierzu ein Couponheft mit Ermäßigungen für z.B. Museen, Sehenswürdigkeiten, Restauraunts, Cafes, Shopping……… Die Wien-Karte könne Sie schon gleich Buchung des Hotels mitbuchen oder vor Ort an vielen Verkaufstellen kaufen.
Übernachtung:Mein Reisetipp:
Wem eine Städtereise alleine nicht reicht, dem empfehle ich eine Kombination aus Städtetour und Flussreise. Denn schließlich fließt die Donau mitten durch Wien und es gibt zahlreiche Möglichkeiten eine Flusskreuzfahrt auf der Donau mit einer Städtereise zu verbinden. Oder man bucht gleich ab/bis Passau eine 1- oder 2-wöchige Donau-Flussreise in der ein Besichtigungsprogramm in Wien enthalten ist bzw. angeboten wird. Dann bleibt für Wien zwar weniger Zeit aber man lernt auch Städte wie z.B Linz oder Budapest kennen.
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Ratteos 08.05.2011 16:31
wunderschön
Paula680 30.04.2011 19:17
AnnaHaeberle 23.04.2011 06:38
Scheint ja eine traumhafte Stadt zu sein, da würde ich gerne mal hin.
Laundry 21.04.2011 10:35
Sehr gut!
Vielleicht sei hier einer Wienerin ein kleiner Hinweis gestattet: Die "Paradieser" in deinem Text heißen bei uns "Paradeiser" (sozusagen Paradiesäpfel), hören aber überall auch auf Tomaten ... ;-) Ein Wiener Schnitzel - klassisch ist es vom Kalb, mehrheitlich wird es aber aus Schweinefleisch zubereitet, ohne jegliche Beilage ist - auch wenn es noch so gut ist - schwer "runterzubringen". Klassisch dazu ist ein kleines Schälchen gemischter Salat oder auch nur Kartoffelsalat. Ich find es immer wieder interessant, wie Wien-Gäste die Kaiserstadt empfinden. Jeder sieht wohl, was er sehen will. Den Charme einer Stadt vor 250-300 Jahren kann ich nicht so ganz nachvollziehen - die Ära Franz Joseph hat das Stadtbild viel stärker geprägt (Ringstraßenbauten, Jugendstil ...) und die "Gemütlichkeit einer Kleinstadt" in dieser 1,7-Millionen-Einwohner-Metropole zu finden, fällt mir auch schwer ... ;-) lg Doris