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The O2 von innen. Bei The British Music Experience selbst durfte man leider nicht fotografieren.

Erfahrungsbericht

für The British Music Experience, London
4 Sterne Beeindruckend, aber techniküberladen Bericht mit Bildern
135 von 135 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro unglaublich tolle Exponate, Multimedia, interessant, erträglicher Eintrittspreis, Instrumente

Kontra techniküberladen

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

RoundaboutFlorence Seit 20 Dez 2005

Wer Lesungen vermisst bitte melden, mir rutscht manchmal was durch die Finger! :) Für Leserunden... mehr

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Beeindruckend, aber techniküberladen

Heute möchte ich euch über die Ausstellung The British Music Experience in London berichten, die ich mir letzten Sommer angesehen habe!

Mein Anreiz zum Besuch

Ich bin ein großer Fan von Musik aus Groß Britannien. Besonders haben es Künstler wie David Bowie, T. Rex und Roxy Music angetan. Aber auch aus der musikalischen ,,Neuzeit" liebe ich zum Beispiel die Spice Girls, Blur und Amy Winheouse.
Als ich davon erfuhr, dass es eine Ausstellungen rund um die britische Musikgeschichte gibt, war ich natürlich sofort interessiert. Besonders gereizt hat mich, dass es original Bühnenoutfits der oben genannten Künstler gab! Besonders David Bowie und sie Spice Girls gehören zu meinen ganz frühen Musikerfahrungen und so versetzte mich allein die Vorstellung, von ihnen getragene Outfits zu sehen, in Aufregung!
Letzten Sommer kam ich bei einem London-Urlaub dann endlich dazu, mir die Ausstellung anzusehen!

Die Anreise

The British Music Experience ist eine Ausstellung in London in Groß Britannien. Am besten kann man sie per U-Bahn erreichen! Mit dem Auto durch London zu fahren dauert nicht nur lange, sondern ist auf Grund der Gebühren für's Fahren innerhalb der Stadt viel zu teuer.
Mit der U-Bahn geht es auch schnell und einfach. Man fährt einfach bis zur U-Bahn-Haltestelle Greenwich. Mit dem überall kostenlos ausliegenden U-Bahn-Fahrplan von London Underground kann man sich seine Route ohne Vorkenntnisse heraussuchen.
In Greenwich angekommen geht man rechts aus der U-Bahn-Station hinaus und folgt dem großen, eindeutig beschilderten Weg zur O2 Bubble. Dort ist die Ausstellung!

Das Gebäude

Die O2-Bubble wird meist einfach nur ,,the O2“ genannt.
Dieses Gebäude wurde vor nun über zehn Jahren als ,,Millenium Dome“ gebaut, damit die Londoner am atemberaubensten und angeberischten ins neue Jahrtausend feiern konnten. ;)
Danach war lange nicht klar, was mit dem monströsen Riesenzelt passieren sollte. Sogar vom Abreißen war die Rede, doch dann wurde das O2 schließlich zur Bühne für unglaublich viele Künstler und Ausstellungen.
2007 wurde alles erneuert und zum O2 umgewandelt. Die Halle ist an ihrem höchsten Punkt 50 Meter hoch – die Stahlmasten sogar bis zu 100m. Der Durchmesser soll 365 Meter betragen – man kann sich also vorstellen, wie groß diese Konstruktion ist.
Ich war dort schon einmal, um die The Michael Jackson Exhibition zu besuchen, was mir sehr gefallen hat. Vor Ort gibt es reichlich Gastronomie - von Starbucks bis zu chicen Restaurants ist alles vertreten und man kann sich gut die Zeit vertreiben. Es gibt dort viele kleinere Actionen rund um's Thema ,,Entertainment''. Die Eingänge zu den Ausstellungen und Aktionen sind einfach zu finden. Es gibt auch überall saubere, schnell zu erreichende Toiletten.

