Die offizielle Michael Jackson Ausstellung
Ende Dezember war ich in der Michael Jackson Ausstellung in der O2-Bubble. Ich fand' es so beeindruckend, dass ich euch nun davon berichten möchte.
Mein Anreiz zum Besuch
Viele von euch wissen bereits, dass ich sehr begeistert von Michael Jackson bin. Seit frühester Kindheit mag ich ihn sehr und sein Tod hat mich zu tiefst getroffen – und hat mir nochmals verständlich gemacht, was für ein großer Künstler, toller Entertainer und wundervolle Mensch er war.
Zwischen Weihnachten und Neujahr zog es mich mal wieder nach London, um die Weihnachtsausverkäufe und die schöne Stadt zu genießen. Was ich aber überhaupt nicht mitbekommen hatte – in der O2-Bubble in Greenwich befand sich die offizielle Michael Jackson Ausstellung! Obwohl ich in einem Jackson Forum angemeldet und aktiv bin, hatte ich diese Nachricht übersehen. Zum Glück habe ich aber meine lieben Eltern, die mehr über mich und meine Interessen wissen als jeder andere. Und so rief meine Mutter mich sofort an, als sie auf www.visitlondon.com surfte und von der Ausstellung erfuhr!
Am Telefon erzählte sie mir, dort wären Jacken, Handschuhe und sogar ein Auto von Michael Jackson ausgestellt. Ich war natürlich sofort aufgeregt und der Beschluss, hin zu fahren, stand sofort fest.
Die Anfahrt
Mit dem Auto würde ich dort niemals hinfahren – durch London mit dem Auto fahren ist purer Wahnsinn. Man muß eine Gebühr für das Befahren der Innenstadt bezahlen, kommt kaum voran und kann mit Parkgebühren von €10 pro Stunde rechnen.
Also: die U-Bahn ist der richtige Weg zur Ausstellung!
Von meiner Mutter brauchte ich lediglich die Informationen, dass die Ausstellung im O2-Gebäude in Greenwich statt findet. Den Weg entnimmt man dann einem U-Bahn Fahrplan, der an jeder Station und auch in der U-Bahn hängt, so dass man einfach nur gucken muss, in welche Linie man umsteigt – sehr einfach und schnell!
Mit der Jubilee Line (auf dem U-Bahn Fahrplan ist das eine graue Linie!) fährt man einfach bis ,,North Greenwich“. Dort angekommen zeigen Wegweiser bereits, dass man die Station zur rechten Seite verlassen muss, um zur O2-Bubble zu kommen. Für die Fahrt würde ich ein Tagesticket für die Londoner U-Bahn empfehlen – dieses Ticket, genannt Travelcard, kostet ca. €6,50 und lohnt sich schon bei der Rückfahrt enorm.
Die O2-Bubble
Die O2-Bubble wird meist einfach nur ,,the O2“ genannt.
Dieses Gebäude wurde vor nun über zehn Jahren als ,,Millenium Dome“ gebaut, damit die Londoner am atemberaubensten und angeberischten ins neue Jahrtausend feiern konnten. ;)
Danach war lange nicht klar, was mit dem monströsen Riesenzelt passieren sollte. Sogar vom Abreißen war die Rede, doch dann wurde das O2 schließlich zur Bühne für unglaublich viele Künstler und Ausstellungen.
2007 wurde alles erneuert und zum O2 umgewandelt. Die Halle ist an ihrem höchsten Punkt 50 Meter hoch – die Stahlmasten sogar bis zu 100m. Der Durchmesser soll 365 Meter betragen – man kann sich also vorstellen, wie groß diese Konstruktion ist.
Als ich eintrat, war ich schon überrascht, denn ich hatte bis dahin noch nie einen Grund gehabt, die Halle bei meinen Urlauben in London zu besuchen und wusste nicht, wie riesig das O2-Gebäude tatsächlich ist! Man kommt sich sehr klein vor, wenn man durch die Tür eingetreten ist.
