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Erfahrungsbericht

für Vancouver Aquarium
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3 Sterne Abstecher in die (Unter-)Wasserwelt Bericht mit Bildern
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Pro informativ

Kontra Preise für Tageskarten, z.T. die Haltung der Tiere, in den Ferien oft überfüllt

Der Autor

snowqueeny Seit 3 Sep 2011

Flüge nach Singapur, Tioman und Kuala Lumpur sind gebucht, juhu! mehr

8 Mitglieder vertrauen mir

Wie bereits in meinem ersten Bericht erwähnt waren wir erst im August für 28 Tage in Nordamerika. die beiden ersten Tage unserer Reise haben wir dabei in Vancouver verbracht. Dort gilt das Aquarium als ein Highlight und daher haben wir dieses natürlich auch besucht, auch wenn ich eigentlich kein Fan solcher Aquarien, in denen auch große Meeressäuger auf engstem Raum gehalten werden, bin. Ob es sich gelohnt hat? Einfach weiterlesen!

Adresse, Anfahrt und Parken

Vancouver Aquarium
845 Avison Way
Vancouver, BC V6B 3X8 (wird wohl so etwas wie die PLZ bei uns sein?)
http://www.visitvanaqua.org/

Das Aquarium liegt im Stanley Park und ist problemlos mit dem Auto zu erreichen. In Vancouver einfach den Beschilderungen Richtung Stanley Park folgen und im Stanley Park selbst den Schilden Richtung Aquarium. Auch wenn wir in den Sommerferien und da erst um kurz vor 11 Uhr dort waren, hatten wir keine Probleme, einen Parkplatz zu finden. Allerdings muss man damit rechnen, dass man für den Parkplatz 3 CAD pro Stunde bezahlt. Bleibt man den ganzen Tag, so kostet einen Tagesticket 10 CAD.

Kommt man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Aquarium, werden einem mit gültigem Ticket 2 CAD beim Eintritt erlassen. Wie geschickt die Verbindungen dort sind, kann ich aber leider nicht sagen. Hier gilt: näheres auf der Homepage des Aquariums.


Preise

Erwachsene bezahlen 27 CAD (umgerechnet etwa 20 Euro), Kinder 17 CAD (12 Euro) und Jugendliche 17 CAD (15 Euro). Bestimmte Personen (Studenten, Senioren,...) sowie Gruppen und Familien können auch Rabatte erhalten. Auch liegen in vielen Hotels Rabattcoupons aus. Da sich Preise und vor allem Öffnungszeiten immer mal ändern können, solltet ihr vor eurem Besuch einfach auf der Homepage vorbeischauen. Meiner Meinung nach ist das Aquarium nicht ganz billig, vor allem als Familie lässt man da ganz schön Geld liegen.

Im Aquarium

Mein erster Eindruck als ich das Aquarium betreten habe: ganz schön dunkel hier! Ausgeleuchtet ist es wirklich nicht gut, vor allem wenn man dann noch einen Stock tiefer geht. Wir haben uns aber zunächst einmal die

Außenanlage

angesehen. In der Außenanlage findet man die großen Säuger, darunter auch die Stars des Aquariums: die Beluga-Wale. Dort war gerade eine Vorführung mit den Belugas und dementsprechend voll war es dort auch. Wir konnten gerade noch Plätze ergattern, von denen aus man immerhin ab und zu einen Blick auf die Belugas erhaschen konnte (siehe Bilder). Während der Vorführung wurde gezeigt, wie die Mitarbeiter mit den Belugas trainieren. Sie zeigten, wenn sie Lust hatten, kleine Kunststücke und eine Mitarbeiterin klärte über die Belugas und ihre Heimat und Lebensweise auf. Gegen Ende der Vorführung gingen wir schon hinunter, denn die Belugas konnte man in ihrem Becken auch von unten durch große Scheiben in ihrem Tank beobachten. Und hier zeigte sich mir leider auch die Schattenseite eines solchen Aquariums: ein Beluga, der wohl schon Jahre in Gefangenschaft verbrachte, schien schon einen leichten "Spleen" zu haben.Er schwamm auf dem Rücken eine Bahn durch sein Becken, drehte sich und schwamm auf dem Bauch zurück, drehte sich und schwamm zurück. So ging das die ganze Zeit und der Beluge erinnerte mich an den Puma im Stuttgarter Zoo, der den ganzen Tag nichts anderes machte, als hinter den Gittern auf und ab zu laufen...

