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Erfahrungsbericht

für Valentin Paguera Hotel & Aptos, Peguera
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4 Sterne Holidays with my valentine Bericht mit Bildern
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Empfehlenswert: Ja

Pro Kinderfreundlichkeit, nettes Personal, leckeres Essen, Strandnähe

Kontra Lage einiger Zimmer, evtl. Lärm, nicht behindertengerecht

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

christebelle Seit 14 Nov 2005

+++Um etwas interessant zu finden, muss man es nur lange genug betrachten+++ der Frühling schaut... mehr

23 Mitglieder vertrauen mir

Jetzt – wo der Herbst mit seinen windigen Klauen an die Tür klopft – komme ich endlich dazu, einen Bericht über mein Sommererlebnis schlechthin zu verfassen. Der Sommer hat sich dieses Jahr zum Glück sehr intensiv in Deutschland gezeigt, dennoch wollten mein Freund und ich nicht auf eine Reise in die Wärme verzichten. Was ist schließlich erholsamer als „mal rauskommen“ plus Sonnengarantie?
So kam es, dass wir im Juli „unser“ Reisebüro, den l’tur-Stand am Flughafen, besuchten und auch gleich eine Reise in unseren Lieblingsort Paguera auf Mallorca buchten. Von einem Valentin Hotel habe ich euch ja schon berichtet. Es gibt in Paguera drei Valentin-Hotels, die alle in derselben Sternekategorie sind. Da mir das Park und Clubhotel so gut gefallen hat, habe ich gehofft, dort wieder hin zu können. Nun war es aber dieses Jahr so, dass man keines dieser drei Hotels speziell auswählen konnte, sondern man quasi eine Überraschungsreise bucht und dann vor Ort sieht, in welchem der drei Häuser man gelandet ist. Da wir aber schon zwei der drei Hotels von einem Urlaub kannten und der Verkäufer uns versicherte, dass auch das dritte den anderen beiden in nichts nachsteht, bedurfte es keiner langen Überlegung und wir stimmten zu. Der nette Verkäufer schickte noch ein Fax an das Park und Clubhotel, damit die Bescheid wissen, dass dieses Hotel unser Wunsch wäre.
Dann hieß es warten. Angeblich sollte uns jemand ca. zwei Tage vor Abreise informieren, in welches Hotel wir denn nun kämen, aber das passierte nicht. War auch nicht so schlimm, so blieb die Spannung garantiert. Wir rätselten, und ich war der Meinung wir kämen in das kleinste und familiärste Hotel, das Valentin Reina. Wir sagten aber beide, dass die uns bekannten Hotels toll sind, dass es aber auch spannend wäre, das uns noch unbekannte dritte kennenzulernen. In jedem Fall fieberten wir dem Urlaub freudig entgegen.

Überraschung

Im August war es dann soweit: Der Urlaub begann! Insgesamt bezahlten wir pro Person 569€ für 7,5 Tage. Mit einer relativ angenehmen Flugreise starteten wir gegen Mittag unsere Reise und kamen ca. zweieinhalb Stunden später in Palma, der Hauptstadt Mallorcas, an. Dann kam das Übliche: Leute suchen, die Ahnung hatten, wo wir hin müssen und welcher Bus uns zum Hotel bringt. Das ging auch einigermaßen flott und so wurden wir gegen 16.15 vor dem

Valentin Paguera Hotel/Aptos

abgeladen! Das war auch der überraschenste Moment, denn hatten im Bus zwar erfahren, dass man uns ins gleichnamige Hotel bringen würde, konnten das aber nicht wirklich zuordnen, weil ja nun alle Valentinhotels sind und in Paguera liegen. Ein völlig neues Hotel für uns also, aber leider gleichzeitig auch die Erkenntnis, dass es mit meinem Lieblingshotel nicht geklappt hat und man vielleicht dieses Fax auch an die Müllabfuhr hätte senden können. Aber nun will ich mal nicht schimpfen.

Das Hotel

Das Hotel Valentin Paguera gibt es zwar seit vielen Jahren (ein genaues Datum weiß ich leider nicht), es wurde aber im Winter 1998/99 komplett renoviert. Den Hotelgästen stehen 52 Appartements mit Schlafzimmer, Wohnzimmer mit Ausziehcouch, Kitchenette, Bad, Balkon, Telefon, Haarfön, Mietsafe, Satellitenfernsehen, Heizung und Klimaanlage zur Verfügung. Das Wort „Aptos“ ist übrigens die spanische Abkürzung für „Apartamentos“. Daneben gibt es 149 Zimmer, die ähnlich eingerichtet sind, aber natürlich kleiner. Dazu weiter unten mehr. Auch eine Rezeption, Aufenthaltsräume, ein Speisesaal, Bar, Grill, ein Außenpool mit Jakuzzi, Kinderschwimmbecken, ein Hallenbad mit Jakuzzi, Sauna, Fitnessraum, Solarium, Kinderspielplatz und Grünzonen preist der Flyer des Hotels an. An Unterhaltung und Sport werden Pfeilwerfen, Boccia, Pistolen- und Luftgewehrschießen, Bogenschießen, Volleyball, Wasserpolo, Gesellschaftsspiele und vielseitige Live-Vorstellungen angeboten. Nun aber wieder zu den echten Erfahrungen:

Die Ankunft und die Empfangshalle

Nachdem man über eine kleine Treppe oder eine praktische Kofferrampe vor das Hotel gelangt, steht man vor zwei Glastüren. Geht man da hindurch, steht man schon in der großzügigen Empfangshalle. Vorne rechts befindet sich die Rezeption, links davon ist ein Aufsteller über das Abendmenü (ganz wichtig, wir haben jeden Morgen erwartungsvoll draufgeschaut, was wir denn am Abend schnabulieren können) und eine Sitzecke für wartende Gäste. Hinten sind übrigens noch mehr Sitzgelegenheiten, zwei Computer mit Internetzugang (allerdings kosten 15 Minuten einen Euro), einige Bücher und Zeitschriften zum Mitnehmen. Da scheint sich übrigens so eine Art Bücherhandel eingestellt zu haben, denn man konnte Bücher da lassen, die man nicht mehr wollte und sich unabhängig davon auch was mitnehmen und wohl auch behalten. Ich hab dort jedenfalls ein paar Mal Zeitschriften mit zum Pool genommen und durchgelesen. Es waren gute Bücher dabei, also wenn man seine Lektüre mal vergessen hat… In der rechten hinteren Ecke war eine kleine Bühne aufgebaut. Dort hielten dann die zuständigen Leute der Reiseveranstalter Informationsveranstaltungen ab, in denen man erfahren konnte, was an Programm und Möglichkeiten auf der Insel besteht. Sehr zu empfehlen, wir habe diese Veranstaltung auch besucht und konnten einige wertvolle Tipps abgreifen. Wenngleich die Angebote natürlich kundenbindend sein sollen, aber man kann sich ja alles mal anhören.
Wir standen bei der Ankunft verständlicherweise aber erst einmal an der Rezeption. Ein freundlicher Mann nahm unsere Personalausweise an sich (wir bekamen sie am nächsten Tag wieder), checkte unsere Daten und gab uns ein paar Infomaterialien mit, wie zum Beispiel die Essenszeiten, Angebote und einen Plan von Paguera. Außerdem erhielten wir dankenswerterweise sofort den Zimmerschlüssel und konnten auch gleich das Zimmer beziehen.
Mithilfe eines engen Fahrstuhls (wir passten beide gerade so mit unseren Koffern hinein) sind wir im 4. Stockwerk angekommen, wo unser Zimmer lag. Ich bezweifle übrigens, dass man mit einem Rollstuhl gut in den Fahrstuhl passt, geschweige denn mit einer Begleitperson. Die Gänge auf den Stockwerken sind uns zunächst verwirrend vorgekommen, aber wenn man einmal das Prinzip verstanden hat, ist es ganz einfach. Das Hotel hat übrigens ein Untergeschoss, sodass wir, wenn wir zu Fuß in unser Zimmer wollten, immer nur zwei Stockwerke hochgehen mussten, denn die Rezeptionsebene ist schon der zweite Stock

Was mir gut gefallen hat: Auf jeder Etage befindet sich in der Mitte des Flurs, da wo sich die Gänge treffen, ein Korb, in den man seine Plastikflaschen legen kann und soll. Es hat zwar zwei Tage gedauert, bis ich gecheckt habe, was das für ein Korb ist, aber da man sich meistens noch Getränke kauft für den Tag über, ist das eine sehr umweltschonende Maßnahme zur Entsorgung der Flaschen – vorausgesetzt, die landen im spanischen „grünen Punkt“ und nicht im normalen Müll.

Unser Zimmer

In der vierten Etage angekommen, fanden wir relativ schnell unser Zimmer. Erschöpft und trotzdem sehr aufgeregt öffnete ich als erste die Tür, schaute rein und …. war enttäuscht. Mein erster Satz war „klein, aber fein“, denn ich wollte uns nicht schon in den ersten Minuten die Urlaubslaune verderben. Mal zu eurer Vorstellung: Man geht durch die Tür, hat einen ca. einen Meter breiten und zwei Meter langen Gang, an dem rechts davon (also direkt hinter der Tür) der große Kleiderschrank steht. Dann kommt der Hauptraum, in dem ein großes, großes Bett steht, jeweils links und rechts davon ein kleiner Nachtschrank. Dann ist auf der rechten Seite noch ein schmaler Schreibtisch, auf dem ein winziger Fernseher steht. Darüber ist ein Spiegel angebracht. Ferner sind noch ein Bürostuhl und ein in die Ecke gequetschter Sessel im Zimmer. Das war’s. Zwischen den Möbeln ist kaum Platz, sodass – freundlich gesagt - eine äußerst erfolgreiche Raumnutzung erzielt wurde. Links von der Tür ist das Bad und hinter dem Zimmer der Balkon, ihr könnt euch also vorstellen, dass wir, die so platzverwöhnt vom letzten Jahr waren (da hatten wir ein riesiges Appartement in einem anderen Hotel für uns), nun etwas enttäuscht aus der Wäsche guckten.
Aber, da kann ich jeden beruhigen, man gewöhnt sich ganz schnell an alles. Und so wenig Zeit wir auch dieses Jahr wieder auf dem Zimmer verbracht haben, so wenig hat uns letztlich die geringe Größe gestört.
Einzig den Schrank fanden wir etwas problematisch: Dieser ist zweigeteilt, wovon der eine Teil aus drei Fächern besteht und der andere nur Bügel zum Aufhängen bietet. Wir haben das dann so gemacht, dass ich meine Wäsche in die Fächer gelegt habe und mein Freund, der sowieso nur Hosen und Hemden mithatte, seine Sachen auf die Bügel gehängt hat. Also wir haben eine Lösung gefunden, aber was ist mit anderen Paaren oder gar zwei Frauen im Doppelzimmer? Immerhin war der Schrank sauber genug, dass wir ohne Bedenken die Wäsche darin verstaut haben. War ja auch schon mal anders… Den Schreibtisch haben wir nicht einmal benutzt. Ohnehin wäre der Weg total blockiert, wenn sich einer mit dem Stuhl davor gesetzt hätte. Vorausgesetzt, man mag es beengt, denn gleich dahinter steht ja unverrückbar das Bett. Dieses war im Übrigen angenehm zum Liegen. Was mich nur immer stört an Hotelbetten sind die Kissen! Es gibt nur diese kleinen Teile, die auch relativ hoch und unnachgiebig sind. Dadurch liegt der Kopf sehr hoch und man hat am Morgen gut Nackenschmerzen. Das hat mich nachts doch einige schlaflose Stunden gekostet. Von der Härte der Matratze gibt es wiederum nichts Negatives zu berichten. Man hängt weder durch, noch fühlt man sich wie auf Stein gebettet. Auch die Hygiene bietet keinen Grund zum meckern. Zwar habe ich das Laken nicht abgenommen, um einen Blick darunter zu werfen, aber die Bettwäsche – und sogar die kuscheligen Überdecken, die ich an einem kalten Abend im Schrank fand – waren sehr sauber. Wir hatten im Zimmer zwar auch eine Klimaanlage und sogar eine kleine Heizung, wollten jedoch keine Erkältung riskieren und haben die Balkontür einfach immer ein Stück offen gelassen bzw. ich hab mir durch mehr Decken Wärme verschafft.

