Thailand, Wissenswertes

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Massagen in Thailand

4  17.08.2002

Pro:
herrlich entspannend und preiswert

Kontra:
kann schmerzhaft sein

Empfehlenswert: Ja 

retilein

Über sich:

Mitglied seit:24.02.2000

Erfahrungsberichte:287

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 42 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Allen Unkenrufen zum Trotz muß ich doch mal wieder einen kleinen Beitrag zur Kulturmentalität anderer Länder schreiben. So weilte ich mehrmals in Bangkok, der Hauptstadt von Thailand und konnte es mir nicht verkneifen den begonnenen Massagetrip Fuß- und Thaimassage fortzusetzen.

Die Professionalität der Masseusen ist in Bangkok sehr beliebt, besonders unter Touristen. Es wird in einer sehr entspannenden Atmosphäre massiert, und die Kunden kommen logischerweise gern wieder. Folgende Dienstleistungen werden im Schnitt angeboten: Traditionelle thailändische Massage THB 330 (EUR 8,2) für zwei Stunden; Ölmassage THB 800 (EUR 20) für zwei Stunden; Fußreflexzonenmassage THB 280 (EUR 7) pro Stunde; Pediküre und Maniküre THB 300 ( EUR 7,5).

Zuerst eine einstündige Fußmassage, etwas das übrigens an vielen Stellen und Plätzen der Stadt angeboten wird. Ich entschied mich für den Besuch eines Salons an der 7. Straße gelegen mit Blickkontakt zum vorbeigehenden Publikum. Eine jüngere Thailänderin von 4 Anwesenden stürzte sich auf mich und bugsierte mich in eine Art bequeme Sesselliege. Ich hatte die Schuhe und Strümpfe auszuziehen. Übrigens gehört es generell zum guten Ton, vor dem Betreten von Häusern die Schuhe auszuziehen.
Ich nahm mir eine Zeitung zur Hand nickte zum Angebot eines Kaffees und harrte der Dinge die da kommen sollten. Zum Anfang wurden erst einmal meine Füsse gewaschen, etwas angenehmer natürlich, als wenn man es selbst macht. Ein Fuß wurde dann in ein Handtuch eingewickelt und der andere war dann sozusagen zur Behandlung freigegeben. Über sage und schreibe 30 Minuten wurden in ständig neuen Handgriffen und Tätigkeiten mein linker Fuß drangsaliert. Nach kurzer Zeit schon hat man sich der Annehmlichkeit hingegeben.
Mittels eines Zettels wurde gezeigt für welches Organ welche Stelle des Fusses der Gegenpart war. ZB der linke kleine Zeih fürs Ohr oder die Hacke für die Genitalien. Interessant wurde es abwechselnd zwischendurch wenn die Zehen zum Knacken gereckt wurden oder mit einem Holzstück ziemlich derb die Zehen maltriert wurden.
Nach einer halben Stunde wurde der Fuß gewechselt. Es herrschte äh ein diebisches Vergnügen, der weißen Langnase seine Füsse zu behandeln. Aber die sprichwörtliche thailändische Freundlichkeit ließ einem das Ganze über sich ergehen und das Ende nahm man fast traurig zur Kenntnis. Es war eine äußerst angenehme Stunde und das für 250 THB=Thailändische Baht, ergo ein sehr preiswertes Vergnügen.

Aus Zeitmangel hatte ich mich beim nächsten Besuch für ne einstündige Ölmassage entschieden für 3oo THB. Kaum hatte ich ja gesagt, da entführte mich auch schon ne thailändische Schönheite in einen Raum voller Liegen. Meine wurde mittels Vorhängetücher oder wie die Dinger heißen vor den neugierigen Blicken anderer geschützt. Ich konnte auch bald nachvollziehen was der Grund dafür war.

Unbedarft wie ich war zog ich mir zunächst nur Schuhe und Strümpfe aus, das kannte ich bereits von den anderen Massagen her (dort blieb es allerdings dabei). Ihr unmißverständlicher Blick ließ weitere kleidungsstücke fallen.
Nur noch mit Slip bekleidet machte doch Ihr Blick nicht einmal davor halt und schon stand ich splitternackt vor der jungen Dame. Sie reichte mir nur nen Handtuch und wies mir dem Weg zur Dusche. Eigentlich verständlich bei 30 °C war der Körper äh reichlich verschwitzt.
Ganz aufgeregt ging ich von dort den Weg zurück zu meiner Liege.

Ich spüre förmlich die lüsternen Leserblicke auf meinen aufklärenden Zeilen ruhen und ungläubig nach mehr Ausschau halten. Für diese sei ein informativer Blick in das Gebiet der Private Massage empfohlen, aber hier bleibts trotz Nacktheit beim Massieren mit Öl.

Die Haut ist bekannterweise das größte Organ des Menschen und eine Oelmassage bedeutet ein sinnliches Erlebnis. Man wird mit erwärmtem Oel sanft und intensiv zugleich massiert.

Zunächst auf den Bauch liegend erfährt der ganze Körper eine wohltuende Einreibungskur. Dabei können sich die Thaigirls gewisser Härten nicht ganz verkneifen. Laufen auf den Rücken zählt genauso dazu wie Zehen zum Knacken ziehen.
Das Massieren der langen Knochen wird mit langen Auf- und Abwärtsbewegungen und die der Gelenke mit kreisförmigen Bewegungen durchgeführt.

