Thailand, Wissenswertes

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Das Takraw hohe Kunst der Geschicklichkeit

5  09.03.2001 (05.03.2001)

Pro:
Eine ideale Sportart, die viel Geschicklichkeit erfordert

Kontra:
Keine

Empfehlenswert: Ja 

privily

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Dabei handelt es sich um eine der außergewöhnlichen Sportarten, die in einigen Punkten verblüffende Ähnlichkeit mit dem früherem Ballspiel der Maya in Mittel- und Südamerika hat. Die genauen Ursprünge des Takraw, das wahrscheinlich genau wie bei den Mayas ein eher nachvollziehendes „göttliches“ Ritual war, liegen im Dunkel der Zeit verborgen. In China und Südostasien ist es schon seit Jahrhunderten bekannt sein. Verblüffend ist jedcoh die Tatsache, das diese Ballsportart bereits im 15. Jahrhundert sowohl in Südamerika als auch in Asien bekannt war.

Als Erfinder oder besser als Neuentdecker dieser Sportart werden zwei Brüder namens Däng und Dii genannt, die als chinesische Einwanderer ein gutgehendes Geschäft daraus machten und damit auf Tournee durch die USA gingen. Die Geschicklichkeit der Brüder soll so vollendet gewesen sein, daß sie das Spiel im Liegen, im Sitzen, Stehen und gehen unter Einsatz aller erlaubten Körperteile beherrschten. Doch was ist eigentlich Takraw?

Beim Takraw muß der Spieler einen Ball aus Rohrgeflecht, meistens aus Rattan,(bei den Chinesen ist auch ein Ball mit Federn gebräuchlich), von rund 12 cm Durchmesser mit allen Körperteilen, nur nicht mit den Händen, durch die Luft werfen. Das Ziel kann dabei entweder ein gegnerisches Netz sein, vor dem eine 2,75 m hohe Schlinge durchworfen werden muß, oder-in einer anderen Variante-der Ball über ein 4,50 m hohes Netz ins gegnerische Spielfeld befördert wird. Dieses sogenannte „Netz-Takraw“ ist wiederum die Form, auf die sich alle asiatischen Länder für ihre alljährliche abgehaltenen ASEAN-Games geeinigt haben. Populärer ist ein Takraw mit sechs oder bis acht Mitspielern und entweder mit oder ohne Zielschlinge über die Kreismitte.

Bei dieser Variante des Spiels stehen die Spieler kreisförmig, in gleichen Abständen, auf dem Spielfeld. Je länger der Ball in der Luft ist, je komplizierter und lustiger die Verrenkungen der Mitspieler, desto begeisterter sind die Zuschauer. Desto höher die Kopfbälle gehen und je vielfältiger die zum Ballwurf benutzten Sprünge und Körperteile, desto höher fällt auch die Punktzahl aus. Eine hohe Wertung erhält ein sogenannter Fangwurf mit dem Fuß durch eine von den eigenen Armen geformte Schlinge-sei es im Luftsprung oder gar mit der Armschlinge hinter dem Rücken. Alleine schon die Beherrschung des Balles durch akrobatische Körperbeherrschung der Spieler lohnt sich anzusehen!

Die Spieler dürfen den Ball weder mit den Armen noch mit den Händen berühren. Sonst wird der Ball sofort als „Aus“ gewertet. Ebenso wenn er den Boden berührt. Ein Spiel dauert 40 Minuten und es gibt weder Halbzeit noch Pausen. Es ist durchaus nicht selten, daß der Ball über einen Zeitraum von 15 Minuten nicht einmal den Boden berührt!

Auf den Straßen, in den Schulen und auch bei Wettbewerben wird noch eine andere Variante gespielt, das „schnelle“ Takraw“. Dazu wird eine Laufbahn von drei Meter Breite und 50 Meter Länge benötigt, auf der die Spieler mit den Ball um die Wette laufen. Auch hier ist die Berührung des Balles mit den Händen nicht erlaubt.

Zahlreiche Vereine, das Erziehungsministerium und der König persönlich fördern diese traditionelle Sportart, die mit minimalen Aufwand maximale Fitneß, Teamgeist und großen Zuschauerspaß erreicht. Das „Netz-Takraw“ wird von Februar bis Mai wöchentlich vor der City Hall (neben dem Wat Suthat) gespielt, wo man dem Spiel zuschauen kann. Gleichzeitig steigert sich das „Kreis-Takraw“ zum jährlichen, großen Nationalturnier auf dem Sonntagsmarkt, wo ein Mitglied der Königsfamilie die siegreiche Mannschaft mit einem „Royal Cup“, der höchsten Trophäe, auszeichnet.

Jeder, der die Gelegenheit hat, sollte sich ein solches Spiel ansehen. Sie werden aus dem Stauenen nicht herauskommen. Es handelt sich meiner Meinung nach um eine der schönsten Sportarten die es gibt. Und ich würde mich freuen, wenn sie auch bei uns noch mehr Anhänger findet.


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Weighardt

Weighardt

17.03.2001 22:45

Werde es mir gern merken, doch wann komme ich mal wieder nach Südostasien? Es ist zum K... : Habe ich mal Zeit, habe ich gerade nicht das Geld dafür, und bin ich flüssig, habe ich keine Zeit. Mein letzter Urlaub ist jetzt anderthalb Jahre her, und es war eigentlcih nicht geplant, dass jemals wieder so eine irre Zeit zwischen den Reisen vergeht.

Naddie

Naddie

09.03.2001 18:20

Hi Privily :-) ich war einmal in Hongkong, das war atemberaubend !! Aber Thailand stelle ich mir auch schön vor !

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