Das Badezimmer

Auch beim Anblick des Badezimmers war ich im ersten Moment wegen der geringeren Größe enttäuscht. In der Tat enthält es aber alles, was angekündigt worden war und was man letztlich auch benötigt. Eine Badewanne mit Dusche, deren Duschkopf frei am Schlauch beweglich ist. Das finde ich immer wichtig, sonst kommt man sich vor wie im Schwimmbad. Zum Wasserschutz ein Duschvorhang, der aber leider aus einer Art Stoff besteht. Zumindest klebte er ziemlich am Badewannenrand und ließ ein ganz bisschen Wasser durch. Aber alles nicht weiter schlimm. Außerdem befindet sich in der Mitte des Bads ein kleiner Gulli, der einer eventuellen Überschwemmung schon Einhalt gebieten würde.
Weiter gibt es natürlich eine Toilette und direkt daneben (mir ein wenig zu dicht) ein Waschbecken mit warmem und kaltem Wasser. An der Wand hängt ein Fön, mit dem ich nicht auf Anhieb zurechtgekommen bin: Da hängt so ein Schlauch in dem viereckigen Kasten. Kam mir erst mal von Natur aus komisch vor (ich kenne doch nur Schwimmbadföns, also die, die man nur hoch und runter fahren kann und Handföns). Nach vergeblicher Suche nach dem Anschaltprinzip, musste ich zu den Tricks einer Frau greifen: „Schahaaatz?!“ Schatz hat es natürlich mit einem Blick durchschaut, nahm den Schlauch ab – siehe da – Fön ging von alleine los. Neben dem Lichtschalter ist noch ein anderer Schalter angebracht. Der ist für das Rotlicht zuständig. Wer es also heiß und unanständig mag, wird in dieser Taste seine Befriedigung finden :)
Bei unserer Ankunft fanden wir ein kleines Körbchen vor, in dem ein paar Utensilien wie Seife, Shampoo-Päckchen und Duschgel-Päckchen lagen sowie eine besonders kleidsame, von uns ungenutzte, Duschhaube.
Da wir die Seife täglich nutzten, wurde sie auch zweimal nachgefüllt für uns. Blöd nur, dass an den Waschbeckenrändern keine Vertiefungen waren, so glitschte und rutschte das Seifenstückchen unkontrollierbar hin und her. Etwas problematisch finde ich, dass es im Bad kein Fenster gab. Verständlich aus Hotelsicht, denn sonst müsste man ja das ganze Gebäude umkonstruieren, aber trotzdem etwas unhygienisch wegen möglicher Schimmelbildung.


Der Balkon

Zum Balkon gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, aber ich wollte nicht so direkt vom Badezimmer in den Speisesaal poltern. Nein, der Balkon ist angenehm groß, es sind zwei relativ robust wirkende Plastikstühle und ein niedriger Plastiktisch vorhanden. Außerdem ein Geländer, das vor dem Absturz schützt und auch zum Glück nicht wackelt, und ein Wäscheständer, der an der Wand befestigt ist und den man zu sich heran ausklappen kann. Der Wäscheständer ist… wie soll ich das sagen… Wäre das Geländer so klapprig und kaputt wie der Wäscheständer, hätte man sich in diesem Hotel schon so manch unbeliebten Gastes entledigen können. Wir konnten ihn trotzdem einigermaßen benutzen, wir wussten ja, wo es hakt. Zumindest das angebrachte Gitter hielt fest, wackelte kein Stück und vermittelte mir ein Gefühl von Sicherheit. Auch der Balkon wurde anscheinend jeden Tag gereinigt, mal mehr und mal weniger gut. Da wir den Balkon mittags gerne nutzen, um eine Kleinigkeit zu essen (da kommt der Tisch zum Einsatz!) und das auch gerne im Schatten, konnten wir gut an den Brötchenkrümeln verfolgen, wie ordentlich geputzt wurde, ohne die Putzfrau zu stalken. Ich finde es aber nicht allzu schlimm, wenn da ein paar Krümel vom Vortag überbleiben. Etwas marode wirkt der Balkon dennoch, was durch die vielen kleinen Risse in der Wand hervorgerufen wird. Zwar wurde das Hotel, wie eingangs erwähnt, komplett renoviert, aber auf solche Kleinigkeiten wie verputzen und streichen hat wohl keiner übersteigerten Wert gelegt. Nun gut, auch diese Quadratmeter sind im Urlaub nicht unser Hauptaufenthaltsort. Was wirklich eklig ist, sind die Viecher, mit denen man auf dem Balkon in unfreiwillige Berührung kommt. Das brachte mich gerne mal zum Schreien. Auf Mallorca gibt es Fliegen, die aussehen, als bestünden sie aus zwei Teilen. Ist aber nur eine! Weiß nicht, ob ihr euch das vorstellen könnt, aber alles, was Insekt ist und auch noch ungewöhnlich aussieht, macht mir Angst. Auch wenn es „nur eine Fliege ist“, wie mein Freund dann schmunzelte und feixte.
Noch eine kleine Anmerkung zur Aussicht: Wir könnten mittlerweile ein Buch herausgeben mit all den „schönen“ Ausblicken von den verschiedenen Balkons. War es einmal der Blick auf die Küche und eine Hauswand, war es diesmal eine abgewrackte Disko und eine so genannte begrünte Zone, die alles andere als grün war, sondern eher müllig daherkam. Zudem war der Balkon zur Straße ausgerichtet, sodass wir einerseits den Vorteil hatten, die Autos beobachten zu können (sehr spannend für mich *gähn*) aber andererseits wurde ich so jeden Morgen pünktlich um halb sieben von der Müllabfuhr geweckt. Nun ja, das Vordach, dass sich unter unserem Balkon befindet, bot auch nicht die beste Aussicht… Da gab es aber immerhin eine lustige Ansammlung diverser Gegenstände zu bestaunen wie etwa alte Apfelsinen, ein paar Stifte und ab und an mal ein Kleidungsstück oder Handtuch.


