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Erfahrungsbericht

für Urban Hotel Madrid, Madrid
5 Sterne El Dorado
458 von 458 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Ultimativer Luxus

Kontra Sehr teuer

Der Autor

GerhardReus Seit 6 Nov 2006

Sollte sich jemand benachteiligt oder ungerecht bewertet fühlen bitte bescheid geben. Danke an... mehr

76 Mitglieder vertrauen mir

Einleitung
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Wer nur an der Qualität des Hotels intessiert ist sollte besser den Story Teil und vielleicht auch die Ankunft überspringen, denn diese Parts beinhalten nur wenige Details zum Hotel. Das ganze spielte sich auf meiner Interrailreise letzten Sommer vom 13. August bis zum 9. September ab. Wir erreichten Madrid am 20. August 2006.

Was ist Interrail
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Interrail ist ein Ticket für die Bahn, dass in 30 Ländern Europas und sogar in Marokko gültig ist. Europa ist dabei in verschiedene Zonen unterteilt. Immer drei Länder ergeben eine Zone.

>-Großes Ticket: Alle Zonen, 30 Tage gültig, 385 Euro
>-Mittleres Ticket: Zwei Zonen, 21 Tage gültig, 260 Euro
>-Kleines Ticket: Eine Zone, 14 Tage gültig, 195 Euro

Man muss aber unbedingt bedenken, dass man die Reservierungen für die Schnell- und Nachtzüge extra bezahlen muss. Der ICE kostet normalerweise nur 4€, der Nachtzug mit Schlafabteil kostet 23€ und ohne Schlafabteil 9€. Aber Züge wie der französische Thalis kosten bis zu 35 Euro.

Es gibt beim Kauf eines Interrail Tickets keine Altersbegrenzung, aber wenn man über 26 Jahre alt ist ändern sich die Preise. Es kostet dann ca. 50% mehr.

Jetzt aber zum wesentlichen Teil des Berichtes.

Die Story
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Ich kam eigentlich per Zufall im letzten Sommer in dieses Hotel. Das ganze nahm seinen Anfang auf einer Interrail Reise. Ich und ein Freund hatten ein Interrailticket für 30 Tage und alle Länder Europas gekauft. Ich war schon 5 Wochen nicht mehr zu Hause, denn ich hatte in den Niederlanden einen Job auf einem Erdbeerfeld. Zuvor war ich noch in Italien auf dem Rototom Sunsplash. Das Sunsplash in der Nähe von Udine ist das längste Reggae Festival Europas. Es dauert ganze 9 Tage und hat über 140 000 Besucher.

Wir kauften das Ticket eigentlich weil wir den Plan hatten nach Marokko auf ein Goa Festival zu fahren und das wären von Holland immerhin 35 Stunden Zugfahrt gewesen. Unser Kapital war sehr knapp kalkuliert und wir konnten uns eigentlich keine besonders großen Ausgaben mehr leisten, denn das Festival in Marokko hätte auch noch 6 Tage gedauert. Also fuhren wir von Eindhoven in Holland mit dem Zug in Richtung Baden um von dort einen Anschluss quer durch Frankreich zu nehmen und schliesslich irgendwo im Norden Spaniens zu landen. In Baden haben wir jedoch die Station verpasst und landeten in Basel, in der Schweiz. Wir konnten jedoch mit einer Verzögerung von 8 Stunden einen Anschluss in die geplante Richtung erreichen. Von der Nordgrenze Spaniens nahmen wir einen Zug in Richtung Barcelona um dort noch einmal umzusteigen. Insgesamt brauchten wir für diese Strecke schon ca.24 Stunden.

In Barcelona angekommen wollten wir wie immer gleich eine Reservierung für den Anschlusszug buchen, aber es wurde uns nach langem Suchen auf dem unübersichtlichen Bahnhof mitgeteilt, dass alle Züge in Richtung Süden für die nächsten drei Tage ausgebucht sind. Deshalb beschlossen wir in Barcelona zu bleiben. Diesen Aufenthalt verbrachten wir im Gran Hotel Torre Catalunya, zu dem ich auch schon einen Bericht geschrieben habe. Dieses Hotel war sehr nobel für den Preis von 90 Euro und so verlängerten wir unseren Aufenthalt, der aus Kosten- und Zeitgründen eigentlich nur ein Tag sein sollte, auf drei Nächte. Nach diesen drei Nächten waren wir das Hotelleben schon so sehr gewöhnt, dass es gar nicht mehr so einfach war jede Nacht im Zug zu schlafen und tagsüber unterwegs zu sein. Wir waren erschöpft von den langen Nächten und so nahmen wir erst einmal den Zug nach Madrid um dort über den weiteren Verlauf unserer Reise nachzudenken.

