Triberger Wasserfälle

Erfahrungsbericht über

Triberger Wasserfälle

Gesamtbewertung (2): Gesamtbewertung Triberger Wasserfälle

 

Alle Triberger Wasserfälle Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


Gewaltige Wassermassen

5  08.05.2007

Pro:
wunderschöne Landschaft, gut ausgebaute Wege

Kontra:
???

Empfehlenswert: Ja 

Kjeldi

Über sich:

Mitglied seit:23.06.2003

Erfahrungsberichte:96

Vertrauende:36

Diesen Bericht empfehlen auf Google+
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 195 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Im März des Jahres haben wir uns spontan für einen Urlaub im Schwarzwald entschieden, da ich meinen 35. Geburtstag feierte und es sich auch zeitlich gut einrichten ließ. Da meine Frau eine Naturliebhaberin ist, sehr gern wandert und von jeglichen Naturerscheinungen fasziniert ist, beschloss ich einen Ausflug in die Natur zu organisieren. Diesmal sollte es zum Triberger Wasserfall gehen. Da Triberg ein heilklimatischer Kurort ist, machen wir hoffentlich auch noch etwas Gutes für unsere Gesundheit.
Leider hatten wir genau die Woche erwischt, als noch mal ein Wintereinbruch mit sehr viel Schnee den Schwarzwald heimsuchte. Dies hatte auch seinen besonderen Charme und Reiz, wie Euch die Bilder zeigen.

Gliederung:
=========

1. Standort
2. Kosten
3. Erreichbarkeit
4. Wissenswertes
5. Unsere Eindrücke
6. Was gibt es sonst noch?
7. Fazit


∞∞∞∞∞∞ 1. Standort ∞∞∞∞∞∞


Der Ort Triberg befindet sich an der Nordgrenze im Südschwarzwald in der Nähe von Villingen- Schwenningen und St. Georgen.

Vom Bahnhof her kommend führt zu den Wasserfällen ein ziemlich steil ansteigender Weg an der Hauptstraße entlang, vorbei an vielen Läden mit Souvenirs aus dem Schwarzwald. Kurz vor dem Schwarzwaldmuseum, auf der gegenüberliegenden Straßenseite, befindet sich einer der vielen Zugänge zum Wasserfall. Weitere Zugänge gibt es noch am Bergsee, am Scheffelplatz, hinter der Asklepios Klinik und auf der Adelheid.


∞∞∞∞∞∞ 2. Kosten ∞∞∞∞∞∞


Die Begehung, der gut ausgebauten und mit Geländern gesicherten Wege, am Wasserfall und auf den 3 möglichen empfohlenen Rundwegen ist kostenpflichtig. Der Eintrittspreis richtet sich danach, ob man nur einen Tagesausflug macht oder Urlauber mit Gästekarte von einem Hotel im Schwarzwald ist.


Man zahlt im Einzelnen:
===================


Mit der Gästekarte:
_____________

Erwachsene: ............................. 2,20 Euro

Jugendliche
(8-18 Jahre): .............................. 0,90 Euro

Kinder
(0- 7 Jahre): ................................ frei

Familienkarte
(2 Erwachsene mit
mind. 2 Kindern): ........................ 5,50 Euro

Schwerbehinderte/
Zivil-u Wehrdienst-
leistende/ Studenten: ................... 1,60 Euro

Einwohner/ Patienten
der Asklepios- Klinik/
Reiseleiter von Gruppen
über 20 Personen: .......................... frei

Gruppen über 20
Personen: ..................................... 1,30
Bilder von Triberger Wasserfälle
  • Triberger Wasserfälle Bild 49297372 tb
  • Triberger Wasserfälle Bild 49297788 tb
  • Triberger Wasserfälle Bild 49297962 tb
  • Triberger Wasserfälle Bild 49298337 tb
Triberger Wasserfälle Bild 49297372 tb
Wasserfall
Euro


