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Pro Preise von Crossair, Service von Swissair
Kontra Zum teil sehr alte Maschinen
Hallo meine lieben Amigos und Amigas, liebe Leser und sehr geehrte Vertraute
Nach langer Zeit kommt von meiner Seite mal wieder ein Bericht über eine Airline. Also praktisch vor zwei Wochen geflogen und schon könnt ihr alle meine Erfahrung über diese Airline lesen. Gott, was bin ich froh das es Internet gibt :-)Bei meinem Airline Bericht handelt es sich um eine der wohl neusten Airlines in Europa, wenn nicht sogar weltweit. Doch zu Beginn muss ich nun doch ein wenig weiter ausholen, um die Geschichte der Entstehung etwas näher erörtern zu können. Also, bitte anschnellen, die Tische hochklappen und die Sitzlehnen aufrecht stellen ;-)
Es begab sich zu einer Zeit, als die Weltluftfahrt noch in Ordnung war und man das böse Wortgebilde "9/11" noch nicht kannte. Da gab es im Land von Schoggi und Milch zwei weit bekannte und sehr beliebte Airlines. Königin Swissair und Prinzessin Crossair.
Doch nun mal ernsthaft weiter. Nachdem die beiden Airlines Swissair und Crossair auf dem Grundgerüst der ehemaligen Crossair zu der neuen Staatsairline verschmolzen waren, waren die Probleme schon vorprogrammiert. Man kann nicht zwei grundverschiedene Airlines unter einem Dach zusammen bringen und denken dass es gut geht. Die Pilotenkorps der beiden ehemaligen Airlines gerieten immer wieder aneinander, was Arbeitszeit und Gehalt anging! Die ehemaligen Piloten der Swissair mussten in ihrem Lohn einige Federn lassen, wobei die Crossair Piloten eine doch recht grosse Lohnerhöhung erhalten haben. Reichte ihnen aber nicht! So ist es gekommen, dass die Regionalflotte im Sommer 2006 ausgegliedert wurde und seit da an unter dem Namen Swiss European Airlines operiert.
Nun mal sicher das wichtigste. Das dürfte sicher die Flotte mit dem genauen Durchschnittsalter sein:
Das Flottentotal sind 24 Maschinen mit einem Durchschnittsalter von 11,1 Jahren. Im Detail setzt sich das wiefolgt zusammen:20 Maschinen vom Typ Avro RJ100, mit einem Durchschnittsalter von 8,8 Jahren und je 97 Sitzplätzen.
4 Maschinen vom Typ Avro RJ85, mit einem Durchschnittsalter von 13,4 Jahren und ja 83 Sitzplätzen.
Im Europaverkehr werden von Swiss European 30 Städte non-stop angeflogen. Um einige Beispiele zu nennen:
ex ZRH (Zürich):- Hamburg
- London City Airport
- Mailand
- Hannover usw
Plus an den Wochenenden die Routen nach Berlin, Wien und Brüssel
- Zürich
- London City
- Genf
- Hamburg
www.swiss.com
Hauptsitz
Swiss European Air Lines AG
Postfach
CH-8058 Zurich Flughafen
Schweiz
Somit hätten wir mal den betrieblichen Teil dieses Berichtes geschafft. Da aber ein Bericht so nicht wirklich brauchbar ist, kommen wir zu dem Punkt, den ihr sicher schon alle gespannt erwartet. Der Flug mit allem was so dazu gehört :-)
Da ich ja Flüge bei Sonnenaufgang über alles liebe, ob jetzt als Passagier oder selber als Copilot, wähle ich soweit nur ein wenig Möglich, einen Flug der zwischen 7:00 - 8:00 Uhr startet. So war es auch bei meinem Flug nach Hamburg. Mein Swiss European Flug mit der Flugnummer LX1050 soll laut Flugplan pünktlich um 07:25 Uhr starten. Da ich für Flüge, die so früh starten immer das Vorabend Check-in in Anspruch nehme, stehe ich doch recht früh mit meinem Pilotenkoffer, der mir auf der Reise als Handgepäck dient, vor der Passkontrolle im Terminal 1 (Einigen sicher noch als Terminal A in Erinnerung). Da, wie immer bis jetzt, ein flüssiger Ablauf, keine zu grosse Warteschlange, obwohl an diesem Tag zwischen 7:00 und 7:45 Uhr extrem viele Starts an der Anzeigetafel stehen. Also mehr als genug Zeit um im Abflugbereich genüsslich einen Kaffee zu trinken und ein kurzes Gespräch mit einem mir bekannten Kapitän von Swiss zu führen der per Zufall auch dort war.
Da die Bordingtime auf 7:00 Uhr angesetzt war, begab ich mich gegen 6.30 Uhr zu der Sicherheitskontrolle. Und dort, oh schreck: eine Schlange wie ich sie in ZRH noch nie gesehen habe! Aber trotz allem, es ging erstaunlich schnell vorwärts. Knapp 15 Minuten warten und ich war durch. Nun aber Beine in die Hand genommen und ab zum Ausgang A09. Dieser liegt in der unteren Eben des Airports, da im Normalfall vor dem Einsteigen noch eine kurze Busfahrt ansteht. 90% aller Swiss European Flüge werden auf dem Vorfeld abgefertigt, was eine kürzere Rollzeit zur Startbahn erlaubt. Damit ergeben sich schon bis zu 10 Minuten kürzere Bodenzeiten für die Maschinen und die Passagiere sehen noch ein wenig was vom Flughafen.
Jedenfalls stand ich kurz vor 7.15 Uhr vor "meiner" Avro RJ100 mit der Kennung HB-IXF, welche den heutigen Flug nach Hamburg durchführen soll.