Wir erreichten Madrid um neun Uhr am Abend und fanden logischerweise auch diesmal keinen passenden Anschluss mehr. Also mussten wir das Festival leider abschreiben und uns ein billiges Zimmer in Madrid suchen. Wir fanden ein Doppelzimmer für 45 Euro, schliefen uns erst mal richtig aus und machten uns Vormittags auf um die Stadt zu erkunden. Es gefiel uns sehr gut in Madrid und so wollten wir noch eine Nacht länger bleiben.

Um ein Uhr Nachmittags begann unsere Suche nach einem neuen Hotel für eine Nacht. Wenn ich nach Hotels suche nehme ich mir immer sehr viel Zeit. Da ich so wie so in jeder Stadt den ganzen Tag mit weiten Fußmärschen verbringe, kombiniere ich diese beiden Tätigkeiten ganz gerne. Fünf Stunden später hatten wir ungefähr 20 Hotels abgeklappert und noch immer nichts gefunden das uns auf Anhieb angesprochen hätte. Wir suchten die halbe Stadt ab bis wir auf einmal in einer Seitengasse eine Glastür sahen auf der Hotel stand. Wir klopften an, denn es waren zwei Leute drinnen, die wie Angestellte aussahen. Eine der beiden öffnete uns die Tür und fragte uns mit verdutzdem Blick was wir denn wollen. Wir sagten dass wir auf der Suche nach einem billigen Zimmer wären. Sie teilten uns mit, dass ein Zimmer für zwei Personen 200 Euro kosten würde. Wir bedankten uns für die Auskunft und gingen weiter unseren Weg.

Am anderen Ende der Gasse war ein Versammlungszentrum von Scientology, von denen ich gar nicht wusste dass die in Europa auch in diesem Ausmaß vorhanden sind.
Auf dem Platz auf den wir danach kamen waren zwei große Hotels, die verdammt nach High Socity aussahen und ich sagte zu meinem Freund wir sollten uns diesen Laden mal von innen ansehen. Er wollte nicht mit hinein, denn wir sahen nicht unbedingt so aus als wäre das unsere Liga. Ich ging trotzdem rein und fragte, trotzdem es sinnlos war, nach dem Preis. Der Preis für zwei Personen wäre bei 275 Euro pro Nacht gewesen. Nicht mal eine Überlegung wert, aber alleine schon die Idee mit dreckigen Klamotten und einem riesengroßen Rucksack in ein Hotel einzuchecken in dem wir eigentlich absolut nichts zu suchen hatten weckte unseren Größenwahn. Also nahmen wir uns gleich das nächste vor. Es war gleich um die Ecke.
Vor diesem Hotel stand ein Page den ich freundlich grüßte, aber er warf uns nur einen verachtenden Blick zu. Das war schon Grund genug sicher nicht 200 Euro für ein Zimmer zu bezahlen und so gingen wir noch eine Straße weiter.

Anscheinend waren wir dort im Nobel Viertel, denn da war auch schon das nächste Luxus Hotel. Dieses Hotel war das Urban Hotel Madrid um das es hier in diesem Bericht geht. Es war das selbe Hotel bei dem wir in der Seitengasse schon einmal fragten, nur dass wir jetzt beim Vordereingang waren. Ich musste mir für diese wahnsinns Tat hundert Euro von meinem Kumpel leihen und unser Plan änderte sich darauf dass wir bald wieder einen Zwischenstopp in Österreich einlegen müssten um alles neu zu überdenken.

Die Ankunft
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Am Eingang des Hotels stand ein überaus freundlicher Afro Europäischer Mann der uns die Türe öffnete. Er grüßte freundlich und hatte eine sehr positive Ausstrahlung. Drinnen angekommen sagten wir an der Rezeption dass wir jetzt bitte ein Zimmer wollen. Das Personal sah uns an als wären wir total bekloppt, aber nach kurzer Verwunderung kam man unseren Wünschen nach. Ein netter junger Mann begleitete uns auf unser Zimmer und zeigte uns ganz ausführlich was man in diesem tollen Raum alles anstellen kann.

