Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Tolle Hotels, interessante Reise, kompetente Reiseleiter, reibungslose Abläufe |
| Kontra: |
Wenig Informationen vorab, Rückflug frühmorgens |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Vorwort:
Hier möchte ich meine Erfahrungen der Türkeireise mit Viva d'or so ausführlich wie möglich schildern, damit andere Leute, die sich überlegen, diese Reise ebenfalls zu buchen, sich gut informieren können. (offensichtlich werden etliche Leute über Weltbild, Yves Rocher, Reader's Digest oder Quelle zu dieser Reise eingeladen...)
1. Einladung und Buchung
Zum sechzigjährigen Jubiläum des Weltbildverlages wurden wir zum Abendessen in ein gehobenes Restaurant eingeladen. Wir konnten noch zwei weitere Personen mitbringen. Wir sind dann zu dritt erschienen. Am Eingang wurde der Name jedes Gastes auf ein Kärtchen geschrieben für die spätere Verlosung. Während des Essens wurden verschiedene Reisen von Viva d'or vorgestellt, in die Schweiz, nach Dresden-Weimar-Berlin und in die USA.
Diese Reisen konnte man gleich vor Ort buchen (mit 20€ Anzahlung) und dafür eine Gutschrift über 150€ einlösen, die mit der Essenseinladung geschickt worden war. Wir buchten nichts.
Später wurde eine einwöchige Türkeirundreise (HP incl. Flug) vorgestellt: Antalya, Ephesus, Kusadasi etc. Dann kam die Verlosung, für die anfangs die Namenskarten gesammelt worden waren. Es wurde eine Vergünstigung diese Reise über 250€ verlost (die Reise hätte 449€ kosten sollen). Wir gewannen zwei Gutscheine (ca. die Hälfte des Saales gewann einen Gutschein) und bekamen einen zweiseitigen Prospekt mit den ersten Reiseinformationen (Grobe Beschreibung der jeweiligen Reisetage, einige Bilder der Ausflugsziele und Bilder von Beispielhotels, eine kleine Landkarte zur Veranschaulichung der Rundreise). Pro Gutschein durften 2 Personen zum verbilligten Preis verreisen, wir konnten also zu viert buchen. Da wir schon immer einmal nach Ephesus wollten, war das die perfekte Gelegenheit. Wir buchten für 16.-23.11., da dies der einzige Termin ab Stuttgart ohne Saisonzuschlag war. Die Namen der Reisenden mussten sofort eingetragen werden (und eine Anzahlung von 20€ pro Person gemacht werden), aber da man innerhalb von 14 Tagen die Namen noch kostenlos ändern oder ganz stornieren konnte, war alles ohne Risiko. (Man hätte auch ohne Gutschein buchen können, dann eben für 449€). Das war am 30.4.08.
2. Informationen vorab:
Nach Ablauf der zwei Wochen kam gleich eine Rechnung über die nächste Anzahlung und eine Reiseversicherung. Die Endrechnung sollte sechs Wochen vor der Reise kommen und sie kam auch, die letztendlichen Reiseinformationen und Tickets kamen 10 Tage vor der Reise per Post. Diesmal war eine noch genauere Beschreibung der Reisetage dabei sowie Tips zum Handgepäck, Reiseunterlagen, Zeitverschiebung. Hotels wurden noch keine genannt.
Auf den Tickets stand die Abflugzeit und die Airline, allerdings hätte ich mir zusätzlich Informationen gewünscht, wann man am Flughafen sein soll. Diese Infos habe ich mir dann im Internet gesucht. Wer kein Internet hat, muss eben bei der Viva d'or-Hotline anrufen.
