Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH, VGN

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In Nürnberg hui, am Rande pfui

3  25.10.2000 (08.11.2000)

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Kontra:
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Empfehlenswert: Nein 

Manor

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 21 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Eigentlich bin ja kein Fan von den öffentlichen Verkehrsmitteln, doch angesichts meines Praktikums in Nürnberg, wo chronischer Parkplatzmangel und der teilweise mehrmals tägliche Morgen- und Abendstau herrscht, muß man einfach mal auf Alternativen zurückgreifen.

Preislich gesehen war der Umstieg positiv, ich spare immerhin ca. 80 DM pro Monat im Vergleich zu einer vollen Anreise per Auto. Meine Monatskarte kostet 137 DM, die Spannweite liegt je nach Zone zwischen 38 DM und 260 DM im Umwelt-Jahres-Abo (12 Monate fahren, 10 zahlen) und zwischen 40 DM und 254 DM für die Schülerkarte.

Einzelfahrten sind relativ teuer, da sollte man eher zu Tagestickets greifen:
- 1 Person kann für 6,60 DM,
- 1-6 Personen, davon 2 Erwachsene, können für 10,50 DM den VGN an einem Tag oder am Wochenende nutzen, das gilt aber nur innerhalb von Nürnberg, Fürth und Stein (Stufe K und 2). Zwischen Stufe 2+T und 4+T kostet so ein Tagesticket 15 DM, für die Stufen 5 bis 7+T 19 DM und im gesamten Verkehrsbundgebiet 23 DM. In Nürnberg gibt es auch noch die MobiCard. Diese kann je nach Zeit (bis oder ab 9.00 Uhr) und Dauer (7 oder 31 Tage) zwischen 17 DM und 87 DM kosten. Außerdem gibt es auch hier Schülerkarten für den Nahbereich (40 DM bei Zone K / nur Fürth, 64 DM bei Zone 2) und Semestermarken zwischen 177 DM und 347 DM. Ein breites Angebot, bei dem man nicht meckern kann.

Aber ich halte den monatlichen Festpreis für nachteilig. Autofahrer zahlen nur dann Benzin, wenn sie wirklich unterwegs sind, bei den öffentlichen Verkehrsmitteln zahlt man praktisch eine Pauschale und kann damit fahren, so oft man will, wenn man die Karte nicht ausnutzt, zahlt man also drauf. In Anbetracht von ca. 2 Monaten, die man als Arbeitnehmer frei hat (Urlaub, Fenster- und Feiertage; von Krankheitstagen ganz zu schweigen), kann man sich ausrechnen, ob sich der VGN trotz der guten Angebote auch individuell rechnet.

Doch wie schauts nun in der Praxis aus: Vom Parkplatzmangel bin ich aber nicht ganz weggekommen, denn ich fahre ca. 15km zum nächsten größeren Bahnhof, und wenn man dort nach 7.40 Uhr ankommt, ist kein Parkplatz mehr frei, selbst die Grünflächen sind vollgeparkt. Zum Glück kann man aber noch auf weitere Parkmöglichkeiten zurückgreifen, jedoch muß man dann einen Fußweg von ca. 10min und mehr in Kauf nehmen. Die Schleichwege und Abkürzungen kenne ich nicht, da ich doch noch meist einen der raren Parkplätze ergattere (und deswegen viel zu früh im Praktikum erscheine) oder doch noch nahe des Bahnhofs parken kann.

Wenn am Morgen 'mein' Zug aus Treuchtlingen hält, ist er meist halb besetzt, doch nach 'meiner' Haltestelle sind in den seltensten Fällen noch Sitzplätze übrig; wenn dann noch an der letzten Zwischenstation nach Nürnberg ein weiterer Schwung an Pendlern einsteigt, kann man sich vorstellen, wie voll der Zug dann ist. Dann geht’s weiter in dichtem Gedränge zur U-Bahn, wo meist schon die Massen auf die nächste U-Bahn warten. Auch die ist meist übervoll, wenn auch die Züge alle 5-7 Minuten fahren.

Der VGN wird viel genutzt, zumal er in Nürnberg auch wirklich hervorragende Bedingungen aufweist; doch je ferner von Nürnberg, desto mauer schaut es aus. Das Verkehrsnetz ist sternförmig mit Nürnberg als Zentrum aufgebaut, von dort gehen verschiedene Stränge weg, die nur teilweise miteinander (spinnennetzartig) verbunden sind. Richtung Norden kann man nach Forchheim, Richtung Osten nach Gräfenberg (NO), Hersbruck (O), Sulzbach-Rosenberg (O), Richtung Süden nach Parsberg (SO), Treuchtlingen (S), Ansbach (SW) und Richtung Westen nach Neustadt / Aisch (NW) und Rothenburg ob der Tauber (W, über Ansbach oder Neustadt / Aisch, keine direkte Linie) mit den jeweiligen Umgebungen fahren. Das Problem dabei ist, daß die Verbindungen, wie bereits erwähnt, zwischen den Strängen teilweise sehr schlecht sind und man dann entweder umständlich oder nur Nebenstrecke fahren muß, um zum Zielort zu gelangen. Je näher an Nürnberg, desto besser wird es aber. Außerdem wird das Schienennetz immer weiter bei den Bezirken außerhalb Nürnbergs abgebaut, so daß man auf Busse umsteigen muß, die dazu auch noch relativ selten fahren (sind meist Schulbusse).

Was ich aber gut finde, ist, daß man bei www.bahn.de auch Strecken des VGNs abfragen kann, wenn auch keine Preisauskunft möglich ist. Ich rate aufgrund der 'Schnellig'keit in jedem Fall von www.vgn.de ab.

Was zum Schluß noch positiv anzumerken ist: Es gab kaum Verspätungen, wir kamen sogar desöfteren etwas früher als geplant an!

Insgesamt:
Wie schon der Titel sagt: In Nürnberg hui, am Rande pfui. Auf das Auto kann man jedenfalls nicht vollkommen verzichten, zumal man ja auch mal etwas unabhängiger sein muß, kann und / oder will, was im Allgemeinen bei den Öffentlichen nicht gegeben ist.
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Angel57408

Angel57408

25.10.2000 20:14

erstmal danke für den Tip, geklaut hat er zwar nur kleine Teile, aber gewaltig die Tatsachen verdreht! Wers braucht :)! Gute Meinung! Mfg Angel

Miara

Miara

25.10.2000 19:07

Guter Beitrag. Aber deine Schreibweise bzw. dieser seltsame Satzumbruch stört sehr. Solltest du ändern. Liebe Grüße - Miara

Manor

Manor

25.10.2000 19:05

Sorry, war keine Absicht, habe die Meinung offline geschrieben und mir ist erst nach dem Absenden aufgefallen, daß die so dämliche Zeilenumbrüche hat. Habe ich aber wieder weitgehend bereinigt, schaute ja echt bescheuert aus!

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