Nachdem er weg war bemerkten wir erst dass nur einer dieser gemütlichen Ledersessel im Zimmer stand und wir so auf keinen Fall den Luxus genießen können. Also riefen wir in der Rezeption an und baten uns einen zweiten Sessel zu bringen. Man teilte uns mit dass sich sofort jemand darum kümmern werde und wenige Minuten später läutete es an der Tür. Der Geschäftsführer persönlich hat sich unserer Sache angenommen und erklärte uns er könne keinen zweiten Sessel bringen, aber wir bekommen ein anderes Zimmer wenn wir das wollen. Es sei zwar ein bisschen lauter dort, aber später stellte sich heraus dass er damit die Leute von der Bar meinte, die bis spät in die Nacht feierten. Da wir auch nichts anderes vor hatten störte uns das nicht im geringsten. In dem neuen Zimmer hatten wir zwar noch immer keinen zweiten Sessel dafür aber eine riesige Ledercouch.

Der Preis
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Natürlich ist der Preis für ein fünf Sterne Hotel in einer Touristenstadt wie Madrid enorm hoch, aber wer sich diesen Luxus leisten kann sollte auf jeden Fall das Urban Hotel wählen und nicht eines der anderen Hotels in der Umgebung. Wir haben das Zimmer direkt an der Rezeption gebucht. Warscheinlich gibt es aber auch noch viel billigere Angebote für dieses Hotel, wenn man es im Voraus im Internet bucht und nicht direkt dort bei der Rezeption.

Doppelbettzimmer: 200 Euro
Einzelbettzimmer: 180 Euro

Im Preis inbegriffen ist nur der Pool, das Zimmer, gratis Zeitung und das Körperpflege Set. Alles andere muss man extra bezahlen. Ich würde keinem empfehlen etwas dazu zu nehmen, denn die Preise sind echt übertrieben. Im Zimmer befindet sich eine Mappe mit allen Möglichkeiten die geboten werden. Diese hab ich ausführlich studiert und ich hätte mir nicht einmal ein Frühstück leisten können. Besser irgendwo anders Lebensmittel usw. einkaufen.

Die Ausstattung der Zimmer
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Es gibt fast nichts das in diesem Hotel nicht vorhanden ist und sollte man doch etwas vermissen kann man es sich auf jeden Fall vom Personal, für einen entsprechenden Aufpreis, bringen lassen. Von der Strech Limousine bis zur Betreuung der Kinder auf dem Zimmer ist alles möglich. In jedem der 96 Zimmer steht ein großer LCD Fernseher mit Pay TV und Satteliten Fernsehen, sowie ein DVD Player und eine Stereoanlage. Im Schrank findet man gleich einmal Badesandalen und einen eleganten weisen Bademantel, womit die Gemütlichkeit schon vorprogrammiert ist. Die Sandalen hab ich gleich als Souvenier eingepackt, aber den Bademantel hab ich dort gelassen. Könnte doch sein dass die ne Rechnung schicken. Also wem die Sandalen genau so gut gefallen wie mir der kann sie ohne Bedencken mitnehmen. Minibar und Safe gibts natürlich auch, wobei man von der Minibar nur gebrauch machen sollte wenn man im Lotto gewonnen hat, denn ein Bier kostet immerhin acht Euro. Für Business Reisende gibt es in jedem Zimmer W-Lan und auch einen normalen Internet Anschluss. Auch ein komfortabler Schreibtisch, zum ordentlichen Arbeiten ist drinnen.

Im Marmorbadezimmer gibt es ein gratis Toilettartikel Set und extrem flauschige Handtücher. Es gibt Dusch, Badewanne und auch ein Telefon im Bad. Die Zimmer sind mit einer Kombination aus Holz, Leder und Marmot eingerichtet. In unserem Zimmer war eine Glas Vitrine in die Wand eingelassen, in der sich irgend eine asiatische Statue aus dem 5. Jhd befand. Diese Kunstgegenstände waren eigentlich im gesamten Hotel verteilt, aber es sieht echt hammermäßig aus, wenn man im eigenen Zimmer den Flair eines Museums hat.

Die Ausstattung des Hotels
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Es sind umfangreiche Einrichtungen für die Bedürfnisse eines jeden Gastes vorhanden. Tagsüber kann man sich auf der Dachterasse des sieben stöckigen Hauses sonnen und auch im Pool abkühlen. Haustiere sind in dem Hotel herzlich willkommen, denn neben dem Pool sind echt Sitzgelegenheiten für Hunde. So etwas Absurdes habe ich selten gesehen. Das Designe des Hotels ist genial. Überall in den Gängen und Räumen stehen Antiquitäten und Kunstwerke in Glasvitrinen. Das gibt dem ganzen einen sehr angenehmen Touch. Es sieht eigentlich recht einfach aus, aber hat trotzdem einen ganz großen Stil. Nicht wie in manch anderen Luxus Hotels(von denen ich zugegebener Weise noch keines probiert habe) mit protzigen Kronleuchtern und goldverzierten Prunkstücken, sondern wirklich durchdacht und dezent designed.


