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Urlaub in Washington State - bringt Zeit mit
Pro Viele Höhepunkte in geringer Entfernung, die Natur fesselt einen
Kontra Preisniveau
Nun Fakten will ich hier nicht so einfach aufzählen, aber Washington ist so ein großer Bundesstaat, der nicht nur aus Seattle und dem Mt. Rainier besteht. So gibt es weitere lohnenswerte Ziele in diesem Land.
Anreise:
Sicherlich, der SeaTac – Airport bei Seattle wird von allen großen Fluggesellschaften angesteuert. Aber je nach Fortbewegungsmethode innerhalb Washingtons sollte man Alternativen in Betracht ziehen. Wer per Mietwagen unterwegs ist, der sollte über einen Start der Rundreise in Portland/Oregon in Erwägung ziehen. Die Entfernung nach Washington lässt sich am besten mit dem sogenannten Katzensprung umschreiben. Der große Vorteil liegt hier darin, dass in Oregon keine Mehrwertsteuer (Sales Tax) erhoben wird.
Was muss/sollte man sich ansehen?
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Des weiteren lohnt auch Seattle einen Besuch. Die größte Stadt des Landes, übrigens nicht Hauptstadt, bietet eine Fülle an Möglichkeiten. Pioneer Square, Space Needle und die Hafengegend seien hier stellvertretend genannt.
Und wer schon mal da ist, sollte sich auch unbedingt die Boeing-Werke bei Everett besichtigen. Dorthin werden auch organisierte Touren angeboten.
Klima und der „Cascade-Loop“:
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Diese trockene, wüstenhafte Landschaftsform nimmt einen bedeutenden Teil der Fläche des Bundesstaates ein. So extrem auf der relativ kurzen Entfernung (etwa 100km) die sprunghafte Änderung des Feuchtigkeitsgrades so fällt einem noch eine andere Veränderung recht schnell auf. Die Zivilisation hat sich zurückgezogen, der Straßenverkehr lässt sich mit "dünn" beschreiben.
Und genau in dieser "Wüstenzone" befinden sich noch zwei Attraktionen, auf die ich kurz eingehen möchte. Beide sind am besten im Anschluss an den Besuch des North Cascades National Park durchzuführen, weil dieser Weg führt Euch wieder zur Küste zurück. Man braucht dann nicht durch den Nationalpark zurückzufahren und man lernt die andere Seite des Staates auch etwas kennen.Der Cascades Highway trägt die Nummer 20 und führt Euch geradewegs nach Winthrop. Die Stadt, na sagen wir lieber Ortschaft, liegt recht hübsch zwischen zwei Gebirgszügen und hier steppt der Tourismusbär. Die Stadtväter hatten nämlich die grandiose Idee, ihren Ort wie eine typische Westernstadt aufzubauen. Selbst die Bürgersteige sind aus Bretterwegen. Ganz nett anzusehen.
Knapp 20 km hinter Winthrop biegt ihr dann auf den Highway Nr. 153 gen Süden und bei Pateros von diesem auf den Highway Nr. 97, ebenfalls nach Süden, ab. Kurze Zeit später erreicht ihr Chelan am gleichnamigen See.Hier lassen sich schöne Wandertouren unternehmen (wer will, kann bis in den North Cascades National Park wandern). Allerdings nur für Leute die bereit sind dort ein Übernachtung einzulegen, denn die reguläre Fähre startet ihre Rückfahrt um 14 Uhr, nach 2-stündigem Aufenthalt. (Start in Chelan: morgens um 8.30h). Preis für das Round-Ticket: 22 $.
Es gibt auch eine Schnellfähre. Abfahrt ist ebenfalls um 8.30, die Ankunft in Stehekin jedoch schon um 10.45 Uhr. Dafür geht es nach 1 Stunde Aufenthalt schon wieder zurück. Geschwindigkeit hat ihren Preis und so liegen die Ticketpreise hier bei 44 $ pro Person für die Hin- und Rückfahrt.
Tja, mangels Zelt und mangelnder Reservierung und weil natürlich auch kein Zimmer frei war, hab ich mir die Fahrt über den See dann erspart. Allerdings habe ich es bereut, denn mir wurde hinterher von wunderschönen Aussichten vorgeschwärmt und anhand Fotos bekam ich diese auch belegt....