Ohne Gästekarte:
______________

Erwachsene: ................................. 2,50 Euro

Jugendliche
(8-18 Jahre): .................................. 0,90 Euro

Kinder
(0- 7 Jahre): ................................... frei

Familienkarte
(2 Erwachsene mit
mind. 2 Kindern): ........................... 5,60 Euro

Schwerbehinderte/
Zivil-u Wehrdienst-
leistende/ Studenten: ..................... 2,00 Euro

Einwohner/ Patienten
der Asklepios- Klinik/
Reiseleiter von Gruppen
über 20 Personen: .......................... frei

Gruppen über 20
Personen: ...................................... 1,60 Euro

Darüber hinaus gibt es eine Familie- Kombikarte für 2 Erwachsene und mindestens 2 Kinder, welche den Eintritt für den Wasserfall und das Schwarzwaldmuseum in Triberg enthält.

Verbringt man nun seinen Urlaub im Schwarzwald sollte man, um eventuell Geld zu sparen, sich überlegen, ob man die Schwarzwaldcard kauft. Diese berechtigt bei 150 Sehenswürdigkeiten im Schwarzwald zu freiem Eintritt. Kaufen kann man diese in den Touristeninformationen in den Urlaubsorten. Sie gilt an 3 frei wählbaren Tagen innerhalb einer Saison. Kosten tut sie ohne Besuch des Europaparks Rust für Erwachsene und Jugendliche (ab 12 Jahre) 37 Euro und für Kinder im Alter von 4-11 Jahren 27 Euro. Für die Kleinsten bis 3 Jahre ist die Schwarzwaldcard kostenlos.
Möchte man den Europapark Rust mit besuchen, so wird die Schwarzwaldcard teurer und kostet für Kinder von 4- 11 Jahren 37 Euro, für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahre 47 Euro.
Darüber hinaus gibt es die Schwarzwaldcard auch als Familienkarte für 2 Erwachsene und max. 3 Kinder bis 17 Jahre. Diese kostet ohne Europapark 113 Euro und mit Europapark 153 Euro. Für Besitzer der Schwarzwaldcard ist der Eintritt zu den Triberger Wasserfällen kostenlos.

Als wir Mitte März dort waren konnten wir ein Stück des Weges kostenlos entlang gehen, da wegen des Schnees keine volle Begehung möglich war. Zu Recht finde ich, angesichts der Schneemassen die lagen.


∞∞∞∞∞∞ 3. Erreichbarkeit ∞∞∞∞∞∞


1. Mit der Bahn:
================

Zwischen Donaueschingen und Karlsruhe verkehrt eine Regionalbahn, welche in Triberg einen Halt macht. Auch hier geht es durch eine landschaftlich sehr reizvolle Gegend.

2. Mit dem Auto:
================

Von Freiburg aus fährt man mit dem Auto nach Furtwangen und von dort weiter nach Triberg.

Von Stuttgart auskommend nutzt man die Autobahn A 81 bis nach Villingen- Schwenningen. In Villingen- Schwenningen verlässt man die Autobahn und fährt weiter auf der B 500 in Richtung Triberg.

Zum Besuch des Wasserfalles stehen dem Besucher eine Reihe von Parkplätzen zur Verfügung, wie beispielsweise im Stadtzentrum, am Bergsee, am Krankenhaus.

Trotzdem empfehlen wir, insbesondere Hotelgästen im Schwarzwald, die Fahrt mit der Bahn, da man auch hier durch eine schöne Landschaft fährt und die Fahrt mit der Bahn kostenlos bekommt. Als Fahrausweis gilt für die Zeit des Aufenthaltes im Schwarzwald die Gästekarte des Hotels (Konuskarte). Das spart am Geldbeutel und schützt zugleich die Natur.