Für Leute die mit dem Auto unterwegs sind gibt es einen Parkservice, bewachte Parkplätze, die leider extra zu bezahlen wären, und zu guter letzt trägt einem jemand das Gepäck aufs Zimmer. Man braucht also nichts anderes mehr zu tun als vorzufahren, auszusteigen und den Türöffner die Türe öffnen zu lassen. Ich war zwar nicht mit dem Auto dort und ich habe mein Gepäck auch selbst getragen, aber die Vorstellung ist schon recht eigenartig. An der Rezeption gibt es nochmal einen eigenen Safe für Leute die irgendetwas besonders wichtiges weg sperren müssen.

Vor den Zimmern ist meistens eine kleine, gemütliche Sitzecke bei der man die tolle Athmosphäre geniesen kann. Unser Zimmer war im ersten Stock und diese Sitzgruppe war vom Eingang sofort sichtbar. Wir saßen am Abend dort und tranken Bier aus der Flasche, als auf einmal ein Mann kam der uns sagte, dass wir bitte in die Bar gehen sollten wenn wir hier als Besucher verweilen wollen und gar nicht auf die Idee kam dass wir Gäste sein könnten. Wir sagten ihm dass das hinter uns unser Zimmer sei. Daraufhin entschuldigte er sich und klopfte meinem Kumpel freundschaftlich auf die Schulter. Selbst als wir am Gang zu rauchen begannen, kam ein anderer Mann, der sich vielmals entschuldigte, aber man dürfe hier nicht rauchen. Keine Ermahnung oder Nörgeln bei einem Vestoß gegen die Hausordnung. Das ist doch echt mal angenehm.

In der Lobby gibt es eine größere Sitzgruppe mit vielen verschiedenen Zeitungen zur freien Entnahme und das W-LAN ist auch im ganzen Hotel verfügbar. Im Wellness Bereich stehen Sauna, Solarium und Fitness Raum zur verfügung, wobei ich glaube das diese extra zu bezahlen sind. Sicher weiß ich das auch nicht, denn bei unserem kurzen Aufenthalt hatte ich gar nicht die Gelegenheit diese zu probieren. Am Abend ist sicher auch die Bar, deren Eingang sich genau rechts neben dem Eingang des Hotels befindet, zu empfehlen. Wir haben diese Einrichtung die halbe Nacht über, von der Sitzgruppe vor unserem Zimmer, aus beobachtet. Die Bar hat eine Glasfront zur Straße hinaus, durch die man das bunte Treiben auf den Straßen beobachten kann. Dort unten waren nur Leute aus einer gehobenen Gesellschaft und da passten zwei heruntergekommene Rucksacktouristen sicher nicht dazu. In der Bar wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Auch eine ganze Menge Leute die nicht im Hotel wohnten schienen dort aus und ein zu gehen. Also kann man sich den Laden auch ohne Übernachtung mal von innen ansehen.

Die Lage des Hotels
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Das Hotel liegt ca. 20 minuten vom Charmatin Bahnhof entfernt und es sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie der Puerta del Sol und dem Retiro-Park nur einige hundert Meter entfernt. Ich kenne die Umgebung nicht wirklich gut, denn wir sind erst um acht Uhr oder so eingecheckt und am nächsten Morgen auch schon wieder um 13 Uhr raus, aber als wir um ca Mitternacht nochmal auf die Straße gingen war dort die Hölle los. Der Gehsteig war gerammelt voll von allen möglichen Leuten. Also dürfte es auch kein Problem sein ein nettes Lokal oder eine Disko zum ausgehen zu finden. Wir blieben jedoch nicht lange draussen, denn wir wollten ja unser Zimmer ausnützen. Die Gegend sah auch um einiges nobler aus als die anderen Teile der Stadt die ich besuchte. Natürlich hebt das nicht die Qualität eines Viertels, denn das natürliche Madrid kann man doch besser in einem Stadtteil erleben, in dem sich alle Schichten der Bevölkerung aufhalten und nicht nur Reiche und Touristen.

Das Personal
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Das Personal im Urban Hotel sind wohl die freundlichsten, zuvorkommensten und höflichsten Menschen die ich je in meinem ganzen Leben gesehen habe. Natürlich sind sie das teilweise weil ihnen in diesem Beruf nichts anderes übrig bleibt, aber z.B.: der Mann der uns die Türe öffnete strahlte ein absolut ernstgemeintes Wohlwollen aus und auch der Page der uns auf das Zimmer begleitete lächelte uns an als wüsste er genau, dass das hier nicht unsere Kragenweite wäre, aber er uns auf jeden Fall versteht. Die Angestellten sprechen perfekt Englisch. Deutsch glaube ich nicht dass einer kann, aber Englisch geht ganz prima.