Das Einnehmen der Rückenlage empfand ich deshalb schon wesentlich entspannter, da ich außerdem auch den Treiben der Thaidame folgen konnte. übrigens lag das Handtuch richtig und Sie war angezogen !

Gegen Ende des einölens kam der Kopf dran und dem wiederfuhr noch eine gesonderte Behandlung von der es teilweise besser ist vorher nichts davon zu wissen.
Zunächst der angenehme Teil. Sie kauerte sich hinter mich, legte ein Kissen auf Ihr Schoß (wegen dem Öl !)und bettete meinen Kopf darauf. Nun wurden die Schläfen entspannend und angenehm massiert. Nach der Einölung dacht ich es käme bald meine letzte Ölung. So drückte Sie doch mit Ihren Fingerknochen z.T. ziemlich massiv beidseitig gegen meine Schläfenpartie, sodaß ich bereit war äh jeden Wiederstand einzustellen um ja wieder Heil der Tortur zu entkommen.
Ich kannte ja auch nicht solch klugen Sätze zu den positiven Auswirkungen einer Behandlung des Kopfes wie: "Wird eine regelmäßige Ölmassage im Kopfbereich
durchgeführt, stärkt dies Haare und Haarwurzeln; die natürliche Haarfarbe wird bewahrt und die Gesichtshaut dankt es mit strahlender Schönheit; alle Sinnesorgane werden geschärft; ein erholsamer Schlaf und emotionale Ausgeglichenheit werden gefördert. Probleme wie Kopfschmerzen, Haarausfall oder graue Haare werden nicht auftreten."
Die Massage der Kopfhaut begann mit kleinen, kreisenden Bewegungen. Sie ließ sich dafür genügend Zeit. Anschließend massierte Sie die Ohren und das Gesicht. Bei den Ohren war Sie ganz besonders sanft vorgegangen.

Das Massieren geschah mit der ganzen Hand - nicht nur mit Fingerspitzen oder Handfläche. Am Ende bedeckte also ein dünner Ölfilm meinen gesamten Körper und ich wurde zum Abduschen geschickt.

Die einen haben sich bestimmt von der Massage bestimmt mehr prickelnde erotik versprochen, anderen sei es an Herz gelegt zu probieren und ich fühlte mich tatsächlich wieder wie neu geboren. Ein schönes Gefühl.

In der Tempelanlage Wat Po erlebte ich meine 3. Massage. Eine sogenannte Traditional Thaimassage, auch wieder 1 h und für den o.g. Preis.
Dazu erwirbt man am Eingange ne Nummer und muß warten bis diese aufgerufen wird und betritt dann einen Raum der etwas von ner Turnhalle an sich hat. Ca. 15 bis 20 Liegen, alle besetzt, erwarteten mich. Darunter auch eine leere und vor der stand ne drahtige 60 oder 70 jährige alte Thailänderin. Sie freute sich offenbar schon diebisch auf das weiße Opfer. Schuhe ausziehen, das wars schon. Alles andere blieb an !
Hinlegen auf den Rücken und es wurde mit stellenweise schon bekannten Griffen der Fuß behandelt. Dann griff sie schon derb in die waden, in die oberschenkel und als erster Höhepunkt wuchtete Sie ihren Ellenbogen in meine Leistengegend bis mir heiß wurde und fast die Luft weg blieb. Diese Drangsalierei wurde nun zur Normalität. Das Bein wurde angehoben, gegen mein Oberschenkel ihre Füsse gestellt und mein Bein gezerrt. Es war schon erstaunlich was sich alles für Schmerzen zugefügt wurden. Über Pochen, Kopf verdrehen, auf den Rücken mit Ihren Füssen stampfen, Finger knacken lassen usw.
Eine Stunde Tortur Pur, war erstaunt noch alles wieder normal sortiert anzutreffen. Mit einer Arbeitskollegin unterhielt sich die alte Dame dabei köstlich und noch mehr wenn ich mal wieder ungläubig einen Massagefortschritt harrte. Da neben mir einer ca. ne viertelstunde weiter in der Massage vor mir lag konnte ich immer in Etwa erahnen was mir bevorstand. Irgendwann ließ ich es lieber das zu verfolgen, denn es stellte eher die Nackenhaare auf Abwehr statt auf Neugier. Aber auch dieses überstand ich offensichtlich unversehrt und wie neu geboren.

Ein Sachverhalt der vielleicht trotzdem neugierig gemacht hat. Ich weiß jetzt schon, meinen nächsten Besuch dort wieder mit Massagen anzureichern. In diesem Sinne FF = Viel Vergnügen.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
dragon-mann

dragon-mann

16.09.2005 03:33

Toller Bericht,der mich ins Schwärmen gebracht hat.Ich liebe sie,diese Massagen und danach fühlt man sich wie ein neuer Mensch aber auch ein wenig erschöpft.Bin ja in 3 Wochen wieder dort - und was glaubst Du was eines meiner ersten Dinge sein wird?Gruss und Dank für den Bericht.

kritik-journalist

kritik-journalist

03.10.2003 00:35

Lechz :)

Corni

Corni

20.08.2002 21:06

"lüsterne Leserblicke" - tz tz - aber es ist richtig, mal für Aufklärung zu sorgen, spannend geschrieben! LG Conny

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