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Pro Wunderschön gelegen, shönes Inventar, interessante Ausstellungen
Kontra ziemlich teuer
Villa & Jardins Ephrussi de Rothschild
An der engsten Stelle der Halbinsel St. Jean-Cap Ferrat befindet sich die Villa Ephrussi de Rothschild mit großem Parkplatz. Sie wurde erbaut von der Baronin Ephrussi geb. Rothschild, die eine leidenschaftliche Sammlerin von Kunstwerken aus aller Welt war. Mit der Île de France unternahm sie viele Reisen zu verschiedenen Orten in aller Welt. Sie entschied sich für diesen Platz zum Bau ihrer Villa, weil diese enge Stelle von beiden Seiten von Meer umgeben ist und so dem Eindruck, auf einem Schiff zu sein, am nächsten kommt. Hier auf diesem Fleckchen Land baute sie ihr geliebtes Schiff, auf dem sie so viele glückliche Stunden verbracht hatte, in Stein nach. Die Villa selbst stellt die Brücke dar, ein kleiner Liebestempel mit Frauenstatue ziert den Bug. Zwischen Brücke und Bug gibt es einen langen Garten mit Blumen, Rasen und vielen Brunnen, wovon einer alle 10 Minuten mit Musik "tanzt". An den Seiten des "Schiffes" befinden sich neun verschiedene Themengärten mit Blick auf's Meer: ein Spanischer Garten, ein Florentinischer Garten, ein Steinkunstgarten, ein Japanischer Garten, ein Exotischer Garten, ein Provenzalischer Garten, ein Französischer Garten, ein Sèvres-Garten und ein Rosengarten. In all den Anpflanzungen habe ich viele verschiedene Blumen, Pflanzen und Blüten entdeckt, die ich im Leben noch nie gesehen habe.Auch das Innere der Villa kann man besichtigen. Es ist wohl noch so, wie die Baronin es vor 100 Jahren ungefähr eingerichtet hatte. Man kann außer der Einrichtung auch eine schöne Porzellansammlung besichtigen.
In der oberen Etage gibt es eine Führung, die allerdings extra kostet, weshalb wir darauf verzichtet haben durch die besondere Ausstellungen, u.a. Terrakotta-Skulpturen, Meißner-Porzellan-Zimmer, Tapisserie-Salon etc.Auf dem Wege zur oberen Etage gibt es einen kleinen Raum, in dem ein Film in französischer Sprache mit englischen Untertiteln über die Villa und ihre Geschichte zu sehen ist.
Öffnungszeiten:Eintritt: 9,50 Euro bzw. ermäßigt 7 Euro,
Kombiticket mit der nicht weit entfernten Villa Kérylos: 14,50 Euro und 10 Euro
Über die Extrapreise für die Führungen konnte ich nichts in Erfahrung bringen, ich meine, das wären so um die 2 Euro gewesen.
Eingangsbereich
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Schon hier merkt man, wie gut durchdacht und organisiert hier alles ist auf der engen kleinen Halbinsel mit dem wenigen Platz. Trotz allem sind ausreichend Parkplätze vorhanden, und die Bushaltstelle ist auch nicht weit. PKW-Parkplätze gibt es vor dem schmiedeeisernen - oder zumindest so wirkenden - Gartentor, das breit genug ist, um Busse einzulassen.
Von hier aus geht es dann in den Vorgarten, wo sich außer Bäumen und Blumen auch steinerne Skulpturen und ein gut verstecktes Toilettenhäuschen befinden.
Betritt man die Villa, so gelangt man in eine riesige Halle über zwei Etagen. Links sitzt jemand, der die Eintrittskarten kontrolliert und auch für Fragen da ist. Links davon geht eine unscheinbare Treppe in die auch von unten sichtbare 2. Etage.