Die Ausstellung

Wenn man die Ausstellung betritt, wird man zu erst in einen dunklen Raum mit bequemen Sitzmöglichkeiten gebracht. Dort sieht man einen Film darüber, wie man die Ausstellung bedient - sie ist nämlich interaktiv gestaltet! In dem kurzen Film, der abgespielt wurde, erklärte eine hübsche Dame fröhlich, wie man seine Eintrittskarte über Sensoren halten kann, um Informationen zu bekommen und welche davon online zu speichern. So sollte man Teile der Ausstellung später zuhause einsehen können, die man selbst zusammengestellt hat.
Von diesem Vorführraum ging es dann direkt in die Ausstellung. Wie auch in dem Einführunsgvideo erklärt, ist die Ausstellung kreisförmig aufgebaut. Es gibt in der Mitte einen Kern, an dem viele Bildschirme mit Musikvideoausschnitten aus der ganzen Musikgeschichte abspielten und in einer Box virtueller Tanzunterricht genommen werden konnte. Von diesem Kern aus ging es in mehrere abgetrennte Bereiche, die jeweils ein Jahrzehnt Musik verkörpern und Exponate aus der jeweiligen Zeit bieten.
In dem Bereich für Musik ab 1945 ging es um Jazz und den Austausch mit Amerika. Leider kann ich mich nicht mehr an genaue Exponate erinnern, aber es waren interessante Instrumente und Apparaturen dabei.
Im Bereich für die 60er Jahre gab es natürlich jede Menge Exponate zu den Beatles. Nicht nur Kostüme, sondern auch Erstdrucke von Postern, Erstpressungen von Schallplatten, Auszeichnungen und wenn ich mich richtig erinnere, sogar Instrumente. Auch zu den Rolling Stones gab es da so einiges zu sehen!
Am meisten gefreut habe ich mich auf den Bereich über die 70er Jahre und ich würde nicht enttäuscht. Gleich mehrere Sachen von David Bowie fanden sich dort. Unter anderem gab es sein Pierrot-Kostüm aus dem Musikvideo ,,Ashes to Ashes", sein Bühnenoutfit als ,,Thin White Duke" von Ende der 80er und, zu meiner größten Freude, einen kleinen roten Body, den er als ,,Ziggy Stardust" trug. Da ich von David Bowie in diesem Outfit sogar ein Poster habe und mir Bilder davon immer am liebsten angesehen habe, war ich begeistert. Begeistert hat mich in dieser Abteilung auch ein schillerndes Outfit von T.Rex-Sänger Marc Bolan. Es bestand aus eine, glitzernden Jackett und einer Farbe im USA-Flaggen-Look! Auch eine Gitarre von Bolan war ausgestellt. Wenn ich mich richtig erinnere, gab es auch Exponate zu den Bands Slade and The Sweet!
Im 80er-Raum gab es so einiges zu alternativen Musikrichtungen mit Punk, New Romantic und Hard Rock! Dazwischen versteckten sich, fast schon unscheinbar, die ,,red shoes" Ballerinaschuhe von Sängerin Kate Bush! Da war ich auch begeistert und wünschte mir, mein Vater wäre bei mir gewesen, denn er ist ein großer Fan der Ausnahmekünstlerin und hat sie mir schon früh nahe gebracht!
Super aufregend waren dann wieder die 90er, denn dort warteten die Outits der Spice Girls die ich so dringend sehen wollte! Ich wurde nicht enttäuscht. Fünf wunderschöne Bühnenoutfits der Mädels waren hinter Glas zu sehen und brachten meine ersten Modefantasien wieder zurück! Auch gab es alte Originalposter und handgeschriebene Songtexte der kreativen Köpfer von Blur, die den Britpop definierten und auch zu meinen absoluten Lieblingsbands zählen!
Danach gab es noch ein paar Ausstellungsstücke zur aktuellen britischen Musikszene, die ja keineswegs eingeschlafen war. Dort war das schöne graue Kleid von Amy Winehouse, dass sie nicht nur bei den Auftritten für ihre tolle Live-DVD, sondern auch im Musikvideo zu ,,Tears dry on their own" getragen hat. Außerdem war noch eine schöne Jacke von Sängerin Duffy ausgestellt!

Ein weiteres Highlight der Ausstellung war der von Gibson gesponserte Musikraum, in dem man Instrumente ausprobieren konnte. Der Raum war für fortgeschrittene Musiker und Nicht-Könnern gleichermaßen von Interesse, denn für jedes Instrument gab es Übungsvideos, so dass man ein wenig Anfängerwissen erwerben konnte!
Ich besuchte die Ausstellung recht früh, so dass ich dazu kam, alles einmal auszuprobieren. Gitarre spielen kann ich schon und hatte Spaß mit den verschiedenen Gitarren, die man ausprobieren durfte. Der Raum wurde auch sehr locker beaufsichtigt, so dass man sich nicht zu beobachtet fühlte. Der Andrang auf die Instrumente war natürlich recht groß, aber trotzdem musste man nicht zu lange warten, um mal dran zu kommen. Bei der Aufnahmebox, in der man sich beim Singen versuchen konnte, empfand ich als etwas missglückt. Es gab nur eine Einrichtung und die Auswahl der Lieder, die man einsingen konnte, war ein bisschen komisch. Dort standen größtenteils ältere und dazu sehr schwierig Songs wie zum Beispiel ,,Bohemian Rapsody" von Queen zu Auswahl.

In der Ausstellung konnte man sich so lange aufhalten wie man wollte und alles in Ruhe ausprobieren und angucken. Alle paar Minuten startete ein Film, den man sich vorm Verlassen noch ansehen konnte. Dort wurde mit einer Technik aus zwei hintereinander platzierten Leinwänden ein Film mit 3D-Feeling und wahnsinnig guter Akkustik gezeigt. Er beinhaltete musikalische Momente mit Künstlern aus der Ausstellung, was wirklich toll war!

Nochmal vollgepumpt mit tollen musikalischen Eindrücken wird man dann in den angeschlossenen Souvenirshop entlassen.