Der Geschäftsführer, der uns das andere Zimmer suchte, war eher ein bisschen unbeholfen im Umgang mit uns, aber er versuchte auf jeden Fall auch uns gegenüber die selbe Art wie bei jedem anderen Gast auch an den Tag zu legen. Als dieser uns das Zimmer zeigte standen im Badezimmer eigenartigerweise Rosen, welche er sofort entfernen wollte. Dabei fiel eine der Pflanzen zu Boden und ich hob sie auf. Noch bevor ich sie in der Hand hatte bekam dieser Mann einen gewaltigen Schrecken und bat mich das nicht zu tun. Natürlich hob ich sie trotzdem auf, aber der Mann war es warscheinlich nicht gewöhnt, dass ihm einer seiner Gäste behilflich ist. Natürlich kann ich bei nur einer Übernachtung nicht sagen wie sich die Sache entwickelt hätte, aber ich bin sicher das wäre genau so toll weiter gegangen.

Verpflegung
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Ich habe dort nichts zu essen bestellt, denn ein normales Mittagessen hätte 60 Euro gekostet und das konnte ich unter keinen Umständen bezahlen. Unten im Foyer gibt es auch ein Restaurant, in dem mediterrane Küche serviert wird. Das Restaurant ist leider an Sonn- und Feiertagen geschlossen. Ich habe meine Nahrung in einem 24 Stunden Shop unten in der Nähe vom Bahnhof gekauft. Das hat ziemlich lustig ausgesehen als wir mit den vollen Einkauftüten und den Tramper Rucksäcken, die wir erst noch vom Bahnhof holen mussten, um zehn Uhr Abends das Hotel betraten. Wer jedoch in Madrid spät nachts noch alkoholische Getränke kaufen möchte, sollte das vor zehn Uhr machen, denn danach bekommt man einfach nichts mehr. Tagsüber gibt es auf den Straßen eine Menge Möglichkeiten gutes preiswertes Essen zu bekommen. Es gibt natürlich McDonalds und Burger King wer jedoch etwas anderes bevorzugt sollte eines der zahlreichen Imbissbuden für Meeresfrüchte oder einfach einen Dönerladen aufsuchen.

Sauberkeit
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Klarer Weise ist das ganze Hotel so sauber, dass man warscheinlich vom Fußboden essen könnte. Unser Zimmer war zwar nach dieser einen Nacht bereits völlig verdreckt und wir hatten auch nicht mehr die Gelegenheit die Arbeit des Putzdienstes zu sehen, aber die würden bestimmt nicht einmal das kleinste bisschen Schmutz übersehen.

Fazit
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Wer das nötige Kleingeld übrig hat oder einfach wie in unserem Fall ein klein bisschen verrückt ist sollte unter den Luxushotels auf alle Fälle dieses wählen. Ich werde das wenn ich mal wieder dort bin und ein bisschen Geld übrig habe (was derzeit leider nicht der Fall ist) sicher noch einmal wiederholen. Ich habe in diesem Sommer ein echts Faible für gute Hotels entwickelt. Zuvor war es mir völlig egal wo ich absteige. Hauptsache es ist sicher und ich kann mich ausschlafen. Diese Entwicklung hat natürlich Nachteile für die Geldbörse, aber macht eine Menge Spass.

Photos
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Da ich leider keine Digi Cam habe und meinen Camcorder bei Verwandten in Holland gelassen habe, um Platz zu sparen und um den Wert des Gepäcks zu mindern, konnte ich leider keine Fotos machen.

Ich denke mal, dass man hier bei Ciao nicht einfach Fotos von irgendwelchen Reiseseiten reingeben kann, und so kann ich leider nur mit nem Link zu ein paar echt guten Bildern von dem Laden dienen.

http://de.escapio.com/hotel/hotel-urban/​bilder


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Kommentare

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  • handballwilhelmshaven 05.04.2012 15:26
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • mozarteum 18.02.2012 18:27
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    klasse berichtet ... und es bleibt die option auf umbewertung bei rückkehr ...! lg detlef

  • Brandung 18.12.2011 11:40
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Sehr schön geschrieben. lg

  • goat_2 16.03.2011 21:15
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Jeanny28 25.02.2011 16:03
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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