3. Zusammenfassung der Reiseleistungen:
Die Informationen im Voraus fanden wir etwas dürftig und waren ein wenig skeptisch. Besonders wegen der angekündigten Besuche einer Schmuck-, einer Lederwarenfabrik und eines Teppichknüpfinstitutes vermuteten wir eine Kaffeefahrt, die uns von Land und Leuten nur wenig sehen lassen würde. Diese Befürchtungen stellten sich später als völlig unbegründet heraus. Wir haben sehr viel gesehen, viele Informationen über Land und Leute bekommen (von unserem Reiseleiter vor Ort), hatten auch Freizeit, um auf eigene Faust Erkundungen zu machen und die Hotels waren durchweg spitze. Angekündigt waren zwei Übernachtungen in 5*****-Hotels und ansonsten in 4****-Hotels. Im Nachhinein war es genau umgekehrt, wir haben immer in 5*****-Hotels gewohnt und nur eine Nacht im 4**** (das kann daran gelegen haben, dass es das Saisonende war und so auch bessere Hotels frei waren). Frühstücks- und Abendbüffets waren immer unglaublich reichhaltig, es gab einfach alles, was das Herz begehrte und noch mehr. Die Hotelzimmer hatten immer einen TV (der je nach Region auch mehrere dt./engl./frz. Sender hatte) und einen Fön.
4. Reiseverlauf im Einzelnen:
So. 16.11.: Anreise:
Der Flug ab Stuttgart (um 9:30 Uhr) war ein Charterflug mit Sky air. Die Sitzabstände waren für größere Menschen etwas unbequem, aber für drei Stunden war es erträglich. Nach der Ankunft in Antalya wurde das ganze Flugzeug auf sieben Reisebusse von Viva d'or verteilt, die dann zu den ersten Hotels fuhren. Unser Hotel war das "Siam - Elegance Hotel & Spa (5*****)" in Bogazkent, andere fuhren ins 5*****-Hotel Falez auf der Bucht von Antalya. Unterwegs im Bus (ca. 1 Stunde) erzählte uns unser Reiseleiter Mehmet schon viel über die türkischen Gepflogenheiten. Wir kamen um 16 Uhr im Hotel an. Da die Sonne im Winter schon um 17 Uhr untergeht (und dann wird es sofort dunkel) gingen wir sofort durch den riesigen Poolbereich des Hotels an den Strand. Das Meerwasser war noch so warm, dass man baden konnte, einfach herrlich! Dann waren wir noch im Fitnessraum des Hotels (da gab es auch alles, was man wollte: Crosstrainer, Ergometer, Laufband, Gewichtbank, Hanteln…) und gingen schließlich gemütlich zum Abendessen. Da es am zweiten Tag schon um 8:00 Uhr losgehen sollte, gingen wir früh schlafen.
Mo. 17.11.: Kursunlu-Wasserfälle, Aspendosbrücke, Aksu
Um 8 Uhr ging es los (d.h. Frühstück um 7:00), zuerst ins Zentrum von Antalya in ein Hotel, in dem sich wieder alle sieben Busse trafen. "Peter" von Viva d'or stellte uns den Ablauf der Reise vor (wobei er lediglich den Prospekt, den wir alle schon hatten, nochmals vorlas) und informierte uns darüber, dass man die Eintrittsgelder für die Ausflüge jeweils in türkischen Lira bezahlen müsse, weil die staatlichen Behörden keinen Euro nähmen. Darum bot er verschiedene Zusatzpakete an, die man buchen konnte (so hatte es schon in den Reiseunterlagen gestanden). Dieser Peter war ein unangenehmer, marktschreierischer Verkäufer (Typ "zotiger Bauernfänger mit unlustigen Witzchen unter der Gürtellinie").
