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Stressfrei Zelten auf Texel mit viel Natur

5  03.06.2003 (14.11.2003)

Pro:
Erholung ohne Stress, viele Ausflugsmöglichkeiten

Kontra:
etwas teurer

Empfehlenswert: Ja 

thokos

Über sich:

Mitglied seit:03.06.2003

Erfahrungsberichte:24

Vertrauende:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 48 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Gestern kam ich aus meinem Kurzurlaub auf Texel zurück. Ich wollte einen
ruhigen, erholsamen Urlaub im Zelt verbringen. Es war einfach klasse!!!
Wieso? Hier meine Bewertung:

Anfahrt
Der Weg nach Texel kann einfacher eigentlich nicht sein: Immer Richtung
Amsterdam, anschließend nach Den Helder und schon ist man an der Fähre nach
Texel. Die Fahrt kostet etwa 38 EUR. Di, Mi und Do ist es im Moment
billiger (29 EUR). Die genauen Preise gibts hier: http://www.teso.nl/tarieven/de_tarieven_gulden_euro.htm
Der Donnerstag an dem wir losgefahren sind, war ein
Feiertag und dementsprechend voll war es auf der Fähre. Es kann durchaus
passieren, dass man eine Fähre abwarten muss, bis man hinüber fahren kann.
In den Spitzenzeiten werden jedoch 2 Fähren eingesetzt, wodurch man in
schlimmsten Fall etwas über eine halbe Stunde wartet. Diese Zeit ging auch
sehr schnell vorrüber, schließlich hat man vom Fährhafen aus einen ganz
netten Blick auf Texel.
Auf der Fähre angekommen sollten größere Leute (ab 185m) etwas vorsichtiger sein
beim schwungvollen Erklimmen der Stufen unter Deck: Teilweise ist die Decke über der Treppe etwas niedrig. Sofern das Wetter es zulässt,
sollte man sich sofort die besten Plätze draußen sichern (einfach auf Höhe
des Restaurants in Fahrtrichtung nach vorne gehen). So hat man die ganze Zeit einen gigantischen Ausblick. Außerdem wird die Fähre immer
von zig Möwen begleitet, die ein prima Fotomotiv sind. Allerdings sollte
man etwas aufpassen, weil ziemlich viele dieser Möwen die Fähre mit
einem WC verwechseln und scheinbar gerne Touristen treffen...

Land und Leute
Die Leute auf Texel (die Insulaner sagen übrigens Tessel, auch wenn den
dazugehörigen Dialekt wohl nur noch wenige sprechen) sind - so weit ich
welche kennengelernt habe - wahnsinnig freundlich. Die Insel selbst ähnelt
im Inneren dem holländischen Festland. Rundherum gibt es im Westen sehr schöne Strände
(insgesamt 28 km) und Dünen. Im Osten wird die Gegend in erster Linie
durch Deiche geprägt, die perfekt zum Radfahren sind. De Koog und Den Burg sind die touristischen Kerne der Insel. Hier ist dementsprechend viel los. Im Zentrum von De Koog gibt es sehr viele Cafes und Restaurants, in denen man sehr gut draußen sitzen und die
Leute beobachten kann. Es gibt auch einige Discos und Party-Kneipen. Da wir aber nur Erholung wollten, haben wir vom Nachtleben nicht viel erlebt. (Mehr dazu gibts auf der
Internetseite von Texel www.texel.nl)

Strand
Der Strand bei De Koog ist so ziemlich der vollste. "Voll" ist allerdings
ein dehnbarer Begriff. Auf Texel im Mai/Juni bedeutet "voll", dass man mit
einigen Schritten in Hörweite von anderen Touristen sein könnte. Geht man
ein paar hundert Meter weiter, ist man schon fast alleine. An anderen
Stränden wie bei De Cocksdorp muss man um diese Zeit schon ziemlich weit
laufen, wenn man sich mit jemandem unterhalten möchte. Aber mehr zu De
Cocksdorp unter Zeltplätze.

