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Erfahrungsbericht

für U-Bahn Peking
4 Sterne Pekings Versuch dem Stau Herr zu werden
63 von 63 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen

Pro Netz, Ausbau und Preise

Kontra Eigentlich chronisch überfüllt

Detailbewertung

Pünktlichkeit:
Komfort:
Service beim Ticketkauf / Vorverkauf:
Service bei der Fahrt:

Der Autor

Matze081 Seit 19 Feb 2007

Hallo, Baujahr 81, Studium in HRO, Arbeit hier und da! 570!!! Berichte und 443. Bericht mit 200... mehr

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Einleitung
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Die U-Bahn von Peking ist eine der am schnellsten wachsenden öffentlichen Verkehrsnetze der Welt. Die Bezeichnung U-Bahn ist jedoch ein wenig irreführend, da sie zum Teil auch oberirdisch verläuft und somit das U- und S-Bahn-Prinzip kombiniert. Da ich bei meinem letzten Pekingbesuch wirklich beeindruckt war und einige Chinesen zu Recht behaupten, dass die U-Bahn das Einzige sei, was in der Hauptstadt des Reiche der Mitte funktioniere, möchte ich dieses rasant wachsende Netz im folgenden Bericht kurz vorstellen.

Daten
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Chinesische Bezeichnung: åŒ—äº¬åœ°é“ (Die ersten beiden Zeichen stehen, so glaube ich, für Peking)
Laut dem deutschen Wikipedia umfasst das Netz zurzeit 336 km und 172 Stationen
Tägliche Fahrgäste (geschätzt): 7,5 Millionen
Chinesische Internetpräsentation: http://www.bjsubway.com/
Englischsprachige Internetpräsentation: http://www.ebeijing.gov.cn/feature_2/Sub​way_Tour/

Aufbau und Bedeutung
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Es ist schwer eine U-Bahn zu beschreiben, die mit Hilfe von Milliarden an Subventionen stetig in einem Tempo ausgebaut wird, das für uns Europäer unverständlich rasant ist. Daher würde ich jedem Leser empfehlen, weitere Quellen, wie zum Beispiel das englisch- und deutschsprachige Wikipedia zu nutzen, um sich einen aktuellen Eindruck von eines der größten Subway-Netze der Welt zu machen. Trotzdem möchte ich am Beispiel einiger Linien ein paar Zeilen zum Aufbau und der Bedeutung dieses Massenverkehrsmittel loswerden.

Das Zentrum des Netzes ist die Linie 1 als Ost-West-Achse entlang der wichtigsten Gebäude der Stadt. Der Platz des himmlischen Friedens und die Verbotenen Stadt sind nur zwei von ihnen. Diese Linie bildete auch die Grundlage der ersten, 1969 eröffneten aber erste 1977 der normalen Bevölkerung zugänglichen, Strecke. Mit 31 Kilometer Länge und 23 Bahnhöfen ist sie noch heute eine der längsten Linien und fast immer sehr stark befahren.

Ebenfalls von enormer Bedeutung ist die Nord-Süd-Achse in Form der Linie 5, die meist jedoch chronisch überfüllt ist. Sie läuft zum großen Teil durch das wichtige Viertel Dongsheng. Die meisten Hotels, Hostels und weniger überfüllten Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe dieser Linie. Um hier ebenfalls zwei Beispiele zu nennen reicht ein Blick auf den Linienplan. Die Station Yonghegong in der Mitte der Linie heißt nicht ohne Grund “Lama Temple” in ihrem Zusatz. Der “Himmelstempel” befindet sich ganz in der Nähe der Station Tiantan Dogmen.

Die meisten Linien kreuzen die Ringbahn mit der Linie 2, die wie in anderen Städten das wichtigste Verkehrsmittel überhaupt darstellt. Über die Linie erreicht man sowohl den Airport-Express, eine Art Sonderbahn zum internationalen Flughafen mit seinem “neuen” Terminal 3, der extra zur Olympiade gebaut wurde, als auch alle “Innenstadtlinien”.