Rechts neben dem Eingang befindet sich eine Starbucks Filiale und weiter hinten gab es schon den ersten Verkaufsstand mit Fanartikeln von Disney-Sängerin Hannah Montana. Nach rechts ging es dann weiter – dort wand sich eine lange Passage entlang, die mich ein bisschen an die Coca Cola Oase aus dem Oberhausener Centro erinnert hat. An den Seiten reihten sich Restaurants, Bars und Cafés aneinander. Auch kleine Geschäfte gab es, aber die Gastronomie war am stärksten vertreten. Zur Mitte der ,,Straße“ hin gab es auch Verkaufsstände mit Ohrenwärmern, Haarbändern und ähnlichem.
Dann folgt ein großer Platz mit einem Karussel und anderen kleinen Fahrgeschäften, so dass das O2 sogar einen kleinen Jahrmarkt bieten kann. Mein Weg über diese Entertainmentstraße endete dort, denn hinter dem kleinen Kirmesplatz befanden sich die Eingänge zur Michael Jackson Ausstellung und zur ,,British Music Experience“.
Eintrittspreise
Der reguläre Eintrittspreis für die Michael Jackson Exhibiton beträgt £15. Beim aktuellen Kurs sind das ca. €16,70.
Es gibt aber diverse Möglichkeiten, an Rabatt zu kommen. Mit einem Behindertenausweis kommt man genau so vergünstigt rein wie mit einem Studentenausweis oder einem (englischsprachigen) Nachweis, dass man arbeitslos ist.
Der ermäßigte Eintritt beträgt dann £12, was immer noch recht teuer ist – aber wenigstens etwas!
An Wochenenden ist der Eintritt aber leider nochmals um £ 2,50 erhöht.
Für Familien lohnt sich aber auf jeden Fall das Familienticket – für £40 können zwei Erwachsene und zwei Kinder die Ausstellung genießen. Im Vergleich zu den regulären Eintrittspreisen halte ich das für ein sehr gutes Angebot.
Die Ausstellung
Nach fünf Minuten anstellen hatte ich mein Ticket in der Hand und maschierte zum edel abgesperrten Eingang.
Vorher machte ich noch ein Foto von dem riesigen Michael Jackson Bild, dass den Eingang der Ausstellung zierte. Als ich dann noch ein Foto schoss, während ich mit einem, Fuß auf dem Teppich des Wartebereichs stand, wurde ich freundlich darauf hingewiesen, dass Fotos nur außerhalb des Teppichs gestattet waren – fragt mich nicht warum, aber diese Warnung bekamen noch so einige Leute in der Warteschlange zu hören.
Die Mitarbeiter am Eingang holten Grüppchen von ca. zwanzig Leuten in die Ausstellung. Man wurde in einen kleinen Vorraum geführt, wo noch ein großes Bild von Michael Jackson hing und wurde dann in einen dunklen Raum gebeten. Dieser befand sich in der Ausstellungshalle, war aber mit schwarzen Vorhängen abgetrennt. Man hörte von weiter hinten schon Musik, aber erstmal wurde nun ein kurzer Film über Michael Jackson gezeigt, um die Besucher auf die Ausstellung einzustimmen.
Der Film war ein geschmackvoller Zusammenschnitt aus Michael Jacksons Musikvideos und Auftritten – selbst Menschen, die ihn nicht kannten, hätten nach diesem Musikvideo gesehen, dass es sich um ein Ausnahmetalent der Extraklasse handelt.
Der Film ging etwa fünf Minuten und dann wurde die Gruppe praktisch zum Streunen in der Ausstellung entlassen.
Nun lockten Raum für Raum Kostbarkeiten, die Michael Jackson gehört haben oder irgendwie anders mit ihm zu
tun hatten.
In den ersten Räumen gab es unter anderem den ersten Vertrag der Jackson Five mit Motown zu sehen und ein dazu passendes original Bühnenoutfit in schillernden Farben – daneben ein Foto von Michael Jackson, der es auch tatsächlich getragen hatte. Auch goldene Schallplatten und ähnliche Auszeichnung waren zu sehen, aber der Akzent lag, was auch meiner Meinung nach viel interessanter war, auf wirklich persönlichen Besitztümern des
King of Pop.
Ein besonderes Highlight waren für mich zwei Zettel, auf denen Michael Jackson von Hand den Text seines Hits ,,Beat it“ notiert hatte. Es war toll, seine Handschrift zu sehen – und dann gerade an so einem bewegenden Beispiel.
