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Pro Arthur, unser Kellner - die Sache an sich - das Essen
Kontra Parkmöglichkeiten - Stühle
Hallo ihr Lieben!
Zum Geburtstag hatte ich das Essen in der "Unsicht-Bar" in Köln geschenkt bekommen.Ups, das sind ja keine 120 Worte, also muss ich nun doch deutlicher werden *lol*
unsicht-Bar Köln
Im Stavenhof 5-7
50668 Köln (Eigelsteinviertel)
Fon: 0221 2005910
Email: reservierung@unsicht-bar-koeln.de
Internet: www.unsicht-bar-koeln.de
Auch in Berlin und Hamburg gibt es "Dark Dinner" Restaurants.
Öffentlicher Nahverkehr
U-Bahn-Linien 5, 6, 12, 15, 16, 17, 18 und 19 zur Haltestelle Ebertplatz. Von dort 3 Minuten zu Fuß.
Mit dem Auto
Rund um das Restaurant gibt es Parkplätze, die bis 21 Uhr eines Parktickets bedürfen.
Man kann aber auch am Ebertplatz parken, denn dort ist nur bis 18 Uhr ein Parkticket Pflicht und dann 3 Minuten zu Fuß gehen.
Man bestellt im Hellen und wird dann vom persönlichen Kellner, der sehbehindert oder blind ist, an den Tisch im stockdüsteren Raum geführt.
Der Kellner kümmert sich um alles und bringt einen auch wieder raus, wenn man zum Beispiel rauchen will oder auf Toilette muss.
Die Toiletten sind normal beleuchtet.
Das Rauchverbot existierte schon vor der staatlichen Idiotie, denn in der 100 %igen Dunkelheit könnte die Glut den kompletten Raum erleuchten.
Dass man vorbestellen muss, war uns klar. Anfang Mai erzählte mir Simone, dass sie mich zum Burzeltag in die "Unsicht Bar" einlädt und als sie Mitte Mai dann zur Reservierung anrief, bekamen wir erst am 02. August einen Termin.
Nun ja, die Samstage sind halt favorisiert.
Die Reservierung kann 365 Tage im Jahr über die 02 21 / 200 59 10 oder http://www.unsicht-bar.de/unsicht-bar-koeln/html/reservierung.html erledigen.
Bei mehr als 5 Personen wird ausschließlich um Anruf gebeten.
Das Restaurant bietet 72 Plätze auf 2 Ebenen.
Ich kann euch nicht beschreiben, wie es aussieht, denn es ist wirklich stockdüster. Man sieht die Hand vor Augen nicht.
Aber es war sauber. Denn ich bin mit den Händen den Tisch abgefahren, um die Ausmaße zu ergründen und es war alles sauber und glatt. Der Platzteller und das Besteck waren auch sauber und zum Einsatz bereit.
Ein bisschen doof fand ich die Stühle. Ein Sitzkissen wäre angenehmer gewesen, denn der Rand des Stuhl war ein wenig erhöht und so wurden die Oberschenkel ein wenig eingedrückt beim Sitzen.
Man kann zwischen Vegetarisch, Fleisch, Fisch, Lamm, Käse und Überraschung wählen.
Simone entschied sich für Lamm und ihr Menü sah wie folgt aus:als 3-Gang-Menu € 43,50 (bitte wählen Sie "mit Suppe" oder "mit Dessert")
als 4-Gang-Menu € 48,00 (mit beidem!)
als 3-Gang-Menu € 42,50 (bitte wählen Sie "mit Suppe" oder "mit Dessert")
als 4-Gang-Menu € 47,00 (mit beidem!)
Mehr dazu erzähle ich euch nachher bei meinen Erlebnissen :-)
Die Menüs bewegen zwischen 32 Euro und 49,50 Euro - je nachdem, ob man sich für das 3-Gänge- oder das 4-Gänge-Menü entscheidet.Arthur begleitete uns zum Tisch und erzählte mir: "Hier ist der Stuhl, mit der rechten Hand bist du an der Lehne und mit der linken kannst du die Tischkante fühlen."
Das klappte auch prima und ich nahm Platz.
Auch bei Simone klappte es prima und wir saßen ohne blaue Flecken an unserem Tisch - das war schon ein Erfolgserlebnis.
Nun erklärte er uns, wo sich der Platzteller mit dem Besteck befindet und dass wir die Handtaschen zwischen Wand und unseren Stühlen platzieren können. Wir fanden es sehr beruhigend und orientierungsgebend, dass die Wand direkt an den Tisch anschloss.
