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Idyllischer Ort mitten im Bangkok-Smog
Pro wunderschöner, andächtiger Ort
Kontra nichts
Detailbewertung
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| Anbindung | |
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| Spaßfaktor |
Im April 2011 habe ich mich neu verliebt - und zwar in das schöne Land Thailand. Mein 3-wöchiger Urlaub hat mich nach Bangkok, Hua-Hin und Cha-Am gebracht. Nun möchte ich über eine Sehenswürdigkeit berichten, die für mich ganz besonders lohnenswert war. Ich rede von Wat Prah Keo, dem Tempel im alten Königspalast in Bangkok.
Während Thais den Königspalast und auch den Tempel umsonst besichtigen können, bezahlen ausländische Bürger und Touristen 350 Baht (~9 Euro). Das finde ich ein fairer Preis. Für mich ist es auch verständlich, dass Thais keinen Eintritt zahlen, da sie zum Beten in den Tempel gehen und dort spenden. Es wäre meines Erachtens unfair, wenn sie zum Beten Eintritt zahlen müssten.
Beim Betreten des 2,6 km² großen Tempelhofes sind mir zuerst die mit goldenen Spiegelplättchen besetzten Figuren und Gebäude aufgefallen. Das Licht spiegelt sich hier wunderschön und man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll.
Der erste Eindruck ist überwältigend. Wunderschöne Gebäude, tolle Statuen und alles glänzt und glitzert im Licht. Die einzelnen Sehenswürdigkeiten sind mir erst etwas später aufgefallen.Die Kapelle des Smaragd-Buddha
Der auf den ersten Blick verblüffend kleine 75 cm hohe Smaragd-Buddha besteht aus einer besonders leuchtend-grünen Jadeart und ist nicht, wie man vermuten könnte, mit Smaragden besetzt, denn „Smaragd“ heißt hier nur „grün“. Er sitzt auf einem vergoldeten Thron, der bereits während der Regierungszeit von König Phra Phuttayodfa Chulalok (Rama I.) hergestellt wurde. König Phra Nang Klao (Rama III.) fügte unter dem Thron noch eine zusätzliche Basis ein, so dass der Smaragd-Buddha jetzt in der luftigen Höhe von 11 Metern thront.Dreimal im Jahr erhält er aus den Händen des Königs verschiedene Gewänder angelegt. In der Regenzeit eine Mönchsrobe, in der kühlen Jahreszeit ein goldenes Gewand und in der Vormonsumzeit einen mit Diamanten und Edelsteinen besetzten Umhang. Bei dieser Zeremonie sind nur hohe Regierungsbeamte und religiöse Oberhäupter anwesend.
In Thailand werden alle Buddhastatuen nach den Kriterien Alter, Geschichte, Material und teils auch der „magischen“ Kraft bewertet. Jedoch gibt es keine Statue in der thailändischen Geschichte, die die Bedeutung des Smaragd-Buddha übertrifft. Diese viel verehrte Statue hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Berücksichigen muß man leider bei einem Besuch im Wat Phra Keo, dass das Fotografieren des Heiligtums strengstens verboten.Der Smaragd-Buddha ist umgeben von zehn Gekrönten Buddha-Statuen in der Handhaltung „den Ozean aufhaltend“. Vor dem Smaragd-Buddha befindet sich Phra Samputtha Panni, eine Buddha-Statue von König Mongkut (Rama IV.) im Jahre 1830 in einem ungewöhnlichen Stil erschaffen.
Der Thron wird von zwei etwa 3 Meter großen, stehenden Buddha-Figuren flankiert. Auch sie haben die Handhaltung den Ozean aufhaltend, sie sind vergoldet und mit Edelsteinen verziert.
Die Wände sind vom Boden bis an die Decke mit hervorragenden Wandgemälden bedeckt, die Szenen aus dem Leben des Buddha zeigen. Die hohen Türen mit wertvollen Perlmutter-Einlagen wurden ebenfalls in der Regierungszeit von Phra Phuttayodfa Chulalok (Rama I.) in einem Stil hergestellt, der in der alten Hauptstadt des Königreiches Ayutthaya üblich war.
Die sechs Eingänge zur Kapelle werden von sechs Paaren von Bronze-Löwen im „Khmer-Bayon-Stil“ bewacht. Das erste Paar wurde auf Geheiß von König Phra Phuttayodfa Chulalok aus Angkor (Kambodscha) nach Bangkok gebracht, die anderen wurden nach dieser Vorlage kopiert.
Die Kapelle des Smaragd-Buddha (auf Thai: Phra Ubosot) ist umgeben von einer niedrigen Mauer, der Juwelenmauer (Kampheng Kaeo), in die kleine Türmchen für die 8 Bai Sema (Grenzsteine) integriert sind.
Außerhalb der Mauer befinden sich in regelmäßigen Abständen 12 Sala Rai, luftige, offene Pavillons zum Ausruhen, die schon in der Regierungszeit von König Phra Phuttayodfa Chulalok erschaffen wurden.
An der südlichen Querseite steht ein Hor Rakhang, ein Glockenturm.
Auf der Oberen Terrasse befindet sich der Goldene Chedi. Dieser Reliquienschrein wurde nach dem Vorbild der drei Chedis des Wat Phra Si Sanphet in Ayutthaya erschaffen. Außerdem findet man hier ein Miniaturmodell von Angkor Wat sowie vierzehn Statuen mythologischer Wesen. Diese Wesen bevölkern nach altem Glauben den Himaphan-Wald („Schnee-Wald“), der sich an den Hängen des mythologischen Berges Meru, dem Zentrum der Welt, befindet. Auf der Oberen Terrasse sind noch weitere Figuren und Bauwerke angebracht. Wie überall auf dem Tempelgelände glänzt und glizert hier alles. Es ist wunderschön verziert mit bunten Glas und Gold.
