Auch heute werde ich wieder über eine Tour berichten, die ich während meines Work and Travel Aufenthalts in Australien gemacht habe. Diese Tour haben meine Freundin und ich allerdings ziemlich am Ende der Reise unternommen und sie wurde auch sehr spontan und kurzfristig gebucht, was zum Glück kein Problem war. Ganz zu Beginn dachten wir noch, wir müssen kosten-technisch zwischen Neuseeland und der Ayers Rock Tour wählen. Unsere Wahl fiel auf Neuseeland! Am Ende hatten wir dann allerdings sowohl noch Zeit als auch noch etwas Geld. Da wir sowieso von Cairns nach Perth fliegen mussten, lag der Ayers Rock sozusagen irgendwie auf dem Weg (auch wenn der Flug so teurer war) und so hatten wir uns dafür entschieden. Diese Tour haben wir etwa 1 Woche vor Beginn in einem kleinen Reisebüro an der Esplanade in Cairns gebucht und wir hatten so kurzfristig Glück, noch Plätze im Flugzeug bekommen zu haben.
~.*.~ Allgemeine Infos zur Tour ~.*.~
Start: Alice Springs (Northern Territory)
Ziele: Kings Canyon, Kata Tjuta (The Olgas), Uluru (Ayers Rock)
Ende: Alice Springs (Northern Territory)
Internet: http://www.therocktour.com.au/
Preis: 355$ AU
~.*.~ Preise ~.*.~
Die Tour hat ganze 355 $ AU (etwa 260 Euro) gekostet. 330$AU kostet die Tour selbst und 25$AU kostet der Eintritt des Uluru National Parks. Darin enthalten waren die ganzen Fahrten (wirklich eine lange Strecke) sowie 2 Übernachtungen. Man campt 2 Nächte und ist 3 Tage unterwegs. Einen Schlafsack der bis -10 Grad warm hält kann man sich für 15$AU leihen. Den braucht man im übrigen auch, da es SEHR kalt wird in der Nacht. Es ist übrigens nicht billiger, wenn man am Ayers Rock Airport raus gelassen wird und nicht mehr mir nach Alice Springs zurück fährt, wie wir es gemacht haben. Man spart halt nur Zeit, falls diese knapp ist und auch vom Ayers Rock Airport kam man problemlos weg. Zudem hat man statt der langen Busrückfahrt dann eben den Blick von oben aus dem Flugzeug auf den Ayers Rock. Viel machen konnte man an diesem Flughafen allerdings nicht, der er selbstverständlich winzig ist!
Diese 355$AU beziehen sich natürlich nur auf die Tour selbst. Die Flüge (oder gegebenenfalls Busfahrten) muss man nochmal einzeln zahlen. Das macht einen Ausflug ins Outback sehr sehr teuer und man sollte sich genau überlegen, ob es das wert ist.
~.*.~ Beginn der Reise ~.*.~
Wir sind von Cairns nach Alice Springs geflogen und haben 1 Nacht im Toddys Backpackers dort verbracht und hatten ein wenig Zeit, uns Alice Springs selbst mal anzugucken. Diese Tour startet dann täglich von Alice Springs um 6Uhr am Morgen. Man wird aus den verschiedenen Hostels in einem kleineren Reisebus abgeholt und das Gepäck muss man an sich im Hostel lagern (was da auch umsonst angeboten wird, da die meisten Backpacker eine solche Tour von Alice Springs aus machen). Eigentlich darf jeder nur eine kleinere Tasche bzw. einen kleinen Rucksack mitnehmen. Die Tour startet in Alice Springs und sie endet auch dort. In unserem fall war das allerdings anders. Die Frau im Reisebüro hat uns erklärt, dass man m letzten Tag vom Ayers Rock lediglich mit dem Bus zurückfährt und da wir weiter nach Perth wollten, hat sie vorgeschlagen, dass wir dann einfach am Ayers Rock Airport abgesetzt werden und von dort aus fliegen. Das ersparte uns dann einen Tag im Bus und brachte uns bei wolkenfreiem Himmel einen grandiosen Blick von hoch oben auf den Ayers Rock! Eine super Idee und ein einmaliges Erlebnis. Auf jeden Fall ging die Reise, nach einem gemeinsamen Frühstück der Traveller im Toddys Backpackers, gegen 6 Uhr los. Der Kofferraum wurde beladen, wir wurden im Bus verteilt und die fahrt quer durch das Outback konnte beginnen.
