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In Lautern ganz oben
Pro Guter Service, tolle Aussicht
Kontra Teilweise nicht zufriedenstellende Speisenqualität, Geräuschpegel
Detailbewertung
| Essen & Trinken | |
|---|---|
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
| Atmosphäre | |
| Service | |
| Anbindung | |
| Auswahl |
Mit einer Höhe von 84 Metern ist das Rathaus das höchste Gebäude meines Wohnorts Kaiserslautern. Im obersten der öffentlich zugänglichen Gebäude befindet sich das Restaurant „TwentyOne“ – wie der Name nahelegt also im 21. Obergeschoss (alle darüberliegenden Stockwerke dienen lediglich der Haustechnik). Dieses Lokal suchten wir neulich das erste Mal auf; ob wir dort noch einmal hingehen oder nicht, das dürfte allen Lesern am Ende dieses Artikels klar geworden sein.
Anlass für den Besuch im „TwentyOne“ war mein Geburtstag. Ich wollte an jenem Abend mit meiner Freundin gut Essen gehen, das Ganze möglichst in interessanter Atmosphäre. Spontan fiel mir dazu das „TwentyOne“ ein, da man von dort oben einen schönen Blick über das nächtliche Kaiserslautern haben dürfte.Zu erreichen ist das „TwentyOne“ über den Seiteneingang des Rathauses in der Maxstraße. Von dort aus geht es mit einem von vier Fahrstühlen hoch in den 21. Stock (sämtliche anderen Stockwerke sind abends, wenn zwar das „TwentyOne“ geöffnet, das Rathaus aber geschlossen hat, blockiert.
Betritt man dann das „TwentyOne“, so fällt zunächst das sehr moderne, loungemäßige Ambiente auf, gefolgt von der Erkenntnis, dass es dort doch sehr laut ist. So schön ich die Einrichtung finde, so schlecht empfinde ich im Gegenzug die Akustik. Wenn man dann noch, so wie wir, das Pech hat, dass eine große Gruppe mit entsprechender Lautstärke im Lokal is(s)t, dann muss man sich schon zu Zweit fast schreiend unterhalten.Der Service war bei unserem Besuch sehr freundlich und zuvorkommend, obwohl aufgrund der großen Gruppe die ganze Brigade ziemlich im Stress war. Dennoch wurden wir sehr herzlich bedient.
Aus der vergleichsweise kleinen Speisekarte entschieden wir uns einmal für ein Menü, bestehend aus Graved-Lachs-Tatar auf Kartoffelröste mit Honig-Senf-Dipp, einer Filetplatte vom Schwein, vom Rind und von der Pute mit Pfefferrahmsauce und Rosmarinkartoffeln sowie einem Baileys-Parfait. Außerdem orderten wir einmal Rindercarpaccio au Trüffelcreme mit Rucola, Pinienkernen und Parmesan sowie ein Japanisches Pfeffersteak an Kartoffel-Wasabi-Püree und Asia-Gemüse.Die Wartezeit für die Speisen hielt sich in Grenzen, allerdings wäre vorweg ein wenig Brot oder ein kleines Amuse Bouche durchaus wünschenswert gewesen. Der Lachs-Tatar kam in einer interessanten Mischung mit sauren Gurken und Zwiebeln daher, was meines Erachtens eine interessante Mischung war. Das Carpaccio war insgesamt durchschnittlich gut, allerdings fehle die angekündigte Trüffelcreme. Die Filets beim Hauptgang waren sehr schmackhaft, jedoch waren die Rosmarinkartoffeln noch nicht komplett durch. Das Pfeffersteak war insgesamt lecker, leider erinnerte die Sauce dazu dann doch verdächtig an die in jedem Asia-Laden erhältlich Süß-Scharfe Sauce. Das Asia-Gemüse bestand aus verschiedenen Gemüsesorten, von denen allerdings keine explizit asiatisch wirkte. Wirklich köstlich war das Püree. Und fast schon als Offenbarung muss das Parfait bezeichnet werden.
Man merkt es schon: die Qualität der Speisen war sehr unterschiedlich – von raffiniert und lecker bis hin zu handwerklich schlecht zubereitet. Wenn man nun überlegt, dass das Preisniveau im „TwentyOne“ für Kaiserslauterer Verhältnisse vergleichsweise hoch ist (wir zahlten für die o.g. Speisen, eine Flasche Wasser und einen kleinen Spezi rund 70 Euro), dann kann man dafür eigentlich schon eine gewisse Konstanz bei den Speisen erwarten. Dieser Anspruch konnte im TwentyOne allerdings nicht erfüllt werden. Auf der Negativseite steht zudem die zu laute Geräuschkulisse, während auf der Habenseite der sehr gute Service sowie die tolle Aussicht punkten können. Alles in allem reicht es nur für eine mittelmäßige Bewertung mit drei von fünf möglichen Sternen. Ich denke, dass wir das „TwentyOne“ eher nicht noch einmal besuchen werden, außer evtl. zu einer der regelmäßig Donnerstags stattfindenden Dinner-Shows, wo zu einem Preis von 21,90 EUR ein Überraschungsmenü mit einem Comedyprogramm geboten wird.Bleiben zum Schluss noch ein paar Anmerkungen:
1) Die sanitären Einrichtungen haben wir nicht getestet, insofern konnten diese nicht in die Bewertung mit einfließen.Zu finden ist das „TwentyOne“ unter folgender Adresse:
„TwentyOne“
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bin14 16.03.2010 08:04
heike79 16.03.2010 08:02
Buure5 09.03.2010 12:52
t.schlumpf 06.03.2010 09:45
snoopinchen25 04.03.2010 18:44