Erfahrungsbericht über

The Stanley, Nairobi

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noch immer koloniales feeling in Nairobi (K 02)

5  09.07.2006 (08.11.2006)

Pro:
Wunderschönes altehrwürdiges englisches Hotel in Nairobi

Kontra:
Die unsichere Umgebung, leider

Empfehlenswert: Ja 

Leo56

Über sich: Der erste Südafrikabericht ist online, weitere folgen.... Danke für die vielen BH von euch!!!!!...

Mitglied seit:06.02.2006

Erfahrungsberichte:128

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 97 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Corner of Kenyatta Avenue & Kimathi Street
P.O. Box 30680, Nairobi, Kenya
Phone: +254 2 228830/333233, Fax: +254 2 229388
E-Mail: reservations@thestanley.sarova.co.ke
website: http://www.sarovahotels.com

Im Jahre 2004 waren wir im Stanley-Hotel als Ausgangspunkt zu einer 8-tägigen Kenya-Safari. Den Gesamtüberblick über die Safari findet Ihr unter "Big Five Safari bei Jahn-Reisen (K 01)"
http://reisen.ciao.de/Kenia_Safaris__Test_3109082


An- und Einreise
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Bitte seht es mir nach, dass ich hier für ausführliche Kenya-Informationen auf meine Ausführungen in den "Tipps zur Reisevorbereitung (K 00)" unter
http://reisen.ciao.de/Kenia_Allgemeines__Test_3120305
verweise, ich denke, es macht keinen Sinn, das hier hinein noch einmal zu kopieren und hoffe sehr, ihr denkt auch so.

Die Umgebung
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Aus dem ehemals völlig einsamen Eisenbahnstützpunkt in der Wildnis Ostafrikas, entstand in den letzten 100 Jahren eine Millionenstadt, die der Dreh- und Angelpunkt Ostafrikas ist.
Nairobi ist heute die größte Stadt in Ost- und Zentralafrika. Oft als "Sonnenstadt" oder "Blumenstadt" bezeichnet, sind die meist breiten Strassen und Freiräume, die von modernen Wolkenkratzern dominiert werden, mit Bougainvilleen, Jakarandas und Hibiskus gesäumt.

Die ruhigen Vororte Muthaiga, Limuru, Karen und Langata weisen große Häuser in hübschen Gärten auf, die im Kontrast zu den Slums stehen, die in der und um die Stadt existieren.

Die innere Stadt wird geprägt von Geschäftshochhäusern und einem geschäftigen Treiben. Obdachlose, darunter viele Frauen, Kinder und Kranke, gehören zum täglichen Bild der Innenstadt. Von einem "Stadtbummel" bei Nacht sollten Europäer lieber absehen.

Bereits ein Spaziergang am Tag ist nicht ganz "angenehm".
Am Nachmittag wollen wir uns ein wenig die Stadt ansehen. Die Kenyatta-Avenue ist eine belebte Straße. Wir laufen ein paar Meter in Richtung Moi-Avenue, als uns auch schon Männer ansprechen. Sie sind sehr höflich und fragen uns nach unseren Plänen in Kenya. Schnell wird klar, dass sie im Auftrag verschiedener Safariunternehmen Kunden suchen. Einer drängt uns einen Prospekt auf und erklärt uns bestimmt dreimal den Weg zu dem Safarioffice. Wir wollen eigentlich nur in Ruhe die Stadt ansehen, aber es ist nicht möglich.

Aus einer kleinen Nebenstraße kommt ein völlig verschmutzter kleiner Junge gelaufen und auf den Gehwegen sitzen bettelnde Frauen mit Babys oder Krüppeln. Nach kurzer Zeit läuft uns eine ganze Traube Männer hinterher. Entnervt nehmen wir den Weg zurück zum Hotel. Selbst auf dem Weg zum Hotel werden wir noch angesprochen, ob wir nicht ein Taxi brauchen?
Plötzlich steht der Mann, der uns unbedingt den Prospekt aufdrängen musste, wieder vor uns und spricht auf Suaheli auf uns ein. Ich verstehe nur "Bahnhof", aber Gerd meint, sicher will er den Prospekt zurück. Tatsächlich zieht er zufrieden damit ab, als ich ihn aus meiner Hosentasche ziehe. Nur gut; denn ich wollte ihn schon wegwerfen!

An der Ecke von Kenyatta Avenue und Kimathi Street bleiben wir stehen und beobachten das Leben der Stadt. Hier werden wir endlich in Ruhe gelassen.

Und dennoch ist Nairobi anders als Tausende anderer Großstädte: Bereits kurz hinter der Stadtgrenze ziehen noch immer, wie schon vor Hunderten von Jahren, Elefanten-, Antilopen- und Zebraherden durch die Steppe, begleitet von hungrigen Raubkatzen.


Klima
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Obwohl nur 200 km südlich vom Äquator gelegen, weist Nairobi mit seiner Höhenlage auf 1675 m ein ganzjähriges angenehmes Klima mit kühlen Morgen und Abenden sowie einer durchschnittlichen Tagestemperatur von 24-29° C auf. Von Juni -August ist es oft wolkig, bedeckt und kühl, die anderen Monate, selbst in der Regenzeit, sind gewöhnlich klar und sonnig.