Abschließend zum Zimmer inklusive Bad und Balkon möchte ich betonen, dass alles überhaupt nicht behindertengerecht ist. Sowohl die Gänge im Zimmer als auch das Bad sind viel zu eng für einen Rollstuhl, vom Balkon mal ganz abgesehen. Ob das Doppelzimmer auch so kleinkindertauglich ist, lasse ich dahingestellt. Toben kann man bei dieser Beengtheit sicher nicht, aber wenn die Kinder betreut werden, stellen die Räumlichkeiten keine Gefahr dar.

Der Speisesaal und das Essen

Wir haben – wie jeden Urlaub – unser Hotelzimmer mit Halbpension gebucht. Das finden wir am praktischsten, denn so hat man feste Zeiten zum Frühstück und Abendessen und ist zwischendurch flexibel. Ums Verhungern muss man sich auf Mallorca mal gar keine Sorgen machen, es gibt an jeder Ecke massenhaft „Supermercados“, in denen ihr von der Coladose bis zur Sonnencreme alles Nötige bekommen könnt. Zurück zum Thema.

Unser Hotel hat den Speisesaal in der ersten Etage, also unterirdisch. Es fühlt sich zunächst so an, als ginge man in den Keller, spätestens aber wenn man sieht, dass es auch draußen Sitzplätze gibt, sieht man, dass der Raum ebenerdig ist. Der Speisesaal ist ganz in einem hellen Braunton gehalten und wirkt deshalb recht hell, aber nicht aufgedreht. An den Wänden hängen viele Bilder, wir saßen zum Beispiel zwischen zwei Bildern mit Speisefischen. Ist jetzt nicht so die von mir bevorzugte Deko, aber jedem das Seine. Das Hotel organisiert jeden Abend ein spezielles Buffet, das an ein Motto angepasst ist. Da wir an einem Mittwoch angereist sind, haben wir dementsprechend das Mittwochs-Motto und die passende Dekoration zum „Spanischen Abend“ mitbekommen. Zuerst war ich ziemlich irritiert: Überall bunte Flattergirlanden. Das sieht für mich immer mehr nach Partykeller aus als nach spanischer Verzierung, ist aber wahrscheinlich eine kostengünstige Geschichte.
Wie in allen Valentin-Hotels gibt es auch hier einen festen Tisch. Diesen bekommt man am ersten Tag zugewiesen und man sitzt da dann abends und morgens. Da es sich um Vierertische handelt, bekommt man als Paar nun mal zwei andere Personen dazugesetzt. Hier hatten wir sehr viel Glück, denn wir haben uns mit unseren Tischnachbarn ziemlich gut verstanden und so wurde das Essen durch die nette Gesellschaft perfekt abgerundet. Frühstück und Abendessen fand immer in Buffetform statt. In der Mitte des Raumes (der Raum ist zweigeteilt in jeweils zwei identische Hälften) ist eine Art runde Theke installiert, auf der die Speisen stehen. Ich hoffe, ihr habt keinen Hunger, sonst bekommt ihr jetzt welchen, wenn ich euch vom Essen erzähle.

