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MOZART ist in THELEMA?
Pro Mischung der historischen Originale mit moderner Inszenierung
Kontra nix neues erfahren
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
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| Anbindung | |
| Öffnungszeiten | |
| Spaßfaktor |
Poppige Plakate mit dem Slogan "In jedem steckt ein biss`l Mozart!" lockten mich in die Neue Residenz am Mozartplatz um mir die "Viva! Mozart" - Erlebnisausstellung zum 250. Geburtstag Mozarts anzusehen. Als Student in Salzburg muß man doch ein bissl was über den berühmtesten Sohn der Stadt wissen. Nicht nur Lokale, auch Ausstellungen werden besucht!
***ÖFFNUNGSZEITEN:27. Jänner 2006 - 7. Jänner 2007, täglich von 9 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr.
***EINTRITT:Preise: (laut Homepage) und inkl. Audioguide in D, E, I
natürlich in Euro:
Die Ausstellung ist barrierefrei besuchbar. Behindertenparkplätze befinden sich auf dem Mozartplatz und Residenzplatz.
Museums-Shop und Ausstellungs-Café täglich geöffnetFür Kinder gibts ein Heft in das sie bei verschiedenen Stationen in den Ausstellungsräumen stempeln können.
***STANDORT:Nur drei Minuten von meiner Uni...
Adresse:
Neue Residenz
Mozartplatz 1
5020 Salzburg
TEL +43/662/620808-777
FAX +43/662/620808-770
E-MAIL: office@vivamozart.at
Es sind insgesamt 309 Ausstellungsstücke (Originale): Musikautographe, originale Briefe von Mozart, wertvolle Gemälde, historische Instrumente, persönliche Gegenstände und viele andere Objekte von internationaler Leihgebern (Queen Elizabeth II, Hunterian Museum in Glasgow).
***KINO GRATIS:Schnell rein in die Residenz, denn es regnete. Zuerst gab ich meine Jacke in der Gaderobe ab (kostenlos) und suchte mir den Weg zur Kassa. Dabei passierte ich das für jeden kostenlos zugängliche Kino, das täglich in Endlos-Schleife verschiedene Mozart-Spielfilme, Opern, Konzerte, historische Filme und Orchesteraufnahmen zeigt. Ich sah mir einige Zeit in dem kleinen Kino-Saal Milos Formans Film "Mozart" an und ging dann aber zur Kassa - ich kenne den Film bereits. Gleich nach der Bezahlung erhielt ich den Audio-Guide mit kurzer Einführung was er alles kann (Lautstärkeregelung und Pausetaste) und los gings.
***MOZART SPRICHT ZU MIR:Sofort beginnt "Mozart" mit leicht wienerischen Dialekt auf mich einzureden und ich betrete den ersten Raum, sehr abgedunkelt mit großen Bildprojektionen - ein Spiegelkabinett mit lebenden Mozart-Bilderbuch-Wänden. In der Raummitte: Das Original - Notenblatt mit Mozarts KV 1 (Köchelverzeichnis), einem Menuett. Mit fünf Lux beleuchtet daher darf dieses Autograph die ganze Ausstellung hindurch liegen bleiben. Ein ausgesprochen toll gestylter Raum - ein Genuß für Auge und Ohr und ein netter Einstieg in die Ausstellung.
Durch die nächste Tür durch und ich stehe vor vielen Gemälden seiner Freunde und Förderer. Auch ein Touch-Screen ist vorhanden auf dem ich mir Geschenke, die er damals von Maria Theresia und anderen bekommen hat, ansehe.
Gleich zu Beginn stört mich bereits der Audio-Guide, wie soll ich gleichzeitig aufmerksam zuhören und auch noch lesen, was auf den Exponaten steht? Die Hälfte von Mozarts Geschwätz kriege ich leider gar nicht mit. Ich muß den Raum verlassen und erneut betreten, damit Mozart seinen Text wiederholen kann.
Der nächste Raum enthält persönliches wie Entlassungspapiere und Briefe oder zum Beispiel Mozarts Kleiderbürste und Tabaksdosen. Ein gefilmtes Schattenspiel stellt familiäre Szenen nach.
Gleich daneben ein Raum mit Bildern von den wichtigsten Frauen (Constanze, Nannerl etc.) in Mozarts Leben und viele Bilder der Mozarts. Diesen Bereich überläßt der geschwätzige Mozart seiner Constanze zum Erklären - diese spricht mit leicht mäkeligem Ton, wie ich finde. Unter anderem findet sich auch der Ehevertrag der beiden und als Highlight: Ein bisher verschollenes, authentisches Familienbild (vorher hatte ich davon in Zeitungen gelesen). Vermutlich das weltweit einzige (Hinterglas-) Bild des Ehepaares Mozart (mit Sohn Carl-Thomas) - auf dieser Ausstellung wurde es erstmals öffentlich gezeigt.
***TANZ, TANZ, TANZPlötzlich gibts ein Gedränge - denn es wird Menuett getanzt. Eine Tanz-Animateurin und zwei Besucherinnen tanzen vor virtuellem und echtem Publikum - Museum zum Mitmachen also. Für Mädchen gibts kleine Reifröcke zum Anziehen - ein Papa filmt begeistert.
