Suomenlinna, Helsinki

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Suomenlinna - Ich bin reif für die Insel!

5  06.03.2009

Pro:
vielfältige Möglichkeiten, eine supertollen Tag zu verbringen, einfache Anreise

Kontra:
naja, die Preise in den Einrichtungen der Insel

Empfehlenswert: Ja 

travelgirl

Über sich: Gegenlesungen werden nun nach und nach abgearbeitet, wer welche vermisst, bitte melden! - neue Missi...

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INTRO


Gerade jetzt, wo es draußen ziemlich kalt ist, denke ich gerne an die Zeit in der finnischen Hauptstadt zurück, wir waren Ende Mai dort und haben ein paar echt sonnige Tage erwischt. Da Helsinki eine verhältnismäßig kleine Stadt ist, und wir nach unserem überaus anstrengenden Kulturprogramm in Russland nicht mehr all zu viel Lust auf Museen hatten – eines haben wir dennoch besucht – sind unsere Gastgeber auf die Idee gekommen, uns mit auf die Helsinki vorgelagerte Insel Suomenlinna zu nehmen, denn wir waren wirklich reif für die Insel. Eine wirklich gute Idee, wie es sich im Nachhinein herausstellen sollte.

GESCHICHTE


Die Ende des 18. Jahrhunderts erbaute Festung, die auch unter dem schwedischen Namen Sveaborg bekannt ist, liegt auf einer Helsinki vorgelagerten Inselgruppe, auf der heute noch knapp 1000 Menschen wohnen. Zunächst diente die Insel militärischen Zwecken. Im Laufe der Jahre gehörte die Insel mal zu Schweden, mal zu Russland und nun eben zu Finnland.

ANREISE


Da Helsinki doch recht weitläufig ist, lohnt es sich auf jeden Fall, eine Mehrtageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel zu lösen, da ja die Einzelfahrten relativ teuer sind. Für eine 3 Tageskarte im modernen Chipkartenlook haben wir knapp 12 Euro bezahlt und dazu sogar ein Heftchen voller Informationen in deutscher Sprache erhalten. Am besten fährt man mit einer Tram bis zum Dom und läuft dann zu Fuß zum Markt rüber, denn dort fahren die Fähren nach Suomenlinna ab. Und das beste ist: wenn ihr diese Dreitageskarte habt, kostet euch die Überfahrt keinen Pfennig, verzeihe Cent, extra, da eine Hin- und Rückfahrt auf die Festungsinsel bereits inkludiert sind.

ANKUNFT


Direkt nach der Ankunft geht es erst einmal vom Schiff runter, und rauf auf die Insel, nachdem man dann durch eine Art Bogen gegangen ist, kann man sich nun mit Hilfe der Wegweiser orientieren. Sollte man vorhaben, etwas länger zu bleiben, würde sich ein kurzer Stopp im inseleigenen Hostel empfehlen, in dem man für 50 Euro pro Nacht ein Einzelzimmer und für 25 Euro pro Nacht einen Schlafsaal bewohnen kann. Da wir im Stationhostel gut untergebracht waren, kam dies für uns nicht in Frage, und so machten wir uns erst einmal auf den Weg in den Inseleigenen

AUF INS INSELINNERE


Supermarkt, um uns mit Picknickkram einzudecken. Das wurde doch relativ teuer, da finnische Supermärktenicht die günstigsten sind. Naja, der Supermarkt war genauso teuer, wie die in der Stadt, allerdings ist es immer noch recht gewöhnungsbedürftig, für eine 0,5 l Falsche Cola mehr als 2.50 Euro + Pfand in einem Supermarkt zu bezahlen. Ansonsten gibt es hier auch Sandwiches und alles andere, was man so braucht, ich würde allerdings empfehlen, sich anderweitig einzudecken. Vorbei an der süßen Kirche, in der man übrigens auch heiraten kann, sind wir dann immer weiter in das Inselinnere gelangt. Dort haben wir uns erst einmal eine der weitläufigen grünen Wiesen gesucht und Sonne getankt. Zwischendurch wollten wir dann auch einmal die Insel erkundigen, was eine nicht ganz einfache Angelegenheit ist, da die Insel für außenstehende doch relativ gleich aussieht, erst recht an den Stellen, an denen man Reste der alten Festungsmauern findet.
Ein Handy ist daher wirklich absolut notwendig, wenn man sich auf der Insel bewegt, um nicht völlig verloren zu gehen. Wenn das Handy dann noch über einen GPS-Sender verfügt, ist es umso besser, denn dann ist euer Freizeitprogramm danke Geocaching gesichert. Auf der Festung gibt es einige Geocaches, die versteckt sind, und gerade durch die ruinenartigen Festungsreste mit ihren Schächten, ist es wirklich toll den kleinen Schätzen nachzujagen. Wir haben auch einige der versteckten Caches gefunden, dabei einige kniffelige Rätsel gelöst und ordentlich etwas von der Insel gesehen, so u.a. Bootsreste, oder einfach nur die atemberaubende Landschaft am Ufer, wo man bei strahlend blauem Himmel bis aufs Land blicken konnte.