Am zahlreichsten waren jedoch Michael Jacksons Markenzeichen ausgestellt – die glitzernden, prunkvollen und einzigartigen Jacken! Für mich ist gar nicht der einzelne Glitzerhandschuh, die weißen Socken oder die dicke Ray Ban Sonnenbrille Michael Jacksons signifikantestes Erkennungszeichen – für mich sind es seine zahlreichen Jacken, die er trug. Mit dabei waren Jacken, die er auf Verleihungen, Konzerten und in Musikvideos getragen hatte. Man wusste oft nicht, wo man vor Glitzer hin gucken sollte. ;)
Auch Michaels
Smooth Criminal Outfit war dabei – inklusive der besonderen ,,Anti Gravity“ Schuhe und Michaels patentierter Bauart für diese. Eine neue Version der Beat it-Jacke für die geplanten Konzerte war ebenfalls zu sehen – feuerfest, damit Michael nicht nochmal eine schlechte Erfahrung mit Pyrotechnik machen müßte.
Angekommen bei diesem Thema war auch eine riesige Plakete für Michael zu sehen, die normalerweise in einem Krankenhaus in den USA hängt – den dort hat Michael sein komplettes Schmerzensgeld, dass er wegen eines Unfalls mit Feuer beim Drehen eines Werbespots, an eine Verbrennungsstation für Kinder gespendet. Ich fand es toll, dass sie auch diesen Teil von Michael Jackson gezeigt haben, ohne auf die Tränendrüse zu drücken oder tausend Videos über seine humanitären Anstrengungen zu zeigen.
Ein besonderes Highlight der Ausstellung war für mich ein Ausstellungsraum, der ich etwas in der Mitte der Ausstellung befand und eigentlich nur als ,,Prunkzimmer“ oder ,,Kitschzimmer“ bezeichnet werden kann. Hier häufen sich Michaels ganz besondere Besitztümer. Den Torbogen der Neverland Ranch hat man hier hin geschafft, um direkt unter ihm ein riesiges, wunderschönes altes Auto zu platzieren, in dem Michael mal gerne mit Elizabeth Taylor durch L. A. gekurvt ist.
Rings herum reihen sich Michaels prunkvolle Gegenstände auf, mit denen er es sich zu hause wie ein Prinz hat gehen lassen – ein goldener Tron mit roten Kisse, ein königlicher Umhang, Ölgemälde auf denen er zum Ritter geschlagen und zum König gekrönt wird, eine riesige goldene Krone, Schmuck und Gürtel aus purem Gold und diverse andere Gegenstände, die vor lauter Gold fast geblendet haben. Bei dem Anblick der Bilder und Gegenstände in diesem Raum entwickelt man zwei Gedanken – Michael Jackson ist verrückt und Michael Jackson ist versüß. Ich musste zwischendurch kichern, weil ich es wirklich sehr niedlich finde, dass er so viel Geld ausgegeben hat, um zu hause König zu spielen. Aber warum nicht? Er hat es verdient. Er hat genug gegeben, um in den eigenen vier Wänden König spielen zu dürfen.
Nach dem tollen Prunkzimmer gab es einen länglichen Raum, in dem es u.a. einen Stuhl aus dem Musikvideo ,,Scream“ zu sehen gab so wie auch eine Robotermaske aus seinem Film ,,Moonwalker“. Auch Nachbildungen von Michael Jacksons Händen gab es zu sehen, die, wenn ich mich richtig erinnere, für den Kurzfilm ,,Ghost“ gemacht wurden.
In den letzten beiden Räumen ging es dann gezielt um ,,This is it“. Mehr Kostüme und Requisiten der geplanten Show waren dort zu sehen – u.a. auch die große Spinne, an die sich Zuschauer von ,,This is it“ sicher noch erinnern.
Kurz vor dem Ausgang stand eine recht kleine Vitrine, um die sich lauter Leute geschart hatten, die alle bedrückt guckten und ,,Ohhh“ machten. Es handelte sich um eine Vitrine, in der zwei Tupperdosen und ein Warmhaltebecher standen. Auf einem Schildchen darunter stand, dass Michaels Kinder ihm in diese Dosen Snacks gepackt hatten, wenner zu Proben fuhr.
