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Erfahrungsbericht

für Tretbootverleih, Friedrichstadt
4 Sterne Mit dem Tretboot in Seenot... Bericht mit Bildern
118 von 118 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro es macht Spaß, man sieht viel Wasser aus von der Stadt

Kontra nichts für ganz kleine Kinder und Babys, Preis

Der Autor

Sylviane Seit 17 Aug 2001

***beLIEve ***Vielen Dank für ALLE Bewertungen! Bitte nicht böse sein, wenn ich derzeit nicht in... mehr

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...kann man in Friedrichstadt durchaus kommen. Denn dort gibt es einen Verleih für Tretboote, Elektroboote und Ruderboote. Eine besondere Ferienattraktion ist es, damit durch Friedrichstadts malerische Grachten zu schippern oder eine Spazierfahrt auf der Treene zu machen.
Der Tretbootverleih befindet sich direkt an der Treene in dem Areal, das als Großer Garten benannt ist. Dahinter verbirgt sich eine Parkanlage mit einem frühren Restaurant, dem "Landhaus Großer Garten", das leider zur Zeit leer steht, da es keinen Eigentümer hat.
Den Tretbootverleih kann man gar nicht verfehlen, wenn man sich nach dem Großen Garten durchfragt und sich direkt am Wasser hält. Dann stößt man am Ufer unweigerlich auf eine bunte Flotte Tretboote, Ruderboote und Elektroboote. Nun im Frühjahr noch nicht ganz so viele, doch im Sommer wird die Flotte von "Kapitän Schröder" wieder aufgestockt werden und dann etliche Einheimische und Touristen durch die Grachten (Kanäle)fahren lassen.

Zum Verleih:
Die Boote liegen wie gesagt ab dem Frühjahr an einem riesigen Steg fest vertäut. Dieser Bereich erstreckt sich auf zwei Seiten einer kleinen Brücke und wenn man ein Boot gebucht hat, dann wird man von den Angestellten auf die jeweilige Stelle gelotst, von wo die Fahrt los gehen soll.
Doch zuerst muss man an der Kasse für die Fahrt bezahlen, dann wird die Zeit genommen und man wird zu seinem Boot gebracht, das dann für eine Stunde sein Fahrzeug ist.

Preise:
Die Preise für jeweils eine Stunde Fahrt sind folgende:
Tretboot 10 Euro
Ruderboot 10 Euro
Elektroboot 20 Euro
(Preisliste ohne Gewähr, Preisschwankungen möglich)

Personen:
In einem Tretboot dürfen maximal vier Personen mitfahren, wobei Babys und Kleinkinder (leider) laut Wasserschutzpolizei auch schon als Person gelten. Über diese Regelung mag man denken, was man will...
Ruderboot und Elektroboot dürfen mit maximal 5 Personen besetzt werden.

Das Einsteigen:
Das Einsteigen in die Boote ist ein kleines Abenteuer für sich. Zumindest habe ich es meistens so empfunden, wenn ich eine Runde Tretbootfahren war. Da wurde dann das Boot von dem Angestellten an die Seite des Stegs mit einem Haken gezogen und dann durfte man einsteigen. Erst die Personen, die hinten sitzen und dann der Fahrer und der Beifahrer. Dann wurde einem das Seil auf den Buk geworfen und man bekam mit dem besagten Haken einen kleinen Anstoß und dann hieß es treten.

Die Funktionsweise eines Tretbootes:
Hier ist Muskelkraft gefragt. Die Boote werden über eine Schraube im Heck angetrieben, die man durch das Treten der Pedalen im Vorderteil betreibt. Je heftiger man strampelt, ähnlich wie beim Fahrrad, desto schneller bewegt sich die Schraube und wir kommen schneller vorwärts. Durchs Rückwärtstreten kommt man auch in die Rückwärtsrichtung in Fahrt, dieses allerdings etwas langsamer als vorwärts.

Funktionsweise eines E-Bootes:
Dieses Boot wird mit einem Elektromotor betreiben, hier muss man also nichts weiter tun, als das Boot mit dem Ruder lenken. Das Einsteigen verläuft übrigens genauso wie bei den Tretbooten.

Funktionsweise des Ruderbootes:
Hier wird ganz normal mit Muskelkraft und Rudern das Boot in Bewegung gesetzt.