TOURIKRAM


Kann man natürlich auch machen. Dafür gibt es zahlreiche Souvenierstände, an denen man beispielsweise überteuerte Postkarten kaufen kann (ab 1 Euro), die man dann auch in die inseleigenen Briefkasten werfen kann, um den Daheimgebliebenen einen Gruß zu hinterlassen. Dazu gibt es dann den üblichen Touristennippes, Püppchen, T-Shirts und Co – Sachen, die die Welt nicht braucht.
Nach so viel Anstrengung wird man hungrig, und ob der guten Infrastruktur der Insel, ist auch hierfür gesorgt. In zahlreichen Cafes und Restaurants kann man etwas gegen den Hunger tun, muss dafür allerdings tief in de Tasche greifen. Eine Pizza kostet durchschnittlich um die 12 Euro, was noch relativ günstig scheint, wenn ich daran denke, dass im Cafe neben der öffentlichen Toilette – im Saloonstil und ohne Licht sehr abenteuerlich…. – das Kaffee-Kuchen-Gedeck auch um die 6 Euro gekostet hat.
Dann sollte man doch lieber einen Spaziergang unternehmen oder ins Museum gehen. Allerdings wird man auch dort eine Stange Geld los. So beispielsweise im Suomenlinna Museum, das die Geschichte der Insel erzählt. Hier sollte man 5 Euro Eintritt bezahlen, was wir allerdings für unangemessen hielten, weswegen wir uns auch nur kurz den Museumsshop angeguckt und einen Zwischenstopp auf der Toilette eingelegt haben. Daneben gibt es dann noch ein Spielzeugmuseum, an dem wir allerdings nicht vorbei gekommen sind.
Alternativ kann man am Wochenende auch an geführten Inselführungen – die es wohl auch auf Englisch gibt – teilnehmen, was bestimmt auch ganz spannend ist, da wir aber in Begleitung einiger einheimischer Finnen waren, haben wir nicht nur mehrere Euro pro Person gespart, sondern auch wirklich nur die richtig interessanten Dinge erklärt bekommen.
Im Hochsommer würde es sich sicherlich auch lohnen seine Badehose einzubacken, sich an den ‚Strand‘ zu legen und vielleicht eine Runde im Wasser zu schwimmen, als wir aber im Mai da waren, war es zwar auf dem Inselinneren so warm, dass sich einige einen Sonnenbrand geholt haben, am Inselrand dagegen bot sich uns zwar ein malerisches Bild, allerdings war es so windig, dass wir alle froh waren, nicht über Modelmaße zu verfügen – einige hatten mit den Böen nämlich ordentlich zu kämpfen… – und unsere Sonnenbrillen dabei zu haben, um nicht gegen tränende Augen kämpfen zu müssen.
Empfehlen würde ich daher dann doch das schon oben angesprochene Picknick auf einer der Gott sei Dank Hundekotfreien Wiesen, vielleicht nimmt man sich auch ein gutes Buch mit, liest eine Runde und nutzt die Zeit und das schöne Wetter einfach dazu, zu entspannen. Bei sonnigem Wetter sollte man allerdings die Sonnencreme nicht vergessen

FAZIT


Der Suomenlinna-Tag war wirklich der beste unseres Helsinkiaufenthaltes. Nach einigen stressigen Tagen bzw. Wochen in Russland sind wir hier erst einmal zur Ruhe gekommen und konnten uns ordentlich bei schönem Wetter entspannen. Die Insel bietet für jeden Geschmack etwas, sowohl Faulenzer, als auch Wanderfans und Kulturfreaks kommen auf ihre Kosten, und nicht zuletzt ist die Insel wirklich einfach zu erreichen. Ich vergebe 5 Sterne für eine tolle Insel, auf der man problemlos den einen oder anderen Urlaubstag verbringen kann.

Bilder von Suomenlinna, Helsinki
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Auf der Fährüberfahrt
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Mungi60

Mungi60

01.07.2013 17:51

Helsinki würde mich auch mal reizen :-)

spar_ass

spar_ass

15.04.2012 16:15

wirklich schön....

Imation2

Imation2

27.09.2011 20:31

Schön...

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