Das letzte Ausstellungstück war, nach dem man Nachrichten an Michael Jackson in vier Bücher in einer Wandhalterung schreiben konnte, ein ganz besonderer Glitzerhandschuh von Michael. Im Laufe seiner Karriere hatte er einige besessen – dieser hatte ihn zu Awards und Veranstaltungen begleitet, eher Michael ihm einem Bekannten schenkte. Von den relativ vielen Handschuhen, die ausgestellt waren, war das durchaus der interessanteste.
Was mir an der Ausstellung sehr gut gefallen hat war, dass es nicht die ganze Zeit um ,,This is it“ ging – das hätte einen bitteren Beigeschmack gehabt, denn wie die meisten Fans glaube auch ich, dass Michael diese vielen Konzerte nicht (gerne) geben wollte.
Ich fand es toll, Michaels Ölgemälde und seinen Schmuck zu sehen. Besonders gefiel mir auch das Kostüm aus dem Musikvideo ,,Remember the time“.
Bemerkenswert war auch, dass relativ wenig hinter Glas verborgen war – hätte ich mir einen ruhigen Moment gesucht, in dem gerade keiner der umherlaufenden Security Leute vorbei kam, hätte ich wohl ein Kleidungsstück anfassen können. Aber so sehr ich das auch wollte, habe ich das natürlich nicht getan! Aber es war wirklich toll, so nahe an die Objekte heran gehen zu dürfen. Unter einem flatternden Mantel waren sogar Ventilatoren aufgebaut, damit man sieht, aus was für einem tollen, flatternden Stoff er ist.
Auch die Kondolenzbücher am Ende fand ich sehr schön – es hatte etwas schönes, dort einfach etwas hinein schreiben zu können.
Der Souvenir Shop
Was wäre in England eine Ausstellung, Aufführung oder Sehenswürdigkeit ohne reichlich Souvenirs? Wenn das Rob Roy Visitor Center in Schottland einen Souvenirshop so groß wie einen Drogeriemarkt, hat die Official Michael Jackson Exhibition natürlich auch einen! ;)
Dieser Souvenirshop war aber nicht übertrieben groß und bot ein paar wirklich schöne Erinnerungsstücke und Fanartikel. Die Preise waren dafür, dass es sich ja um offizielle Michael Jackson Produkte handelte, halbwegs in Ordnung.
Es gab eine riesige Auswahl an T-Shirts, die alle jeweils £20 gekostet haben. Aufwendig verzierte Tassen gab es für £10, Poster für um die £5, dicke Pullover für, wenn ich mich recht erinnere, £35 und auch Tragetaschen mit verschiedenen Motiven wurden angeboten.
Ein besonderes Highlight waren die Schmuckvitrinen – in ihnen befanden sich Armbänder, Halsketten und Manchettenknöpfe, die Michael Jackson selbst sicher gefallen hätten. Sie waren ausnahmslos von goldener Farbe und hatten einen leichten Hang zum Kitsch. Es gab zum Beispiel eine dünne Kette mit einem Anhänger, in dem ein schönes Bild von Michaels Gesicht zu sehen ist; ein goldenes Armband wo einzelne Buchstabenanhänger den Namen
Michael ergaben, eine Kette mit Michael Jacksons Initialen und eine Armbanduhr.
Ein sehr schönes T-Shirt und die Armbanduhr habe ich mir gegönnt. Beide sind qualitativ wirklich toll und über die Uhr wird es auch noch bald einen Bericht von mir geben. Sie hat £39.99 gekostet, was ich für eine gute Armbanduhr absolut in Ordnung finde.
Der Souvenirshop hatte insgesamt ein tolles Angebot. Manche der angebotenen Artikel kann man im offiziellen Online Shop von Michael Jackson bestellen, aber manche Sachen (wie z.B. die Uhr und ein paar Kleidungsstücke) gibt es nur vor Ort.
Die Sauberkeit, das Personal und die Stimmung
Mit der Sauberkeit im O2 an sich war ich sehr zufrieden – alles war in einem sehr gepflegten Zustand! Das Gebäude ist innen sehr modern und doch verspielt gestaltet, was von einer sauberen Umgebung unterstrichen wird. Auch die Toiletten waren sauber – es gab so wohl im Hauptteil des Gebäudes als auch in der Ausstellung bevor man den kurzen Film sieht eine Toilette, zu der man auch zurück gehen konnte.