Nebengebäude (nördlich unterhalb der Oberen Terrasse)Auf der nördlichen Seite der Oberen Terrasse ist das Mausoleum der königlichen Familie Hor Phra Nak . Es wurde ursprünglich erbaut, um den Phra Nak, eine Buddha-Statue zu beherbergen, die aus der alten Hauptstadt Ayutthaya gerettet werden konnte. Für die Statue Prah Nak gibt es das Gebäude Viharn Yod. In diesem Viharn ist heute der Phra Nak untergebracht. Außerdem gibt es die Handschriftenbibliothek Hor Phra Monthien Dharma.
Östlich der Oberen TerrasseKönig Phra Phuttayodfa Chulalok (Rama I.) ließ östlich des Ubosot acht Prangs errichten. Sie wurden jeweils einem wichtigen Element des Buddhismus gewidmet. Und zwar (von Nord nach Süd): dem Buddha, dem Dhamma (der buddhistischen Lehre), dem Sangha (der Gemeinschaft der Mönche), den Bhikkhunis (den buddhistischen Nonnen), den Pacceka Buddhas (Buddhas, die zwar die Erleuchtung erlangten, die aber nicht das Dhamma predigten - siehe Theravada), den Chakravartins (universelle Weltenherrscher, die nach buddhistischem Regeln herrschen), den Bodhisattva, und dem Maitreya Buddha (Thai: Metteya, dem zukünftigen Buddha).
Der Phra RabiengDie Galerien (Phra Rabieng) umgeben wie ein Kreuzgang den gesamten Tempelbezirk. Auf den Wänden ist das Ramakien dargestellt, das große hinduistische Epos über den Gotthelden Rama und seinen Sieg über das Böse. Die Geschichte wird auf insgesamt 178 Feldern in zahlreichen Einzel-Episoden erzählt.
Diese Wandmalereien sind genauso bunt, gold-verziert und vielfältig wie der Rest des Tempelgeländes. Jedes Bild scheint eine kleine Geschichte zu erzählen. Man kann einige Szenen aus der Geschichte Thailands erkennen und lernt so nicht nur was über den Buddhismus sondern gleich über das ganze Land.Einer Legende zufolge wurde der Smaragd-Buddha etwa 50 v. Chr. von einem indischen Abt in Patna/Indien geschaffen und blieb dort 500 Jahre. Drohende Überfälle der Hunnen-Völksstämme ließen die Statue zum Schutz zunächst nach Ceylon gelangen. Von hier aus kam sie dann unter abenteuerlichen Umständen zu den Khmer in Angkor. Danach ist sie unter den vielen Wirren der Eroberungskriege nach Siam gebracht und versteckt worden. Nur Legenden erinnerten an ihn.
Im Jahre 1434 wurde die Figur zufällig in einem Chedi in Chiang Rai im Norden von Thailand entdeckt. Ein Blitz soll im Chedi eingeschlagen und die Statue aus Stuck freigelegt haben. Später bröckelte der Stuck ab, und man stieß auf den grünen Buddha. Als der Fürst von Chiang Mai davon hörte, ordnete er die Überführung in seine Hauptstadt an. Ein Trupp mit Elefanten wurde ausgeschickt, doch der Elefant, der den Smaragd-Buddha trug, verweigerte den Gehorsam und marschierte statt nach Chiang Mai nach Lampang. Dort blieb die Figur für 32 Jahre im Wat Phra Keo Don Tao von Lampang. Erst 1468 überführte König Tilok sie in den Wat Chedi Luang nach Chiang Mai. 1552 brachte ihn sein Nachfolger, König Jayajetthar, nach Luang Prabang im heutigen Laos. Dies geschah unter den Umständen, da König Jayajetthar zu jener Zeit König von Luang Prabang und Chiang Mai war. Als die laotische Hauptstadt nach dem heutigen Vientiane verlegt wurde, nahm man auch die Statue dorthin mit. Hier befand sie sich 226 Jahre, bis sie 1778 General Chakri von einem Kriegszug mitbrachte.Zuerst wurde sie im Wat Arun aufgestellt, dann fand sie 1782 ihren festen Platz im Wat Phra Keo in Bangkok, der gebaut wurde um die neue Haupstadt Thailands zu würdigen. Seitdem ist dieser Wat die wichtigste königliche Kapelle der Chakri-Dynastie. Der Smaragd-Buddha symbolisiert auch das Bestehen der Chakri-Dynastie. Sollte der Smaragd-Buddha jemals wieder nicht nur die Kleidung, sondern auch den Ort wechseln, so wird dies ein sichereres Zeichen großer Umwälzungen sein; so der Glaube. (Quelle: www.thaipage.ch/bangkok/smaragd_buddha.php)
Ich habe einige Tempel in Thailand besichtigt. Dieser hat mir am besten gefallen. Das Gelände ist sehr sauber und gepflegt. Es gibt sehr viel zu sehen. Alles ist wunderschön hergerichtet und verziert. Ich werde auf jeden Fall noch einmal hingehen.
Fotos folgen morgen!
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AnnaHaeberle 08.11.2011 09:12
schotterkoenig 30.10.2011 12:25
travelgirl 22.09.2011 18:33
Viel-Wolter 21.09.2011 07:59
Knarfra 30.08.2011 20:24
lg knarfra