~.*.~ Tag 1 = Kings Canyon ~.*.~
Kings CanyonNachdem wir alle abgeholt und im Bus verfrachtet waren, ging die Fahrt los. Wir sind sehr lange durch das Outback gefahren, vorbei an roten Sandflächen, an vertrockneten Sträuchern und an nichts anderem außer Leere & Freiheit. Das allein war für eine Zeit schon sehr beeindruckend, weil man es aus dem dicht besiedelten Deutschland ja nun nicht so kennt. Stundenlang ging es so weiter, bis wir dann irgendwann vor dem Kings Canyon gehalten haben. Der Kings Canyon ist eine Schlucht aus rotem und gelbem Sandstein und die Felsmauern sind bis zu 300 Meter hoch. Erosionen sorgten für die Bildung von interessanten Formen in verschiedenster Größe und Gestalt und immer wieder kommt es vor, dass Teile der Schlucht wegbrechen. Bereits von unten, wo wir mit dem Bus geparkt haben, sah der Kings Canyon mehr als interessant aus und man hat sich bereits darauf geführt, die Schlucht mit ihren vielen Abgründen und Wasserlöchern zu erkunden. Wir machten daraufhin eine etwa 3 stündige geführte Tour und bekamen diverse Eindrücke und Bilder von der grandiosen Schlucht. Der Pfad, den wir genommen haben war um die 6km lang und nicht immer einfach zu laufen. Es war natürlich nicht immer ein ebener Weg vorhanden und so musste man das ein oder andere mal klettern und an den Abgründen oder Spalten aufpassen. Geländer haben sich nämlich auch keine befunden. Der Kings Canyon war zum Großteil naturbelassen, was gerade das Besondere ist. Es gibt übrigens auch noch einen Pfad, der 2,6km lang ist und am Boden der Schlucht lang führt. Für Leute die nicht so gut laufen können wohl empfehlenswert. Unser Pfad ging jedenfalls über das Plateau und somit hatten wir diverser wunderschöner Ausblicke auf die roten Klippen und Felsformationen und auf teils grün bewachsene Stellen. Zudem gab es dann z.B. Stellen die „Der Garten von Eden“ der so hießen und wo man dann auf ein Wasserloch runter gucken konnte. Außerdem hatte man oft auch einen Ausblick auf die weiten, ebenfalls roten Flächen des Outback und hier wurde einem bewusst, wie gigantisch groß das alles ist. Ab und an kam man dann mal an einem Baum (manchmal mit komplett weißer Rinde) hoch oben auf dem Canyon vorbei. Insgesamt wurde deutlich, wie stark Wind, Sonne und Regen auf den Fels einwirken, ihn formen und bearbeiten. Etwas so tolles und faszinierendes wie diese 3stündige Tour hoch oben auf dem Kings Canyon hatte ich noch nie zuvor gemacht und es war auf alle Fälle ein Erlebnis – wenn auch anstrengend. Auf dem Weg durch den Canyon hatten wir so was wie Müsli Riegel, Äpfel und natürlich trinken dabei.