∞∞∞∞∞∞ 3. Wissenswertes ∞∞∞∞∞∞


Wie bereits erwähnt liegt der Triberger Wasserfall im Norden des Südschwarzwalds. Seine Entstehung verdankt er ursächlich der Eiszeit und ihren Bewegungen. Hier befand sich einmal ein Gletscher. In Triberg findet man mit dem Bergsee, der Stadt an sich und dem Wasserfall eine Reihe von kesselförmigen Vertiefungen (Geologen nennen dies Karformen), welche in nordöstlicher Richtung den Abhang zur Schönwalder Hochfläche bilden. Gebildet wurde dieses Naturschauspiel durch Bruchstellen (Verwerfungen) in den Gesteinen, deren Ursache von seismischen Aktivitäten bis zu Erdbeben reichen können und Spalten, Rillen und Klüfte im Gestein bildeten. Bis zu diesen Abhängen hat sich die Gutach, ein ca. 25 km langer Fluss, ihren Weg durch die Schönwalder Hochebene gebahnt und erhält ihr Wasser von einigen Quellbächen aus der Hochebene.

In Triberg stürzt die Gutach 162m tief über 7 Granitstufen in einen zum Teil inzwischen bewaldeten und bewirtschafteten Talkessel. Damit sollen die Triberger Wasserfälle die höchsten in Deutschland sein. Auf einer Gesamtlänge von ca. 230m sind einmal die oberen, mit 3 Kaskaden, und einmal die unteren Fälle, mit 7 Kaskaden, entstanden. Zwischen den oberen und den unteren Fällen gibt es einen steilen Sturz des Flusses.


Der Weg an den Wasserfällen führt gut ausgebaut und gesichert über zum Teil asphaltierten Wegen und 2 Holzbrücken hinauf zum Scheitelpunkt. Auch gibt es die Möglichkeit zu mehreren Rundwanderungen. An den Seiten findet man einige Informationstafeln, wo man dem Besucher die Tier- und Pflanzenwelt näher bringen möchte. Mit ein wenig Glück sieht man beim Spaziergang am Wasserfall auch noch ein paar Eichhörnchen, welche sich hier in relativ großer Zahl aufhalten sollen.

Bereits Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Triberger Wasserfälle mit befestigten Wegen erschlossen. Mitte des 19 Jahrhunderts setzte in Deutschland der sogenannte Wasserfall Tourismus ein.

1884 nutzte man die Wasserkraft und wagte ein Experiment:
Die erste elektrifizierte Straßenbeleuchtung in Deutschland. Auch heute noch wird die Wasserkraft oberhalb und unterhalb der Hauptfälle genutzt


∞∞∞∞∞∞ 4. Unsere Eindrücke ∞∞∞∞∞∞

Im Sommer, aber auch jetzt bereits bei den Temperaturen ist es bestimmt kühl dort oben.

Man kann mit Kindern, aber auch mit einem Kinderwagen und wenn man bereits im Fortgeschrittenen Alter ist und Gehhilfen benötigt den Rundweg gut und bequem schaffen. Noch dazu auf sehr gesicherten Wegen. Auch ergibt es sich die Möglichkeit für viele Fotos und sogar einem kleinen Film. Da es zum Teil ein wenig steil bergauf geht würden wir Rollstuhlfahrern den Weg nur mit Unterstützung empfehlen.

Die Wassermassen schießen, nicht sehr laut den Berg hinab und Landschaftlich ist es sehr reizvoll und wunderschön. Bereits beim Ausstieg aus der Regionalbahn vernimmt man ein stetes Rauschen.

Licht- und Schattenspiele auf dem Wasser, Reflektionen der Sonnenstrahlen ergeben verschiedene Blickwinkel, Farben und Sichtweisen. Noch dazu werden die Wasserfälle bis 24.00 Uhr angestrahlt. Also nicht jeder Blick ist gleich.

Zeit sollte man sich mitbringen, denn so schnell verlässt man diesen Ort nicht.


∞∞∞∞∞∞ 5. Was gibt es sonst noch? ∞∞∞∞∞∞


Wenn man den Rundweg folgt gelangt man am oberen Ausgang zu einer kleinen Wallfahrtskirche: Maria in der Tanne. Sie ist ein kleines Schmuckstück.

