Home > Reisen > Afrika > Ägypten > weitere Städte in Ägpten > weitere Hotels in Ägypten > Hotel weitere Hotels in Ägypten > Sultan Bey Hotel, El Gouna > Erfahrungsbericht

Erfahrungsbericht

für Sultan Bey Hotel, El Gouna
Nächsten Bericht ansehen "Traumurlaub in El Gouna..."
5 Sterne Der Fluch des Pharao Bericht mit Bildern
39 von 39 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Hoher Wohlfühlfaktor

Kontra weiß ich nicht

Der Autor

schutzfehler Seit 22 Sep 2001

Mein absoluter Favorit unter den Zitaten : "Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die... mehr

9 Mitglieder vertrauen mir

Allgemein

El Gouna (arabisch: al-Dschūna, "die Lagune") ist am Reißbrett entworfen und gehört der Orascom Group (Familie Sawiris). Betagtere Reiseführer (2000) erwähnen den Ort, wenn überhaupt, im Zusammenhang mit Sünde und Katastrophe. Aktuelle Beschreibungen sprechen von Erfolg, weil es den Urlaubern gefällt. Genau das ist der springende Punkt. Es ist ein genial gemachtes Paradies (auch Disney Land lässt grüßen), zwischen Meer und Wüste, zum Ausspannen und Verwöhnen lassen. Nicht mehr und nicht weniger. Uns erinnerten die Silhouetten mal an Venedig, an orientalische Märchen und auch an "Krieg der Sterne, Teil 1" (das Dorf auf Tatooine, in dem Anakin aufwächst). Die meisten (nicht alle) Lagunen sind künstlich angelegt. Neben den 14 Hotels besteht der Ort aus Villen und Appartmenthäusern (alles verkauft und vermietet und es wird fleißig weiter gebaut), der notwendigen Infrastruktur und einem 18-Loch-Golfplatz (immergrün!!!). Im Ortsteil El Bustan, weit draußen am El Gouna Airport (ein Tok-Tok fährt da nicht hin), gibt es sogar eine Brauerei (Luxor) und eine Weinkellerei sowie die Ägyptisch-Deutsche Hotelfachschule Paul Rahn, deren freundliche und kompetente Absolventen und Praktikanten man in jedem Hotel antrifft.

Lage

Das Sultan Bey ist das "älteste" Haus am Platz (Baujahr 1995) und wahrscheinlich und vielleicht gerade deshalb auch das Schönste. Wir haben es ausprobiert. Egal wo man steht, sitzt oder liegt. Es gibt keine Perspektive und keinen Ausblick, der nicht irgendwie toll ist. Man hat nicht das Gefühl im Hotel zu sein, sondern vielleicht in einem Dorf. Der 2. Stock ist die höchste Erhebung. Man wartet darauf, das Aladin mit seiner Lampe um die Ecke kommt. Meist ist es aber der Gärtner mit seiner Hacke. Der Pool am Rande der Lagune lässt Strandstimmung aufkommen, besser ist natürlich die kurze Fahrt mit dem hoteleigenen Gratis-Shuttle-Boot zum Zeytona-Beach. Dort ist frühes Erscheinen kein Fehler. Es kann passieren (1 mal erlebt), dass alle kostenlosen Schirme samt Liege und Windschutz schon belegt sind. Dann eben zurück zum Pool, wo es garantiert freie Plätze gibt. Besonders bemerkenswert: Das Publikum ist extrem gemischt (alle Alterskategorien, alle Familiengrößen und -formen, zig Nationalitäten - keine hat die Chance, mit ihren Eigenarten besonders aufzufallen oder bevorzugt zu werden). Wahrscheinlich gibt es deshalb eine wunderbare und spannende Atmosphäre.