Das Personal war sehr höflich, freundlich und trat gepflegt auf. Man wurde nicht gescheucht und die Geräte, die benutzt wurden, um die Eintrittskarten zu überprüfen, unterstützen die moderne Atmosphäre im O2. Alles ging schnell, aber man fühlte sich nicht abgefertigt. Ich fand es auch gut, dass man in kleinen Gruppen in Zeitabständen hinein gebracht wurde, damit es nicht laut oder zu voll wurde. Das war wirklich gut geregelt, denn lieber warte ich zehn Minuten, als dass ich mich mit 20 Leuten um die Exponate dränge!
Es herrschte in der Ausstellung eine demütige Atmosphäre und wirklich alle Besucher, die mit mir durch die Ausstellung gingen, verhielten sich leise und fassten nichts an. Sogar Kinder, die dort waren, verhielten sich ruhig und überraschen fasziniert!
Die Security Leute hielten sich im Hintergrund und man fühlte sich nicht beobachtet, obwohl sie aufmerksam waren.
Weitere Informationen
Die Ausstellung startete am 28. Oktober 2009 und endet offensichtlich am 30. Januar 2010. Es ist noch nicht bekannt, ob sie dann wo anders hinzieht oder einfach eingestellt wird.
Die Ausstellung ist jeden Tag ab 11 Uhr geöffnet. Der letzte Eintritt kann um 19.30 Uhr erfolgen und um 20.00 Uhr wird geschlossen. Das O2 selbst ist regulär bis 21 Uhr geöffnet.
Der Weg von der U-Bahn Station aus hat keine Treppen und es gibt dort Bänke, so dass auch Behinderte die Ausstellung gut erreicht werden können. Zu allen anderen Ausstellung im Gebäude gibt es bei Bedarf Fahrstühle, es können Rollstühle am Eingang entliehen werden, es gibt behindertengerechte Toiletten und man kann auch am Eingang Bescheid geben, falls man gesundheitliche Probleme hat und deswegen nicht in der Warteschlange warten kann – dann gibt es sogar bevorzugten Eintritt ohne Wartezeiten. Insgesamt ist der Veranstaltungsort also sehr behindertengerecht ausgestattet.
Fotos schießen ist in der Ausstellung natürlich nicht gestattet.
Unter der Internetseite www.michaeljacksonexhibition.co.uk gibt es noch weitere Infos, Karten können gebucht und Gruppenbesichtigungen angemeldet werden. Das Buchen einer Eintrittskarte vorab halte ich aber nicht für nötig.
Mein Gesamteindruck / Das Fazit
Insgesamt hat mir die Ausstellung sehr gut gefallen.
Es wird sicher wieder Leute geben, die sich beschweren, es würde Geld mit Michaels Tod gemacht werden. Und natürlich verdient das O2 reichlich an dieser Ausstellung! Aber zur Verteidigung der Ausstellung möchte ich sagen, dass hier wirklich Michael Jackson gefeiert wurde – sein Stil, seine Shows, seine Liebe zum Detail und sein beeindruckendes Wesen. Natürlich ist es fraglich, ob diese Ausstellung statt gefunden hätte, wenn Michael jetzt noch leben würde – andererseits kann ich es mir vorstellen, denn sie wäre ein tolles Extra zu den anstehenden Shows im O2 gewesen.
Ich war froh, dass die Ausstellung sich nicht um ,,This is it“ und Michael Jacksons Tod gedreht hat, sondern einfach eine Ausstellung über ihn selbst war. Ich kann diese Ausstellung eigentlich jedem empfehlen! Am meisten Freude werden daran natürlich Michael Jackson Fans haben, aber auch Leute, die sich für Mode interessieren, werden hier ihren Spaß haben. Es gab viel zu sehen, aber die Kleidung war für mich wirklich sehr interessant und mit diesen Exponaten wurde die Ausstellung auch am meisten beworben. Ich fand es wirklich toll, dass ich (wenn ich schon Michael Jackson selbst nicht live erleben kann) die Kleidungsstücke, die ich aus Musikvideos und Konzertaufnahmen kannte, ,,in echt“ betrachten konnte.
Ein schillerndes Erlebnis – interessant, eigenartig und faszinierend wie Michael Jackson selbst!