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Erfahrungsbericht

für The Strip, Las Vegas
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5 Sterne USA 1 : Viva Las Vegas Bericht mit Bildern
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Empfehlenswert: Ja

Pro Faszinierende Stadt, die wohl fast jeden in ihren Bann zieht

Kontra Für Spielsüchtige eher ungeeigner

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Öffnungszeiten
Spaßfaktor

Der Autor

squarerigger Seit 11 Aug 2000

Besonders am Herzen liegt mir derzeit meine Meinung zur (Nicht-)Zukunft der Atomkraft. - Besucht... mehr

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Stand während unseres Urlaubs in Kanada die Natur (mit Bären, Walen, Gletschern, Seen und Bergen) im Mittelpunkt, so war es im zweiten Teil, der uns nach San Francisco, Las Vegas und Los Angeles führte, eher der Flair der großen Städte. Am faszinierendsten empfand ich persönlich Las Vegas, wo wir für vier Nächte verweilten.

Dass mir Las Vegas so gut gefiel, erstaunte mich selbst, denn vorher hielt ich diese Destination für den unnötigsten Teil unserer Reise. Was sollte an einer Stadt, die gemäß landläufiger Meinung eine einzige große Touristenfalle darstellt, schon so toll sein? Doch ich wurde eines Besseren belehrt. Auch ich erlag der Faszination dieser Stadt, denn zumindest nach Einbruch der Dunkelheit, wenn alles im Licht der unzähligen Leuchtreklamen erstrahlt, ist Vegas einfach unbeschreiblich.

Touristisch gesehen hat Las Vegas die Kraft der zwei Herzen. Da wäre zum einen das „alte“ Herz in Downtown Las Vegas, rund um die Freemont Street, zum anderen das „neue“ Herz am Las Vegas Boulevard, umgangssprachlich auch Strip genannt. An dieser mehrspurigen Straße, die vom McCarran International Airport in die Stadt hineinführt, findet man dicht nebeneinander die großen Casino-Hotels, für die Las Vegas so berühmt ist. Ich möchte sie hier nicht alle aufführen, sondern nur exemplarisch ein paar davon benennen:

- Mandalay Bay
- Luxor
- Excalibur
- New York, New York
- Bellaggio
- Mirage
- Treasure Island
- Wynn
- Venetian
- Planet Hollywood
- MGM Grand
- ...

Da wir die meiste Zeit, die wir in Las Vegas verbrachten, am Strip waren, möchte ich nachfolgend ein paar Tipps hierzu geben.

1) Unterschätzt nicht die Entfernungen und das Klima.

Man hat, wenn man erstmals am Strip ist, den Eindruck, daß sich dort alles auf engstem Raum ballt. Schon von weitem kann man die einzelnen Hotels sehen, so daß man meint, man könnte sie alle zu Fuß erreichen. Das ist sicher möglich, aber ich möchte davon abraten. Warum? Nun, die Entfernungen täuschen. Gerade weil die Hotels alle so groß sind, sieht man sie eben schon aus großer Entfernung, aber wenn man dann die Strecke dorthin läuft, dann merkt man, daß es doch weiter als gedacht ist. Und wenn man dann noch das drückend heiße Las Vegas-Klima (bei Tag mit extrem sengender Sonne) dazu zählt, dann wird solch ein Weg sehr lang.

Sicher ist es aus Umweltgründen nicht unbedingt ratsam, auch kurze Strecken mit dem Auto zu fahren, aber zumindest wenn man von einem Ende des Strips zum anderen will, ist es aufgrund der o.g. Gründe dennoch empfehlenswert. Alle großen Casino-Hotels haben riesige, kostenfreie Parkhäuser.

Ach ja, zur Info: der gesamte Strip, vom Mandalay Bay im Süden bis zum Stratosphere Tower im Norden, ist rund 6,5 km lang.

