Tioman Island

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Ein Tropenparadies auf dem absteigenden Ast

2  07.04.2003 (04.07.2003)

Pro:
günstig, leicht von Singapur zu erreichen

Kontra:
dreckige Strände, vergammelte Lodges, unfreundliche Atmosphäre

Empfehlenswert: Nein 

grabfrosch

Über sich: Ich halte mich ja ganz an den Ausspruch des Psychoanalytikers C.G. Jung: "Zeig mir einen gesun...

Mitglied seit:03.04.2003

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Die Insel
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Die Insel Tioman (Pulau Tioman), ist die größte Insel an der Ostküste Malaysias und liegt ca. 45 Km vor der Küste. Die Westseite der Insel besteht aus mehreren Stränden, die immer wieder durch größere Felsvorsprünge unterbrochen sind. Die Unterkünfte konzentrieren sich auf die Südspitze mit den gehobenen Hotels und dem riesigen Berjaya Tioman Beach Resort und den nördlichen Teil der Westküste mit den Budget-Unterkünften.
Direkt hinter der Küste steigt die Insel teilweise recht steil an und ist sehr dicht mit Palmen und dichtem Unterholz bewachsen. Die Tierwelt ist sehr reichhaltig und reicht von den normalen Eidechsen und Vögel bis hin zu Zwerg-Rotwild und grossen Kolonien von Flughunden, die sich jeden Abend in den Bäumen am Strand versammeln.

Anreise
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Die Anreise erfolgt entweder per Boot über die Hafenstadt Mersing (mehrfach täglich per Speedboot ca. 2 Std. für ca. 25 Euro/Return) oder per Flugzeug direkt von Singapur (momentan dreimal täglich für ca. 70 Euro/one-way) oder Kuala Lumur (zweimal täglich für ca. 65 Euro). Es gibt auch noch eine High-Speed Ferry von Singapur, die aber unregelmäßig fährt und für ca. 70 Euro die Strecke in 4.5 Stunden zurücklegt.
Tickets für die Boote von Mersing konnten wir ohne Probleme direkt vor der Abfahrt am dortigen Fährterminal buchen, einen Flug gab es nur ein paar Tage im Voraus.
Die Überfahrt fand auf Hin- und Rückweg mit Speedbooten statt, die aus größeren Motorjachten mit ein- oder zwei mächtigen Aussenbordern bestehen. Wir hatten ruhige See und so war es kein Problem, aber andere Reisende schilderten sehr rauhe Überfahrten bei schlechterem Wetter.
Durch die geringe Entfernung zu Singapur ist sie ein beliebtes Urlaubsziel für Kurzreisen von dort und hat in den letzten Jahren auch vermehrt versucht, Touristen aus Übersee anzulocken (die aber bis auf Individualreisende auf sich warten lassen). Bei anstehenden Feiertagen in Singapur sind die Flüge und Boote von dort hoffnungslos überbucht.

Der Besuch im Juni 2002
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Nach ein paar wunderschönen Tagen auf den Perhentian Islands im Norden der malaysischen Ostküste wollten wir auf Tioman noch ein paar Tage ausspannen und etwas Tauchen. Doch zu unserer großen Enttäuschung (und im Gegensatz zu den anderen Berichten hier) fanden wir kein tropisches Paradies sondern großteils vergammelte Resorts und Lodges und verdreckte Strände vor. Wir haben uns dann für das Salang Beach Resort am nördlichen Ende der Insel entschieden, was sich nach Rundgängen über die Insel noch als bessere Wahl herausstellte, obwohl das Personal dort sehr lustlos war und das Essen ziemlich fad. Unsere Hütte für 12 Euro die Nacht (dunkle Holzhütte mit Fan, Bad, Dusche, kleiner Veranda) hatte einen tollen Blick über die Bucht und den Anleger, war aber insgesamt etwas pflegebedürftig.
Dem Hotel angeschlossen war ein Dive Shop, vor dem aber nur gewarnt werden muss. Andere Gäste berichteten von fehlenden Briefings, halbvollen Flaschen, widersprüchlichen Angaben zu Flora/Fauna, lustlosen Dive Guides und fehlenden Checks des Tauchvermögens der Gäste. Die amerikanische Pächterin des Dive-Shops reiste überraschend ab (sie wollte sich wohl nicht mit den verärgerten Gästen rumplagen) und lies zwei überforderte Einheimische zurück. Leider waren zwei andere Dive-Shops in den südlicheren Buchten (ABC-Beach) mangels Gästen geschlossen, so dass wir uns mit Schnorchelausfügen von Strand zufrieden geben mussten. Die Unterwasserwelt ist dort noch weitestgehend intakt und verspricht interessante Tauchgänge.
Die Insel bietet sonst nicht viel Unterhaltungsmöglichkeiten (wenn man vom teuren Berjaya Resort absieht) und im Mai 2002 machte die Insel einen sehr schlechten Eindruck. Kaum Gäste, unfreundliche Einheimische, verdreckte Strände (insbesondere ABC-Beach), vergammelte Lodges, geschlossene Restaurants und Läden. Man konnte nur am Strand vor dem Hotel liegen (der sauber war), etwas schnorcheln und den Sandfliegen beim Landen auf dem eigenen Bauch zuschauen.

Fazit
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Wir haben unseren Aufenthalt dort enttäuscht abgebrochen und sind vorzeitig nach Singapur weitergefahren. Ein Tropenparadies war es nicht, eher eine ehemals schöne Insel mit viel Potential, aber leider heruntergekommen und von Sandfliegen bevölkert. Noch mal hin muss nicht sein - eher empfehle ich in Malaysia die Perhentians, oder sogar Penang und Langkawi (beide allerdings sehr touristisch erschlossen).

+ gut erreichbar von Singapur
+ relativ wenig Touristen
o vielversprechendes Tauchgebiet
o dichte Bewaldung im Hinterland
- viele Strände und Anlagen verdreckt
- geschlossene oder inkompetente Tauchschulen
- verlassene, unfreundliche Atmosphäre
- geringe Auswahl an guten Unterkünften und Restaurants


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Koivu

Koivu

27.08.2004 01:03

hm, ich glaub, ich lass die tioman inseln aus...

kalloc

kalloc

06.06.2003 10:40

Leider nimmt oft die Freundlichkeit der Leute reziprok zur Dauer des Umgangs mit den Touris ab. Wie man in den Wald ruft... Nix gegen Dich;Bericht ist gut

polyherb

polyherb

03.06.2003 09:34

Man kann, wenn man sich eine billige Unterkunft aussucht nicht die Annehmlichkeiten und das Service eines 5-Sterne-Hotels erwarten. Ich war in diesem Hotel und die dort angebotenen Padi-Tauchgänge waren ein einzigartiges Erlebnis.

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