Wieder zurück in Chelan führt der Weg weiter durch den Wenatchee Forest, wo im Sommer 2001 Waldbrände wüteten, über den wohlbekannten Highway 97 nach Trinidad (wer jetzt mit einem Boot gefahren ist, ist zu weit gefahren * gg *) 28 bis Quincy (genau wie der Titelheld einer gleichnamigen Fernsehserie) und über die Straße 281 zur Interstate 90 zurück nach Westen.Habt ihr die Brücke über den Fluss überquert, so verlasst Ihr bei Vantage die Autobahn auch schon wieder. Denn nur ein kurzes Stück hinter diesem Dorf liegt der Gingko Petrifried Forest State Park. Die Erosion förderte hier alte Baumstämme hervor, die als stumme Zeitzeugen einer ehemals blühenden Landschaft herhalten. Während ehemaliger Überschwemmungen setzte sich Schlamm in den Baumstämmen fest und mumifizierte diese so, dass diese alle Epochen danach gut verhüllt überstanden. Hauptsächlich sind Stämme von Ulmen und Douglas Fichten zu sehen und eben auch ein Gingko, eine Baumart die sonst nur in Ostasien noch vorkommt.
Leider sahen sich die Verantwortlichen durch touristische Sammlerleidenschaften genötigt, all diese Baumreste hinter Gitter zu verbannen. Aber je nach Lichteinfall gibt es tolle Farbenspiele.
Der Weg durch die Anlage ist recht wellig und aufgrund der äußeren Temperatur und schattenlosem Dasein nur mit Getränken zu bewältigen. Je nach Kondition und Laufbereitschaft steht ein kurzer Informationstrail oder eine ausgedehnte Wanderung über die Hügel zur Verfügung. Allerdings sollten die Wege nicht verlassen werden, denn vor Klapperschlangen wird gewarnt.
Das Beste zum Schluss: dieser Park kostet keinen Eintritt (Stand Sept. 2001).
Weitere Höhepunkte:
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Unterhalb des Olympic National Park liegt Quinault am gleichnamigen See. Im Sommer von Wassersportfans überlaufen bietet er auch einen schönen Waldbestand an seinen Ufern. Eine Straße führt auch einmal um das Gewässer herum. Mein Urteil: ganz nett, aber in der Landschaft fehlen die majestätischen Berggipfel der Olympic Mountains, die von hier nicht zu sehen sind. Da es mehr oder weniger auf dem Weg lag, nahm man es halt mit....
Lasst Euch nicht von den (teilweise) 10-spurigen Highways verängstigen. Ausfahrtschilder erfolgen rechtzeitig und auf guten Straßenkarten sind die Ausfahrten mit ihren Nummer (entsprechend der Kilometerstein/Mileposts am Straßenrand) gekennzeichnet. So lässt es sich bis zu „seiner“ Ausfahrt im Straßenverkehr ruhig mitschwimmen. Haltet nur Eure Spur und wechselt diese nicht hektisch (mögen vor allem die Brummi-Fahrer nicht).
Gute Straßenkarten, aber auch teure, bietet der Verlag RandMcNally. Allerdings können Mitglieder des ADAC kostenlos in den Büros des dortigen Automobilvereins (AAA) Karten erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Euch in dem ADAC-Büro Eures Vertrauens eine Mitgliedkarte für diesen amerikanischen Club kostenlos abholt.
Ebenso erhaltet Ihr in diesen Büros Auflistungen der Übernachtungs- bzw. Campmöglichkeiten.
Nachteilig ist das Preisniveau in dieser Region anzumerken. Der Lebensstandard ist allgemein recht hoch und das spüren leider auch die Touristen in Ihren Geldbörsen.
Washington gehört auf jeden Fall zu den sehenswerten Bundesstaaten der USA. Halb so groß wie Deutschland und nur von knapp 6 Millionen Menschen bevölkert. Macht aber bitte nicht den Fehler, von einer Sehenswürdigkeit zur anderen zu hetzen. Das Land hat so viele schöne Ecken, die zum Verweilen einladen. Irgendeiner sagte mal: „Als Gott die Zeit schuf, machte er genug davon. Von Eile hat er nichts gesagt.“ So hatte ich mir 4 Wochen Zeit genommen für eine Fahrt quer durch Washington und an der Küste Oregons. Am Ende blieb nur eine kurze Zeit zum Faulenzen übrig, die ich in Vancouver, Kanada, verbracht habe.
Eigene Reisezeit: September 2001
Viele Grüße
denali
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Mountain_King 22.05.2003 12:51
Ja, Washington ist traumhaft. Besonders der Olympic National Park mit den ganzen Regenwäldern war unheimlich beeindruckend. Und natürlich der Mt. Rainier. Will wieder hin. :-) Gruß Mountain King
Radar 29.06.2002 11:05
Wenn man nur immer genügend Zeit hätte! Ich will nächstes Jahr noch mal durch Washington fahren, aber die Zeit wird wieder nicht reichen um alles zusehen.
Vorpelchen 22.05.2002 21:51
HertaN 16.05.2002 08:09
Washington gehört eindeutig zu einer meiner Lieblingsstaaten in den USA. :-) Muss gleich mal in Deinen anderen Berichten schauen, ob Du auch was zum Olympic NP geschrieben hast... mir ist gerade so nach "in Erinnerungen schwelgen". ;-) LG, Sandra