Wir beginnen unseren Rundgang durch die Villa auf der linken Seite, wo man in ein riesiges Wohnzimmer gelangt, Salon Ludwig XVI. Es ist kitschig-gemütlich eingerichtet mit u.a. geblümtem Sofa aus der Zeit Ludwig XVI, mit wertvollen Deckengemälden und kostbaren Tapisserien an den Wänden. Der Raume erstreckt sich von der Frontseite bis zur Gartenseite, wo sich riesige Fenster mit Blick in den Garten befinden. Von hier aus gelangt man nach rechts in einen kleinen Raum, den Salon Ludwig XV, ähnlich kostbar eingerichtet und mit wertvollen Gobelins ausgestattet. Danach gelangt man in einen kleinen Flur, wo eine Terrassentür in den Garten auf eine große Marmorterrasse führte, wohin wir auch gleich gegangen waren.Bleiben wir nun aber weiter im Haus. Gegenüber der ersten Tür gibt es eine zweite, die in die privaten Räume der Baronin führte. An den ersten dieser kleineren Räume, das. Boudoir, kann ich mich nicht mehr erinnern, das nun folgende Eckzimmer war das Schlafzimmer mit einem Schreibtisch am Fenster und ausgestellten Kleidungsstücken. Durch das angrenzende Badezimmer hindurch gelangt man dann in ein Zimmer, in dem man Porzellan bewundern kann und von wo aus es wieder in die riesige Halle geht, von der aus man fast alle Zimmer auch direkt betreten kann.
Wir befinden uns nun gegenüber vom Wohnzimmer auf der Seite und wenden uns nach links ins Café mit gemütlichem Biergarten draußen. Toiletten befinden sich neben dem Eingang zum Café in der großen Halle.Als wir uns nach einem Rundgang durch den Garten an die Tische draußen im Biergarten setzen wollten, bat uns bei dem wunderschönen Wetter, nach drinnen zu gehen, weil draußen schon geschlossen wäre - so gegen 17 Uhr vielleicht(?). Ich sagte, dass ich bei dem Wetter gerne draußen sitzen würde, konnte auch langsam nimmer stehen und gehen und wäre auch ohne Kaffee und Kuchen einfach so da sitzen geblieben, weil mich bei dem Wetter nicht aber auch absolut gar nichts nach drinnen gezogen hätte, obwohl es dort sehr schön klimatisiert war. Aber bevor man sich da ein Geschäft durch die Lappen gehen lässt und uns einfach da sitzen lässt, fragte man dann doch nach unseren Wünschen, und so erhielten wir leckeren Kaffee und Kuchen zu horrenden Preisen (was mir aber schon gleich bewusst war …) wie auf der Düsseldorfer Kö oder so. Eine besonders schöne Lage bezahlt man halt immer mit …
Das also zum Haus bzw. zu den Teilen, die wir uns angesehen haben. Die Führung im oberen Geschoss haben wir ja gar nicht mitgemacht und beim Film nur m al kurz rein gesehen. Betrachten wir nun also den Garten.
Der Garten
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Den Garten betraten wir also durch die Türe, die zur Terrasse führt, und so bot sich uns ein wunderschöner Anblick auf das "Schiffsdeck", das der Île de France nachempfunden wurde. Schon auf der Terrasse gibt es antike oder zumindest antik wirkende Platten an der Hauswand und mit Blumen gefüllte Amphoren. Links und rechts sieht man weit unten das Meer, geradeaus ein Meer von Blumen und Grün und dazwischen viele kleinere und größere Brunnen, u.a. den alle 10 Minuten "tanzenden" Brunnen - ein wirklich traumhafter Anblick!
Am Ende des Decks, also am Bug, befindet sich dann der kleine Liebestempel, ein kleiner Pavillon mit einer Frauenstatue, von dem aus man wiederum einen wunderschönen Blick auf die Villa und den Garten davor hat.
Vom Rosengarten aus geht es unterhalb des Schiffsdecks wieder zurück Richtung Villa durch verschiedene weitere Themengärten. An den Rosengarten schließt sich der exotische Garten mit vielen exotischen Pflanzen, vor allem auch blühenden Kakteen, an. Ansprechende Statuen, die sich harmonisch ins Gesamtbild einfügen, gibt es immer wieder zwischen den Pflanzen, wozu auch Bäume gehören, die für angenehmen Schatten sorgen.
