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Ich traf Jürgen Röber im Van Gogh!
Pro Ambiente, Angebot, Bedienung, Musik, Gäste
Kontra keine Happy Hour, Parkplätze draußen
Was war das für ein Tag...nach einem Besuch im Deutschen Theater in Berlin, wo die Tragödie Emilia Galotti aufgeführt wurde, entschloß sich meine Begleiterin mit mir noch einen Trinken zu gehen. Na ja wenn ich sie wäre, hätte ich diese Chance natürlich auch genutzt *g* und so zogen wir los, getrübt vom Theaterstück, den nächsten Schultag wieder vor Augen und die Langeweile, die uns in der kommenden S-Bahn-Fahrt bevorstand. Mit Auto ist sehr schlecht Berlins Innenstadt zu durchfahren, da ständig Chaos, Baustellen und keine Parkplätze vorhanden sind.
So liefen wir die Albrechtstraße ca. 10 min entlang bis wir an der Spree angelangt waren, wo dann die große Entscheidung nach einem Lokal kam.Der erste Ablauf
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Hui, ich bin in einem Film. Wer dieses Lokal zum ersten mal betritt, denkt wirklich, er wäre 30/40 Jahre in die Vergangenheit gewandert. Alles schön ruhig, die Leute blicken einen kurz an, schauen schnell wieder weg und besinnen sich wieder ihren Schreibzetteln oder ihrem ausführlichen Rendezvous.
Die große altertümliche Bar mit massig Flaschen im Hintergrund zaubert ein wahrhaft schönes Bild – man fühlt sich wohl und meiner Begleitung ging es ebenfalls so.
Das Ambiente
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Schaut man sich um, hängen überall nachgestellte Werke vom berühmten Maler Vincent Van Gogh. Wie die nun genau heißen oder was dort abgebildet war, kann ich euch leider nicht sagen, aber es geht hier ja hauptsächlich um die Bar und nicht die Bilder...
Die weiteren kleinen Tischchen sind für ca. 20 Mann konzipiert, also ihr merkt, dass diese Bar ein schönes, gemütliches Plätzchen ist.
Ja wie sitzt man nun dort? Auf nem schicken Barhocker, direkt am Fenster oder mitten im Raum. Das „Alk-Regal“ fällt einem irgendwie bei jedem Blick ins Auge. Man kann machen was man will, immer gehen die Augen zuerst hinter den Tresen, welcher sehr langgezogen ist und hinter dem sich eine nette Bedienung versteckt, die einem dann auch mal nettes zum Trinken oder Essen anbietet.
In der rechten Ecke am hintersten Fenster wird Live – Musik mit Klavier zelebriert mit Unterstützung einer recht guten Stimme, aber dazu kann ich leider nicht so viel sagen, denn wir blieben nur bis 22.45Uhr und ab 22.30uhr geht das ganze immer erst los.
Das war so eine Art Jazz, na ja nicht ganz so mein Fall...
Weiterhin läßt sich sagen, dass angenehme Temperaturen sowie Sauberkeit und nettes Flair im Van Gogh anzutreffen sind. Das kann man an den Toiletten, welche wirklich sehr sauber gehalten sind sowie am Boden oder den Tischen sehen.
Wie schon gesagt, der „Film“, in dem ich mich befand sollte durch den Kerzenschein und die netten Leute fortgesetzt werden, denn die größte Überraschung kam ja noch, also Leute schön weiter lesen, falls es langweilig wird *g*
Die Bedienung kam (junge blonde Frau Mitte 20 würd‘ ich schätzen) und fragte uns nach unserer Bestellung.
Na ja Mai Tai natürlich, war ja nicht mit Auto da, da konnte man schon mal was ordentlich prozentiges bestellen. Meine Begleitung hielt sich zurück und nahm irgendwas Kirschig- fruchtiges...sag ich nix zu *g*. Wo wir auch bei der Karte wären:
Nachdem dann so ein paar Minuten vergangen waren, und ich mich mal so spontan umsah, kam der pure Neid auf. Die Bedienung brachte eine Riesenplatte voller kleiner Häppchen an unseren Nachbartisch, wo drei korpulente Damen ihr Pläuschchen hielten und sich über Mode und anderen Schnickschnack ausließen.
