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Erfahrungsbericht

für Veneto Hotel, Florenz
1 Stern Hotel Veneto in Florenz (24 Stunden) Bericht mit Bildern
28 von 28 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Nein

Pro günstig, Bahnhof und San Lorenzo Nähe

Kontra ungemütlich, alt, gammelig, klitzeklein!

Der Autor

innalemania Seit 16 Mrz 2005

Ein Weib ist ein Komma, ein Mann ein Punkt; hier weißt Du, woran Du bist, dort lies' weiter... mehr

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Heute berichte ich Euch von meinem tollen fast 24 Stunden Ausflug in das eher unscheinbare und nicht mit bloßem Auge zu erkennende ** (2 Sterne) Hotel Veneto in der Via Santa Reparata n. 33, Firenze.

Das unverhoffte Finden (am 18. August 2005):

Nachdem ich aus dem Zug gestiegen war, kullerte mein kleiner schwarzer Koffer in Richtung "Informazione Alberghi" am Hbf von Florenz (Firenze SMN / Santa Maria Novella). Leider war diese geschlossen und so wusste ich nicht genau wo ich nachfragen konnte, da es auch hieß, dass vieles in der Stadt hoffnungslos überfüllt sei. Als ich aus dem Bahnhof heraus kam, hatte ich noch im Hinterkopf, dass es noch eine andere, etwas weiter entfernte Stadt-Information gab, wo sie mir die Adresse einer Jugendherberge geben konnten. Bis dahin kam ich nicht.
Am Nord/Ost-Ausgang des Bahnhofs sprach mich ein kleiner, dicker, glatzköpfiger Mann an. Er sah etwas unangenehm aus, aber ich hörte ihm dennoch zu. Dieser machte mir ein Angebot für ein Hotelzimmer: €40 pro Nacht.
Ich sagte, ich wolle nicht mehr als € 30 bezahlen. Kopfnicken. Er nahm mich mit.

Nachdem wir mit dem Auto an der Fortezza da Basso und schon beinahe zum Mercato di San Lorenzo gefahren waren, bog sein Wagen in eine kleine gammelige Straße ein... der Ort kam mir bekannt vor.
Vor einem Jahr war ich dort mal in einer Studentenmensa essen. Ein abbruchreifes Haus war das, wo man nicht genau wusste, ob man es noch betreten durfte.
Gegenüber befand sich nun der Eingang des Hotels Veneto**, der mir sonst nie aufgefallen wäre.

Denkt euch:
Eine Tür, vor der eine Frau in nicht sehr ansprechender Kleidung stand und Gäste erwartete.

Ich hatte einen Blitzgedanken:
Ist das ein Puff?

An der "Rezepzione", aus einer kurzen holzfarbenen Theke bestehend und sich gleich rechts neben der Eingangstür befindend, lagen Schlüssel von "bewohnten" Zimmern.
Man hätte einfach herein spazieren und sie sich nehmen können. Das hätte keinen gestört.

Ich stand nun davor und der Mann forderte meine "Carta Identità" (=Perso). Nachdem ich mir noch einmal bestätigen ließ, dass ich nur € 30 zahlen müsse, gab ich ihm meinen Perso. Er schrieb sich alles ab. Ohne eine Unterschrift von mir war alles geregelt. Ich bezahlte sofort.
Als er das Geld wechseln ging, kam er mit einer Frau wieder die ihn unentwegt zur Schnecke machte "...non regalliamo le stanze! ...dovevi chiedere prima..." (...wir verschenken die Zimmer nicht... hättest vorher fragen sollen...) Innerlich grinste ich.
Später bekam ich noch ein Gespräch mit, dass ein Paar sich ein Doppelzimmer für € 60 gemietet hatte. Nicht mal teuer für Florenz!