Damit verschwand Arthur, es kam uns jedenfalls so vor, und wir erkundeten den Tisch und seine Ausmaße. Wir schätzen den Tisch auf 1 Meter.
Nun gab es den Gruß aus der Küche ("Amuse-Gueul" wie die Profiköche sagen *grins* Da sag noch mal einer "TV macht doof"). Es schmeckte sehr fluffig und sahnig, aber leider auch ein wenig salzig.
Danach gab es direkt die Vorsuppe für mich.
Ich habe versprochen, dass ich die Auflösung Gerichte nicht verraten werde, da sie noch ca. 2 Monate die gleichen Menüs servieren. Doch die Vorsuppe wird wohl verkraftet.
Meine Vorsuppe war kalt und ich erkannte den Duft nicht gleich. Ich wusste, den Geruch kenne ich, aber dauerte schon ein bisschen, bis ich auf Gurkensüppchen kam. Die Gurke schmeckte und roch so frisch und grün. Und die Konsistenz ist mir noch nie so bewusst aufgefallen.
Es schmeckte sehr lecker und wir schafften es sogar, dass ich Simone die Suppentasse über den Tisch zum Probieren reichte und wieder zurück, ohne einen Unfall zu verursachen.
Das Witzigste war, dass ich den Löffel einmal verkehrt herum hielt, also die Wölbung nach oben *grööl* Zum Glück aß ich langsam und so konnte ich die Zähne verschonen.
Wir hörten, wenn Arthur neue Gäste hereinbrachte und auch ihnen die Getränke und das Essen servierte.
Die meiste Zeit unterhielten Simone und ich uns über das, was wir aßen und glaubten zu schmecken. Es ist wirklich ein Erlebnis, wenn man nicht sieht, was man isst. Da wurde uns doch bewusst, wie stark wir auf das visuelle Erleben fixiert sind.
Erst nach dem Hauptgang, unterhielten wir uns über normale Dinge. Bis dahin war das Essen und die Umgebung und unsere Wahrnehmung dazu das Thema Nummer 1.
Simone hatte ja die Variante mit Nachtisch gewählt und so konnte ich bei ihr auch mal den Nachtisch probieren.Arthur gesellte sich dann kurz zu uns und fragte uns, ob wir Fragen hätten.
So erfuhren wir, dass er seit seinem 9. Lebensjahr blind ist -> Zitat: da hatte ich dann genug gesehen *lach*
Und er sieht die Dinge immer noch in Bildern vor dem inneren Auge. Er arbeitet seit knapp 6 Jahre in der "Unsicht Bar".
Ich weiß gar nicht mehr, über was wir uns alles unterhielten, aber es war zu kurz, denn die Arbeit rief wieder.
Es wird auf der Homepage geraten, dass man mindestens 2 Stunden im Dunklen bleiben sollte, um sich vollständig zu akklimatisieren. Einerseits konnten wir ja nicht auf die Uhr gucken und andererseits hatten wir schon ein wenig das Zeitgefühl verloren.
Als wir uns dann von Arthur wieder in den kleinen Flur bringen ließen, um die "Unsicht Bar" zu verlassen, wurde mir so richtig bewusst, dass man als Blinder oder Sehbehinderter sehr auf andere angewiesen ist und sehr viel Vertrauen haben muss. Ich denke, daher kommt auch der Spruch "Blind vertrauen".
Anhand der Speisefolge versuchte ich die Zeit zu schätzen und lag mit 3 Stunden prima.
Die Zeit war im Fluge vergangen.
Mit der Lady am Counter plauderten wir noch ein bisschen, während wir uns unsere Menüs anguckten. Prima, dass es die Auflösung gab *grins*
Sie erzählte uns, dass es wirklich Menschen gibt, die Panik im Düstern bekommen und nach wenigen Minuten schon wieder raus müssen.
Ich empfehle euch dieses Erlebnis und gebe 5 Sterne!!!
Liebe Grüße
Elena mit dem Mini-Zoo
PPS: Ich habe mich nicht beschlabbert :-) Außerdem hatte ich noch ein Obertiel zum Wechseln dabei - für alle Fälle *grins*
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LaJungle 20.11.2011 08:19
jockel2001 08.05.2011 16:39
pharaonen 15.04.2011 22:01
bh
allisonbraun 26.10.2010 10:59
so da bin ich wieder mit BH
allisonbraun 21.10.2010 20:12
Wäre nichts für mich. nimm bitte auf meiner BH Wartebank Platz. Dauert etwas, ist recht voll