Zwischen Offenbach und Singen verkehrt die Schwarzwaldbahn durch eine herrliche Landschaft. Dabei soll der Streckenabschnitt zwischen Hornberg- Triberg- St. Georgen zu den schönsten Bahnstrecken zählen. Wir sind lediglich die Strecke zwischen Triberg und St. Georgen gefahren und können Euch sagen, dass der Ausblick schon grandios war.

Gegenüber dem Haupteingang, mitten im Stadtzentrum von Triberg gelegen, findet man das Schwarzwaldmuseum. (Ein eigener Bericht hierzu folgt noch.) Im selben Haus findet man auch die Touristeninformation, wo man uns sehr in vielen Fragen weiter geholfen hat.

Zwischen Bergsee und Wasserfall soll es einen Hochseilgarten geben, wo man Hindernisse in 4-20 m Höhe überwinden kann. Für uns ist das jedoch absolut nichts. Höhenangst. Bei dem Wetter im März wäre der Garten mit Sicherheit geschlossen gewesen.

Möchte man einen schönen Blick auf Triberg genießen, so kann man dies einmal auf dem Panoramaweg oder auf dem Sockelwaldturm machen. Da die Höhenwege alle bei unserem Besuch abgesperrt waren, wegen der Vereisung, konnten wir dies leider auch nicht.

Weiter geht es zum Bahnhof vorbei an vielen Läden mit Kuckucksuhren und anderen Souvenirs aus dem Schwarzwald. Triberg ist ja eines der Zentren für Kuckucksuhren und liegt direkt an der Kuckucksuhrenstraße.

Weitere Informationen könnt Ihr in zahlreichen weiteren Internetseiten erhalten. Beispielsweise: www.triberg.de; www.badenpage.de; www.schwarzwald -tourist-info.de oder aber bei Wikipedia.


∞∞∞∞∞∞ 6. Fazit ∞∞∞∞∞∞


Trotz des Schnees und des verkürzten Weges war es ein gelungener Ausflug. Man konnte sich erholen und neue Kraft sammeln. Im Sommer werden wir nochmals dorthin fahren.
Es gibt nämlich 2 Brücken, welche bereits betrachtet aus dem Tal gute Einblicke in die Schlucht und auf die Wasserfälle bieten.

Auch von den Kosten her finde ich dies noch erschwinglich, wenn man bedenkt, dass man die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos benutzen kann, wenn man in einem Hotel im Schwarzwald untergebracht ist.

Da es, als wir dort waren, ständig geschneit hat, können wir auch sagen, dass die Anlage sehr gepflegt wird. Selbst Räum- und Streufahrzeuge hat man dort hoch geschickt, um dem Besucher im Winter wenigstens einen kleinen Blick auf den Wasserfall zu ermöglichen.

Nun bleibt mir noch Euch fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren zu danken.

Bis bald.

Eurer Kjeldi

Diesen Bericht empfehlen auf Google+
Sponsoren-Links
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
tommynews

tommynews

19.05.2012 20:44

Wir waren gerade dort, und es war nicht schlecht. Allerdings kein Vergleich mit dem Rheinfall und überhaupt keiner mit den Niagara-Fällen.

RIESENFUSS

RIESENFUSS

07.08.2011 11:22

Ich bin gestern selbst da gewesen, da meine Freundin hier Kur macht. Du hast mir einige Hintergrundinfos liefern können. Die eine oder andere Info werde ich sicher in meinen eigenen Bericht einbauen können, aber keine Angst, ich werde dich entweder zitieren, oder Teile abgespeckt darstellen und auf deinen Bericht verweisen. Ciao Thorsten

Mogli2309

Mogli2309

21.07.2009 21:09

vielleicht morgen zum Abschluss der Kur

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 4811 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"besonders hilfreich" von (12%):
  1. RIESENFUSS
  2. EICC
  3. innocence667
und weiteren 20 Mitgliedern

"sehr hilfreich" von (88%):
  1. tommynews
  2. meerline77
  3. Mogli2309
und weiteren 169 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.