Als nächstes gelangt man in den japanischen Garten, der auch gleich als solcher zu erkennen ist. Ein japanisch angehauchtes Tor führt hinein. Hier gibt es kleine Tümpel und künstlich angelegte Bäche mit hölzernen Steigen. Überall stehen steinerne japanische Lampen mit entsprechenden Texten zu Begriffen wie z.B. Ruhe. Durch seine Abgeschlossenheit durch die Einganstore wirkt er wirklich wie ein kleiner Hain der Ruhe.Danach folgt der Steinkunstgarten, der mir ja gar nicht gefallen hat. Hier stehen auf einem schmalen Teil des Gartens verschiedene steinerne Reliefs und Figuren, die alle irgendwie nichts miteinander zu tun haben.
Daran anschließend gelangt man in den hellen und freundlichen verspielten florentinischen Garten. Hier gibt es auch wieder eine größere Statue mit Freitreppe in den Schiffsdeckgarten zurück nicht weit von der Terrasse entfernt. Es wirkt alles hell und freundlich, ein echter Kontrast zu dem Steinkunstgarten, der eher dunkel und verfallen wirkte.Wieder etwas Besonderes ist der spanische Garten mit seinen vielen Trompetenbäumen und anderen exotischen Gewächsen bzw. Blüten. Man steht gleich vor einem Wasserbecken in Form eines alten Schreibmaschinen-I's. Am hinteren Ende gelangt man in eine Grotte mit einem Brunnen und natürlich entsprechenden Skulpturen. Da es hier sehr eng ist, muss man sich auf den das Becken umgebenden Steinplatten vorsichtig aneinander vorbei quetschen, was aber dank der Gefahr, ins Wasser zu fallen, eher einen Spaßfaktor hat. Wem das zu unbequem ist, der kann auch außen den normalen Weg entlang hier vorbei gehen.
Durch den Sèvres-Garten - der schon der Biergarten sein muss - geht es dann zum Café. Wenn man den Weg entlang an der Villa vorbei weiter geht, gelangt man wieder zum Vorgarten und dem gut versteckten aber gut ausgeschilderten Toilettenhäuschen.Wer mitgezählt hat, wird feststellen, dass ich bis jetzt nur acht von den versprochenen neun Themengärten erwähnt habe. Es fehlt noch der französische Garten, bzw. die Bezeichnung. Das Schiffsdeck wurde als französischer Garten angelegt.
Im Jahre 1907 begannen die Bauarbeiten zur Villa, die dann 1912 bezogen werden konnte. 4 Jahre später starb ihr Ehemann und am 7. April 1934 die Baronin, die im Familiengrab auf dem berühmten Friedhof Père Lachaise in Paris beigesetzt wird. Sie vererbte all ihre Schätze der Akademie der schönen Künste in Paris.
Die Baronin liebte die Rose, das 18. Jahrhundert und das Spiel in verschiedenen Arten. Zum einen kaufte sie den Whisttisch von Marie-Antoinette, als die sich auch gern verkleidete, um in ihrer schönen Villa ihre Gäste zu empfangen.Die Baronin war eine begeisterte Sammlerin von Kunst, Porzellan und Antiquitäten, die sie zu Lebzeiten an ihren verschiedenen Wohnsitzen verteilt aufbewahrte. Als 1991 die Villa dem Culturespaces übertragen wurde - wie so viele andere außergewöhnliche Stätten in Europa auch, u.a. die benachbarte Villa Kérylos, trug man alle ihre Schätze zusammen, um sie hier in der Villa auszustellen.
Alles in allem kann ich die Villa nur eindeutig empfehlen und freue mich auf Eure Kommentare und Anregungen etc.
Alles Liebe von Sabine :)
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Baerchen2571 27.06.2010 17:35
Liebchen0583 16.05.2007 17:50
hr.biernot 01.03.2007 23:27
mario_siegen 16.02.2007 23:17
wechmida 16.01.2007 17:33
Werde ich wohl leider nie hinkommen.