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Als typisch amerikanische Stadt kann man Washington, D.C. eigentlich nicht bezeichnen. Nach Wolkenkratzern hält man vergeblich Ausschau und die Architektur ist größtenteils europäisch geprägt. Wer sich nicht für die Geschichte und Politik der USA interessiert, wird nur bedingt Gefallen an Washington finden. Am historischen Lieblingskapitel der Amerikaner, dem Bürgerkrieg kommt kein Besucher vorbei. Unzählige Museen und andere Einrichtungen beleuchten den Konflikt aus allen erdenklichen Perspektiven. Hinzu kommt, dass beinahe jedem der mehr oder weniger bedeutenden Bürgerkriegsgeneräle ein Denkmal, meist in Form einer Reiterstatue, gesetzt wurde. Einen durchweg positiven Eindruck hinterlassen die weltbekannten Museen der Smithsonian Institution entlang der Mall. Erstklassig ist vor allem das National Museum of Natural History ! Die Herrschenden demonstrieren in der Hauptstadt ihre Bürgernähe, indem sie beinahe alle Regierungsgebäude für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben. Neben Capitol, Supreme Court und Weißem Haus kann man sogar das J. Edgar Hoover FBI Building besichtigen. Dramatik pur findet man am Vietnam und Korean War Memorial, sowie auf dem Arlington Cemetery. Wenn möglich, sollte man die Sommermonate als Reisetermin meiden, denn während der Sommerferien in den Staaten ist die Stadt schlichtweg überlaufen. Ganze Busladungen amerikanischer Touristen versperren zu dieser Jahreszeit den Blick auf das "echte" Washington und treiben die Mächtigen der Stadt gleich reihenweise zur Flucht aus der Hauptstadt an.