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Erfahrungsbericht

für The Ritz-Carlton, Washington
4 Sterne Wohnen in mittelmäßiger Lage Bericht mit Bildern
195 von 195 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Westend Bistr, gewohnter RC-Komfort

Kontra Lage, kleine Suite

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

offerendum Seit 11 Mrz 2003

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53 Mitglieder vertrauen mir

Wir bleiben in Washington, was den ein oder anderen vielleicht verwundert. Wir wechseln aber in das Ritz Carlton Washington D.C., wo wir unsere 3. Nacht in Washington verbracht haben.

Allgemeines
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Das Ritz Carlton ist ein im Jahr 2000 eröffnetes Hotel mit insgesamt 300 Zimmern. Es handelt sich um einen äußerlich recht modernen Bau, der leider nicht sonderlich inspiriert wirkt. Es ist mit dem 5 Diamond Award ausgezeichnet. Die Preise sind durchaus schwankend, wobei die Wochenenden etwas billiger ausfallen. Hier mal ein paar Beispielsraten, im Sommer beginnen die Zimmer auch schon mal bei 279 $.

Deluxe Room: 729 $ (399 $)
Premier Room: 749 $ (419 $)
Club Room: 829 $ (499 $)
One Bedroom Suite: 829 $ (499 $)
Club Suite: 929 $ (599 $)
Präsidentensuite: 4000 $ (4000 $)

Buchung
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Wir haben das Hotel über unsere Virtuoso-Agentin gebucht, so dass wir einen 100 $ Gutschein für Food & Beverage sowie ein Upgrade bei Verfügbarkeit (vorweg: es gab keins) und kostenloses Frühstück erhielten. Damit wurde es zu einem gang guten Deal.

Lage
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Das Ritz-Carlton Washington D.C. (nicht zu verwechseln mit dem Ritz Carlton Georgetown, Tyson Corner oder Pentagon City) liegt ideal für den Geschäftsdistrikt der Stadt, aber weniger für Sightseeing. Dementsprechend empfinde ich die Lage als eher negativ, kein Vergleich zum Willard, es sind rund 3 Meilen ins Zentrum.

Ansonsten kann man über die Gegend (Foggy Bottom) wenig negatives sagen, sie ist ruhig und scheint sicher. Dafür ist natürlich auch nichts los.

Ankunft
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Wir kamen gegen Abend und wurden gleich nach dem Vorfahren freundlich begrüßt. Unser Gepäck wurde ausgeladen und man zeigte uns den Weg zur Rezeption.

An der Rezeption empfing man uns freundlich, unsere Reservierung wurde schnell gefunden. Da wir noch etwas Zeit hatten fragten wir nach dem Fitnessbereich und bekamen erklärt, dass dieser Aufpreis koste. Wir verlegten daraufhin das gebuchte Abendessen nach vorne. An dieser Stelle muss ich das erste mal Meckern. Kaum auf dem Zimmer angekommen öffnete ich unser Begrüßungsschreiben und fand einen Gutschein, der uns als Virtuoso-Gästen freien Zugang zum Fitness-Bereich gewährte. Hätte ich es früher gewusst, hätten wir es nutzen können. Hier hätte die Dame an der Rezeption deutlich besser informiert sein können.

Öffentliche Bereiche
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Das Erdgeschoss des Ritz Carlton ist relativ niedrig, aber hochwertig ausgestattet. Heller Marmor, dunkles Holz und Ölgemälde dominieren, man merkt, dass man in einem recht klassischen Hotel ist. Etwas gemeine Menschen würden das ganze als spießig bezeichnen, meiner Meinung nach tut es auch der Begriff klassisch. Sehr schön war eine Wand mit Glasskulpturen in Blütenform.

Das Bild setzt sich in den Fluren fort, wobei alles picko bello war. Überhaupt war an der Einrichtung nichts auszusetzen, alles erfüllte die Anforderungen an ein Ritz Carlton. In der Lobby stand kostenlos Eistee und Obst zur Verfügung.

Zimmer
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Im Internet wurde die One Bedroom Suite als Suite mit 84 qm Größe angekündigt, dem Grundriss nach entsprach sie 2 Doppelzimmern. Dies bestätigte sich leider bei Betreten des Zimmers nicht. Zwar wies die Suite die angegebenen Merkmale auf, doch hatte sie keinesfalls die angegebene Größe. Ich schätze sie vielleicht auf 50 bis 60 qm.

Von der Aufteilung her stand man zunächst in einem langen Flur, von dem eine große Gästetoilette abging. Am Ende des Flures befand sich linke Hand der Schlafbereich (ohne verschließbare Tür) und geradeaus das Wohnzimmer.

