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Pro Wetter, Strände, Leute, Musik :)
Kontra starke Einschränkung der Lebensweise wegen der hohen Kriminalität
Detailbewertung
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Die Entdeckung und der Name Venezuelas
Zwischen dem 31.Juli und dem 5. August 1498 entdeckte Christoph Kolumbus auf seiner dritten Reise die Isla de Margarita. An der Küste entdeckten die Seeleute Dörfer, die auf Holzpfählen im Meer standen, die sie mit Venedig in Verbindung brachten. Wahrscheinlich ist so die Idee entstanden, diese ersten Eingeborenensiedlungen Venezuela zu nennen, da Venezuela kleines Venedig bedeutet._____________________________________________
Allgemeine Informationen
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Der offizielle Name von Venezuela ist bolivarianische Republik Venezuela (República Bolivariana de Venezuela). Die Fläche des Landes beträgt 916.445 km², in der Statistik von 2004 zählte Venezuela 25.017.387 Einwohner. Die Hauptstadt ist Caracas, in ihr leben etwa 8 Millionen Menschen.
Venezuela liegt sich im Norden von Südamerika. Im Norden befindet sich das karibische Meer, im Süden Brasilien, im Westen Kolumbien und im Osten Guyana und der Atlantik.
Das Land ist in 23 Staaten eingeteilt, einen Bundesdistrikt und abhängige Staaten (die 72 Inseln). Die offizielle Sprache ist spanisch (castellano) und die Währung ist der Bolivar. (100 céntimos sind ein Bolivar)
96% der Einwohner gehören der katholischen Konfession an.
Einwohner
Etwa 69% der Venezolaner sind Mestizen oder Mulatten, 20% sind Weiße, 9% Schwarze und 2% Indios. 87% der Venezolaner leben in der Stadt.
Parteien
Einige der wichtigsten Parteien des Parlaments sind die Movimiento Quinta República (Bewegung der 5.Republik), die Acción Democrática (demokratische Aktion) und die Partido Social-Cristiano (sozial-christliche Partei). Das linksnationalistische Bündnis Polo Patriótico hat den größten poltischen Einfluss. An der Spitze dieses Bündnisses steht Hugo Chavéz.
Bodenschätze
Die Erdölreserven Venezuelas sind die größten auf dem amerikanischen Kontinent und die viertgrößten der Welt. Die lukrativsten Ölfelder befinden sich im Maracaibosee. Außerdem gibt es Erdgas und Eisenerz.
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Gesellschaft ________________________________________________
Gesellschaft
In der venezolanischen Gesellschaft gibt es extreme Kontraste. 31% der Einwohner leben unterhalb der Armutsgrenze. Wegen der Armut und der hohen Arbeitslosigkeit ziehen viele Leute vom Land in die Städte. Dadurch entstehen sogenannte Barrios (Armenviertel) mit völlig unzureichenden hygienischen Bedingungen. In Caracas sieht man Bankenviertel neben Armenvierteln und Villen neben Holzhütten und dann wieder Menschen, die auf dem Standstreifen der Autobahn zu leben scheinen.
Leute
Meiner Meinung nach sind die Venezolaner sehr viel offener als die Deutschen. Deshalb ist es sehr einfach Freunde zu finden, die meisten Freundschaften halten aber in der Regel nicht sehr lange. Die Venezolaner, die ich kennen gelernt habe, waren sehr spontan, man hat sich schon mal 10 Minuten vor einem Treffen umentschieden und bei einer Verabredung war man sich nie sicher, ob es auch wirklich eine war. In den Läden und Büros duzt man sich, ebenso die Leher und Schüler.
Verkehr
Speziell in den großen Städten gibt es Verkehrsprobleme. Niemand achtet auf die Ampeln, es gibt immer Stau, aber wenn es mal geht, fährt man so schnell es nur geht.
Deshalb gibt es extrem viele "Verkehrsberuhigungshügel" auf den Straßen.
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Meine Zeit in Venezuela
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Zu den positiven Erfahrungen zählen auf jeden Fall die Kontakte zu den Menschen dort. Bis auf wenige Ausnahmen - die wohl eher persönlich bedingt waren - waren die Leute stets freundlich, hilfsbereit, interessiert und absolut offen für meine Fragen.
Dadurch, dass ich in einer relativ reichen Familie gelebt habe, habe ich sowohl Vorteile als auch Nachteile genossen. Wie oben schon beschrieben, haben "die Reichen" ziemliche Einschränkungen, was den Lebensstil betrifft. So ist es auch nicht ungewöhnlich die meiste Zeit in der Wohnung zu verbringen. Ich zum Beispiel konnte nicht einmal in den Garten gehn und vor allem der tägliche Sport hat mir gefehlt. Die meisten "Reichen" sind allerdings Mitglieder in Clubs, in denen es wirklich alles gibt, Billard, Fitnessstudio, Internetcafé, Bowlingbahn, Schwimmbad...usw.