Das Frühstück: Zum Frühstück gab es immer mehr oder weniger das Gleiche. Es standen süße und zwei Sorten knackige, geschmacksneutrale Brötchen zur Auswahl, ebenso ein Baguette zum selberschneiden. Dann gab es natürlich Toastbrot mit der üblichen genialen Toastmaschine, durch die die Scheiben durchfahren wie durch ein Riesenrad (das kann man stundenlang beobachten, ehrlich!). An Brot wurde einmal Leinsamenbrot und ein gefaktes, also gefärbtes Möchtegern-Schwarzbrot aufgetischt. Womit man sein Brötchen oder Brot belegen wollte, war schon schwer, schließlich war die Auswahl groß: Jeden Morgen standen auf der Theke Teller mit zwei Käsesorten (mal in Scheiben geschnitten, mal zum selbstabschneiden im Klotz), zwei Sorten Frischkäse, gesalzener und ungesalzener Butter, zwei Sorten Wurst (mal auch ein leckerer Schinken) und so einem komischen Glibberzeug herum, das war glaub ich Thunfisch in Aspik. An Süßzeugs waren eine Nussnougatcrème, Honig und vier verschiedene Marmeladen vorhanden. Alles war in großen Schüsseln, wovon man sich nach Belieben in kleine Schüsseln umfüllen konnte. Wie zu erwarten, waren die Marmeladen alle zuckersüß, aber lecker. Mit etwas Philadelphia lässt sich das ja alles neutralisieren. Auch über Honig und Schokocrème konnten wir nicht meckern.
Herzhaftes darf in keinem Hotel fehlen und so gab es auch hier jeden Morgen ein englisches Frühstück, das Eier (ganz, Rühr- und Spiegelei), gebackene Tomaten, Würstchen, Schinken und gebratene Champignons enthielt. Für die Damen dann doch eher Tomaten- und Gurkenscheiben pur? Das habe ich zumindest genommen. Oje, ich merke es wird lang. An der Müslifront waren immer ca. acht verschiedene knusprige Müslizutaten zu verzeichnen (mein Freund zieht mich noch heute damit auf, dass ich immer eine Sorte hatte, die wie Hundefutter aussieht) und einige Trockenfruchtarten. Schnell noch erwähnen, dass auch frische Früchte und eine Schale Dosenobst dastanden und wir kommen zu den Getränken: Die noch ganz heißen Kaffee-Thermoskännchen leuchteten uns jeden Morgen erwartungsfroh entgegen und Teeliebhaber sind mit zig verschiedenen Sorten auf ihre Kosten gekommen. Zusätzlich waren immer warme und kalte Milch, Wasser und 6 verschiedene Säfte da. Ich hab allerdings Tomatensaft oder die ungezuckerten Säfte bevorzugt genommen. Ihr seht, es gab und gibt in diesem Hotel für jeden etwas und wir haben uns immer total viel Zeit gelassen, um möglichst ausgiebig und gemütlich frühstücken zu können.

Das Abendessen: Hier möchte ich es gerne kurz machen. Da jeden Abend ein anderes Motto angegeben war, gab es auch immer andere Speisen. Was immer gleich war, war die große Auswahl an Salaten (da haben mir sogar die angemachten geschmeckt) und das Nudelbuffet. So nach der Devise: „Wem heute gar nichts schmeckt, der muss halt Nudeln essen“. Unabhängig vom Motto aber war, dass es jeden Abend mindestens drei Sorten Fleisch und zwei Sorten Fisch gab. Alles vom Feinsten! Wir haben immer von allem ein bisschen genommen, außer bei den Wachteln und Tintenfisch, da musste ich passen. Besonders lecker fand ich den chinesischen Abend, wo man sogar (zwar japanischen!) Sushi auftafelte (der natürlich nicht so toll wie bei Japaner ist) und verschiedene andere Sachen, die man tatsächlich auf der chinesischen Restaurant-Speisekarte findet. Passend zum Motto war dann auch der Speisesaal dekoriert mit bunten, chinesisch anmutenden Ballons und – total niedlich – die Kellner, die in Kimonos gekleidet servierten! Zum Nachtisch gab es die hotelüblichen Zuckerspeisen wie Eis, extrem verzuckerte Kuchen, mal was Exotisches wie Bratapfel und frische sowie eingelegte Früchte. Ich sage euch, ich habe jeden Abend gesagt, dass ich am nächsten Abend weniger essen würde und müsste, weil ich gleich zu platzen glaubte. Habe ich das dann gemacht? Nein. Ich bin weder geplatzt noch habe ich mich am nächsten Abend gezügelt. Es war halt zu gut…
Achso, die Getränke waren abends nicht inklusive, sondern mussten selbst bestellt und auch gleich nach dem Essen bezahlt werden. Eine Flasche Wasser (0,5l) schlug mit 2,40€ zu Buche, Fanta, Cola o.Ä. kostete 1,80€ für 0,33l. Daneben gab es natürlich auch noch Bier und Wein, deren Preise ich aber nicht mehr weiß. Wir haben dann jeden Abend passend bezahlt und ganz am Ende ein Trinkgeld gegeben.

Service und Reinigung

Wie schon gesagt wurde unser Zimmer jeden Tag gereinigt. Auch das ganze Hotel, also die Lobby, der Rezeptionsbereich, die Flure und der Speisesaal wurden jeden Tag gesäubert und geputzt und das sieht man auch. Die Marmorfliesen blitzen, einzig der Teppich auf den Fluren sieht ein bisschen gammelig, aber dennoch gesaugt aus. Über unsere Zimmerreinigung möchte ich mich nicht beschweren. Klar, dass noch hier und da ein paar Sandkörner im Zimmer liegen oder auf dem Balkon ein paar Brötchenkrümel vom Vortag zu sehen sind. Putzfrauen sind ja keine Zauberer. Was mich ein kleines bisschen genervt hat, war ein Haarbüschel von mir, das sich etwa fünf Tage lang auf dem Badezimmerboden vor der Putzfrau drücken konnte. Ich weiß nicht, ob es nicht gesehen wurde oder einfach zu widerspenstig war. Auch ein paar Ameisen waren im Bad immer mal wieder anzutreffen. Grundsätzlich waren Waschbecken, Toilette und Badewanne aber immer sauber.
Was den Service des Hotels betrifft, kann ich nur loben: Alle Mitarbeiter waren die ganze Zeit über ausnehmend freundlich. Die Animateure haben bei ihrer Arbeit Spaß gehabt und auch die Kellner hatten immer ein Lächeln auf den Lippen, was nicht professionell aussah, sondern von herzen zu kommen schien. Klar, wer als Oberkellner zum Grillabend im Hawaii-Hemd erscheinen darf, KANN doch nur gut gelaunt sein, oder?

Auch bei kleinen Problemen war das Personal zur Stelle. Da ein Kühlschrank nicht verfügbar war, ich aber am letzten Tag noch etwas gekauft hatte, was unbedingt gekühlt werden musste, hat der Oberkellner meine Tüte in Empfang genommen und in die Hotelkühlung getan. Ich sagte ihm unsere Zimmernummer dazu und am nächsten Tag bekam ich die Tüte unversehrt und schön kalt wieder.