Das Wohnzimmer war ein recht kleiner Raum, nach meiner Erinnerung eines der kleinsten, dass ich je in einer Suite hatte. Hinzu kam, dass es nicht gerade, sondern recht eckig geschnitten war. An der Stirnseite stand ein helles Sofa, im 90 Grad Winkel dazu ein Sideboard mit Flachbildfernseher (vom Sofa sehr ungünstiger Winkel) und ein Sessel. Ansonsten gab es einen Schreibtisch mit Schreibtischstuhl, damit war die Bude voll. Die Einrichtung war zwar bis auf einen Fleck auf dem Sofa tadellos, doch war mir das Wohnzimmer für eine Suite einfach zu klein. Ich habe bei You-Tube ein Video einer Suite gesehen, deren Wohnzimmer deutlich größer war.

Das Schlafzimmer war dafür von ordentlicher Größe mit einem großzügigen Schrank, einem großen King-Bett nebst Nachttischen und einem Sideboard mit Flachbildfernseher. Das Bett war sehr bequem, die Laken von hervorragender Qualität. Auf den Nachttischen standen große Lampen.

Der Blick ging auf die Straße vor dem Hotel, die allerdings nicht sonderlich sehenswert war.

Insgesamt war ich von der Größe der Suite doch sehr enttäuscht, da ich sie mir aufgrund der Beschreibung doch deutlich größer vorgestellt hatte. Die Einrichtung war dafür in Ordnung.

Bad
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Das Badezimmer war ziemlich typisch für Ritz Carlton und von sehr guter Qualität. Es war mit hellem Marmor, Holz und Goldelementen ausgestattet, alles war in gutem Zustand. Rechts befand sich zunächst die Badewanne von guter Größe. An der Stirnseite befand sich der Waschtisch mit 2 Waschbecken und ausreichend Ablagefläche. Links lag die ausreichend große begehbare Dusche und die separate Toilette.

Handtücher gab es in gewohnter Ritz-Carlton Qualität (die hervorragend ist), die umfassenden Kosmetikprodukte kamen von Bulgari. Einziges Manko war, dass es nur in der Toilette einen Mülleimer gab.

Wie bereits erwähnt, fand ich das Badezimmer Klasse. Sicher, prinzipiell ginge es noch besser (größere Wanne mit Whirlpool etc), aber das Bad war vollkommen ausreichend. Hätte das Badezimmer im Willard so ausgesehen, wäre die dortige Suite super gewesen. Warum kann man hier nicht kombinieren?

Wellness
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Dem Hotel ist der LA Sportsclub mit einer Riesenauswahl an Fitnessgeräten und einem großen Pool angeschlossen. Wie Eingangs erwähnt, hätte ich sogar kostenlosen Eintritt gehabt. Am Abend wurde es damit jedoch nichts, da wir unser Abendessen vorverlegt hatten und danach der Club geschlossen war. Aber am nächsten Morgen sollte es soweit sein, laut der Information im Zimmer sollte er um 8 Uhr öffnen. Also schön früh aufgestanden und ab zum Sportsclub. Was wir vorfanden war eine verschlossene Türe, laut Info hierauf öffnete der Sportsclub erst um 9 Uhr. Das Ende vom Lied war, dass wir auf den Besuch verzichteten, da wir an dem Tag noch nach New York fahren wollten und durchaus ein wenig unter „Zeitdruck“ standen. Hätten wir dies vorher gewusst, hätten wir ggf. anders geplant. Ärgerlich ist das Ganze auf jeden Fall!

Westend Bistro
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Ich habe lange überlegt, ob ich über das Hotelrestaurant einen eigenen Bericht schreibe. Es handelt sich um das Westend Bistro by Eric Ripert, das mit einem 4 Diamond Award ausgezeichnet ist.

Das Restaurant liegt im Erdgeschoss des Hotels und ist im Hotel nicht wirklich vernünftig ausgeschildert. Auch am Eingang steht nicht der Restaurantname. Ein entsprehender Hinweis wäre nett gewesen, auch wenn es sich um das einzige Restaurant des Hotels handelt.

Das Restaurant schmückt sich wie so viele in Washington mit dem Namen eines „großen“ Kochs, in diesem Falle Eric Riperts. Eric Ripert gilt als der Fischkoch und betreibt in New York das Le Bernardin, ein 3 Sterne Restaurant (haben wir auch ausprobiert). Letztendlich mag Eric Rpipert hier das kulinarische Konzept machen, reell das Restaurant betreibt er nicht. Küchenchef des Westend Bistro ist Joe Palmer. Zu finden ist es unter westendbistrodc.com.

Das Restaurant selbst ist relativ modern in Rottönen eingerichtet, man isst an teilweise relativ eng zusammenstehenden Tischen. Es gibt einen Barbereich und den Essensbereich, durch die Fenster schaut man auf die davorliegende Straße. Die Küche ist recht stark von den Südstaaten beeinflusst.

