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USA im Wohnmobil ist das grösste !!
Pro maximale Freiheit bei der Zeit- und Routenplanung, man atmet die Weite ein
Kontra Luxusmenschen müssen auf ein klein wenig verzichten
Hallo USA-Freunde
USA - ein tolles, ein wirklich atemberaubendes Reiseland. Wohnmobil, wo sind die Vorzüge?
Mit einem Wohnmobil ist als Tourist schon fast zwangsläufig näher am Alltag dran, als ein Hotel-Reisender. Das geht schon mit den kleinen oder großen Einkäufen in den Supermärkten los. Man kann sich ja völlig selbst versorgen (was auch die Kosten für so ein RV drückt). Viele Hotel-Touris haben noch nie einen Lebensmittel-Supermarkt von innen gesehen und haben da wirklich etwas versäumt. Jedoch wesentlich ist, dass man die Reise selbst viel freier gestalten kann. Ein Besuch in einem der Nationalparks muß oft lange im Voraus auf den Tag genau geplant sein, die Anzahl der Hotelbetten ist begrenzt und die Nachfrage ist gigantisch. Wer sich verspätet, dessen Zimmer ist dann meist wieder vergeben und dann hat man wirklich ein Riesenproblem. Mit einem RV fährt man aus so einem Park heraus (auch die Campgroundplätze sind knapp) und sucht sich in der Umgebung einen einfachen Campingplatz zum Übernachten. Am Tage auf der Fahrt hat man wieder jede Zeit der Welt (nur an die Rückfahrt in die Heimat muß man leider denken) und einfach mal anzuhalten und etwas zu unternehmen, sich die Füße zu vertreten oder was auch immer. Jederzeit kann man so auch auf einem Parkplatz oder am Straßenrand vor vielleicht atemberaubender Kulisse eine Pause einlegen, etwas ausruhen, eine Essenspause einlegen, die Füße im Colorado abkühlen oder was auch immer. Ideal sind RV's besonders für Kinder, egal welchen Alters. Hier ist niemand dazu verdonnert, stundenlang mehr oder weniger unbeweglich im Autositz zu hocken. Rumtoben während der Fahrt ist zwar nicht so sinnvoll aber bei längeren Fahren auf übersichtlichen, geraden Straßen können die sich z.B. mal in den Alkoven legen und oben aus dem Fenster schauen, den Platz einfach mal wechseln, zwischendurch mal an den Kühlschrank usw usw..
Cracks unter den Wohnmobilisten lassen sich auch mal während der Fahrt (bei den erwähnten geraden Strecken) einen frischen Kaffee aufbrühen (ist natürlich nicht erlaubt und sollte mit aller nötigen Vorsicht geschehen. Wir haben das öfter gemacht wenn wir mal eine längere, wenig aufregende Strecke vor uns hatten, einfach Meilen fressen wollten. So ein großes Wohnmobil verbraucht bei anständiger Fahrweise schon mal 22-26 Liter auf 100 km, also öfter mal an Tankstellen vorbeischauen ! Die Tempoautomatik hilft vor allem an den ersten Tagen, die üblichen Speed-Limits einzuhalten, später gewöhnt man sich an die gelassene Fahrweise und schwimmt recht entspannt im verkehr mit. Bei Überland-Strecken sieht man manchmal lange Zeit nicht ein anderes Auto und kann sich die Landschaft und deren Weite "reinziehen" Achtung: Tempomat nie auf hügligen Strecken einsetzen, das treibt den Verbrauch schnell auf 35 Liter hoch!
RV's sollte man schon hierzulande buchen, das ist viel billiger als in den USA und hängt mit den Versicherungen zusammen. Eine Zusatzversicherung haben wir vor Ort nie abgeschlossen, jedoch hier die Reise mit der Mastercard Gold bezahlt. Dadurch werden eine ganze Reihe Schäden automatisch versichert.