Der Pool und die Animation

Das Valentin Hotel verfügt über einen Pool, der von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr abends frei zugänglich war. Er ist meiner Meinung nach für alle Menschen geeignet, denn er fängt an der einen Seite wirklich ganz flach an, wie am Strand und wird dann immer tiefer. Nach ca. fünf Metern Länge, wird das Wasser so tief, dass ich (um die 1,60m) nicht mehr stehen kann. Ab da ist es also gefährlich für Kinder und unsichere Schwimmer. Ein paar Meter weit nach hinten ist der Pool dann bei einer Tiefe von ca. 2,20m. Insgesamt also ein nicht gerade großes, aber doch gerade ausreichend langes Becken. Für Eltern, die mit ihren Kindern da sind, heißt es aber wegen der Tiefe immer gut aufpassen, denn Kiddies können für gewöhnlich nicht abschätzen, ab wo es zu tief für sie wird und geraten dann leicht in Panik. Die Kinder, die wir gesehen haben, waren aber alle mit Schwimmflügeln und –reifen gesichert und standen außerdem immer unter Beobachtung. Es gibt übrigens auch ein separates, ziemlich kleines Nichtschwimmerbecken, in dem die Kleinen mühelos stehen können und auch ausgiebig, laut und nach Herzenslust geplanscht haben.
Eigentlich war zu jeder Tageszeit immer viel los im Pool. Morgens legten sich einige schon gemütlich hin, vormittags, nachmittags und am frühen Abend war dann der Bär los. Da komme ich schon zum zweiten Kritikpunkt: Mir war es zu viel Trubel. Schon am Vormittag gegen 10 Uhr (im Hotel hängt dafür extra ein Plan) ging es los mit der Kinderanimation. Mal war es Bogenschießen, das natürlich auf dem land und außerhalb der Menschenmenge, meistens aber Poolspielchen, bei denen Kinder aller Altersstufen mitmachen konnten. Auch Wasserball war ein gern gewähltes Angebot. Ich finde es schon ganz toll, dass sich hier so intensiv um die sinnvolle und spaßige Beschäftigung der Kinder gekümmert wird, zumal die Spiele auch kontaktorientiert und teambildend angelegt sind, aber für alle anderen, die nicht mitmachen, sondern einfach nur entspannt am Pool liegen wollen, ist der Lärm einfach störend. Und nicht nur, dass die Kinder laut kreischen, auch die Animateure (meistens waren es ein Mann und eine Frau) mussten natürlich lauthals Regeln erklären, Teams und Punkte ansagen und anfeuern. Dazu spritzte es meist noch mächtig und man hatte Glück, wenn man im gesamten Urlaub keinen Ball abbekam. Das klingt vielleicht alles ganz schrecklich, es hat mich aber nur ein bisschen gestört, weil ich ja sicher auch mal Familie haben und dann anders darüber denken werde.

Zweimal pro Woche wurde übrigens auch Wassergymnastik angeboten. Daran habe ich einmal teilgenommen und fand es so làlà. Das übliche Problem: Vorne steht der Trainer (dieser war männlich und zugegebenermaßen gut aussehend) und macht seine Übungen schön im Rhythmus der Musik, während man als lahme Wasserente vergeblich versucht, so schnell hinterher zu kommen. Die Übungen waren auch nicht allzu anstrengend, aber im Urlaub besser, als nichts getan zu haben.

Andere Spiele wurden wie erwähnt auch angeboten, da gingen dann die Animateure herum und riefen das Spiel aus oder fragten einzelne Gäste, ob Interesse besteht. Wir kamen uns aber nie belästigt vor, denn ein „Nein“ wurde sofort unkommentiert akzeptiert. Also keine Panik vor Ballermann-Feeling und erst recht nicht vor fliegenden Dart-Pfeilen, denn die wurden abseits der Poolfläche verschossen.

Um den Pool herum gibt es Platz, um sich auf die hoteleigenen Liegen hinzulegen. Diese waren an verschiedenen Ecken gestapelt oder schon aufgestellt und wir hatten zu keiner Zeit ein Problem, noch freie Liegen oder Platz dafür zu finden. Zum Glück waren die Liegen kostenlos. Lediglich extra Handtücher mussten gesondert bezahlt werden, aber wir hatten immer unsere eigenen mit – wie die meisten Hotelgäste auch.

Familie und Kinder werde in diesem Hotel ganz groß geschrieben, was sich besonders in der Kinderanimation zeigt. Wo die Kleinen tagsüber am Pool im Wasser beschäftigt wurden, findet vor und nach dem Abendessen vor dem Pool noch einiges statt. Da werden die immer gleichen spanischen und englischen Kinderlieder gespielt, zu denen es spezielle Bewegungen und Tanzschritte gibt. Das machen die Kinder mit den Animateuren schnell mit und haben ziemlich viel Spaß dabei. Dann gibt es noch eine Kinderdisco, bei der ungefähr eine halbe Stunde normale Musik gespielt wird (vom Haustechniker als DJ, das war der Running-Gag.) und die Kinder, oft mitsamt ihren Eltern, vorne etwas herumhopsten. Um ca. 21.30 wurde dann der Platz vor dem Pool zur Bühne umfunktioniert. Im Abendprogramm waren zum Beispiel eine Flamenco-Show und eine Nachbildung von „Wetten dass…?“. Die Animateure waren an sich schon witzig, aber als Verschaukelung von Thomas und Michelle noch mehr. Wir haben uns an einem Abend, als noch Kinderunterhaltung stattfand, auf die Fläche an einen der zahlreichen Tische gesetzt und etwas getrunken. Dann machte man eine Kinderpolonäse und ich stürzte mich natürlich unerschrocken in die Menge – völlig freiwillig. Auch die Eltern schienen ihren Spaß dabei zu haben. Wer zu erschöpft war, setzte sich hin und bestellte bei Bedarf eben ein Getränk. Cocktails kosten im Hotels grundsätzlich 4€ .
Das Angebot ist also reichhaltig, und für jede Altersklasse ist etwas dabei. Wir sind abends zwar weniger zu den Veranstaltungen gegangen, sondern eher in Bars außerhalb des Hotels. Aber in den paar Minuten, die wir jeden Abend gespitzelt haben, fanden wir es angenehm unaufdringlich und abwechslungsreich. Man merkt, dass die meisten Animateure und Angestellten ihren Job gerne machen. Das hat einen ungemeinen Wohlfühleffekt!

