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Pro es macht Spaß, man sieht viel Wasser aus von der Stadt
Kontra nichts für ganz kleine Kinder und Babys, Preis
...kann man in Friedrichstadt durchaus kommen. Denn dort gibt es einen Verleih für Tretboote, Elektroboote und Ruderboote. Eine besondere Ferienattraktion ist es, damit durch Friedrichstadts malerische Grachten zu schippern oder eine Spazierfahrt auf der Treene zu machen.
Der Tretbootverleih befindet sich direkt an der Treene in dem Areal, das als Großer Garten benannt ist. Dahinter verbirgt sich eine Parkanlage mit einem frühren Restaurant, dem "Landhaus Großer Garten", das leider zur Zeit leer steht, da es keinen Eigentümer hat.
Den Tretbootverleih kann man gar nicht verfehlen, wenn man sich nach dem Großen Garten durchfragt und sich direkt am Wasser hält. Dann stößt man am Ufer unweigerlich auf eine bunte Flotte Tretboote, Ruderboote und Elektroboote. Nun im Frühjahr noch nicht ganz so viele, doch im Sommer wird die Flotte von "Kapitän Schröder" wieder aufgestockt werden und dann etliche Einheimische und Touristen durch die Grachten (Kanäle)fahren lassen.
Preise:
Die Preise für jeweils eine Stunde Fahrt sind folgende:
Tretboot 10 Euro
Ruderboot 10 Euro
Elektroboot 20 Euro
(Preisliste ohne Gewähr, Preisschwankungen möglich)
Das Einsteigen:
Das Einsteigen in die Boote ist ein kleines Abenteuer für sich. Zumindest habe ich es meistens so empfunden, wenn ich eine Runde Tretbootfahren war. Da wurde dann das Boot von dem Angestellten an die Seite des Stegs mit einem Haken gezogen und dann durfte man einsteigen. Erst die Personen, die hinten sitzen und dann der Fahrer und der Beifahrer. Dann wurde einem das Seil auf den Buk geworfen und man bekam mit dem besagten Haken einen kleinen Anstoß und dann hieß es treten.
Funktionsweise eines E-Bootes:
Dieses Boot wird mit einem Elektromotor betreiben, hier muss man also nichts weiter tun, als das Boot mit dem Ruder lenken. Das Einsteigen verläuft übrigens genauso wie bei den Tretbooten.
Das Fahren mit welchem Bootstyp auch immer:
Man kann mit den Booten entweder raus fahren auf die Treene, die zum Beispiel bis nach Schwabstedt führt. Doch ob man diese Strecke hin und zurück in einer Stunde schaffen kann ist fraglich und hängt so gesehen auch von der Ausdauer ab. Ich würde wenn es denn auf die Treene gehen soll, eher dazu raten, ein nur ein wenig rauszufahren und sich dabei vielleicht den kleinen Strand von Friedrichstadt anzusehen oder auch einen kleinen Bootssteg mit privaten kleinen Motorbooten. Oder man geht in die andere Richtung und biegt in den Bereich der Treene ein, der dann doch wieder in die Grachten führt und passiert dabei den ehemaligen Schulwald zur rechten.
Wenn man nun nicht in Richtung des Flusses schippert, sondern direkt in die Grachten, dann sieht man eine Menge vom Wasserwege aus von der Stadt. Man kommt an allerlei sehenswertem vorbei und durchquert so manche Brücke, denn Brücken gibt es in Friedrichstadt wie Sand am Meer. Meistens sind die Brücken im Sommer auch bevölkert von Touristen oder Kindern, die einfach fasziniert auf das bunte Treiben der Tretboote und Co sehen. Vielfach kommt man so fröhlich winkend durch die Grachten.