2) Geht bei Nacht auf den Strip

Glaubt mir, seinen wahren Zauber entfaltet der Strip erst bei Nacht. Okay, auch tagsüber können manche Hotels schon recht faszinierend aussehen, z.B. das Luxor, das Excalibur oder das Paris (mit nachgebautem Eiffelturm im Maßstab 1:2). Aber nach Einbruch der Dunkelheit, wenn alle Casinos hell erleuchtet sind und im Glanz unzähliger Neonreklamen und Glühbirnen erstrahlen, dann erst erlebt man das Las Vegas, welches man aus Presse, Funk und Fernsehen kennt. Zwar schieben sich dann auch deutlich größere Menschenmassen als bei Tag über den Strip, aber das gehört einfach dazu.

3) Setzt Euch ein Limit

Las Vegas dient letztlich nur einem einzigen Zweck: Euch das Geld aus den Taschen zu ziehen. Fast überall, sogar im Empfangsterminal des Flughafens, habt Ihr die Möglichkeit, Euer Geld beim Glücksspiel zu riskieren. Das ist verlockend, zumal die Mindesteinsätze gerade bei den einarmigen Banditen extrem niedrig sind. Wenn man aber mal hier, mal da ein wenig spielt, kann man schnell den Überblick verlieren, wie viel man nun bereits verzockt hat. Ich kann daher nur empfehlen, ein klares Limit je Tag zu setzen und dieses Geld am besten separat vom restlichen Vermögen aufzubewahren, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen, mehr als geplant auszugeben. Und wer sich selbst in Sachen Spielsucht für anfällig hält, der sollte am Besten gar nicht mehr Geld, als er zu Verzocken bereit ist, bei sich tragen.

4) Genießt die Gratisdrinks

Die Casinos tun alles, damit Ihr Euch in ihren Räumlichkeiten wohlfühlt. Dazu gehören auch Drinks, die Ihr auf Kosten des Hauses bekommt. Und dazu gehören nicht nur Cola, Wasser oder auch Bier, sondern auch Cocktails. In den Casinos laufen immer Bedienungen rum, die gerne bereit sind, Euch solche Gratisgetränke zu bringen, solange ihr am Spielen seid oder zumindest so tut als ob.

Aber auch wenn die Drinks an sich gratis sind, solltet Ihr dran denken, den Bedienungen ein Trinkgeld zu geben. Sie sind darauf angewiesen, da sie i.d.R. kein festes Gehalt bekommen. Ein Dollar je Drink ist angemessen und ortsüblich – und ganz ehrlich, für einen Cocktail ist das immer noch arg günstig.

Wichtig ist der Hinweis, daß die Qualität der Drinks je nach Casino stark unterschiedlich sein kann. In den eher preiswerteren Casino-Hotels wie z.B. den Luxor oder dem Excalibur sind sie eher wässrig, während sie in den exklusiveren Casino-Hotels wie dem Venetian oder dem Wynn deutlich besser sind und qualitativ durchaus an so manche Cocktailbar heranreichen.

5) Nehmt Euch Zeit

So mancher mag denken, daß man am Strip doch nur haufenweise Hotels und Casinos sehen kann und man, wenn man eins kennt, alle kennt. Aber dem ist nicht so. Ich vermute mal, daß der Konkurrenzdruck vor Ort der Grund dafür ist, daß sich alle Betreiber große Mühe geben, ihre Häuser attraktiv und einzigartig zu machen, denn nur dann bleiben die Besucher, die ja alle zugleich auch potentielle Spieler sind (merke: Geld verdienen die Casino-Hotels in Vegas nicht mit den Übernachtungen, sondern mit dem Zocken), länger in den jeweiligen Casinos. So hat also jedes Casino seine Besonderheiten, die es sehenswert machen. Ich will nachfolgend nur ein paar Sehenswürdigkeiten auflisten, die man meines Erachtens unbedingt besuchen sollte.