Negatives

Ich wusste nicht, wohin ich sonst mit diesem Aspekt sollte, aber er ist eindeutig negativ. Wie ihr schon erfahren habt, verfügt das Hotel über mehrere Stockwerke, darunter auch eine Parterre-Etage und ein Untergeschoss. Nun ist es so, dass die ebenerdigen Zimmer direkt am Pool liegen und ihre Balkons auf der Poolfläche. Das heißt, wer ein Zimmer dort bewohnt, ist unfreiwillig gleich live bei jeder Tages- und Abendveranstaltung dabei. Nicht nur, dass es am Tag sehr laut ist vom Poolleben, auch die Animation abends ging ja des Öfteren bis weit nach Mitternacht und führt bei empfindlichen Gemütern garantiert zu Schlaflosigkeit und Verstimmungen. Wir waren jedenfalls heilfroh, NICHT da wohnen zu müssen.
Der zweite Kritikpunkt bezieht sich auf die unterirdisch liegenden Zimmer. Als unsere Tischnachbarn, die wir sehr ins Herz geschlossen hatten, am Tag vor uns abreisten, bekamen wir für einen Abend und ein Frühstück noch neue Tischnachbarn. Diese waren in einem ähnlichen Alter wie wir und nach kurzer Aufwärmphase berichteten sie, dass sie sich gleich nach ihrer Ankunft beschwert hatten. Man hatte ihnen nämlich ein Zimmer im ersten Stock gegeben und da das unterirdisch liegt, war es – nach Aussage des Paares – sehr dunkel dort und hatte auch keine Fenster. Also bei aller Liebe, wenn man dem Glauben schenken kann, dann ist es eine Unverschämtheit, dort Gäste einzuquartieren! Die beiden haben nach ihrer Beschwerde aber immerhin ein anderes Zimmer zugewiesen bekommen.

Was mir ebenfalls nicht so gut gefallen hat, ist, dass man für jede Extraleistung bezahlen muss. Auf der Liste unten könnt ihr die Preise sehen. Dass man für Waschdienste bezahlt, ist ja logisch, aber für einen Kinderstuhl? Außerdem hatten wir in den anderen beiden Valentin-Hotels immer einen Kühlschrank auf dem Zimmer. Diesmal hätten wir dafür bezahlen müssen – wenn denn einer vorhanden gewesen wäre. Wir haben gefragt, wo man die auf der Liste aufgeschriebenen Minikühlschränke herbekommt, aber der Rezeptionist sagte, dass keine mehr zur Verfügung stünden. Na toll, und wenn wir jetzt wichtige Medikamente bei uns hätten, die ständig gekühlt werden müssen??? Na gut, so haben wir immerhin 40€ gespart und eine Woche lauwarme Getränke sind zu verkraften.
Die Tresore, natürlich auch extra anmietbar und zu bezahlen, befinden sich hier nicht im Zimmer, sondern in einem Vorraum vor der Rezeption. Dieser wird immer bewacht und nachts auch abgeschlossen, was an sich sinnvoll ist. Ich dachte mir nur, dass ich es mühselig fände, für etwas Kleingeld oder Schmuck immer ’runtergehen zu müssen.

Zuletzt möchte ich – obwohl ich es schon geschrieben habe - noch einmal in aller Deutlichkeit hervorheben, dass ich dieses Hotel nicht behindertengerecht finde. Es gibt zwar noch Appartements, die ich auch nicht von Innen sehen konnte und die für Familien sicher groß genug sind, aber besonders die Zimmer sind für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer absolut ungeeignet. Ich habe keinen Hinweis gesehen, dass es speziell ausgestattete Zimmer gibt. Vorsicht also, das Hotel ist wunderschön, für diese Bedürfnisse aber untauglich. Der Witz ist, dass Rollstühle sogar vom Hotel selbst vermietet werden! (siehe Photo)