Paket 1: Alle Eintrittsgelder im Wert von 25€, 2x all inclusive (Mittagessen, Drinks, Hamam, Nachmittagskaffee, Minibar) im letzten Strandhotel für zusammen 75€ (pro Person)
Paket 2: Paket 1 plus täglich Mittagessen für 95€
Paket 3: Paket 2 plus orientalischer Galaabend für 115€
Die Eintrittsgelder alleine konnte man nicht buchen, was einige verärgert hat, schließlich wäre das sehr praktisch gewesen, wenn dann immer der Reiseleiter die Eintritte für die ganze Gruppe besorgt hätte und nicht jeder einzeln anstehen muss. Sicher war das absichtlich so. Wir buchten kein Paket. In der Pause gingen wir raus an den Strand des Hotels (aus anderen Reiseberichten wusste ich, dass nun eine Verlosung von Ermäßigungsgutscheinen für eine Sardinienreise folgen würde), denn das Wetter war einfach herrlich, strahlender Sonnenschein und 25°C, wer will da schon in einem dunklen Saal sitzen und sich die nächste Reise andrehen lassen, wo wir nicht einmal wussten, wie diese Reise werden würde.Nach dieser Verkaufsaktion war es schon 11 Uhr und es ging endlich zum ersten Ausflugsziel, den Kursunlu-Wasserfällen. Wer seinen Einritt selber zahlen musste, bezahlte am Eingang 1,60€ (hier war ein Bezahlen mit Euro doch möglich), die anderen gingen direkt mit den Reiseleitern rein. Das Kartenkaufen ging aber schnell. Wir hatten 45 Minuten Zeit, den Park mit den Wasserfällen zu besichtigen. Da alle sieben Busse gleichzeitig dort waren (ca. 200 Leute) war es etwas überfüllt. Die Wasserfälle waren wunderschön anzusehen (wenn aufgrund der langen Trockenperiode der letzten Monate auch nicht so gewaltig wie im Prospekt) und im Wasser haben wir viele Fische, Krebse und Frösche entdeckt. Ein lohnendes Ausflugsziel!
Dann ging es zurück zum Bus. Jetzt wurden die Busse neu zusammengestellt, je nachdem, wer welches Paket gebucht hatte (so dass dann z.B. ein ganzer Bus zum Mittagessen fahren würde, der andere Bus nicht). Wir blieben in Bus 6 bei Mehmet, der alle Reisenden bekam, die nichts oder das kleinste Paket gebucht hatten. Wir wurden 300 m um die Ecke zu einem Restaurant gefahren (wo man jetzt Mittagessen konnte, auch wenn man das Mittagessenspaket nicht gebucht hatte) und hatten eine Stunde Zeit. Diese Stunde nutzen wir, um noch einmal zu den Wasserfällen zurückzugehen, schließlich hatten wir den Eintritt selbst bezahlt und daher noch unsere Eintrittskarten! ☺ Jetzt war es dort natürlich viel ruhiger und wir konnten viele schöne Fotos machen und unser Obst essen, das wir gestern Abend bei einem Händler neben dem Hotel gekauft hatten.
Nach der Mittagspause ging es weiter zu einem römischen Aquädukt in einem kleinen Dorf (ob es Aksu war, kann ich nicht sagen), wo wir eine halbe Stunde Aufenthalt hatten. Danach ging es zur Aspendosbrücke (für das Theater von Aspendos war keine Zeit, das wurde zudem gerade restauriert), wo uns gleich wieder fliegende Händler umschwärmten. Die Brücke war sehenswert, besonders aber die Vegetation in dieser Region: Unterschiedlichste Farben und Pflanzen, wunderschön.
Um 16:00 Uhr kamen wir wieder am Hotel Siam an und gingen wieder direkt an den Strand und danach noch in die Sauna und den Pool.
Abends fand noch der orientalische Abend statt (für die, die ihn dazugebucht hatten, allerdings sollte man sich das gut überlegen, da es am nächsten Morgen schon früh losgeht und man erst um 23:30 Uhr zurück kommt und um 5:30 Uhr geweckt wurde).
Di.18.11.: Beginn der Rundreise: Taurusgebirge, Aphrodisias
Morgens für um 7:00 Uhr (d.h. Frühstück um 6:00 Uhr) ging es auf die große Rundreise durch das Taurusgebirge. Unterwegs erzählte und unser Reiseleiter Mehmet viel über das Leben und die Kultur der Nomaden (deren Zelte wir unterwegs in der Ferne sehen konnten), das auch heute noch für das Verstehen der türkische Mentalität zentral sind. Unterwegs gab es eine kleine WC-Pause in einem Dorf, wo man auch frisches Obst und Gemüse von Händlern kaufen konnte. Die frischen Mandarinen direkt von den umliegenden Orangen- und Mandarinenhainen sind einfach lecker!