1 Nacht Schlafen unter freiem HimmelDanach haben wir einen weiteren Stop (ich meine es war die Kings Creek Station) eingelegt, wo man vor der Weiterfahrt nochmal auf Toilette gehen konnte, bevor es weiter in die Wildnis, nach Curtis Springs, ging. Hier haben wir dann unser Nachtlager aufgeschlagen, mitten im Nirgendwo. Es wurde ein Lagerfeuer gemacht und man hat seine Schlafsäcke bekommen. Dann wurde ein Abendessen vorbereitet und alle zusammen haben am Lagerfeuer gegessen sich unterhalten und auf den Einbruch der Dunkelheit gewartet. Man konnte zu Beginn der Reise eine Bestellung an Bier aufgeben, welches man dann abends auch noch hätte trinken können. Wir hatten zwar ein bisschen was bestellt, es aber bei wenig belassen. Wenn man Glück hat uns es sternenklar ist, kann man diverse Sternbilder (wie z.B. das Southern Cross) betrachten, während man einschläft. Auch das ist tatsächlich super, denn ich habe noch nirgendwo sonst SO viele Sterne gesehen wie im australischen Outback. Eine Toilette oder Waschgelegenheiten gab es natürlich nicht und so musste man die Wildnis nutzen. Da einiges an Büschen und Bäumen rumstand, war das nicht ganz so problematisch, aber nachts war's natürlich stockdunkel. Das einzige Problem am schlafen im freien, auch komplett ohne Zelte & Co war, dass es wirklich SEHR kalt war. Wir haben diese Tour im Juni gemacht und da ist ja Winter in Australien. Das haben wir echt zu spüren bekommen, denn trotz des dicken Schlafsacks habe ich noch nie in meinem Leben so gefroren wie in dieser (und der Folgenden) Nacht. Das schlafen unter freiem Sternenhimmel hat allerdings entschädigt und früh am nächsten Morgen ging die Tour dann weiter...
~.*.~ Tag 2 = Kata Tjuta & Ayers Rock beim Sonnenuntergang ~.*.~
Am nächsten Morgen sind wir als es hell wurde wach geworden und wir haben das Camp aufgeräumt, die Schlafsäcke zusammen gerollt, haben noch schnell gefrühstückt und sind dann wieder in den Bus gestiegen. Die Fahrt ging weiter durch das einsame und weite Outback, vorbei an Gestrüpp und kleineren Felsen. Nach einigen Stunden kamen wir dann im Ayers Rock Resort an, wo wir auf einem Campingplatz (Ayers Rock Campground) die nächste Nacht verbringen sollten. Bevor wir dort hinfuhren, haben wir kurz an einem Shop im Ayers Rock Resort (kleines Dorf mit Hotels) gehalten, wo man das wichtigste schnell kaufen konnte. Auf dem Campingplatz wurde dann vom Reiseleiter schnell eingecheckt, wir durften die Sanitäranlagen benutzen und dann haben wir uns alle wieder in den Bus gesetzt und sind weiter Richtung Uluru – Kata Tjuta National Park gefahren. Am Eingang des national Parks musste unser Reiseleiter unsere Pässe vorzeigen und schon kamen wir rein. Als erstes haben wir bei einem Aussichtspunkt gehalten, von wo aus man sowohl den Uluru, als auch das Kata Tjuta von Entfernung aus sehen konnte. Hier konnte man schon mal super Fotos machen. Der Uluru (Ayers Rock) und die Kata Tjuta Berge (The Olgas) sind übrigens 30km von einander entfernt.