Das Fahren mit welchem Bootstyp auch immer:
Man kann mit den Booten entweder raus fahren auf die Treene, die zum Beispiel bis nach Schwabstedt führt. Doch ob man diese Strecke hin und zurück in einer Stunde schaffen kann ist fraglich und hängt so gesehen auch von der Ausdauer ab. Ich würde wenn es denn auf die Treene gehen soll, eher dazu raten, ein nur ein wenig rauszufahren und sich dabei vielleicht den kleinen Strand von Friedrichstadt anzusehen oder auch einen kleinen Bootssteg mit privaten kleinen Motorbooten. Oder man geht in die andere Richtung und biegt in den Bereich der Treene ein, der dann doch wieder in die Grachten führt und passiert dabei den ehemaligen Schulwald zur rechten.
Wenn man nun nicht in Richtung des Flusses schippert, sondern direkt in die Grachten, dann sieht man eine Menge vom Wasserwege aus von der Stadt. Man kommt an allerlei sehenswertem vorbei und durchquert so manche Brücke, denn Brücken gibt es in Friedrichstadt wie Sand am Meer. Meistens sind die Brücken im Sommer auch bevölkert von Touristen oder Kindern, die einfach fasziniert auf das bunte Treiben der Tretboote und Co sehen. Vielfach kommt man so fröhlich winkend durch die Grachten.

Besonderheiten:
Wenn man mit einem Boot auf den Grachten unterwegs ist, gibt es einige Dinge zu beachten. Es kommen im Sommer immer viele Grachtenausflugsboote vorbei. Diese sind immer auf der Vorfahrtsstraße, wenn man es so nennen will, denn sie können nur schwer ausweichen. Insofern immer vorausschauend fahren und den Riesen auf den Grachten ausweichen. Meistens kündigen sie sich schon hupend an, wenn sie ein Tretboot und Co in der Nähe strampeln sehen.
Doch nicht nur auf die Grachtenschifffahrtsboote muss man achten. Es ist auch wichtig aufzupassen, dass man nicht zu nah ans Ufer kommt. Denn es kann sein, dass es stellenweise recht flach ist. Dann setzt man sich mit dem Boot fest und muss dann sehen wie man wieder loskommt. Das kann unter Umständen recht schwierig sein. Also besser möglichst mittig auf den Grachten unterwegs sein.

Meine Erfahrungen:
Ich bin mit den Tretbooten aufgewachsen. Sie gehörten für ein Friedrichstädterkind einfach zur Freizeitgestaltung dazu. Immer wenn wir Lust hatten, haben wir uns so ein Boot gemietet und sind damit losgeschippert. Auch als Attraktion auf einem Kindergeburtstag war es damals eine tolle Sache. Dazu muss ich sagen, dass die Preise früher auch ganz anders waren. Heutzutage könnte man sich mit 10 Euro pro Boot so eine Fahrt nicht mehr einfach so leisten. Das ist schade, aber wohl der Lauf der Zeit. Alles wird teurer.
Ich kann mich an viele lustige Ausflüge mit den Booten erinnern und vielen witzigen Begebenheiten. So zum Beispiel auch an die versenkte Brille eines Freundes von mir, die wohl noch heute auf dem Grund der Treene ruht...
Ich denke, das Tretbootfahren ist gerade für Schulkinder eine interessante und nicht alltägliche Sache, die viel Spaß bereiten.
Inzwischen bin ich ja längst aus Friedrichstadt weggezogen und bin nun selbst ein "Tourist", wenn man so möchte. Ich bin mit meinen Kindern aber auch schon einige Male Tretboot gefahren und auch heute macht es uns noch viel Spaß. Auch wenn man selbst als Erwachsener einige Dinge nicht mehr so locker sieht wie als Kind/Jugendlicher.
Aber ich würde sagen für Familien ist so ein Ausflug mit dem Tretboot auf jeden Fall eine schöne Sache. Doch man sollte am Ende doch ein wenig Muskelkater unter Umständen einplanen....

Das Ende der Fahrt:
Wenn die Zeit um ist, die man das Boot gemietet hat, gibt man es dort wieder ab, wo man es angenommen hat. Die freundlichen Helfer warten dann schon am Steg und nehmen das Boot in Empfang. Beim Landen hilft dann auch, wenn es sein muss besagte Stange vom Anfang, mit der das Boot dann wieder ans Ufer gezogen wird. Dann kann man auf dem selben wackeligen Weg wieder aussteigen, wahrscheinlich mit weichem Knien vom Treten.
Danach hat dann auch der feste Untergrund noch Wellen, wenn man wieder Tritt auf der sicheren Erde fassen will... Doch das gibt sich nach einer Weile auf jeden Fall.

Sauberkeit:
Die Boote sind sehr sauber und gepflegt. Sie funktionieren einwandfrei in der Regel und werden ständig gewartet und technisch auf ihre Sicherheit überwacht. Ein Boot ist immer wieder im entgegengenommenen Zustand wieder abzugeben. Eispapier und sonstiges gehört nicht in ein Boot und auch nicht in die Grachten oder die Treene.