Zur Mittagszeit kamen wir in Aphrodisias an, hier konnte man den Eintritt wirklich nur in Lira bezahlen (8 Lira, ca. 4€). Jahrtausendealte Steinmetzkunst, sehr sehenswert.
Danach war wieder eine einstündige Mittagspause in einem Rasthof direkt an der Landstraße. Es hatte den ganzen Morgen über immer wieder geregnet, jetzt nutzten wir die Regenpause, um uns ein wenig die Füße zu vertreten und entdeckten Olivenbäume und weitere Orangenhaine. Bei der weiteren Fahrt gab es wieder viele interessante Informationen über die Region Anatolien, diesmal über die historischen Aspekte (Cäsar und Cleopatra in Anatolien) etc. Sehr interessant.
Mit Anbruch der Dunkelheit kamen wir in unserem 5*****-Strandhotel Richmond Resorts Ephesus an. Auch hier wieder prima Büffets, Sauna, Pool, Fitnessraum, Hamam und Zimmer mit Balkonen zum Meer.
Mi. 19.11.: Kusadasi, Ephesus, Pamukkale (zusätzlich!)
Abfahrt war heute um 8:00 Uhr. Zuerst ging es nach Kusadasi, wo wir eine Stadtrundfahrt machten und an der Küste (die am sehenswertesten ist) einen Fotostopp hatten. Es gab wieder viele Informationen über die Region und die direkt vor der türkischen Küste liegende Insel Samos, die aber zu Griechenland gehört. Weiter ging die Fahrt nach Ephesus (wieder viele Informationen) zum Artemistempel (eines der sieben Weltwunder) bzw. zu dessen Ruinen. Dort erzählte uns Mehmet viel über den Artemiskult, Paulus in Ephesus und den Gründungsmythos der Stadt Ephesus. Dann ging es weiter zu einer großen Marienstatue (seit Mai 2008 ist Ephesus auch Marienwallfahrtort, weil Maria hier gestorben ist) am Fuße der Berge und dann in die Ruinenstadt Ephesus (inzwischen hatten wir türkische Lira gewechselt und konnten den Eintritt von 20 Lira selbst bezahlen). Mehmet führte uns mit interessanten Anekdoten und vielen Informationen bis zur Celsusbibliothek im letzten Drittel der Stadt. Von dort hatten wir noch eine Stunde, um den Rest (Theater, Agora etc.) selbst zu erkunden, über den er uns auch schon viel erzählt hatte. Insgesamt waren wir ca. 2,5h im alten Ephesus.
Direkt danach fuhren wir zu einer historischen Moschee, die außen und innen wunderschön war (hier gab es dann viele Informationen über Moscheen an sich und Mehmet fragte, ob wir an noch weiteren Informationen interessiert seien, ja, waren wir, also erzählte er im Bus noch viel mehr über den Islam, über die Bedeutung der Waschungen vor dem Gebet uvm.).
Dann ging es weiter zu unserem nächsten Hotel (laut Prospekt "im Raum Denizli"). Eine Mitreisende war schon einmal bei einer Viva d'or-Reise gewesen, die statt Ephesus nach Pamukkale zu den Sinterkalkterrassen ging (ansonsten gleiche Reiseroute wie jetzt). Sie erkannte von weitem, dass wir uns Pamukkale näherten. Mehmet fragte, wer von unserer Gruppe diese weltweit einzigartigen Kalkterrassen noch nicht kenne, da es die Mehrzahl war, fuhren wir dort auch noch hin (auch ohne Eintritt zu bezahlen sieht man von außen schon sehr viel). Da es gerade 16:30 Uhr war, war es noch hell genug, um alles zu sehen (Mehmet erzählte wieder viel über die Entstehung der Terrassen und die früherer Bedeutung der Heilquelle, aus der sie entstehen).