Kata TjutaAls erstes sind wir dann zu den Kata Tjuta Bergen gefahren. Kata Tjuta bedeutet übersetzt übrigens „Viele Köpfe“ und das passt perfekt, wenn man an die abgerundeten 36 Hügel denkt, um die es sich handelt. Am Eingang gab es Toiletten sowie eine Trinkwasserstation. Diese Berge/Hügel bestehen aus 36 rötlichen Felsen, die alle durch das Wetter (Wind, Sonne, eventueller Regen) abgerundet und geformt wurden und Teil einer unterirdischen Gesteinsschicht sind. Dieses „Gebirge“ mitten in der „Wüste“ sah sowohl von weitem, als auch von nahem sehr beeindruckend aus. Auch hier sind wir von unserem Reiseleiter durch die Berge bzw. Felsenformation geführt worden. Man musste das ein oder andere Mal klettern und hatte ständig super Ausblicke. Die Wanderung durch das „Valley of the Winds“ dauert etwa 3 – 4 Stunden. Auf dem Weg gibt es einen Stop mit Toilette und Trinkwasserstation. Falls man nicht so gut laufen/klettern kann, gibt es auch hier einen kürzeren, anderen Weg! In dieser Art Fels-Gebirge mitten auf flachem australischen Land kam man sich vor wie in einer anderen Welt bzw. wie auf einem anderen Planeten. Die Felsen waren je nach Sonnenlicht rot oder braun und hatten einfach eine faszinierende Farbe. Auch hier findet man den ein oder anderen grünlichen oder verdorrten Strauch. Am besten hat mir hier der etwas steilere und auch schwierigere Kletterweg eine Art „Schlucht“ hinauf gefallen. Von oben hatte man dann erneut einen absolut grandiosen Ausblick auf die roten Hügel und das Land! Die Olgas / die Kata Tjuta haben mir mindestens so gut gefallen, wie der Kings Canyon am Tag zuvor, denn so was bekommt man im Leben nicht oft zu sehen!
Aboriginal Cultural Centre
Am Nachmittag ging es dann weiter zum Aboriginal Cultural Centre, welches sich mehr in der Nähe des Ayers Rocks befand. Hier haben wir dann auf einem Gelände davor, wo es Tische und Bänke gab, eine Art Buffet zum Mittagessen gehabt. Das war natürlich nichts aufwändiges, sondern eher Sandwichs und Salate & Co. dennoch war es super hier in direkter Nähe zum Ayers Rock zu essen. Danach sind wir in das Center rein, welches ein kleines Museum zum National Park war. Hier hat man so einiges über Aborigines erfahren und konnte sich etwas mehr von deren Leben und deren Vorstellungen und Traditionen vorstellen. Man konnte sich ausgestellte Dinge angucken, Filme gucken und es gab natürlich auch diverse Bilder sowie Malereien der Aborigines. Insgesamt war das Center interessant und es hat einen guten Einblick vermittelt.
Ayers Rock / Uluru (Sonnenuntergang)Der Uluru ist die Oberfläche einer riesigen unterirdischen Gesteinsschicht und er hat etwa einen Umfang von 9km. Er gehört zusammen mit Kata Tjuta zum Unesco Weltnatur-, und Weltkulturerbe. Über Sandwege und Stege geht ein weg rund um den Uluru / Ayers Rock herum. An diesem Tag haben wir bloß ein Stück davon gelaufen und zu einigen Stellen wurde uns etwas erklärt vom Reiseleiter. So war man sehr dicht am Uluru dran und konnte ihn teils sogar anfassen. Nun, da man so dich davor stand, ist erst aufgefallen, wie geformt der Ayers Rock selbst durch die Erosionen ist. Der rote Sandstein ist keines falls überall glatt, sondern an einigen Stellen durchlöchert, teils abgebrochen, es gibt höhlenartige Wölbungen und Wasserbecken an den Seiten. Auch hier wächst wieder die ein oder andere grüne Pflanze an den Seiten oder unter den kleineren Felsvorsprüngen. An einigen Stellen findet man dann noch Malereien der Aborigines, die man gut erkennen kann. Eine der Vorsprünge sieht durch die Erosion in etwa aus, wie eine Welle aus gelbem und grauem Stein und genau so was ist sehr faszinierend. Vor allem beeindrucken ist das Farbspiel, welches man bei gutem Wetter mit Sonnenschein betrachten kann. Das intensive Rot des Gesteins, zusammen mit kräftigem grün einiger Bäume vor einem fast unnatürlich blauem Himmel! Großartig! Zum Glück konnte man diese Eindrücke auch gut fotografieren. Man muss dazu sagen, dass das Gestein auch nur dann SO rot ist, wenn die Sonne gerade richtig darauf scheint. Andere Stellen wirken dann um einiges blasser.