Viel Zeit blieb mir leider nicht um die Maschine zu bestaunen. Weil Passagiere gehören ja in die Maschine und sollen nicht Löcher in den Lack glotzen. Also ging es hurtig an Bord, wo auch schon die nette Flugbegleiterin die Passagiere begrüsst. Da ich mal wieder Business Class fliege, kann ich es mir auf Platz 5A schön bequem machen.
Das Einsteigen geht trotz guter Auslastung sehr schnell, und um 7:24 Uhr sind "all doors inflight", also geschlossen. Um genau 7:27 Uhr sind die Motoren gestartet und die Bremsen gelöst, und die HB-IXF beginnt mit dem taxing zur Startbahn 28, also der Startbahn in westliche Richtung. (Die Nummer 28 steht für den Kompasskurs von 280°)
Noch kurz eine Maschine nach Berlin, eine nach Manchester und eine nach Paris starten lassen, und um 7:33 Uhr gibt Kapitän Vogel volle Leistung auf die vier Triebwerke. Die rasche Beschleunigung drückt mich regelrecht in meinen Sitz. Ein Wahnsinns Gefühl, wenn sich die Geschwindigkeit aufbaut. Hier merkt man zwar, dass die Maschine etwas laut ist, vor allem während des Startes.
Steigflug auf 9000 Meter, die Bewölkung ist aufgebrochen und zwischen 5000 und 6500 Meter leichte Turbulenzen. Der Bordservice hat begonnen. Das übliche Angebot für Kurzstrecke. Sekt, O-Saft, Wein, Kaffee, Tee und diverse Mineralwasser und Limonaden, dazu ein Käsebrot das sehr frisch schmeckte. Dazu gibt es noch zu sagen, dass es in der Business Class schon vor dem Start ein Glas Sekt oder frischen O-Saft gegeben hat, plus aktuellen Tageszeitungen.
Reiseflughöhe erreicht, nun ist es an der Zeit, mich ein wenig in der Maschine umzusehen. Die Kabine der Avro ist gross genug das auch ich mit meinen gut 191 cm bequem stehen kann! Die durchgehend in blauem Kunstleder gehaltenen Schalensitze sehen praktisch neu aus und sind auch sehr bequem zum sitzen. Zugegeben, der Beinabstand ist etwas geringer als in den Airbus Modellen von Swiss, aber da es sich ja um ein Flugzeug für den Regionalverkehr handelt, stört das nicht extrem. Man fliegt mit der Avro ja keine zwei oder drei Stunden.
Bei den Flugzeugen der Avro Familie sind die beiden Buchungsklassen variabel, dass heisst, je nach Buchungen kann die Business Class durch einen verstellbaren Vorhang vergrössert oder verkleinert werden. Das ermöglicht es den Airlines, die Maschinen voll auszulasten. In der Business Class bleibt dann immer ein Sitz frei, was ein besseres Platzangebot bedeutet. Das heisst, in der Business Class ist die Sitzbelegung bei einer Bestuhlung von 2 - 3 also 1 - 2 und in der Economy Class ist es demzufolge 2 - 3.
Das Flugzeug machte einen sehr sauberen und modernen Eindruck, trotz des Alters der Flotte und der Service an Bord ist über Durchschnitt! Ein grosses Angebot an Getränken, frische Produkte und natürlich die kleine Schokolade mit dem Schweizerkreuz, das bei Swiss einfach zum guten Ton gehört!
Wie etwas früher schon gesagt, ist die Avro ein klein wenig laut, vor allem wenn die Triebwerke auf voller Leistung arbeiten. Dies ist beim Start und in der ersten Phase des Steigfluges der Fall. Ebenfalls wenn die Maschine durchstarten muss. Aber wenn erstmal die Triebwerke etwas gedrosselt werden, so ist es auch mit dem Lärm erträglich.
Der Flug verlief an sich Ereignislos, keine grossen Turbulenzen oder ähnliches.
Die Route führte 80 km östlich an Frankfurt vorbei, westlich von Hannover über Bremen nach Hamburg. Die Flugzeit laut Flugplan war mit 105 Minuten angegeben, dank der recht guten Windlage schafften wir es aber in knapp 90 Minuten, und nach einem sanften Sinkflug und einem etwas steilen Endanflug setzte die Avro um 8:56 Uhr in Hamburg auf der Runway auf.
Die Landung war sehr ruhig und gekonnt wenn man bedenkt das es doch recht starken Seitenwind hatte. Daher muss ich ein grosses Lob an Kapitän Vogel machen. Auch wenn er ein ehemaliger Crossair Pilot ist, und somit eigentlich eines der Problemkinder bei Swiss darstellt.
Meine Eindrücke und mein Fazit
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Ich kann somit diese kleine aber sehr feine Airline jedem nur wärmstens ans Herz legen!
www.swiss.com - auf dieser Seite findet man weiterführende Informationen über die Swiss International wie auch über die Swiss European Airline. Auch sind dort Sonderangebote für Städteflüge oder Interkontinentalflüge zu finden. Jeden Monat gibt es neue Angebote zu sehr günstigen Preisen. Also einfach hin und wieder reinschauen. :-)
Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen für das Lesen und Bewerten meiner Berichte bedanken. Ich wünsche Euch allen ein schönes neues Jahr, und mögen Eure Wünsche sich erfüllen! Ihr seid Ciao! IHR SEID KLASSE
Euer Patrik für Ciao. Ich gebe nun zurück an die Zentrale :-)
Das Modell eines Avro RJ100
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bundy109 30.08.2008 22:38
gerrhosaurus78 10.01.2008 20:51
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engelchen_ch 14.11.2007 01:16
pete_74 09.09.2007 14:19
johnston_bruce 28.08.2007 07:59