Meine Erfahrungen:
Ich bin mit den Tretbooten aufgewachsen. Sie gehörten für ein Friedrichstädterkind einfach zur Freizeitgestaltung dazu. Immer wenn wir Lust hatten, haben wir uns so ein Boot gemietet und sind damit losgeschippert. Auch als Attraktion auf einem Kindergeburtstag war es damals eine tolle Sache. Dazu muss ich sagen, dass die Preise früher auch ganz anders waren. Heutzutage könnte man sich mit 10 Euro pro Boot so eine Fahrt nicht mehr einfach so leisten. Das ist schade, aber wohl der Lauf der Zeit. Alles wird teurer.
Ich kann mich an viele lustige Ausflüge mit den Booten erinnern und vielen witzigen Begebenheiten. So zum Beispiel auch an die versenkte Brille eines Freundes von mir, die wohl noch heute auf dem Grund der Treene ruht...
Ich denke, das Tretbootfahren ist gerade für Schulkinder eine interessante und nicht alltägliche Sache, die viel Spaß bereiten.
Inzwischen bin ich ja längst aus Friedrichstadt weggezogen und bin nun selbst ein "Tourist", wenn man so möchte. Ich bin mit meinen Kindern aber auch schon einige Male Tretboot gefahren und auch heute macht es uns noch viel Spaß. Auch wenn man selbst als Erwachsener einige Dinge nicht mehr so locker sieht wie als Kind/Jugendlicher.
Aber ich würde sagen für Familien ist so ein Ausflug mit dem Tretboot auf jeden Fall eine schöne Sache. Doch man sollte am Ende doch ein wenig Muskelkater unter Umständen einplanen....
Sauberkeit:
Die Boote sind sehr sauber und gepflegt. Sie funktionieren einwandfrei in der Regel und werden ständig gewartet und technisch auf ihre Sicherheit überwacht. Ein Boot ist immer wieder im entgegengenommenen Zustand wieder abzugeben. Eispapier und sonstiges gehört nicht in ein Boot und auch nicht in die Grachten oder die Treene.
Interessantes:
Man sollte immer bedenken, dass man sich auf dem Wasser befindet. Es gibt immer die Möglichkeit, dass die Boote etwas feucht oder gar richtig nass im Fußbereich sind. So muss man mit nassen Füßen rechnen. Auch kann es sein, dass die Sitze feucht sind und man beim Fahren bespritzt wird, wenn man sehr heftig unterwegs ist. Man sollte also auf keinen Fall wasserscheu sein. Und eventuell in ganz ganz seltenen Fällen auch ein Kentern einkalkulieren. Doch die Fälle von Kentern mit einem Tretboot oder Überbordgehen sind meistens provoziert worden. In der Regel bleibt man die ganze Zeit über im Boot.
Was geht nicht:
Mit einem Tretboot, E-Boot oder Ruderboot darf man NICHT auf die Eider hinausfahren, den zweiten Fluss, an dem Friedrichstadt liegt. Man darf sich nur auf der Treene oder den Grachten aufhalten. Um auf der Eider zu schippern muss man einen Bootsführerschein haben und das hat man als "Hobby-Tretbootschipper" in der Regel nicht.
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Jabelchen 30.08.2007 09:20
store_troll 06.06.2005 22:37
pruedens 29.05.2005 00:38
didiba 20.05.2005 12:25
Grins, die Bilder kommen mir sehr bekannt vor :-). Also, das mit der Vorfahrtsregelung ist natürlich in Gesetzen und Verordnungen geregelt auf die zurückgegriffen wird, wenn was passiert. Auf dem Wasser gelten genauso vorfahrtregelnde Vorschriften und Fahrweisen wie auf der Straße. Nur, und das gebe ich zu, der Größere hat zunächst mal immer Recht :-) Ich bestehe im Hamburger Hafen mit meinem kleinen Boot auch nicht auf die Vorfahrt :-)! Das Problem ist auch, der Kapitän des Ausflugbootes kennt die Vorschriften, aber der Elektroboot- und Tretboot-Fahrer nicht! Aber im Sommer kann man ja auch ein Stück an Land schwimmen :-) Ja, "Fernweh" nach Friedrichstadt ist ausgebrochen. LG Dieter
A-Nette68 17.05.2005 21:35