Nach der kleinen Führung um einen Teil des Uluru (Ayers Rocks) sind wir mit dem Bus wieder ein Stück weggefahren, sodass man den „Fels“ in seiner ganzen Pracht vor Augen hatte, so wie man ihn auch von Bildern kennen. An diesem Platz haben wir mit vielen anderen Bussen und deren Insassen darauf gewartet, dass die Sonne untergeht. Währenddessen haben wir zunächst Abendbrot gegessen und danach, als das Sonnenuntergangspektakel losging haben natürlich alle geknipst wie die Weltmeister. Der Anblick, als die Sonne hinter dem Ayers Rock verschwunden ist und der Mond dann langsam aufging war allerdings auch unglaublich schön. Er glühte teilweise wie ein Feuerball und er ragte dabei so gigantisch auf der flachen Dünenlandschaft heraus. Als die sonne dann fast untergegangen war, färbte sich der Himmel in hellblaue, lila und rosa Farbtöne und am Himmel hat man den runden weißen Mond bereits leuchten sehen! Dabei gab es dann für alle Reisende noch ein Bier und jeder hat diese fabelhafte Erfahrung einfach genossen, sodass die Atmosphäre von diesem Aussichtspunkt einfach nur super war.
Lagerfeuer & Delikatesse Nach diesem tollen Erlebnis sind wir mit dem Bus zurück zum Camping Platz gefahren. Dort wurde wieder ein Lagerfeuer gemacht und man hat sich erneut, wie in der Nacht zuvor, im Kreis um das Feuer gesetzt und gequatscht. Als Überraschung hat der Reiseleiter dann noch den Schwanz eines Kängurus angeschleppt, eine australische Delikatesse. Dieser Schwanz wurde dann geschält und über dem Feuer „geröstet“. Als er fertig zum Essen war, durfte jeder von uns (der wollte) mal probieren. Ich wollte zuerst partout nicht (das arme Känguru!!), aber irgendwie hat mich die Atmosphäre am Feuer im australischen Outback in der Nähe des Ayers Rock so überwältigt, dass ich doch neugierig war! Und siehe da, es war tatsächlich lecker (aber dennoch, das arme Känguru!!). Danach neigte sich der Abend dann langsam dem Ende entgegen und man hat sich in den Sanitäranlagen des Campingplatzes bett-, bzw. schlafsackfertig gemacht. Die nächste Nacht unter freiem Himmel konnte beginnen und gefühlt war sie sogar noch kälter als die erste. Aber auch dieses Mal hatte man einen super Blick auf den Sternenhimmel und das in direkter Nähe des Ayers Rock (den man von hier allerdings nicht sehen konnte).
~.*.~ Tag 3 = Ayers Rock beim Sonnenaufgang & Abflug vom Ayers Rock Airport) ~.*.~
Am nächsten Morgen haben wir erneut recht früh die Schlafsäcke eingerollt, den Bus beladen und dann ging es wieder zum Ayers Rock. Dieses Mal, um den Sonnenaufgang zu betrachten. Dieser war mindestens genauso schön, wie der Sonnenuntergang und wieder erinnerte das rote Gestein an einen glühenden Feuerball, sogar noch extremer als beim Sonnenuntergang. Den Aufgang haben wir auch von einer anderen Stelle betrachtet, die aber ebenso schön war. Hier haben wir dann alle gemeinsam etwas gefrühstückt.