Wir mieten für die 7-Wochen-Tour ein mittelgroßes RV, bekamen aber dieses nicht weil eines noch nicht zurück war und ein anderes erst noch zur Inspektion mußte. Man bot und ein größeres zum gleichen Preis an, was wir dann auch akzeptierten. So hatten wir also ein Riesenmobil (24 Fuß) für 2 Leute, extremer Luxus und superbequem! Abends kein Bettenbauen, ich schlief im Alkoven, meine Frau auf einer großen Liegefläche im hinteren Teil des Wagens. Stauraum satt, soviel brauchten wir garnicht. Grundausrüstung war bei unserem: 6-Zylinder Motor, 3Liter Hubraum, Tempomat, Klimaanlage, Autostereo usw. die ganze, übliche Palette für Ami-Autos. So eine Kiste fährt sich fast wie ein PKW, im Ernst, es ist kein Problem sich darauf einzustellen, mir hat es einen Riesenspaß gemacht obwohl ich kein Auto-Narr bin. Zusätzliche Bordbatterie, gasbetriebener 110V-Generator für die Klimaanlage oder zu Aufladen der Batterien wenn man längere Zeit keinen Anschluß für 110V bekommt)
Im Wohnbereich findet man neben den Schlafplätzen und Sitzplätzen: vollwertiger Gasherd mit Backrohr, Dunstabzugshaube, Doppelspüle, Mikrowelle, Waschbecken, extra Naßzelle mit Dusche (kalt und warm, richtig mit Druck wenn es sein muß) und WC (nix von wegen Chemie-Klo und Tank durch die Gegend tragen! Wasserspülung!), jede Menge Leuchten, 110V Steckdosen, Heizung, Dach- Kimaanlage(110V) usw..
Wenn man den Wagen übernimmt bekommt man ein ausstattungspaket für den Wagen und eines für jede Person (ist vom Vermieter abhängig) Bei Cruise America bekam jeder von uns einen Beutel mit einem Kopfkissen und einem Schlafsack, dazu dan noch einen Trinkbecher (MUG) Teller, Besteck. ein T-Shirt, eine Mütze usw. Zum Wohnwagen-Paket gehörte dann noch Kochgeschirr dazu (emaillierte blau-weiß gesprenkelte) Kaffeekanne, nochmal Trinkbecher 1 Topf, 1 Kasserolle, 1 Pfanne und Kleinzeug wie Küchenmesser usw.
Übernachten wo?
Wir haben fast immer einen Campground aufgesucht. wir hatten diese KOA-Plätze mit dem Pool recht gerne. Wenn wir mal unterwegs waren und eine größere Strecke ohne irgendwelchen Ziele vor uns lag, fuhren wir einfach bis wir müde wurden und stellten uns dann z.B. auf einen parkplatz vor einem der 24_Stunden-Supermärkte. Dort sind wie niemals gestört worden. Ein anderes Mal fragten wir in einem Indianerreservat an einer Tankstelle ob wir dort über Nacht stehen bleiben dürften. Wir durften, gaben dem Tankwart $5 und das war's dann schon. Die Campgrounds in den Nationalparks sind landschaftlich gesehen meist sehr schön gelegen. Dort bekommte man aber praktisch nie Hookups, also Anschlüsse für Wasser, Strom und Abwasser. Eine zentrale Ver- und Entsorgungsstelle gibt es aber auch da immer (Dumping-Station). In Großstädte reinfahren würde ich auf keinen Fall. Man bleibt besser außen vor und nimmt sich einen Bus in die Stadt, man sieht mehr und hat weniger Streß im VerkehrsgewühlNachsatz:
An die Verkehrsregeln halten!! Das spart Ärger und viel Geld. Wer z.B. mal eben ganz lässig ein Fetzen Papier oder andere Abfälle aus dem Fenster wirft, kann je nach Bundesstaat bis zu $1000 blechen !
Bye, Lutz
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| 1 - 4 von 4 Kommentaren
Dadaniel 31.03.2000 09:56
skadani 30.03.2000 17:24
radarnammert 30.03.2000 16:58
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| 1 - 4 von 4 Kommentaren
War bisher noch nie mit dem Wohnmobil in den Staaten unterwegs, doch eine Überlegung ist es in jedem Falle wert. Danke für die Meinung! PUGeneral