Tromsö

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Tromsø - das Tor zum Eismeer

5  23.11.2001 (20.09.2005)

Pro:
Stadt mit Flair , mitten in der Natur

Kontra:
weite Anreise

Empfehlenswert: Ja 

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Über sich: Hei,hei , seid willkommen auf meiner Seite. Hoffe es macht Euch weiterhin viel Spaß meine Berichte z...

Mitglied seit:22.11.2001

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 141 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Schaust du von dem Berg Storsteinen nach Westen, so siehst du zu deinen Füßen auf einigen Inseln verstreut das Herz des Nordens von Norwegen liegen - Tromsø.
Für mich jedesmal einer der großen Momente, wenn ich nach Tromsø komme. Fast immer ist dies bisher mein erster Weg gewesen. Nach der weiten Anreise brauche ich genau solche Momente um Aufzutanken. Ich setze mich an eine schöne Stelle,genieße die frische Luft und den weiten Blick über Land und Wasser - da mag schon mal eine Stunde vergehen oder mehr.

Lage und Geschichte:
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Tromsø ist eine Inselstadt, die durch die 1036 m lange Tromsøbrücke mit dem Festland verbunden ist. Bis zum Bau der Brücke 1960 fuhr auf dem Sund auch die Stadtfähre, wie das heute noch an vielen anderen Stellen in Norwegen üblich ist..

Die Gründung Tromsøs fällt in die Zeit der Christianisierung des Nordens.Im Jahre 1308 wird erstmals in einer päpstlichen Bulle Tromsø erwähnt, mit der Anordnung im "Heidenland eine Kirche der heiligen Maria zu bauen". Mit den Heiden waren die Saamen (Lappen) mit ihrem Naturglauben gemeint. Lange Zeit war Tromsø nicht mehr als Kirche und Marktplatz, wo sich die Fischer und Bauern der umliegenden Dörfer und Gehöfte regelmäßig versammelten.

Der entscheidende wirtschaftliche Aufschwung begann im 19. Jahrhundert, als man das nördliche Eismeer als Jagdgebiet für Robben-, Eisbär- und Walfang entdeckte. Für die Menschen wurde Tromsö zum Ausgangspunkt und Umschlagplatz ihrer Waren. Um die Jahrhundertwende starteten vom "Tor zum Eismeer" verschiedene Expeditionen in die Arktis. Dem Polarforscher Roald Amundsen wurde hier ein Denkmal errichtet, nachdem er bei einem Versuch seinen bei Spitzbergen in Not geratenen Polarforscherkollegen - dem Italiener Umberto Nobile - zu retten, ums Leben kam.
Soviel zur spannenden Geschichte Tromsøs. Man kann diese Geschichte spüren, wenn man sich darauf einläßt.

Tromsø heute:
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Heute ist Tromsø eine quirlige Universitätsstadt ( seit 1972) mit so besonderen Studienfächern wie arktische Biologie, Fischereiwirtschaft, Samisch und anderen.
Die Bewohner der Stadt gelten als besonders aufgeschlossen, was sicherlich auch auf die hohe Zahl junger Menschen ( durch die Studenten) zurückzuführen ist. Mir macht es jedesmal wieder Spaß, wenn ich da bin, diese offene Atmosphäre zu genießen.
Übrigens - das Wetter ist garnicht soooo schlecht. Von den inzwischen sechs mal wo ich da war, war es nur einmal so richtig unangenehm naßkalt. Ich habe aber auch Sommer mit 22 ° C erlebt !!
Als Sehenswürdigkeiten - und wenn ich das sage meine ich wirklich sehenswert - möchte ich 3 Dinge aufführen:

- Die Eismeerkathedrale: sie liegt auf dem Festland und wurde 1965 nach den Plänen von Jan Inge Hovigs gebaut. Das gewaltige Spitzzelt aus Beton symbolisiert die lange Dunkelheit im Winter und das Nordlicht. An seiner Stirnseite findet sich ein 150 Quadratmeter großes und dabei 23 Meter hohes Glasgemälde, das die Wiederkunft Christi symbolisiert. Mit seinen bunten, quirligen Farben wirkt es gerade zur Zeit der Mitternachtssonne besonders ansprechend.

- Das Nordlichtplanetarium: im Universitätsgebiet liegend ermöglicht es spannende Einblicke vor allem in die zauberhafte Welt des Nordlichts. Jedes Jahr gibt es neue Schwerpunktthemen, die mich immer wieder faszinieren. Echt empfehlenswert, um nicht zu sagen - unverzichtbar!!

- Das Polar- und Tromsömuseum: es zeigt interessante Ausstellungen zu Expeditionen in die Arktis, sowie zur Kulturgeschichte des norwegischen Nordens insgesamt.
Hier findet man sowohl interessante Informatinen über die vielen Expeditionen in die Arktis, die von hier ausgegangen sind, als auch interessante Details über das Leben in dieser Gegend zu früheren Zeiten.

- Polaria: Seit 1997 gibt es ein Erlebniszentrum in einem etwas futuristisch anmutenden Gebäude. Es soll ineinander geschobene Eisblöcke symbolisieren, die von rauhen arktischen Meer an Land geschoben wurden.
Hier findet sich ein Panoramakino - in dem verschiedene Filme zu den arktischen Regionen gezeigt werden, ein arktisches Aquarium- in dem die Robben bei der Fütterung beobachtet werden können und andere Attraktionen. (Eintritt 80 nrk. Kinder die Hälfte, es gibt auch eine Familienkarte für glaube ich 190 nrk).


Bergbahn zum Storsteinen
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Auf den anfangs genannten Berg führt seit 1960 eine Bergbahn (Seilbahn), so dass man bereits nach 4 min. auf dem Gipfel angekommen ist. Die Bahn nennt sich "fjellheisen". In der Bergstation gibt es auch eine "fjellstua" - ein Aussichtskaffe.
Die Fahrt kostet für einen Erwachsenen inzwischen 80 nkr, also etwa 10 Euro, für Kinder 35 nkr. Auch wenn das nicht so ganz billig ist, die Aussicht lohnt sich alle mal. Selbstverständlich kann man auch zu Fuß gehen - bei gemütlichem Tempo benötige ich etwa 1 Stunde.
Von der Stadt aus erreicht man in etwa 30 min. die Talstation zu Fuß; es gibt aber auch eine Busverbindung.


Abschließend sei gesagt : diese Stadt kann einen verzaubern, wenn man es zuläßt und sich z.B. im Sommer vom Zauber der Mitternachtssonne gefangen nehmen läßt. Tromsø ist eine Reise wert !!


Bilder von Tromsö
Tromsö Bild 5626097 tb
Eismeerkathedrale
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
wechmida

wechmida

07.02.2012 10:36

Sommer und Mitternachtssonne klingen schon gut!

hexenhammer_121

hexenhammer_121

17.03.2010 01:40

Mit jedem Bericht rückt mein Entschluss näher, endlich mal Skandinawien einen Besuch abzustatten. Am besten eine Rundreise mit deinen Eindrücken im Rucksack als Reiseführer. LG

F1-Biene

F1-Biene

22.10.2007 00:35

Bin gestern aus Tromso wieder gekommen ;)! War das erste mal da, aber auch sehr begeistert davon. Nordlichtplanetarium hat die Zeit nicht mehr gereicht, das Tromso-Museum haben wir nicht gefunden*hust*! Polaria fand ich auch klasse, das Polar-Museum war aber auch sehr interessant ;). Grüßle, Sandra

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