Uluru Base Walk / (Uluru Climb)Danach konnte man zwischen 2 Optionen wählen. Entweder man ist auf den Uluru geklettert oder aber man ist einmal komplett um ihn herum gelaufen. Die Aborigines tolerieren den Uluru Climb zwar mehr oder weniger, aber sie sehen es nicht gerne und sind eher dagegen. Mit aus diesem Grund haben wir uns dann gegen die Klettertour auf den heiligen Uluru und für den Walk um den Uluru herum entschieden. Auf diesen etwa 9km wurde dann klar, wie gigantisch schön diese aus dem Boden heraus guckende Oberfläche der Gesteinsschicht ist. Während des Walks ist man an Stellen des Ayers Rock vorbeigekommen, die entweder nur für die Männer oder nur für die Frauen der Aborigines bestimmt sind. Das jeweils andere Geschlecht muss an diesen stellen weggucken und auch Fotos dürfen an diesen oder teils an anderen Stellen nicht gemacht werden. Daran haben sich auch alle soweit gehalten. Natürlich gab es aber auch genug stellen wo man knipsen durfte und die man sogar anfassen konnte bzw. konnte man sich auf diese Stellen auch rauf setzen, da es flache Ausläufer des Steins waren. Einige stellen hatten dann auch noch was Besonderes und so sah eine z.B. aus wie ein Wal und an einer anderen gab es erneut ein Wasserloch (mit Beschreibung der Bedeutung für die Aborigines) oder weitere Höhlenmalereien der Aborigines. Insgesamt war dieser Walk wirklich eine Erfahrung und es gab viele interessante Stellen. Die Größe, der Umfang, das Spiel mit dem Sonnenlicht und der Farbe des Steins, inmitten dieser sonst so kahlen Dünenlandschaft. Das alles war unglaublich faszinierend und wirklich ein Erlebnis, das ich niemals vergessen werde!
Abflug vom Ayers Rock Airport
Nachdem wir uns zur verabredeten Zeit alle wieder getroffen hatten, sollte der Rückweg angetreten werden. Für die anderen hieß es dann eine lange Fahrt im Reisebus nach Alice Springs und für uns hieß es Abflug vom Ayers Rock Airport nach Perth, an Australiens Westküste. Wir wurden vom Reisebus dort abgesetzt (alle anderen sind zurückgefahren) und dann hatten wir noch etwas Zeit. Der Airport ist natürlich sehr klein, aber wirklich nicht weit vom Uluru und vom Kata Tjuta entfernt. So konnte man, als man gerade in die Lüfte abgehoben ist, auch noch einen super Ausblick auf den Ayers Rock und auf Kata Tjuta genießen!! Wir hatten gutes Wetter und gute Sicht und konnten beides klar erkennen und so war fotografieren!! damit hatten wir gar nicht gerechnet und so war das eine echt positive Überraschung und eine weitere super Erinnerung an diese Tour!
~.*.~ Fazit ~.*.~
Diese Tour hat mir sehr gut gefallen und sie hat sich definitiv gelohnt. Die Tour an sich war nicht billig und auch die beiden Flüge waren nicht günstig. So muss man sich wirklich überlegen, ob man eine solche Tour machen will. Allerdings bekommt man mit dem Kings Canyon, Kata Tjuta und dem Ayers Rock (Uluru) 3 ganz faszinierende Orte dieser Welt zu sehen, die ganz typisch für das australische Outback sind und wirklich faszinieren. Vor allem der Kings Canyon und Kata Tjuta waren wegen der Wandertouren DURCH die Schlucht bzw. den Berg-Wald toll und auch der Ayers Rock ist echt beeindruckend!! Hinzu kommt das Schlafen unter freiem Himmel mit Blick auf die Sterne, ein sehr freundlicher Reiseleiter der einem vieles erklärt, den man ganz gut versteht und dazu eine relativ kleine Gruppen an Mitreisenden, die übrigens auch alle freundlich waren und deren Nationalitäten kreuz und quer gemixt waren (finde ich super). Das essen was man während er Tour immer bekommen hat und teils an tollen Orten verspeist hat, war ebenfalls ausreichend und lecker und auch 2 Bierchen am Abend waren am Lagerfeuer immer schön zu genießen. Insgesamt ist mir diese Tour sehr gut in Erinnerung geblieben und wenn ich mir die ganzen Fotos anschaue, bekomme ich wirklich Fernweh und denke an diese tolle Zeit im Juni 2009 zurück! Ich kann diese Tour nur weiterempfehlen, denn sie ist wirklich mal was ganz anderes...
Natürlich gibt es 5 von 5 Sternen von mir!
Liebe Grüße,
Chan5
bh