Was mir unvergesslich bleiben wird, war der Urlaub, davon eine Woche in Chichiriviche (sogar die Venezolaner haben Schwierigkeiten, sich diesen Namen zu merken), was etwa 500km östlich von Caracas liegt und eine Woche in Puerto La Cruz, was wiederum 500km nördlich von Caracas liegt. Es war für mich nicht das erste Mal an einem Strand, aber sicher das erste Mal im Paradies. In den beiden Orten war es üblich mit einem Boot auf kleine Inseln zu fahren und dort den Tag zu verbringen. Auf diesen Inseln gab es nichts weiter als Palmen und Strand, auf der größten Insel waren etwa 50 Menschen, wenn man Glück hatte war man vollkommen alleine. Ich will jetzt nicht ewig von den Stränden schwärmen, aber sie waren das absolute Highlight und ich kann jedem nur empfehlen, wenn man die Chance hat hinzukommen, dass man es auch tut.
Was ich auch noch als Pro-Argument werten will, ist die lateinamerikanische Musik, die jetzt auch immer mehr in Deutschland Einzug hält. Der absolut Nummer-1-Hit in der Zeit, in der ich dort war, war gasolina von Daddy Yankee. Ganz groß in Mode ist der Musikstil "Regaetton", zu dem auch gasolina zählt. Wer sich für spanische Musik interessiert, der sollte sich auf jeden Fall mal etwas in diese Richtung umhören.
Das Wetter war einfach nur ein Traum, immer um die 30°, selten weniger, aber oft mehr.
Die Kriminalität ist allerdings ein Problem, deshalb sollte man die Regeln von Einheimischen auf jeden Fall befolgen, wenn man in einer Gastfamilie oder bei Freunden unterkommt. Die Botschaft warnt aber auch vor möglichen Gefahrenquellen. Ich persönlich hatte drei Mal die Möglichkeit im Zentrum von Caracas auf dem Sabana Grande (eine Art Markt) einkaufen zu gehen. Aus meiner Gastfamilie hat sich niemand getraut, mich zu begleiten, "meine" muchacha hat mich aber wie selbstverständlich begleitet, da sie aus einer armen Familie stammt und es für sie selbstverständlich ist, zu Fuss unterwegs zu sein. Auf diesem Markt habe ich die Kriminalität am stärksten gespürt, ich musste mein Geld (umgerechnet etwa 30 Euro, was mehr als genug für einen Tageseinkauf war) auf alle meine Taschen verteilen, wir durften nicht zu lange an einem Stand stehen bleiben, bezahlen musste man "heimlich", d.h. mit vorgehaltener Hand, wir wurden öfters einfach verfolgt und regelrecht belästigt....aber Dank der Anweisungen von "meiner" muchacha ist nie etwas passiert.
Die Armut in diesem Land war allerdings absolut erschreckend. Wenn man auf einer der Hauptverkehrsstraßen von Caracas fährt, sieht man in den kleinen Wäldchen am Straßenrand immer wieder Menschen im Müll schlafen. Im Zentrum stehen alle paar Meter Behinderte mitten auf der Straße und betteln, auf den Autobahnen verkaufen Menschen jeden Alters Getränke, Eis und Kinokarten. Was ebenfalls unvergesslich ist, sind die Barrios, die "Häuser" der Armen. Die Berge rund um Caracas sind voll davon, sie machen etwa 60% der gesamten Stadt aus.
Für
-jeden,der sich einigermaßen für Kultur, Politik, Kunst etc. interessiert gibt es eine riesige Auswahl an Museen und anderen Sehenswürdigkeiten- mich war die Zeit in Venezuela eine der besten meines Lebens (ok, ok, ich bin erst 17), ich würde die Reise jederzeit wiedermachen und ich kann es jedem empfehlen, der die Möglichkeit hat hinzukommen.
Meiner Meinung nach ist Venezuela absolut empfehlenswert.
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LetsGetFree 14.03.2010 02:53
Mich würde interessieren inwiefern Chavez die Lage der Leute verbessert hat. Das was du geschildert hast, ist ziemlich schlimm, aber möglicherweise war es früher schlimmer. Dennoch ist dein Bericht "sehr hilfreich", vor allem kann man sich hier sicher sein, dass alle Infos stimmen, da du ja tatsächlich dort warst.
bobb84 07.01.2007 17:39
morla59 26.10.2006 01:05
MissCalifornication 24.09.2006 16:23
Super Bericht, genau so habe ich auch Venezuela kennengerlent, mit Pro und Kontra:)