Fortbewegung
Autofahren ist auf Texel sehr einfach. In der Regel sind 80 erlaubt, falls
einem keine Radfahrer vors Auto fahren. Die Orientierung ist sehr einfach,
an jeder größeren Kreuzung sind Schilder zu den wichtigsten Orten, nach
einem Tag auf der Insel ist es fast unmöglich, sich zu verfahren. Die
größeren Straßen sind bei uns mit Landstraßen vergleichbar, die kleineren
mit Feldwegen oder Radwegen... Deshalb ist die Fortbewegung mit dem Fahrrad
auch ideal. Allerdings sollte man den Wind dabei in die Zeitplanung mit einbeziehen. Besonders wenn man vom Norden Richtung Süden will, fällt einem der Hinweg wesentlich leichter, als später der Rückweg gegen den Wind.

Zeltplätze
Ich kann natürlich am besten etwas zu dem Platz sagen, auf dem ich meine
Urlaube bisher verbracht habe: "De Robbenjager" bei De Cocksdorp. Zu finden
ist der Platz leicht, immer Richtung Norden (De Cocksdorp), bei de
Cocksdorp weiter geradeaus Richtung Vuurtoren und schon ist man am
Leuchtturm und damit beim Campingplatz. Der Platz wirkt auf den ersten
Blick wie das idyllische Ende der Welt. Gleich hinter dem Zeltplatz ist das
Meer und die Insel Vlieland. Im vorderen Teil des Platzes sind die
Dauercamper in den typischen Riesen-Wohnwagen. Davon sollte man sich nicht
erschrecken lassen, weiter hinten sind wesentlich schönere Stellplätze und
ganz am Ende gibt es eine perfekt gelegene Wiese. Hier findet man auch
einen kleinen Aussichtspunkt, von dem aus man Vögel in einem kleinen Reservat beobachten kann. Der Platz ist also ideal für einen ruhigen Urlaub. Bemerkenswert ist die
Sauberkeit auf dem Platz. Die WCs und Duschen waren zu jeder Tages- und
Nachtzeit in Ordnung. Überall sind übrigens Stromanschlüsse und zum
nächsten Wasserhahn sind es nie mehr als 30 Meter. Nur zum WC ist es von
den hinteren Plätzen etwas weiter. Der Preis für 2 Personen und 1 Zelt +
Auto liegt bei 17,50 EUR. Das Publikum ist halbwegs gemischt. Neben den
Dauercampern und den Familien mit Wohnwagen gab es einige Motorradfahrer
(in jedem Alter), "Alternative" und vor allem Pärchen. Für Paare ist der
Platz ideal, weil die Gegend durch den Leuchtturm, die Dünen, das Meer und
die vielen Vögel sehr romantisch ist (fast schon brutal romantisch:-). Geht
man in Richtung Leuchtturm, führt links ein Weg in die Dünen (die Wege
sollte man übrigens nicht verlassen, erstens ist es verboten und zweitens
wäre es auch echt schade um die Dünen). Bei Sonnenuntergang hat man am Ende
des Weges (vielleicht 15 min) einen unglaublichen Blick auf den
Sonnenuntergang.
Baden darf man an diesem Teilstück wegen der starken Strömung nicht. Dafür sind hier Lenkdrachen erlaubt, im Gegensatz zu den meisten anderen Stränden. Am Leuchtturm gibts noch ein Restaurant mit Meerblick, das allerdings nicht so klasse war, das Essen ist eher teuer und die Getränke für den Preis winzig (und ich hatte Lippenstift am Glas).... Wenn
man nicht weit weg gehen will und Hunger hat, nutzt man am besten das Restaurant, das zum Zeltplatz gehört. Die Preise sind ok und das Essen wesentlich besser. Und zur Gegend passt eine Flasche Wein am Strand sowieso besser.
Einen anderen Zeltplatz habe ich mir noch kurz angesehen, "De Krim" hieß
dieser und liegt auf dem Weg zu "De Robbenjager", ist nicht zu verfehlen.
Der Platz ist das genaue Gegenteil vom "Robbenjager", hier gibts überall
Imbisstände, Minigolf, eine Disco usw. Wer eher Trubel will, ist dort
sicher gut aufgehoben.