Wir starteten unser Essen mit einem Crispy Oyster & Baby Bibb Lettuce (14 $) sowie einen Red Buttercrunch & Artichoke Salad (14 $). Beide Salate waren ausgesprochen gut, mir schmeckten vor allem die frittierten Austern, die ich roh nicht so sehr schätze.

Bei den Hauptspeisen wählten wir zum einen Shrimp & Grits (shrimp, chorizo, aleppo pepper) zun 27 $. Es handelte sich um ein Grits (eine Art Polenta-Brei, recht sahnig) mit Flusskrebsen, was durch die Chorizo richtig würzig wurde. Das einzige was störte war, dass man in der Tat immer wieder auf Sandkörner biss. Ob das tatsächlich so sein sollte weiß mich nicht, es kam offensichtlich von den Krebsen. Als zweites Hauptgericht wählten wir Baked Striped Bass (summer herb grits, minted zucchini, chow chow relish) zun 30 $, was ebenfalls sehr gut ausfiel.

Als Nachspeise wählten wir zunächst einen Westend Sundae (9 $), der aus Vanille und Pistazieneis mit Früchten bestand. Das Eis war hausgemacht und von guter Qualität. Daneben bestellten wir einen Strawberry & Rhubard Cabbler (9 $), der mit einer Pekanplaline und einem Hirseeis serviert wurde. Es handelte sich um eine Metallpfanne, in der geschichtete Früchte mit Teig überbacken waren. Dazu das Eis und die karamellisierten Pekannüsse – einfach hervorragend.

Insgesamt waren wir mit dem Essen sehr zufrieden, zumal man die Gerichte ansonsten kaum bekommt. Die Preise sind relativ hoch (am Ende lagen wir für 3 Gänge mit Getränken, Steuer und Service bei rund 150 $), aber durchaus angemessen. Das Restaurant war bei unserem Besuch sehr gut gefüllt.

Frühstück
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Das Frühstück wird im Barbereich serviert, wobei das Buffet in einer Art Flur aufgebaut wird. Das Frühstücksbuffet ist mit rund 35 $ pro Person relativ teuer, stellt jedoch im Vergleich zu den einzeln auszusuchenden Speisen immer noch die günstigere Alternative dar. Wir hatten es inkludiert.

Das Buffet ist schon auf den ersten Blick relativ klein. An einer Kochstation werden auf Wunsch frische Eierspeisen zubereitet, ansonsten gibt es Würstchen und Speck. Die Brotauswahl war relativ gut, die Käse- und Wurstauswahl recht durchschnittlich. Es gab einige Frische Früchte und süße Teilchen wie Muffins.

Alles in allem sind wir zwar satt geworden und die Qualität der angebotenen Speisen war gut, doch würde ich hierfür nicht den verlangten Preis bezahlen. Ich bin mir sicher, dass man auswärts vergleichbare Qualität deutlich preiswerter erhält.

Check-Out
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Der Check-Out verlief schnell, unsere Koffer wurden zügig zum bereits vorgefahrenen Auto gebracht. Wie bei Ritz Carlton üblich bekamen wir 2 Flaschen Wasser ins Auto gelegt.

Fazit
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Es gibt bei diesem Hotel mit Ausnahme der Größe der Suite an der Hardware eigentlich nichts zu bemängeln. Zwar ist die Einrichtung nicht sonderlich innovativ, doch erhält man soliden Luxus. Der Service ist mit Ausnahme der ärgerlichen Informationspannen tadellos, so wie man es in einem Ritz erwartet. Allerdings stellt sich die Frage, warum man gerade hier übernachten soll. Während besipielsweise das Willard eine tolle Lage und eine große Geschichte oder das Hay Adams Zimmer mit Blick aufs Weiße Haus hat, gibt es hier keinerlei Alleinstellungsmerkmal. Es handelt sich schlicht und ergreifend um ein durchaus gutes Luxushotel, das allerdings relativ schlecht gelegen ist. Dementsprechend empfehle ich es zwar und vergebe 4 Sterne (der Abzug erfolgt für das zu kleine Zimmer, die Lage und die schlechten Informationen), würde aber wahrscheinlich nicht noch einmal hier übernachten. In dem sehr guten Restaurant kann man auch essen, ohne hier Gast zu sein.

Bilder

für The Ritz-Carlton, Washington
SAM_1210 - The Ritz-Carlton, Washington
Gästetoilette
von offerendum offerendum
SAM_1210 - The Ritz-Carlton, Washington

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Kommentare

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  • Ruhestoerer 21.04.2012 18:31
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich
  • autocomander 09.04.2012 20:15
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh

  • pelikany 08.04.2012 17:07
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh

  • Creedy18 10.03.2012 06:57
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Cuchulainn1981 17.02.2012 09:21
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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