Kinder und Babys:
Mit meinen Kindern bin ich erst ab dem Kindergartenalter angefangen, Tretboot zu fahren. Für kleinere Kinder halte ich die Boote einfach zu gefährlich. Denn sie haben eine recht niedrige Kante, über die ein kleines Kind, schnell fallen kann. Das Kind müsste dann wirklich schon so vernünftig sein, dass es auch still sitzen bleibt, wenn man es ihm abverlangt. Das kann man von ganz kleinen Kindern noch nicht erwarten und daher denke ich, dass sie schon das Kindergartenalter erreicht haben sollten. Doch das ist eben Ermessenssache.
Babys gehören für mich definitiv nicht in ein Tretboot. Zumal ihr Platz auch voll bezahlt werden muss, sie aber im eigentlichen nichts von so einer Fahrt haben. Daher würde ich da eher zu einem Spaziergang an Land an den Grachten raten.

Interessantes:
Man sollte immer bedenken, dass man sich auf dem Wasser befindet. Es gibt immer die Möglichkeit, dass die Boote etwas feucht oder gar richtig nass im Fußbereich sind. So muss man mit nassen Füßen rechnen. Auch kann es sein, dass die Sitze feucht sind und man beim Fahren bespritzt wird, wenn man sehr heftig unterwegs ist. Man sollte also auf keinen Fall wasserscheu sein. Und eventuell in ganz ganz seltenen Fällen auch ein Kentern einkalkulieren. Doch die Fälle von Kentern mit einem Tretboot oder Überbordgehen sind meistens provoziert worden. In der Regel bleibt man die ganze Zeit über im Boot.

Ralley:
Der Vermieter der Tretboote bietet auch eine Tretbootralley an. Für das Starten so einer Ralley müssen sich mindestens 30 Personen finden. Es müssen nicht nur eine gewisse Strecke zurückgelegt werden, sondern auch noch Aufgaben gelöst werden.
Dazu gehört vom Programm her noch eine Stadtführung zu Fuß oder eine Grachtenfahrt, ein Mittagessen, etwas Freizeit für einen Bummel, ein Museumsbesuch in der Alten Münze, um danach eine Kaffeefahrt auf einem Ausflugschiff, der Jupiter zu machen und dann die Ehrung des besten Tretbootteams vorzunehmen. Es gibt für jeden Teilnehmer eine Urkunde und die besten bekommen einen Pokal.
Dieses Programm ist besonders für einen Betreibsausflug zu empfehlen oder aber eine Reisegruppe, die ein wenig Action nebenbei verbuchen möchte. Ca 7 Stunden nimmt dieses Programm in Anspruch, das ist schon ein ganz schöner Zeitraum.

Was geht nicht:
Mit einem Tretboot, E-Boot oder Ruderboot darf man NICHT auf die Eider hinausfahren, den zweiten Fluss, an dem Friedrichstadt liegt. Man darf sich nur auf der Treene oder den Grachten aufhalten. Um auf der Eider zu schippern muss man einen Bootsführerschein haben und das hat man als "Hobby-Tretbootschipper" in der Regel nicht.

Fazit:
Ich kann das Mieten eines Tretbootes oder auch eine E-Bootes oder Ruderbootes in Friedrichstadt sehr empfehlen. Man kann die Stadt wunderbar durch die Kanäle, die so genannten Grachten erkunden und erhält einen schönen Einblick von ihr. Zudem betätigt man sich zumindest im Ruderboot oder Tretboot sportlich, was auch im Urlaub ganz angenehm sein kann. Es macht viel Spaß und ist daher recht empfehlenswert. Ich vergebe gerne vier Sterne für diese Freizeitgestaltungsmöglichkeit. Einen behalte ich wegen der meiner Ansicht nach enormen Preissteigerung im Laufe der Jahre ein.

Bilder

für Tretbootverleih, Friedrichstadt
Tretbootflotte
von Sylviane Sylviane

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Kommentare

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  • Jabelchen 30.08.2007 09:20
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • store_troll 06.06.2005 22:37
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • pruedens 29.05.2005 00:38
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • didiba 20.05.2005 12:25
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Grins, die Bilder kommen mir sehr bekannt vor :-). Also, das mit der Vorfahrtsregelung ist natürlich in Gesetzen und Verordnungen geregelt auf die zurückgegriffen wird, wenn was passiert. Auf dem Wasser gelten genauso vorfahrtregelnde Vorschriften und Fahrweisen wie auf der Straße. Nur, und das gebe ich zu, der Größere hat zunächst mal immer Recht :-) Ich bestehe im Hamburger Hafen mit meinem kleinen Boot auch nicht auf die Vorfahrt :-)! Das Problem ist auch, der Kapitän des Ausflugbootes kennt die Vorschriften, aber der Elektroboot- und Tretboot-Fahrer nicht! Aber im Sommer kann man ja auch ein Stück an Land schwimmen :-) Ja, "Fernweh" nach Friedrichstadt ist ausgebrochen. LG Dieter

  • A-Nette68 17.05.2005 21:35
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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