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| Gastfreundlichkeit |
City of Ventura, der vergessene Badeort am Pazifik.
Im November dieses Jahres war ich mit meinem Mann in der City of Ventura.
Die Stadt liegt südlich von Santa Barbara und nördlich von Los Angeles in Californien USA.
Hier in San Buenaventura wie es früher hieß, heute sagt man nur noch City of Ventura, hat man stellenweise das Gefühl die Zeit ist so um die 1960 stehen geblieben. Dies verleiht der Stadt einen durchaus besonderen, ganz eigenen Charme.
Wenn man durch Downtown schlendert, kommt man an einem Lokal, einem so genannten "Dinners" vorbei, dessen Original aus den 60ger Jahren stammen könnte. Nicht nur die roten Bänke oder die Theke vermitteln den Eindruck, selbst die Bedienungen servieren in den Gewändern der 60ger Jahre die Speisen auf ovalen Plastiktellern. Und irgendwie hat man auch beim Essen das Gefühl, die Zeit schritt hier nicht vorwärts.Setzt man seinen Weg fort, kommt man an vielen Schaufenstern vorüber in denen Unmengen an alten Dingen, Trödel und Krimskrams zu sehen sind, hier gibt es sehr viele Antiquitätenläden; ein Eldorado für Sammler. Nun was ich aber letztlich sagen will ist, die Läden und Gebäude selbst haben den Anmut der alten Zeiten. Das ganze Bild wird häufig noch durch die vielen alten PKW, die man hier im Straßenverkehr sieht, abgerundet. Könnt ihr euch an den fahrbaren Untersatz von John-Boy Walton erinnern - die gibt es hier wirklich noch. Würden nicht aktuelle Autos auf der Straße stehen, wüsste man nicht so genau ob man mit der Zeitmaschine in die Vergangenheit gereist ist.
Auch in dem Hotel in dem wir wohnten, eine Art italienische Albergo, hat die Eleganz der Vergangenheit. Angefangen von der Lobby, dem Innenhof bis hin zu den überall stehenden alten Sitzmöbel.Ein wirklich imposantes Gebäude ist die 1912 erbaute "City Hall". Diese wurde bis 1972 als Gerichtsgebäude benutzt. Das Rathaus steht auf einer kleinen Anhöhe, von dort aus geht kerzengerade die Straße zum Pazifik. Der Blick vom Portal der City Hall aus ist beeindruckend. Auf dem kleinen Platz vor der City Hall steht die Statue des Vater Junípero Serra umringt von einem wunderschönen Blumenmeer aus Rosen und Sommerblumen (die in DE nur in Balkonkästen wachsen) und das im November.
Spaziert man die Straße Richtung Ozean, kommt man wieder an einigen netten kleinen Läden vorbei. Die allerlei kunsthandwerkliche Dinge und Krimskrams anbieten. Dazwischen befinden sich ein altes eindrucksvolles Anwaltsgebäude, Antiquariate, Cafés und andere Lokale. Unter anderem wurde in einem der Anwaltsgebäude die Figur des Perry Mason entwickelt; 748 East Main St, hatte Erle Stanley Gardner seine Kanzlei. Heute befindet sich dort ein kleines Museum. Natürlich geht es u.a. um Perry Mason.Am Pazifik angekommen erblickt man linkerhand einen langen Pier der 1872 erbaut wurde. Die Promenade ist sehr schön bepflanzt und mit vielen Sitzbänken versehen. Immer wieder sind Zugänge zum Strand.
Zurück zum Pier, er ist einer der längsten hölzernen Piers Kaliforniens. Wenn man auf den Pier spaziert, hat man eine gute Sicht auf den kilometerlangen um diese Jahreszeit auch nicht überlaufenen Strand und kann den Surfern zuschauen, die am Surfers Point ihrem Vergnügen frönen. Der Surfers Point ist einer der beliebtesten Stellen für Surfer an der Central Coast, die dort auf die Welle ihres Lebens warten. Good Luck!Der Pier ist auch ein beliebter und idealer Platz zum Fischen, auf den Bänken sind bereits Bretter montiert auf denen der Fang küchenfertig gemacht werden kann und auch Wasserbecken zum weiteren säubern sind vorhanden. Die Möwen warten auch bereits um sich die Überreste zu schnappen. Verschiedene Hinweistafeln informieren die Pierbesucher über die Fischarten, unter anderem auch, dass die Channel Islands sich in der Nähe befinden. Auf den der Küste vor gelagerten Inseln sind über 2000 Pflanzen und Tiere im Park beheimatet. Um die 145 Arten nur auf den Inseln zu finden und nirgendwo sonst auf der Erde mehr, mit anderen Worten, sie sind einzigartig.