Eine der wenigen Strecken, die nicht über die Ringbahn zu erreichen sind, ist die Linie 10, die im Viertel-/Halbkreis nördlich der Ringbahn ebenfalls den Airport-Express kreuzt.

Noch weiter nördlich findet man den Halbkreis der Linie 13, der zwar eher als S-Bahn angesehen werden kann, aber wenn Hamburg schon eine U-Bahn hat, die prozentual häufiger über der Erde fährt als die dortige S-Bahn, dann wird der Unterschied in der chinesischen Hauptstadt auch nicht so genau genommen. Die 13 startet am Knotenpunkt “Nordbahnhof” an der Linie 2, kreuzt die 10 und die 5, erschließt die restlichen nördlichen Bezirke der Mega-City und endet am “gegenüberliegenden” Punkt, der Station Dongzhimen, wo man in die Ringbahn oder aber auch in den Airport-Express umsteigen kann.

Die Bedeutung der U-Bahn kann man gar nicht überschätzen. Bei meinem Besuch in China hatte ich das Gefühl, dass die Chinesen gegen die Zeit arbeiten. Je mehr der allgemeine Wohlstand der Mittelschicht ansteigt, je mehr Chinesen wollen diesen in Form eines eigenen Wagens präsentieren. Je mehr PKWs zugelassen werden, je stärker steigt sowohl die Verschmutzung als auch die Gefahr eines Verkehrskollaps. Daraus folgend versucht die Regierung mit allen Mitteln ein U-Bahn Netz aus den Boden zu stampfen, das in wenigen Jahren sicher zu den fünf größten der Welt zählt.

Preise
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Leider gibt es in Peking keine Möglichkeit eine Zeitfahrkarte zu kaufen. Stattdessen kann man jede Fahrt einzeln bezahlen oder eine Art Prepaid-Karte (eine Fahrt kostet 2 Yuan = 25 Eurocent) an den Schaltern oder den Automaten kaufen. Eine Einzelfahrt gilt so lange, wie man innerhalb des U-Bahn-Systems unterwegs ist. Beide Karten sind im Gegensatz zu den Busfahrkarten im EC-Kartenformat und werden beim Eingang an die Sensoren gehalten und beim Verlassen der Station entweder eingeschoben oder ebenfalls “rangehalten”.
Wenn man viele Angelegenheiten an verschiedenen Orten zu erledigen hat, können die 25 Cent pro Fahrt auf Dauer schon kostenintensiv sein. Während meines Urlaubs dort bin ich die sehr kurzen Strecken von einer oder zwei Stationen daher zu Fuß gegangen.
Trotz des Fehlens von Tages- oder Wochenkarten ist die U-Bahn für Westeuropäer sehr günstig und verdient somit vier Sterne in dieser Kategorie.

Meinung und Fazit
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Die U-Bahn von Peking ist wirklich eines der am besten funktionierenden Verkehrsmittel, die ich je genutzt habe. Sie steht im krassen Gegensatz zu den chinesischen Regionalzügen, denn im Gegensatz zu denen, ist das U-Bahn Netz zumindest in den zentralen Stadtbezirken sehr gut ausgebaut und die Züge kamen zumindest während meines Urlaubs nie zu spät.
Der Preis wurde vor der Olympiade von 3 auf 2 Yuan gesenkt (wahrscheinlich fast einmalig in der heutigen Zeit) und so beibehalten. Das Fehlen von Zeitkarten ärgerte mich weniger wegen der Kosten, sondern eher aufgrund der Schlangen vor den Fahrkartenautomaten, die jedoch - und das ist wieder ein positiver Punkt - zweisprachig (Chinesisch und Englisch) arbeiten.

© Matze081 (ciao.de dooyoo.de yopi.de)

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Kommentare

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  • Ascot1975 25.04.2012 06:40
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • mjk25 24.02.2012 16:23
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    klingt ja sehr interessant.grüße mario

  • schotterkoenig 02.02.2012 05:46
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • duderally 30.01.2012 00:08
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • HundeBlick 23.01.2012 17:13
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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