FOUNTAINS OF BELLAGGIO

Wer den Film „Ocean’s Eleven“ kennt, der kennt auch die Wasserspiele vor dem Bellaggio, denn sie kommen in der Schlußszene des Films vor. Nach Einbruch der Dunkelheit wird auf dem See vor dem Hotel jede Viertelstunde eine mit Musik untermalte Show der Wasserfontänen geboten, die einfach sehenswert ist.

FORUM SHOPS IM CESAR’S PALACE

Allein schon die Architektur und Gestaltung der Einkaufspassage im Cesar’s Palace ist beeindruckend. Auch wenn man sich hier in einem Gebäude befindet, so meint man dennoch, man wäre im Freien, da die Decke mit einem fast täuschend echt gemalten Himmel gestaltet ist. Ach ja, in der Passage findet man mit der „Cheesecake Factory“ ein wirklich empfehlenswertes Restaurant.

DAS INNERE DES VENETIAN

Hammerhart, was hier geboten wird. Hier hat man tatsächlich versucht, Venedig nachzubauen. Man findet hier nicht nur den Markusplatz, sondern tatsächlich auch einen nachgebauten Canale Grande, auf welchem echte Gondeln aus Venedig fahren.

DAS WYNN

Letztlich ist es auch nur ein Casino, aber was für eins. Hier wurden in Bezug auf die Baukosten neue Maßstäbe gesetzt. Und das merkt man auch im Inneren, denn alles wirkt eine deutliche Spur eleganter als in den meisten anderen Casinos. Und die Geräuschkulisse ist deutlich geringer – ein großer Vorteil, wie ich finde. Tja, und dazu kommt noch, daß hier die High- oder gar No-Limit-Spieltische nicht irgendwo in einem abgetrennten Bereich zu finden sind, sondern frei zugänglich sind. Wenn man mal richtige Zocker sehen will, die um ganz große Beträge spielen, dann ist man hier richtig. Ich wurde Zeuge, als ein Spieler einen 10.000 Dollar-Jeton als Trinkgeld (!) an die Casino-Bediensteten gab.

DER M&M-SHOP

Ja, hierbei handelt es sich „nur“ um einen Laden mit Merchandising-Artikel für die bekannten M&M-Schoko-Dragees, aber dennoch ist dieser Laden sehenswert. Dort findet man auf fünf Etagen wirklich alles nur Erdenkliche rund um die M&Ms. Das muß man einfach mal gesehen haben.

EIN POKER-, ROULETTE- ODER BLACKJACK-TISCH

Sicher, die meisten Leute, die in Vegas zocken, dürften an den Automaten sitzen. Aber mindestens einmal sollte man, so meine Meinung, auch „richtig“ spielen, sich also an einen Poker-, Roulette- oder Blackjack-Tisch setzen. Der Mindesteinsatz beträgt meistens 10 Dollar (manchmal auch 5). Nach oben gibt es kein Limit. Ich selbst riskierte ein wenig Geld beim Blackjack (hierzulande auch als 17 & 4 bekannt). Aus meinen 30 Dollar machte ich immerhin 50. Kein schlechter Schnitt, oder?

Soweit also meine Tipps zu Las Vegas. Bleibt zum Schluß nur noch eins anzumerken: Sicher, Las Vegas ist eine Art gigantisches Disneyland für Erwachsene, ein Ort, an man meint, aus Raum und Zeit ausgeklinkt zu sein. Aber dennoch sollte man diesen Ort mindestens einmal im Leben gesehen haben.

Bilder

für The Strip, Las Vegas
Bild 1215 - The Strip, Las Vegas
Das bekannte Las Vegas-Sign
von squarerigger squarerigger
Bild 1215 - The Strip, Las Vegas

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Kommentare

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  • hr.biernot 31.10.2009 16:35
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • LoloMay 10.09.2009 19:22
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • tapio-maunzi 08.09.2009 01:28
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Leuchttuermin 06.09.2009 14:24
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • perdian 03.09.2009 12:22
    Bewertete diesen Bericht als
    hilfreich
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