Ausflugsmöglichkeiten und Unternehmungen

Diesen Punkt möchte ich nicht zu lang halten. Es gibt natürlich eine ganze Menge, die man auf Mallorca unternehmen kann. Angefangen vom Schwimmen im Meer bis hin zum Ausgehen in die zig Clubs und Bars am Abend.
Der Weg zum Strand vom Hotel aus ist übrigens nicht weit, in ca. 6 Minuten ist man da. Auch Clubs und Bars sind in unmittelbarer Nähe zu finden. Wer also erschöpft vom Tag ist, muss nicht mehr weit laufen, um noch etwas Entspannendes zu unternehmen.
Darüber hinaus bietet das Hotel bzw. die Reisegesellschaften mit denen das Hotel zusammenarbeitet viele verschiedene Dinge an. Wir haben zum Beispiel an einer Fahrt mit einem Boot teilgenommen, das als Clou zwei Gänge hat, die unter Wasser liegen, sodass man das Meer und die Fische sehr gut beobachten kann. Die Fahrt kostet 10€ pro Person und dauert ca. zwei Stunden. Es ist zwar nett, mit dem Boot so herumzuschippern, aber letztlich war die als Highlight angekündigte Fischfütterung auch eine eher lahme Vorstellung (viele kleine Fische, die nach Futter schnappen und dann wieder wegwetzen eben). Aber immerhin haben wir die Sonne an Deck genossen und die anwesenden Kinder hatten ihren Spaß.
An einem Tag haben wir uns ein Auto gemietet (mit unseren Tischnachbarn). Hier kostet das günstigste Modell, ein Ford, 54€ pro Tag. Das fanden wir in Ordnung und so fuhren wir den Tag über damit herum, hatten mit dem Auto keine Probleme und gaben insgesamt um die 85€ inklusive Tankfüllung dafür aus. Achtung hierbei: Wenn man das Auto zurückgibt, wird man vergeblich nach extra dafür eingerichteten Parkplätzen suchen, es gibt sie einfach nicht. Nun ja, da musste einer der Angestellten halt mal seinen Parkplatz räumen, um uns Platz zu machen.
Auf dem Ausflugstag haben wir uns den vom Hotel groß angepriesenen karibischen Strand („Es Trenc“) angeschaut. Was der Hammer war: das wirklich leuchtend blau-türkise Meer und der Parkpreis von 5,50€! Der Strand selbst kommt eher schmuddelig daher und ist sehr dicht besiedelt von Touristen und ihren Handtüchern, Kühltaschen, Sonnenschirmen etc. Karibikflair wollte bei uns in dem Gemenge also nicht wirklich aufkommen, aber es gesehen zu haben war schon toll.
Ein Punkt, den bestimmt viele mal abhaken wollen, ist die Besichtigung des „Café Katzenberger“ in Santa Ponsa, einem Ort direkt neben Paguera. Da sind wir auch vorbei gefahren und haben das Café erst einmal nicht gefunden – trotz zwei Männern an Bord! Mein Freund fragte dann im Tourist-Office nach und kam mit einem Plan von Santa Ponsa heraus, auf dem extra nachträglich für die Touristen das Café eingezeichnet war. Mit diesem Plan fanden wir die Zaubertränke schnell, machten ein paar Photos und fuhren – nachdem wir niemand Spektakulären gesehen hatten – wieder zurück. Ein aufregender Tag!
Wir haben ferner noch das „Strandcafé Schwarzwald“ besucht und dort sehr leckeren Kaffee getrunken (wenn schon, dann muss man alle naheliegenden Vox-Cafés abklappern) und das Aquarium in Palma, was MEGATOLL ist. Wer auf Fische und Meeresbewohner steht, sollte da echt hinfahren, für ca. 22€ pro Person hat sich das meines Erachtens voll gelohnt!
Nun aber Schluss, das wäre einen eigenen Bericht wert. Ich komme nun zum

Fazit

Das Hotel Valentin Paguera hat eine recht verkehrsgünstige Lage. Man ist schnell am Strand, an Bars oder Clubs und wird vom Bus direkt vor dem Hotel abgeholt und wieder dorthin gebracht. Die Aussicht ist hingegen nicht so hübsch, es kommt aber darauf an, zu welcher Seite das Zimmer liegt. Auffallend negativ sind die direkt am Pool und unterirdisch liegenden Zimmer, die entweder kein Tageslicht haben oder den ganzen Tag bis in die Nacht hinein an der Lärmquelle liegen. Die Hotelzimmer an sich sind klein, aber funktionell ausgestattet und werden täglich gereinigt. Insgesamt herrscht eine nette, familiäre Atmosphäre im Hotel, die von der Freundlichkeit des Personals bestimmt ist. Bei Problemen kann man sich an die Mitarbeiter wenden, die versuchen, möglichst schnell eine Lösung zu finden.
Kinder haben eine besondere Stellung im Hotel, denn es wird ihnen von morgens bis abends ein altersgerechtes, abwechslungsreiches Programm angeboten. Abends finden verschiedene Veranstaltungen für Erwachsene statt, die sich am europäischen Fernsehprogramm orientieren (Flamenco- und Tanzabend, Comedy und „Wetten dass…?“-Nachahmung).
Die Mahlzeiten in Buffetform sind sehr schmackhaft, frisch und ebenfalls abwechslungsreich. Man nimmt sie an einem fest zugewiesenen Tisch ein, was je nach Tischpartnern eine Bereicherung oder eine Qual sein kann. Es scheinen aber immer ähnliche Altersklassen an einen Tisch gesetzt zu werden, denn wir haben keine Gäste entdeckt, die sich schweigend oder mufflig gegenüber saßen.
Der Pool ist in Ordnung, um ein bisschen zu planschen oder Ball zu spielen, aber generell eher das Terrain für die Kinder. Um den Pool herum gibt es aber immer ausreichend Liegen, die nicht extra bezahlt werden müssen.
Insgesamt ist das Valentinhotel ein sehr familienfreundliches, aber nicht behindertengerechtes Hotel, in dem man es sich für die Dauer des Urlaubs sehr gut gehen lassen kann. Die wenigen Kritikpunkte fallen meiner Meinung nach nicht allzu schwer ins Gewicht, schließlich kann man um das Hotel herum noch so viel unternehmen und erleben, dass man das Hotel kaum zu Gesicht bekäme, wenn man alles machte. Kostet natürlich auch…

Ich empfehle das Hotel mit knapp 4 Sternen weiter!

Bilder

für Valentin Paguera Hotel & Aptos, Peguera
Paguera
Der wunderschöne Ausblick von unserem Balkon auf eine heruntergekommen Disko
von christebelle christebelle
Paguera

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  • Ascot1975 27.09.2011 08:09
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • swissghostly 18.09.2011 07:34
    Bewertete diesen Bericht als
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    Klasse: bh

  • Ibis1980 07.09.2011 11:44
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  • erna2006 12.08.2011 17:40
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  • Syriah 05.07.2011 06:00
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