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Pro Ein wichtiger Ort auf einem wunderschönen Anwesen
Kontra Nix
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Nachdem ich schon ein Hotel vorgestellt habe, das sich auf der Südinsel befindet (Punakaiki Resort) und das Nationalmuseum (Te Papa), das sich auf der Nordinsel befindet, gibt es heute einen weiteren Neuseelandbericht von mir.
Wir bleiben auf der Nordinsel, bewegen uns aber vom äußersten Süden (Wellington) hoch in den Norden.Es geht an Auckland vorbei, dann auf den State Highway One North, dann über die Twin Coast Discovery Tourist Route nach Whangarei. Von dort ist es dann nicht mehr ganz so weit bis nach Paihia und zu den Waitangi Treaty Grounds.
Die Waitiangi Treaty Grounds werden vom Waitangi National Trust verwaltet.Phone: +64 (0)9 402 7437
Fax: +64 (0)9 402 8303
Die Gesamtfläche des Anwesens, das dem National Waitangi Trust gehört beträgt 404 Hektar. Der historisch wichtigste Teil des Anwesens ist das sogenannte Treaty House (treaty bedeutet soviel wie „Abkommen“ oder „Staatsvertrag“), in dem am 6. Februar 1840 der sogenannten "Vertrag von Waitangi" unterzeichnet wurde. Dieser Vertrag zwischen den Maori und der britischen Krone machte Neuseeland zu einer britischen Kolonie. Mehr dazu später.
Im Jahr 1932 haben Lord and Lady Bledisloe dann das Gelände gekauft und dem Trust übereignet. Sie haben diese Stätte als den Geburtsort der National Neuseeland gesehen. Und in der Tat ist der 6. Februar Nationalfeiertag und wird als Waitangi Day gefeiert.Der Trust trägt sich selber und wird in keinster Weise vom Staat finanziell unterstützt.
Die Maori und Neuseeland blieben von der Aussenwelt unberührt, bis erst Abel Tasman im Jahr 1642 und dann im Jahr 1769 James Cook nach Neuseeland kamen.
Nach und nach besiedelten immer mehr europäische Siedler die Nord- und Südinsel. Im Jahr 1830 lebten ungefähr 2000 Europäer in Neuseeland. Etliche dieser Europäer waren Walfänger, Robbenfänger und Kaufleute, bald gefolgt von den ersten Missionaren.Man kann sich vielleicht vorstellen, dass die (hauptsächlichen) britischen Siedler die Landnahme ohne große Rücksicht auf die Maori betrieben haben. Was sie wollten, nahmen die Siedler sich. Es kam zu Gewalt gegenüber den Maori und der Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Kolonialisierung Neuseelands durch Großbritannien oftmals gewaltsam betrieben wurde.
Außerdem verkauften die Siedler Schusswaffen an die Maori, die diese wiederum in Stammeskriegen untereinander einsetzen. Es gab auch in der Zeit bis zur Ankunft der europäischen Siedler immer wieder blutige Kämpfe zwischen den verschiedenen Maori-Stämmen. Schusswaffen haben diese Kämpfe aber deutlich verändert.Der Hauptbeweggrund der britischen Krone den Maori einen solchen Vertrag anzbieten dürfte gewesen sein, dass Frankreich mehr und mehr Interesse an Neuseeland zeigte und die Engländer sich ihr Vorrecht an Neuseeland sichern wollten.
Heute fragt man sich natürlich, warum die Maori dem Abkommen zugestimmt haben, durch das sie ihre Souveränität verloren haben und mit dem sie zu britischen Bürgern wurden.Ein Grund dürfte sicherlich gewesen sein, dass ihnen im Vertrag garantiert wurde, dass sie Land, Grundstücke und andere Besitztümer behalten durften.
Wie auch immer, am 5. Februar 1840 erschienen hunderte von Maori und Siedler vor der Residenz in Waitangi. Das Abkommen wurde in beiden Sprachen vorgelesen und erklärt.Am 6. Februar unterschrieben 43 Häuptlinge das Abkommen.
Bis September 1840 haben 500 Häuptlinge der Maori das Abkommen unterschrieben. Die Zahl zeigt auf beeindruckende Art und Weise, wie viele Stämme es in Neuseeland gab.Soweit, so gut. Es dürfte allerdings niemanden überraschen, dass mit diesem Vertrag nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen war. Von 1843 bis 1872 fanden die sogenannten Neuseelandkriege zwischen den Maori und den europäischen Siedlern statt. Die europäischen Siedler wurden dabei von hunderten, später tausenden erfahrenen britischen Soldaten unterstützt.
Einer der Hauptgründe für diese Kriege war eine Regelung im Treaty von Waitangi, dass Land von den MÄori nur noch an die Regierung verkauft werden durfte. Die Siedler waren damit nicht einverstanden, da viele ihrer Siedlungen auf einmal auf Land standen, das zumeist weiterhin den MÄori gehörte. Und es kam, wie es auch heute wahrscheinlich kommen würde. Unter dem Druck der Siedler begann die Kolonialregierung allmählich, diese Regelung zu unterlaufen und erlaubte Siedlern, sich auf Land niederzulassen, dessen Eigentumsverhältnisse nicht sicher geklärt waren. Die MÄori begannen, dagegen gewaltsamen Widerstand zu leisten.Ich könnte noch viel mehr zu diesem Thema schreiben. Aber das würde hier wirklich zu weit führen. Die Artikel bei Wikipedia zu dem Thema sind wirklich gut und haben zahlreiche Links.
Sie haben prominente Vertreter im Parlament und genießen eine wachsende Präsenz in der Wirtschaft.
Allerdings darf dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass es in Neuseeland einen Maori-Nationalismus gibt, von dem der normale Neuseelandurlauber nichts mitbekommt. Warum auch? Wenn man sich allerdings mal neuseeländische Tageszeitungen kauft, bekommt man schnell mit, dass nicht alles gut ist im Lieblingsurlaubsland.Fast 50% der 15jährigen Maori haben keinen Schulabschluss. Die Lebenserwartung liegt immer noch leicht unter der der Nicht-Maori. Und das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen der Maori liegt deutlich unter dem gesamtneuseeländischen.
In vielen Teilen Neuseelands gehen Maori heute vor gegen die Pläne der Öl- und Gasindustrie, die in traditionellen Jagd- und Fischereigebieten Bohrtürme aufstellen wollen.Was gibt es also alles zu sehen:
Waitangi National Trust, Paihia, Bay of Islands
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miss_chocolate 23.12.2011 18:17
meerline77 10.11.2011 05:27
Gering 28.10.2011 13:35
travelgirl 16.10.2011 08:45
*bhnachreich*
fantagirlie 27.09.2011 16:13