Unweit der Terrassen war unser nächstes 5*****-Hotel C&H-Hotels Pamukkale, das statt eines Hallenbades ein eigenes Thermalbad hatte. Dort wärmten wir uns natürlich sofort auf (obwohl es ja nicht kalt war, na gut, wir waren im Gebirge, es war kühler als in Antalya, hatte aber trotzdem noch ca. 20°C und es war heute auch sehr sonnig gewesen).
Do. 20.11.: Denizli, Baumpflanzaktion, Teppich, Antalya
In der Nacht hat es wieder geregnet (das sind wir jetzt ja schon gewohnt, aber tagsüber war es bis auf Dienstag und Samstag immer trocken). Um 8:00 Uhr geht es los, zuerst zu einer Stadtrundfahrt durch Denizli, das mit der Sonne, die durch den noch stehenden Nebel aufging, besonders geheimnisvoll aussah. Mehmet erzählte wieder viel über die Stadt, die v.a. von der Textilindustrie lebt (auch die umliegenden Baumwollfelder sehen wir). Dann ging es zurück nach Antalya. Unterwegs hielten wir beim Teppichknüpfinstitut, einem Landfluchtprojekt, das den Menschen in der Region Arbeit gibt und Frauen nach der Schule zu Teppichknüpfmeisterinnen ausbildet. Wir sahen alle Stadien eines Teppichs vom Seidenkokon bis zum fertigen Teppich. Man durfte auch mal mitknüpfen. Nach der Führung durch die Schule und Produktion ging es in die Ausstellung, wo uns wahlweise Mokka mit Raki oder Apfeltee serviert wurde und der Chef der Firma uns wunderschöne Teppiche mit Mustern aus verschiedenen Regionen Anatoliens zeigte (u.a. auch das Abendmahl von Da Vinci als feinen Seidenteppich für 13000€, zwei Jahre Handarbeit). Danach hatten wir noch eine Stunde Zeit, die Teppiche anzuschauen (und zu kaufen, die Verkäufer ließen sich aber doch abwimmeln). Weiter ging die Fahrt zum Baumpflanzen (eine kleine Kiefer pro Person) im Rahmen der Viva d'or-Aufforstungsaktion und danach zurück nach Antalya. Dort hatten wir 2,5 h Zeit, uns das historische Stadtzentrum anzuschauen. Der Zeitpunkt war ideal (14:30-17:00), der Hafen und die Altstadt lagen in einer wunderbaren Abendsonne, was uns wunderbare Fotos bescherte. Um 17 Uhr wurde es dunkel und wir fuhren zum 4****-Hotel Centrum (oder Central?) auf der Bucht von Antalya. Das Hotel hatte leider keinen Hallenbad (nur ein Freibad, das aber im November schon geschlossen war) und Sauna- und Fitnessbereich würden nur für 12€ pro Person geöffnet. Die Büffets waren nicht mehr so unglaublich wie in den vorigen Hotels, aber immer noch gut (außer, dass nichts nachgefüllt wurd, wenn es leer ist, so dass nicht jeder Joghurt bei Frühstück oder Dessert beim Abendessen bekam).
Fr. 21.11.: Antalyashopping und Strandhotel
Heute ging es um 8:00 Uhr wieder los, ins Zentrum von Antalya. Zuerst zum Volksmarkt (einer Straße von kleinen Läden: Schuhe, Kleider (nachgemachte Markenkleidung, La Coste, Ed Hardy, Puma, D&G), Handtaschen und Koffer (nachgemachte Samsonite, Prada, D&G), Gewürzstände, Wasserpfeifen, türkischer Honig, nachgemachte Uhren und Parfums, Mode- und echter Silberschmuck, Tücher, Schals, Tee…)
Danach besichtigten wir eine Schmuckfabrik (Perge Jewels). Als kostenloser Service wurde unser Goldschmuck (Eheringe, Kettchen) kostenlos aufpoliert. Sehr freundlich. Ansonsten wurden uns eine Stunde lange die teuersten Schmuckstücke gezeigt. Diese Verkäufer waren auch recht aufdringlich, aber man darf sich einfach nicht beirren lassen, wenn man nichts kaufen will. Möchte man etwas kaufen, dann sollte man unbedingt handeln (auf dem Volksmarkt, wo es um die kleinen Beträge geht, natürlich auch) und bei der Hälfte des ausgeschriebenen Preises mit den Handeln anfangen.