Ich bekam meinen Zimmerschlüssel. Der Mann nahm meinen Koffer und schleppte diesen eine steile Treppe hinauf. Er begleitete mich in mein Zimmer und zeigte mir auch das Bad... ich bedankte mich und schickte ihn freundlichen Wortes heraus.
Das erschien notwendig!

Das Zimmer war sehr klein, einfach eingerichtet und durch die "Klimaanlage" auch etwas laut.

Man stelle sich vor:

Durch einen ewig langen (Labyrinthartigen) Flur gegangen, der auch kleinere Treppen beinhaltete, kam ich an einer weißen Holztür mit der Nr. 210 an. Eine nicht sehr sichere Tür. Mit einem "aus Versehen Tritt" wäre diese auch ohne Schlüssel zu öffnen gewesen.
Hinter der Tür findet man ein Zimmer (3 x 5 Meter) vor. In die Länge gezogen, mit Kanten und in die Meterangabe denke man sich noch einen Raum = das Badezimmer.
Auf beiden Seien stehen 1-Person Betten. Über dem (auf der rechten Seite, siehe Foto) befindet sich ein großer Kasten der als Klimaanlage bezeichnet wird.

Ich entschied sofort, dass ich lieber in dem anderen Bett schlafen wollte, da ich mich nicht der Gefahr aussetzen wollte, dass das Ding mitten in der Nacht auf mich herunter kracht.

Vor dem "gut belüfteten Bett" steht ein Fernseher mit einer Zimmerantenne und eine Fernbedienung liegt davor. Die Fernbedienung funktioniert jedoch nicht. Es fehlen die Batterien, aber dazu später.

Vor dem anderen Bett steht eine offene Kommode. Auf ihr zwei weiße Laken, die sich später als raue und leicht vergilbte Handtücher herausstellten.

Weiter hinten vor dem Fenster, ein großer hässlicher Holzschrank. Dieser verhindert das völlige Öffnen des einzigen Fensters. Auch wenn auf dem Notfall-Zettel, der an der Tür hängt, von einem "Öffnen des Fensters" und "herausklettern auf die Dachterrasse" die Rede ist.

Sollte es brennen, bin ich dran!

Die Tür zum Badezimmer ist eine Schiebetür und befindet sich gegenüber dem Holzschrank. Eine andere als eine Schiebetür wäre auch nicht möglich gewesen, da man sich gerade noch (als schlanker Mensch) in dem Stück bewegen konnte.

Das Bad besteht aus:
- einem kleinem Teil für die Dusche, der mit einem Vorhang abgegrenzt ist und unten im Boden ein Loch für das abfließende Wasser hat. Jedoch überflutet das Duschwasser erst das gesamte Badezimmer, bevor es abfließt,
- einem WC, welches schlecht zu erreichen ist und
- einem Waschbecken mit einem Spiegel davor.

Die Dusche hatte sich als unbenutzbar herausgestellt.
Auch wenn man diese auf "volle Pulle" aufdrehte, so kamen nur Tropfen heraus die in alle Richtungen spritzten.
Mir war ganz entfallen, dass das Firenzer Wasser so stark nach Chlor stinkt... jetzt weiß ich's wieder.

Und noch etwas: Das Badezimmer hat kein Fenster, sondern nur eine Lüftung die zusammen mit dem Licht ein- und ausgeht. Leider bleibt es nur beim Luft-Geräusch. Denn lüften muss man, indem man die Schiebetür zum Bad offen lässt und die eine Hälfte des Fensters, die sich schwer öffnen lässt, den ganzen Tag auflässt.

Das gesamte Zimmer + Bad haben nur eine einzige Steckdose. Zum Glück funktionierte wenigstens diese.

Der Service ist nicht als solcher zu erkennen. Die Rezeptions-"Dame" ist unfreundlich und unzuverlässig.