In Ventura kann man auch seine Zeit in dem Albinger Archaeological Museum oder dem Ventura County Museum of History and Arts verbringen.Um 1500 vor Christus besiedelten Chumash-Indianer die Gegend um Ventura, diese Relikte werden im Albinger Archaeological Museum ausgestellt. Auch Kruzifixe aus dem 18.Jahrhundert sowie mexikanische Artefakte kann man hier bewundern. Ende des 18.Jahrhunderts wurde in dieser Gegend Öl entdeckt. Dieses Ölvorkommens an der Pazifikküste und die Erinnerung an die verschiedenen Nationalitäten, die sich in dieser Region ansiedelten wird im Ventura County Museum of History and Arts dokumentiert.
San Buenaventura zählt zu der ältesten Siedlungen Kaliforniens. Überreste vom der Mission, die kleine Kirche aus dem Jahre 1809 sollte man einen kurzen Besuch abstatten.
Vater Junípero Serra hat die Mission San Buenaventura 1782 gründete.
Auf dem Rückweg fährt man an "The Keys" vorbei, die Wohngegend der Betuchten. Die Gegend ist mit lauter Wasserstrassen mit dem Hafen und mit dem Ozean verbunden. Die zum Teil sehr ansehnlichen Häuser liegen genau an den Wasserwegen. Vor dem Haus parkt der PKW, hinter dem Haus ankern dort die Boote - nobel oder dekadent. Einige der Wasserfahrzeuge waren mehr Wert als die Häuser an deren Anlegestege sie festmachten waren.
Wenn man ein Stück außerhalb fährt kommt man an Zitronenplantagen, Erdbeer-, Zwiebel-, Paprika-, Kürbis- und Krautfeldern usw. vorbei. Bei der Freilanderdbeerernte konnte man zusehen, die Paprikaschoten waren auch reif und große orange Kürbisköpfe leuchteten einen auf den Feldern an.
Schlusswort:
Wer nicht im Hotel nächtigen will, davon gibt es eine Menge, kann auf den großzügigen Campingplatz direkt am Pazifik gehen. Dort stehen bereits jede Menge Bänke und Tische mit Grillplätzen daneben für die Besucher bereit. Große Wiesen laden zum tollen ein.
Im Marine Park befindet sich für die Kinder ein großes Schiff zum Piratenspielen, das Schiff bewegt sich sogar wie auf Wellen.Der Naturbewusste kann im Stadtpark einen 135 Jahre alten Baum, dessen Ursprung aus Australien stammt, bewundern. Sich bei einem stundenlangen Spaziergang am Ozean die frische Luft um die Nase streichen lassen. Oder die Channel Islands besuchen und die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt im dortigen Nationalpark bestaunen. Zwischen Dezember und März hat man auch die Möglichkeit die Wale auf der Wanderung zu beobachten.
Der Antiquitätenfreund ist in San Buenaventura auf jeden Fall gut beschäftigt, die Läden haben dort eine Auswahl die ist einfach irre.Der Genießer findet hier auch seinen Platz, die Restaurante bieten Seafood fang frisch und lecker, auch köstliche butterweiche Steaks an und einen Wein der sehr mundet. Kalifornischer Wein ist ein Thema für sich, um das ich mich später einmal annehme.
Nun und wer ab und an Rummel braucht, fährt in das 67 Meilen entfernte Hollywood bzw. nach Los Angeles und stürzt sich dort in die Menschenmengen. Gelegentlich kommt aber Hollywood auch nach Ventura, einige Regisseure nutzen die Stadt als Filmkulisse.
Wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und bewerten.
Grüße aus Californien
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willicat 27.01.2010 11:40
l.x.klar 25.02.2009 14:28
tanjamichael 28.07.2008 17:48
GrafenMark 13.02.2008 12:32
Tappimal1 02.02.2008 14:51