Danach waren wir in die Leder- und Pelzfabrik. Nach der Modenschau auch hier wieder die aufdringlichen Verkaufsversuche. Wir gingne gleich nach der Modenschau in die Sonne. Danach ging es ins Hotel, das sehr außerhalb von Antalya lag, nämlich in der Nähe von Manavgat ins 5*****-Strandhotel Lyra. Unterwegs kamen wir an der historischen Stadt Side vorbei (über die Mehmet uns wieder etwas erzählte). Um 15:00 Uhr kamen wir am Hotel an, wo wir uns von Mehmet und dem netten Busfahrer Ahmed verabschiedeten. Alle sieben Busse waren diesmal wieder zusammen in einem Hotel. Nach der Verabschiedung der Reiseleiter war ein Viva d'or-Mann vor Ort für alle weiteren Fragen zuständig.
Wir gingen wieder sofort an den Hotelstrand. Diesmal war die Brandung so stark, dass man nicht baden konnte, aber die Liegestühle in der Sonne und ein Strandspaziergang waren auch prima. Die Büffets waren wieder super, Sauna und Schwimmbad auch.
Sa. 22.11.: Badeurlaub oder historischer Ausflug?
Leider regnete es heute mit Unterbrechungen den ganzen Tag und es war auch so kühl und stürmisch, dass ein Strandtag nicht in Frage kam. Zum Glück war die historische Stadt Side nicht weit (10 km). Wir nahmen uns zu viert ein Taxi und besichtigten die wirklich sehr sehenswerte antike Stadt. Auch im modernen Side gab es wieder viele Gelegenheiten zum Shopping (incl. Apotheke mit Bepanthensalbe für 1,50€ statt ca. 4€ in D, auch "die Pille" soll dort nur ein Bruchteil der dt. Preise kosten).
Absolutes Highlight: Der Apollotempel direkt am Strand, der für viele Filmkulissen Modell stand und das alles mit starker Brandung im Sonnenuntergang am Strand, herrlich! Inzwischen hatte der Regen auch aufgehört.
Wir hatten großes Glück, dass wir im Hotel Lyra untergebracht waren, denn so konnten wir den verregneten freien Tag optimal nutzen. Andere sind im Hotel geblieben und haben einfach auf die Abreise gewartet. Jeder, wie er möchte.
Nach unserer Rückkehr ins Hotel konnte man im Foyer lesen, dass das Frühstück am Sonntagmorgen um schon 1:00 Uhr sein sollte, die Abfahrt zum Flughafen dann um 2:00 Uhr und der Abflug schließlich um 5:00 Uhr (aus anderen Reiseberichten war mir eine so frühe Rückflugzeit schon bekannt, so dass wir nicht allzu schockiert waren).
So. 23.11.: Rückflug
Wie angekündigt ging es um 2:00 Uhr nachts los zum Flughafen. Dort klappte alles reibungslos, der Rückflug erfolgte wieder in einer eher engen aber erträglichen Sky Air-Maschine (wo es wie auf dem Hinflug wieder ein Sandwich und ein Stück Kuchen sowie 2x Getränke gab).
Fazit:
Ich hatte eine Kaffeefahrt befürchtet und die Reise nur deswegen gebucht, weil ich schon immer mal nach Ephesus wollte und dafür der Reisepreis unschlagbar war. Zudem fand ich es sinnvoll, für ein Land, dessen Sprache ich nicht spreche, eine organisierte Reise zu buchen. Die Verkaufsveranstaltungen wollte ich dafür in Kauf nehmen und war immer auf der Hut vor versteckten, unnötigen Zusatzkosten.