Und doch... technisch überladen und kompliziert

Während mit dir tollen Exponate den Atem geraubt haben und mir wirklich Freude bereiteten, gefielen mir die interaktiven, technischen Elemente der Ausstellung nicht wirklich. Trotz sehr guter Englischkenntnisse und dem Einführungsvideo am Anfang habe ich das Online-Speichern und Aktivieren mit der Eintrittskarte nicht wirklich verstanden. Als ich die anderen Besucher beobachtete, bestätigte sich meine Vermutung und ich kam mir nicht mehr ganz so blöd vor, denn so richtig bekam das niemand hin!
Vor den Vitrinen mit den Kostümen konnte man sich mit Kopfhörern Informationen zu den Exponaten anhören. Dies war wirklich interessant und ich habe es bei fast allen Stücken genutzt, aber ich dort lauerte das nächste ,,zu-viel-Technik-Problem" - denn natürlich sollte die Bedienung wieder besonders futuristisch sein. Statt normalen Knöpfen gab es weiße, viereckige Sensoren und man musste von einer Seite zu anderen über sie Streichen, um die richtige Information zum jeweiligen Teil zu bekommen. Fast jedes Mal kostete mich das zahlreiche Versuche, was etwas schwierig war. Ganz normale Knöpfe hätten es, so denke ich, auch getan.
Auch gab es in jeder Abteilung ein Spiel, dass man wieder mit seiner Eintrittskarte und Sensoren aktivieren musste. Auch da stand ich wieder etwas auf dem Schlauch und habe auch keine anderen Besucher spielen gesehen.

Ich glaube, dadurch wird meine Äußerung, dass die Ausstellung techniküberladen ist, etwas verständlicher. Die Exponate und der Musikraum sind wirklich toll - das andere, schwer zu bedienende Heckmeck wäre einfach nicht nötig gewesen oder hätte wenigstens benutzerfreundlicher gestaltet werden können.

Lohnt es sich?

Trotz der Mängel würde ich diese Antwort mit einem klaren ,,Ja!" beantworten. Für mich war ein unbeschreiblich tolles Erlebnis, die Kostüme, Outfits und Instrumente meiner Idole zu sehen und ich war durchweg fasziniert.
Für jemande, der kein Fan von einzelnen Künstlern ist, wäre die Ausstellung vielleicht weniger etwas. Aber wer der Magie seiner Lieblingsstars etwas näher kommen will, wird die Ausstellung schätzen!
Für kleine Kinder würde ich sie nicht empfehlen. Die Räume sind recht dunkel, die Techniksachen sind für Erwachsene schon schwer genug zu bedienen, alles ist in englischer Sprache und man liest viel oder hört sich per Kopfhörer Informationen an.

Der Preis

Erwachsene bezahlen £12.00 (ca. €14,00) Eintritt.
Für Kinder unter fünf Jahren ist der Eintritt umsonst. Kinder bis 17 Jahre bezahlen nur £6.00.
Senioren, Studenten und Arbeitslose bezahlen £8.00.
Gruppenticket für Gruppen ab zehn Personen gibt es auch. Dann bezahlt jeder Erwachsene nur noch £8.50.Für Schülergruppen gibt es auch vergünstigte Preise.

Die Öffnungszeiten

Montag bis Sonntag von 11.00 bis 19.30 Uhr
(letzter Eintritt 18.30 Uhr)
Geschlossen am 24., 25., 26. und 31. Dezember so wie am 1. Januar.

Die Internetpräsenz

Eine übersichtliche Homepage mit reichlich Informationen gibt es unter http://www.britishmusicexperience.com.
Dort kann man auch die auf der Eintrittskarte (genannt ,,Smartticket") gespeicherten Sachen abrufen.

Fazit

Für mich hat sich der Besuch bei The British Music Experience auf jeden Fall gelohnt. Es war unglaublich toll, Ausstellungsstücke zu David Bowie, Amy Winehouse, den Spice Girls und Marc Bolan. Ich hatte großen Spaß und hatte wirklich ein Gefühl von Ehrfurcht. Für den nach hinten los gegangen Versuch, die Ausstellung so modern wie möglich zu machen, ziehe ich aber einen Stern ab. So viele der Aktivitäten waren nicht nur für mich, sondern auch für die anderen Besucher ein absolutes Rätsel.
Für Musikfans empfehle ich die Ausstellung jedoch absolut!

Bilder

für The British Music Experience, London
The British Music Experience, London
The O2 von innen. Bei The British Music Experience selbst durfte man leider nicht fotografieren.
von RoundaboutFlorence RoundaboutFlorence
The British Music Experience, London

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Kommentare

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  • Anamcara1 18.05.2012 21:41
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Creedy18 25.04.2012 21:15
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Das wäre auch was für mich

  • Antonia007 15.03.2012 06:43
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    TOP

  • LoewieLoew 11.03.2012 13:18
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • waugl 09.03.2012 03:36
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Absolut verdient: hier ein BH von mir. Beeindruckend. Lg Irene

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