***EINEN VERLÄNGERTEN, BITTE!Im nächsten Raum schwärmt Mozart vom Kaffeehaus-Sitzen und es riecht schon verdächtig nach Kaffee... Kaffeegeschirr, Eis-Formen, Gläser und Konfektdosen aus seiner Zeit stehen in Vitrinen und Mozart erzählt vom Cafe Staiger, dessen Stammgast er war. Jetzt heißt es Tomaselli - vor kurzem war ich mal drin und hab für einen Kaffee 3,20 gelöhnt. Aber nett ist es da drin halt schon. Uralte Kellner, uraltes Inventar...
Einen Schritt weiter steht man schon im Ausstellungs-Kaffeehaus - mit Empfehlung von Wolferl trinke ich dort einen Verlängerten um 2,20 Euro. Er schmeckt ausgezeichnet - dürfte also nicht so alt wie Mozart sein. Auf der Karte gibts verschiedene Kaffeevarianten und auch einige Speisen wie zB Mozarts Leibgericht: Leberknödel mit Sauerkraut. (Auf den "Genuß" verzichte ich allerdings.)
Als nächstes komme ich ins "Spielzimmer". Dort finden sich in Tische eingelassen alte Kartenspiele, Spielmünzen und Münzendosen. Das Eulenspiel (ein Brettspiel mit Würfeln) sowie das Bölzl-Schießen darf man auch ausprobieren.
Zu sehen gibt es ein Stahlklavier und eine Glasglockenharmonika für die Mozart auch Stücke komponierte. Wieder gibts einen Touchscreen: Die Noten der Bläserserenade in D-Dur, KV 185 ziehen vorbei, und man kann Instrumente dazu- oder wegklicken. Eine interessante Spielerei.
Jetzt gewährt mir Mozart durch Löcher hindurch einen Blick auf seine Bronzestatue am Mozartplatz und im nächsten Ausstellungsraum findet sich das Original-Modell der Figur von Ludwig Schwanthaler.
***SEIN BESTES STÜCK:In einer wunderschön beleuchteten "Raumellipse" ist das von Mozart selbst als bestes seiner Werke bezeichnete Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott in Es-Dur KV 452 zu hören und auch im Original zu besichtigen. Der Raum bietet für viele Platz zum Hinsetzen um der Musik zu lauschen.
***WIEDERHÖR`N:Als ich den letzten Raum betrete verabschiedet sich Mozart auch schon von mir. Hier hat die Internationale Stiftung Mozarteum ihre sonst nicht gezeigten "Albumblätter" zur Verfügung gestellt, Äußerungen von Mozart-Liebhabern aus dem späten 19. Jahrhundert. Es gibt Widmungen von Kaiser Franz Joseph I. , Ludwig II. , Peter Rosegger und vielen anderen. Auf Video äußern sich Prominente zu Mozart, von DJ Ötzi bis Wolfgang Schüssel. In diesem Raum gibt es auch wieder Touchscreens mit denen man E-Cards versenden kann.
Die "Viva!MOZART-Suite", ein Auftragswerk an acht zeitgenössische Komponisten, gibt es in speziell gestalteten Toninseln zu hören. Habe mich ein bisschen durchgehört - das war aber nicht mein Fall. Zu modern für meinen Geschmack.
Für freudige literarische Ergüsse steht natürlich ein Gästebuch parat.
Der Katalog zur Ausstellung kostet ca. 19 Euro und funktioniert wie ein ewiger Kalender (für Hardcore-Mozartfans). Weiters gibt es die "Viva!MOZART-Suite"-CD zu kaufen.
Im Shop ist alles erhältlich wo Mozarts Kopf draufpasst (Regenschirme, Bleistifte, Sticker, Buttons, Postkarten, Weine, Einkaufstaschen, Feuerzeuge, Bücher, Bilderrahmen,...) Ich habe mir nix gefunden.
www.vivamozart.at
www.drehpunktkultur.at
Die Ausstellung hat mir zwar gut gefallen, trotzdem hatte ich beim Hinausgehen das Gefühl nicht wirklich etwas neues erfahren zu haben.
Den Audio-Guide fand ich mehr irritierend als hilfreich. Ständig mußte ich mich zum Zuhören zwingen, weil es eben auch viel geschriebene Information gibt.
Toll finde ich die Idee Film-Material für alle gratis zugänglich zu machen und die vielen Touchscreens und somit die Möglichkeit selber aktiv zu werden.
Die Ausstellung ist sehr schön gestaltet, man muß sich aber Zeit nehmen um die Musik anzuhören und zu genießen. Sie ist eine nette Mischung aus historischen Originalexponaten und moderner Inszenierung.
Aber richtig vom Hocker gehauen hat es mich nicht.
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nicki28 07.04.2011 21:35
surround999 21.04.2007 12:00
morla59 23.10.2006 00:48
wuzelduzel 21.10.2006 23:58
Cuchulainn1981 04.09.2006 19:24
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