Im Nachhinein kann ich sagen, genau das Umgekehrte war der Fall: Wir bekamen für die bezahlten 234€ (Endpreis incl. Flughafengebühr und Versicherung) eine wahnsinnig interessante, vielseitige Kulturreise geboten, die sicher viel mehr wert war als diese 234€ und das alles in luxuriösen Hotels der Spitzenklasse (bis auf das 4****-Hotel in Antalya, s.o., doch dieser Engpass war ja auch nicht so schlimm). Der Besuch der Teppichfabrik war sehr interessant, Schmuck und Leder hätte man m.E. weglassen können, da man hier nichts über landestypische Kultur, Geschichte o.ä. erfuhr.
Die Eintrittsgelder "im Wert von 25€", die man mit einem Paket hätte dazukaufen können, waren im Endeffekt einzeln dann doch günstiger: Wasserfälle 1,60€, Aphrodisias 4,00€, Ephesus 10,00€. Angeblich wurde der Restbetrag der gebuchten Eintrittspakete (pro Person fast 10€) der besuchten Moschee gespendet. Kein Zusatzpaket zu buchen, war für uns also die richtige Entscheidung gewesen.
Dass wir zusätzlich zum geplanten Programm noch Pamukkale besucht haben, war natürlich super, aber auch so war die Reise toll! Es gab jede Menge Informationen über Land und Leute, Kultur, Religion etc., und das nicht zu massiv, sondern Mehmet fragte immer, ob wir noch mehr hören wollten, bevor er uns noch mehr erzählte. So waren die z.T. langen Fahrten im Bus (Dienstag) doch kurzweilig und interessant, zumal sie auch durch das sehr sehenswerte Taurusgebirge gingen.Für uns war es die perfekte Mischung aus Kultur, Geschichte, Sightseeing und Badeurlaub. Man darf eben weder zu leichtgläubig noch zu verbissen an die ganze Sache rangehen und nicht zu passiv werden, sondern auch selber mitdenken, dann kann man eine schöne Reise haben (und z.B. zu den Wasserfällen zurückgehen, statt eine Stunde auf dem Parkplatz des Restaurants zu sitzen).
Ich kann die Reise guten Gewissens jedem empfehlen, der einmal unkompliziert die Südtürkei kennenlernen möchte. Wir wurde sehr positiv überrascht und hatten eine wunderbare Woche, die uns aber wie mindestens zwei Wochen vorkamen, so viel haben wir erlebt.
(Jetzt ist dieser Bericht ziemlich lang geworden, wer trotzdem noch Fragen hat, kann mir ja eine private Nachricht schicken)
| weitere Erfahrungsberichte |
Etwas andere Buchung - aber nicht zu empfehlen!
Bewertung für Viva D'or, Berlin von
GrafenMark
Pro: Die erste Reise war okay...
Kontra: Na, lest selbst.
...gehen, um dort Informationen über Viva D'or zu bekommen und ein kostenloses Abendessen. Dazu dürfte sie noch (ich glaube) 3 weitere Personen ihrer Wahl mitbringen. Das waren dann ihr Sohn (= mein Mann), meine Mutter und ich. Ich wäre nicht mitgegangen, wenn es nicht eben dieses Restaurant gewesen wäre, über das ich hier auch schon berichtet habe, die Waldlust. Sehr netter Inhaber, sehr gute Küche. Naja, gratis Essen ist immer fein. Alles andere mutete ... ...aber natürlich bezahlen mußten…
VIVA D'OR
Wie es mir scheint, gibt es sie nur im Internet: www.vivador.de
Die Seite ist sehr übersichtlich, aber es erscheint mir nicht so einfach, wirklich Angebote gezielt zu suchen. Z. B. kann ich das Hotel, in dem wir jetzt in Alanya waren, nicht finden. Sie bezeichnen sich selbst als kompetenten Partner, wenn es um Städtereisen geht, aber auch für Fernreisen ist man hier richtig. Vorteile bietet die TravelCard, ...
