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Pro Geschichtsträchtig, ehrfürchtig
Kontra Nichts
Einleitung:
Ich war ja schon sehr oft auf der schönen dänischen Insel Langeland, aber sonst immer nur zum Hochsee-Angeln. Damit hat sich dann zwischen dem Sommerhaus und dem nächstgelegenen Hafen das Kennen lernen der Insel erledigt.Die Kirche von Tranekær
Die alte Kirche, gelb gestrichen, liegt direkt an der Hauptstraße. Zwei uralte nämlich etwa 250 Jahre alte Linden bewachen den Eingang zum Grundstück. Sie gehören zu den größten Dänemarks. Knöchern stehen sie da, gespalten und wohl oft verletzt. Wenn die beiden erzählen könnten…………………….Noch weiter die Geschichte des unbekannten Mädchens: Im Jahre 1972, zum 100. Jahrestag der Sturmflut - glaubte man, endlich aufgeklärt zu haben, wer das Mädchen war. An diesem Datum stand in der Presse geschrieben, dass man in Gedesby auf Falster (auch eine dänische Insel) 1872 14 Kinder verloren hatte. Man hat aber später nur 13 Leichen gefunden. Seit dieser Zeit steht auf dem Dachboden der Kirche in Gedesby ein Kindersarg, der auf das kleine vermisste Mädchen wartet. Leider habe ich keine Informationen darüber gefunden, wie die Geschichte endet. Es gab wohl keine sichere Identifizierung und so ruht das Mädchen immer noch auf dem Friedhof in Tranekær. (Googelt jetzt auch nicht rum, lasst es wie es ist.)
Die Kirche war, wie das Grundstück selbst, unverschlossen und so konnten wir uns angemessen gekleidet und ehrfurchtsvoll im Kirchenschiff umsehen.Das Altarbild wurde 1847 von Christoffer Wilhelm Eckersberg gemalt. Kanzel und Altar sind inzwischen dreimal umgestaltet worden. Die jetzige Kanzel hat 1886 ein einheimischer Tischler geschaffen.
Das Schiffsmodell der "Mathilde" hängt seit dem Jahre 1735 in der Kirche.1670 baute der Lehnsgraf und Großkanzler Friedrich Ahlefeldt die Südkapelle, unter der sich eine Gruft befindet.
Der Eingang zur Südkapelle befindet sich im Kirchenschiff, war für uns jedoch verschlossen.
In den Sarkophags aus Gotland-Sandstein liegen vorn der Graf, hinten Frederik Ahlefeldt zwischen seine Frau Gräfin Rantzau und seiner zweite Frau Elisabeth von Ahlefeldt.
Auf den Fensterbänken der Fenster sind fein verzierte Platten mit Inschriften zu sehen. Sie stammen von einigen Särgen, die in der Gruft der Kapelle standen, aber 1995 ihren Platz auf dem Friedhof fanden.
An der Westseite der Kirche gibt es auch noch eine Kapelle. Hier ruhen weitere fünf Mitglieder der gräflichen Familie. Hier ist ein Marmorkruzifix, erstellt von Theobald Stein aufgestellt.
Der Turm der Kirche ist ungewöhnlicher weise an der Nordseite der Kirche angebracht. Erst im Jahre 1886 erhielt er seine heutige Form. Vorher war er pyramidenförmig und auch als Kuppel gestaltet.Nach soviel geschichtsträchtigem haben wir die Kirche wieder verlassen, waren aber irgendwie von einer tiefen Ehrfurcht ergriffen.
So viel Geschichte bekommt man ja nicht jeden Tag um die Ohren geschlagen.In diesem Sinne einen schönen Gruß
©Dieter, 28. 8. 2007
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miss_chocolate 04.03.2012 09:41
quacky4321 16.01.2012 15:31
prima
maus1980 29.12.2011 12:47
super!
brahmagirl 22.09.2010 20:14
grosser1 24.01.2009 19:15