Nach den Belugas wollten wir eigentlich zu den Delfinen, doch auch hier war gerade eine Vorführung und die war nach besser besucht als die Beluga-Show, so dass wir rein gar nichts sehen konnten. Also ging es weiter zu den Seeottern, eigentlich nichts besonderes, aber das waren meine Lieblinge. Wieso? Seht auch das Bild an! Nach einer weiteren Vorführung (dieses Mal mit Raubvögeln, die in der Umgebung von Vancouver heimisch sind) zog es uns dann ins

Innere des Gebäudes

Wie schon oben erwähnt: es war sehr dunkel! Hier fand mal allerlei Becken mit den verschiedensten Fischen, Muscheln und anderen Lebewesen, unterteilt in die Regionen, aus der sie stammten. Man erhielt immer zahlreiche Informationen zu den entsprechenden Becken, wie man das eben aus Aquarien kennt. Alles war ganz nett gemacht, aber nichts besonderes. Gut gestaltet hingegen war die "Kinderecke". Hier waren verschiedene Touchscreens und "Untersuchungsstationen", bei denen die Kinder (und natürlich auch Erwachsene) mehr über verschiedene Meereslebewesen erfahren konnten. Ich befürchte allerdings, dass 90% der Kinder einfach nur Spaß daran hatte, auf den Screens herumzudrücken, Sachen zu vergrößern und Nachrichten zu schreiben, und sich weniger mit den gut aufgearbeiteten Informationen beschäftigten.

Nachdem wir dann noch im Amazonas-Bereich waren, in dem auch Papageien und Schmetterlinge in einem durchaus schön gestalteten Regenwald lebten, verließen wir das Aquarium nach 1 1/2 Stunden schon wieder und das hatte mehrere Gründe:

1. Wir hatten zwei kleine Kinder (beide 5 Jahre alt) mit dabei, die keine Lust mehr hatten.
2. Das Aquarium war nichts so besonderes. Klar, Belugas und Delfine sieht man nicht oft, vor allem nicht in Deutschland, aber alles andere gibt es überall und war auch nicht so schön aufbereitet, wie ich das von einem Aquarium erwartet hätte, das sich damit rühmt, viel für die Arterhaltung und Forschung zu tun.
3. War es einfach zu voll. Überall wurde gedrängt und vor den Becken musste man zum Teil anstehen. Das war einfach zu viel

Arbeitsbereiche des Aquariums

Das Vancouver Aquarium besteht nicht nur aus dem Aquarium selbst. Seit Jahren ist man hier an der Erforschung der Unterwasserwelt beteiligt, rettet, pflegt und wildert seit über 40 Jahren Meeressäuger aus. Zudem versucht man durch Bildungsprogramme die Besucher für die Gefährdung der Meere und ihrer Bewohner zu sensibilisieren. Dies mag vielleicht die hohen Eintrittspreise ein wenig erklären, da das Aquarium so gut wie ohne staatliche Zuschüsse auskommen muss (es bezeichnet sich selbst als "self-supporting, non-profit association"). Laut homepage machen Eintrittsgelder und Verkäufe aus den Geschäften 81% des Budget aus, der Rest kommt aus Spenden. Wer mehr über das vielfältige Programm und die Forschung des Vancouver Aquariums wissen möchte, dem empfehle ich einen Besuch der Homepage: http://www.visitvanaqua.org/

Fazit

Würde ich einen Besuch im Aquarium von Vancouver empfehlen? Ja, aber nur eingeschränkt. Es ist sicher interessant, wenn man sich für Meereslebewesen interessiert. Aber auch dann würde ich einen Besuch nur dann empfehlen, wenn ihr nicht in den Schulferien oder nicht am Wochenende dort seid, denn sonst ist es einfach zu voll. Wenn ihr euch unsicher seid, lauft lieber durch den Stanley Park. Der ist so groß, es gibt so viel zu entdecken und ihr seid an der frischen Luft.

Sollte ich etwas vergessen haben, meldet euch einfach bei mir. Ansonsten bedanke ich mich fürs Lesen und Bewerten. In den nächsten Tagen erwarten euch dann weitere Berichte aus Kanada und den USA.

Bilder

für Vancouver Aquarium
Beluga
Beluga-Show
von snowqueeny snowqueeny
Beluga

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Kommentare

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  • SiggiWidder 07.03.2012 20:43
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Elke008 05.03.2012 14:27
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • christianpirker 10.01.2012 16:38
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Alwini 06.12.2011 19:41
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Cybersyssy 11.11.2011 19:28
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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