Beispiel 1:
Als ich herunter kam (die steile Treppe), ihr die Fernbedienung brachte und freundlich nach Batterien fragte, sagte diese, sie würde sich darum kümmern. Sie würde die Batterien rein tun und mir die Fernbedienung ins Fach für mein Zimmer legen. Ich ging in die Stadt und kam nach Stunden wieder. Die Fernbedienung war unauffindbar. Sie würde sich darum kümmern. Ich ging wieder aus und kam erst nach 24 Uhr wieder. Die Frau hatte "Nachtdienst". Sie vertröstete mich damit, dass sie selbst hoch gehen und mir die Fernbedienung bringen würde. Ich schlief vorher ein!

Beispiel 2:
Als ich das Hotel verlies und meinen Koffer die steile Treppe zum Ausgang tragen wollte, überlegte ich mir diesen Wahnsinn lieber nicht alleine zu tätigen. So ging ich zur Rezeption und fragte nach Hilfe. Dort wurde mir ganz klar gesagt "Ich arbeite hier an der Rezeption. Ich bin doch kein Bodenpersonal!" Na toll.
(Das Problem erledigte sich durch die Hilfe eines netten Hotelgastes)

Das kleine Frühstückchen:
Zwischen 8 und 10 Uhr wird in der Hotel-"Mensa" das Frühstück serviert. Das war bei mir im Preis mit drin.
Frühstück heißt...
- zwei weiße Brötchen
- ein klitzekleines Stückchen Butter in Plastik eingewickelt (fast zerschmolzen)
- zwei kleine Marmeladenpäckchen aus Plastik
- die Wahl zwischen einer Tasse Milch, einem Glas Wasser, einem Tee oder Kaffee (dazu noch Zucker den man aus dem Zuckerglas zwingen muss)

Nach diesem Frühstück geht man am besten in das nächste Café (schließlich ist San Lorenzo nicht weit... und nicht besonders teuer) und bestellt dort etwas Richtiges!

Auschecken = 11.00 Uhr.

* * *

Das zwei Sterne Hotel besteht aus 2 Stockwerken. Im unteren, Erdgeschoss befindet sich die Information/Rezeption, ein Fernsehzimmer (das offensichtlich nur von Kindern des Hotelpersonals benutzt wird), im Eingangsbereich einige ausgefranzte Sofas und eine Art Mensa bestehend aus wenigen Tischen und Stühlen.

Die Zimmer sind sehr einfach eingerichtet und jedes hat ein eigenes Bad (WC, Dusche).

Zum Hotel gehört auch eine Garage, die mit anderen geteilt wird und im Normalfall (wenn man kein Hotelgast ist) € 20,- kostet.

* * *

Adresse:
Hotel Veneto
Via Santa Reparata n. 33, Firenze

* * *

Ich habe für mich entschieden, dass ich mir für das nächste Mal ein anderes Hotel/Albergo aussuche oder vielleicht gleich bei Freunden übernachte.

Das Hotel Veneto hat meiner Meinung nach nicht einen einzigen Stern verdient!

* * *

Die Fotos auf dieser Seite wurden sicherlich bei der Eröffnung vor Tausend Jahren gemacht:

http://www.hostelscentral.com/struttura-​273.html

* * *

Ich wäre EUCH dankbar, wenn ihr das verbreiten würdet. Dieses Hotel MUSS pleite machen ...oder erneuert werden!


Bilder

für Veneto Hotel, Florenz
Das Zimmer von Innen - leider etwas zu dunkel fotografiert
von innalemania innalemania

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Kommentare

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  • Lubi07 19.07.2007 09:38
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • boehmer_karin 12.10.2005 10:22
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • farnbauk 22.09.2005 23:32
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • rolando3 04.09.2005 12:19
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Moin! ...und ich sag noch : Mearini !!! ..Ital Flagge und ma guarda e passa ;-) ... so wissen aber wenigstens einige Aufgeweckte noch zusätzlich, wo sie einen Bogen herum machen. Boun giorno di amburgo ,-)

  • neuseeland1 02.09.2005 13:57
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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