Das war mir ja so ziemlich egal, aber wie schnell die diese fertig belegten Baguettes in den Rachen schoben, war einfach sensationell und nervtötend für mich. Ich hatte doch plötzlich wieder Hunger, aber meine Begleitung brachte mich schnellstens wieder auf andere Gedanken, so vergaß ich mal das Essen.
Der zweite Ablauf
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Nach langem Gerede über Gott und die Welt kam der von mir bereits angekündigte Knaller. Wer nun mit der Überschrift bisher nichts anfangen konnte, den werde ich jetzt aufklären.
Die Zahl der vorbeifahrenden Autos an der Bar und entlang des Spreeufers wurden immer weniger, doch plötzlich hielt ein Sportwagen mit einem großen Stern auf der Motorhaube direkt vor dem Eingang.
Zwei Personen betreten das Lokal...mensch den kennste doch irgendwo her!?
Jürgen Röber mit Gattin nahm Platz und begrüßte das Publikum mit einem leichten Nicken. Das konnte doch nicht wahr sein! Jürgen Röber, der Trainer von Hertha BSC sitzt zwei Meter neben mir und wird nun beim kommenden Aufenthalt seinen Wein schlürfen?
War mein Cocktail in Ordnung? Nix untergemischt? Hat mir Emilia Galotti so die Nerven geraubt, dass ich jetzt total spinne?
Nein es war Realität und komplettierte den schönen Abend, den ich wohl nie vergessen werde.
Wie zu erwarten, hatte Frau Röber (ich nehme an sie war es) natürlich was zu meckern, bevor sie eigentlich etwas getrunken hatte. Der Wein wäre diesmal so anders...da war auf einmal eine Aufregung in dem Lokal jeder Funktionär wuselte plötzlich um den betroffenen Tisch.
Ich glaub dem guten Jürgen war das nen bißchen peinlich, denn er starrte die ganze Zeit woanders hin und überlegte sich wahrscheinlich gerade, ob er nicht alle Bilder von van Gogh kaufen werde... *g*
Nachdem dann die Gläser leer waren, alles ausgetauscht wurde und sich schon auf den folgenden Schultag gefreut wurde, kam die Bezahlung, die bei 30DM für zwei Getränke ausfiel. Für einen Schüler ne Menge Geld, aber man gönnt sich ja sonst nichts...
Herrn Röber wollte ich eigentlich noch nach meinem neuen Vertrag für die nächsten Saison fragen, aber der schien sehr beschäftigt und Pausen oder gemütliche Minuten sollen selbst ihm mal gegönnt sein.
Öffnungszeiten + Anfahrtsweg
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Wie kommt man denn nun eigentlich zum van Gogh? Mit der S-Bahn einfach bis Friedrichstraße fahren und am hintersten Ausgang die Treppe nehmen (Albrechtstraße) und den Weg nach rechts einschlagen vorbei an der „Ständigen Vertretung“ und dem „Brokers“. Noch ein paar Schritte und man gelangt durch einen großen Vorhang ins gewünschte Lokal.
Wer von der entgegengesetzten Richtung kommt, orientiert sich einfach immer am Reichstagsufer und dem Bahnhof.
Parkplätze zu finden wird ein Problem werden, da überall Parkverbot verordnet ist und die übrigen legalen ständig besetzt sind, d.h. schwierig einen zu finden, deshalb rate ich die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, vor allem am Wochenende. In der Woche hat man vielleicht noch Glück und kann ein kleines Plätzchen ergattern, aber ich garantiere für nichts *g*
Ich wünsche allen Besuchern viel Spaß und hoffe eine guten Alternative zu den zahlreichen Bars und Kneipen in Berlin gegeben zu haben!
© RedWing
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
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Dragooon 04.11.2002 14:03
zitrol 15.09.2002 12:32
Falsch! Der Jürgen Röber hat bestimmt nicht überlegt, ob er die Bilder kaufen soll, sondern wie er seine Frau köstengünstig "abschieben" kann, grins...
w.gruentjens 09.09.2002 14:43
STRAIGHT2002 18.08.2002 14:02
Lancian 11.08.2002 17:31