Das Hotel
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Das Stanley-Hotel ist ein vornehmes Hotel alter englischer Schule. Es ist seit 1902 bekannt als Treffpunkt im Zentrum von Nairobi. Es wurde gebaut, um das Personal der ostafrikanischen Eisenbahn zu beherbergen.

Das Hotel wurde 1998 komplett renoviert und in "The Stanley Hotel" umbenannt. Preis pro Person pro Nacht im Doppelzimmer US$ 75 für Übernachtung und Frühstück.

Bevor das Auto ganz vor den Hoteleingang fahren darf, prüft ein Securitymann mit einem Hohlspiegel an einem langen Stab, ob am Auto (unten) vielleicht eine Bombe angebracht ist. Erst dann dürfen wir die letzten 5-10 m weiter fahren.
Dieses Ritual trifft jedes Auto. Wir werden auch später noch öfter auf ähnliche Art erleben, dass den Kenyanern die Sicherheit ihrer Gäste wichtig ist.

Wunderschöne Schwarz-Weiß-Fotos aus der Gründer- und Kolonialzeit zieren die Wände des Hotels im Foyer und in den Gängen.

Das Hotel ist auch nach seiner Renovierung im vornehmen englischen Stil des vergangenen Jahrhunderts geblieben. Unser Zimmer in der 6. Etage (606) ist einfach aber nett mit englischen Möbeln eingerichtet und hat auch einen Fernseher. In der 5. Etage befindet sich ein Pool mit einer Poolbar und Fitnessräumen sowie einer Sauna. Der Innenhof zieht sich vom Erdgeschoss bis hier herauf. In der 8. Etage befindet sich die Windsor-Suite.

Das berühmte Thorn Tree Cafe ist ein beliebter Treffpunkt, mit Blick auf die Kimathi Street kurz vor Einmündung in die geschäftige Kenyatta Avenue. Eine Akazie wächst mitten im Cafe. Der alte Baum wurde nun durch einen neuen ersetzt, der einige Jahre wachsen muss, ehe er wieder ein echtes Wahrzeichen des Cafés werden kann.

Der Zettelkasten am Baum ist auch fast leer, nicht so voll wie auf diesem Foto eines Urlaubers, das ich im Internet fand und das auch noch den Stamm des alten Baumes zeigt. Einer der Wachmänner photographiert uns, damit wir auch mal gemeinsam aufs Foto kommen.

Das Essen wird in einem Steinofen bzw. auf einem Grill im Freien zubereitet. Da in den Tropen die Nacht sehr zeitig (gegen 18.30Uhr) und dann auch sehr schnell hereinbricht, habe ich die Köche nur noch im Dunkeln erwischt.

Beim Frühstück am nächsten Morgen beobachten wir einige Inder (am Turban und ihren langen Bärten sofort zu erkennen) im Thorn Tree Cafe, die sich hier offensichtlich wie zu Hause fühlen. Wahrscheinlich treffen sie sich täglich hier zum Frühstück.

Die Inder, einst von den Briten als billige Arbeitskräfte für den Bau der Bahnstrecke ins Land geholt, haben es
inzwischen zu Wohlstand gebracht. Sie stehen in dem Ruf, geizig, rücksichtslos und unbarmherzig zu sein und sind im Lande alles andere als beliebt. In Uganda wurden vor etlichen Jahren fast alle Inder niedergemetzelt. Ob der Hass auf sie in Kenya ebenso groß ist?


Die Zimmer
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Direkt über dem Cafe, allerdings in der 6. Etage, haben wir unser Zimmer. Es ist ausgestattet mit einem großen Schreibtisch, einer Sitzecke mit rundem Tisch und zwei Sesseln im Kolonialstil und natürlich einem Doppelbett.
Ein großer Schrank rundet das kolonial eingerichtete Zimmer ab. Das dunkle Holz der Möbel und das geräumige Bad verstärken diesen altehrwürdigen Eindruck.

Am Morgen nutze ich die Zeit vor dem Frühstück, um das geschäftige Treiben zu beobachten. Es sind vorwiegend Frauen und Männer, die, meist gut und sauber gekleidet, ihrer Arbeitsstätte zueilen. Aber auch Schulkinder wie diese beiden Mädchen links in ihrer schmucken blauen Schulkleidung, an der man erkennen kann, dass sie bereits die höhere Schule besuchen.


Weiterfahrt
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Am nächsten Morgen verlassen wir das Hotel gegen 9:00 Uhr in Richtung Norden.
Im Stanley-Hotel gefiel es uns wirklich gut, aber wir wollen ja noch Einiges erleben und freuen uns darauf.
Bilder von The Stanley, Nairobi
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Einfahrt mit Bombenkontrolle
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
esp1

esp1

19.04.2007 14:47

ist schon immer eine große diskrepnaz, wenn man in solchen ländern ist nud man sieht teilweise die armut der menschen und dann im gegensatz dazu ein luxushotel. lg

offerendum

offerendum

09.04.2007 13:36

Die Sicherheit würde mich schon stören!

mozarteum

mozarteum

12.11.2006 13:46

es ist immer wieder schön, dich zu begleiten ... .-) lg detlef

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