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03.06.2008
(01.09.2008)
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Gewinnreise von Ives Rocher mit Viva Dòr
Bewertung für Viva D'or, Berlin von
Sommerschwalbe
Pro: Tolles Strandhotel mit sehr guter Küche,schöne komfortable Zi.alles sehr sauber
Kontra: Billigflug,mieser Sevice ,frecher,arroganter Reiseleiter,Viva Dòr Pers.sind Verkäufer
...Kritik kann und will seitens Viva Dòr niemand umgehen.Unser Befragen der Mitreisenden bzgl.ihres Interesses an Schmuck hat uns schwer in Misskredit gebracht.Wir wurden des Aufhetzens der Gäste bezichtigt und sogar zum "Chef" vor Ort zitiert.Es WAR eine Verkaufsveranstaltung,die auf dem Hin und Rückflug mit SKY Airlines(NICHT ZU EMPFEHLEN!!) mit Immobilien Prospekten und Promotion/Promoterin begann und endete. Das Hotel war Spitze und hat 5 Sterne ...
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26.04.2009
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Diese Reise bleib in positiver Erinnerung!
Bewertung für Viva D'or, Berlin von
Poppii
Pro: so gut wie alles war toll
Kontra: Kein Ausschlafen, man kann Pech mit der Reisegruppe haben
...Organisation!, Tolle Reisetruppe, Tolle Reiseführer, noch tollerer Busfahrer, der uns durch die kleinsten, engsten und verwinkelsten Straßen gefahren hat und der unser aller Vertrauen hatte, Tolles Wetter, Wunderbare Sehenwürdigkeiten mit sehr guter Führung (alles vom Reiseführer erklärt), absolut empfehlenswert. Rundreisen machen wir seit dem fast nur noch mit Viva D'or! ...
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17.11.2009
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Reisen mit Viva D´or muß nicht unbedingt sein!
Bewertung für Viva D'or, Berlin von
mutterheimat
Pro: Preis/Leistung kann man noch als normal bezeichnen.
Kontra: Fluggesellschaft Sky Aerlines, ein Witz, Falschinformationen gehen durch, 5* Hotel nein
...der Haken, warum wir von Viva D`or Reisen zukünftig Abstand nehmen werden. Viva D´or ließ diese Falschinformation UNDEMENTIERT durchgehen!!!! Ein verhängnisvoller Fehler für Reisende, welche an diese, vom Gold-Verkäufer, gegebene Information geglaubt haben. Des weiteren sollte man, allgemein, bei Türkeireisen, auch an den Begriff Fälschungen und überzogene Preise denken. Das gilt auch für Fachgeschäfte, denn Reiseveranstalter und diese Läden hängen ...
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09.11.2009
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Kurzbewertung zu Viva D'or, Berlin
Bewertung für Viva D'or, Berlin von
domawb
Vom 16. bis 23. September 2008 haben wir eine von Ives-Rocher "geschenkte Reise" an die Türkische Riviera, Rundreise organisiert von Viva Dor gemacht
Nicht zu empfehlen obwohl einzelne Details nicht schlecht waren. Aber es wird viel Zeit verplempert und bei den Werbesponsoren oder uninteressanten Haltepunkten (Teppich,Leder,Schmuck). Geschenkt war nur Flug und Hotel/Frühstück für 2 Personen, Aufschlag für Reisezeit 130, Halbpension 99, und Paket vor Ort 90 ( Essen unterwegs, Eintritte und ollinclusive im letzten Hotel) 716 €für 2 Personen. In einer Woche 5 verschieden Hotels, mit nicht immer guter Leistung (Bettwäsche, Sauberkeit im Bad), lange Busfahrten. Kaum Informationen im Voraus. Die Organisationsform erinnert deutlich an Drückermethoden.
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28.09.2008
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