Unternehmungen
- "ECOMARE" Unbedingt ansehen sollte man sich das "Ecomare", eine
Seehundstation mit einem Museum in dem man alles über das Wattenmeer
erfährt. Die Einrichtung ist sehr modern, die Architektur innen bemerkenswert, überall gibt es Info-Terminals, Aquarien mit allen möglichen Fischen und anderen Tieren und natürlich jede Menge Seehunde. Die 9 EUR sind wirklich angemessen, wir haben es jedenfalls
nicht bereut. Dazu gibt es - im Preis enthalten - noch ein Außengelände, in dem man durch die Dünen spazieren gehen kann. Deshalb sollte man sich für den Museumsbesuch auch mindestens 3 Stunden Zeit nehmen.
-"Bootsausflug" Ab Oudeschild kann man täglich mit einem Fischkutter aufs Wattenmeer fahren (wir haben in der hinteren Bude Karten gekauft). Hier werden dann kurz die Netze ausgeworfen und wieder eingeholt. Der Fang wird dann in eine Metallwanne in der Mitte des Schiffs gekippt. Anschließend wird jeder einzelne Fisch gezeigt und genau erläutert, wie er lebt, was er frisst und wie er schmeckt. :-) Währenddessen werden die mitgefischten
Garnelen gekocht und können dann von den Passagieren gepult und gegessen werden. Danach geht die Fahrt weiter zu den Seehundbänken. Währenddessen werden die Kinder auf dem Schiff mit Erklärungen über Krebse bei Laune gehalten. Die Kinder dürfen dann natürlich auch die Krebse anfassen. Nicht so klasse war, dass von all den FIschen keines die Prozedur überlebt hat. Aber schon die Seehunde in freier Natur sind in jedem Fall schon die Fahrt wert.
- "Boot Vlieland" Von De Cocksdorp färht täglich ein Schiff nach Vlieland.
Hier sollte man sehr schnell reservieren, weil die Fahrten meistens
ausgebucht sind.
- "Marinemuseum" In Den Helder, also auf dem Festland, gleich da wo die
Fähre startet, gibt es ein ziemlich neues Marinemuseum. Hier kann man ein
Minenboot, ein Segelschiff und vor allem ein echtes U-Boot von innen und
außen besichtigen. Auf den Schiffen sind überall ehemalige
Besatzungsmitglieder und andere Fachleute, die einem alles über die Schiffe
sagen können, alle sprachen sogar deutsch. Im Museum selbst erfährt man zudem alles über die Geschichte der holländischen Seefahrt... allerdings auf holländisch.

Mein Fazit: Der Kurzurlaub auf Texel hätte nicht erholsamer und unterhaltsamer sein können!!! Zusätzlich gab es noch eine ganz gute Portion Bildung, gerade für "Ökos" wie mich war der Urlaub optimal. Der Preis bezieht sich übrigens auf eine 4-Tägige Reise einschließlich aller beschriebener Sehenswürdigkeiten, Essen, Übernachtung, Fähre, Anfahrt usw.

PS: Für (nette:-) Kommentare bin ich dankbar!


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
jabberwocky666

jabberwocky666

02.12.2003 14:21

Ein feiner Bericht zu einer schönen Insel (zu der ich natürlich auch schon geschrieben habe...). Welcome op Tessel!

koeter1097

koeter1097

14.11.2003 16:40

Danke für die Anregungen! Wir waren mit unserem Wohnwagen im Frühjahr in Nordholland in der Nähe von Alkmaar, auch sehr nett. Wir wollen uns einen Kurzurlaub zu Saisonbeginn gerne zur Gewohnheit werden lassen, vielleicht fahren wir ja die paar Meter bis Texel noch weiter. Ist die Überfahrt mit Gespannen eigentlich sehr teuer (wo kann man die Tarife nachlesen)? Grüße!

Delphin_J

Delphin_J

31.10.2003 13:08

Ich fahre im sommer auch immer nach Texel und dein Bericht enthält alles was man dadrüber schreiben kann. :)

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