Service

Ägypten wurde lange Zeit durch die Engländer geprägt. Sicher auch deshalb ist Englisch die bevorzugte Touristensprache. Man darf sich nicht von "Wie geht's?", "Alles klar?" und "Alles für die Schwiegermutter!" täuschen lassen. Will man mehr, muss man sich meist zwingend englisch austauschen.

Der "Fluch des Pharao" holt Jeden ein und hat wenig mit Vorsicht oder "Eiswürfeln" im Drink zu tun. Unser Tipp. Keine Vermeidungsstrategien planen und keine Medizin von Zuhause mitnehmen, bringt eh nichts. Wenn es soweit ist, zum Tamr Henna (zentraler Platz, 5 Minuten Fußweg) in die "Pharmacy" und für insgesamt einen Euro die beiden Standardmedikamente für diesen Fall einkaufen (Namen sind uns entfallen, eins grün und das andere gelb verpackt, bildreiche Beschreibung der Beschwerden in der Apotheke hilft garantiert, die Leute dort verkaufen das Zeug täglich mehrfach). In zwei bis drei Tagen ist alles erledigt und ihr seid resistent gegen die Bakterienstämme. Wichtig: Das Leitungswasser ist kein Trinkwasser. Mineralwasser im Supermarkt kaufen und die Minibar umfunktionieren zum Kühlschrank. Das Regalteil links neben dem Eisfach ist herausnehmbar. So passen auch die großen Flaschen senkrecht hinein. Der Trick stammt vom Zimmerboy!

Einkaufen sollte man mit LE, ägyptischen Pfund. Die Umrechnung, wenn man mit Euro unterwegs ist, handhabt mancher Händler sehr großzügig. Wir empfehlen zum Geld abheben den Automaten an der MISR Bank, hinter dem Infostand am Tamr Henna, neben der Tankstelle. Der Nutzerdialog ist auch in Deutsch und wendet sicher die böse Überraschung ab, die wir mit dem Automaten an der Bank von Oman erlebten. Das ist nämlich der erste Automat, den man beim Spaziergang antrifft (hinter der Brücke links). Der schluckte nach einigen vergeblichen Versuchen unsere EC-Karte und wenn gerade Freitag ist (Feiertag in Ägypten) hat man einige Tage Zeit zu überlegen, wie man die Karte wieder zurück bekommt.

Einkaufen ist spannend. Im Supermarkt sind keine Preise ausgeschildert, das Ergebnis an der Scannerkasse jedes Mal eine Lotterie. Es gibt Touristenpreise und die für die Einheimischen. Trotzdem sind die Preise hier moderat und nicht verhandelbar. In allen anderen Geschäften, bis auf die Apotheke vielleicht, herrschen Basarregeln. Prinzipiell sind die Händler bereit zu verhandeln und man sollte davon auch reichlich Gebrauch machen. Nicht davon täuschen lassen, dass einem ständig das Gefühl vermittelt wird, man wolle den Laden ruinieren. Das gehört zum Spiel. Bei einem Drittel des vorgeschlagenen Preises beginnen und mit der Hälfte sollte man das Geschäft abschließen. Der Händler macht immer sein Geschäft.

Gastronomie

Zum Glück ist der englische Einfluss nur auf die Kommunikation beschränkt. Beim Essen gibt es in 14 Tagen immer ein anderes Dinner-Thema. Vielfalt und Geschmack sind bestens, das Highlight für uns war der skandinavische Abend (da kann man sich den überteuerten Fischabend am Pool schenken). Wer unbedingt außerhalb Essen möchte um dann enttäuscht ins Sultan Bey zurück zu kehren, kann am Dine Around teilnehmen. Dafür am Vortag an der Rezeption Bescheid geben und man kann in einem anderen HP-Hotel speisen. Bei 5 Sternen (z. B. Steigenberger) gegen 3 € Aufpreis.

Das Frühstück lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Vom Vogelfutter über frische Omeletts nach Kundenwunsch bis zum Kuchenbüfett. Für jede Gewichtsklasse ideal, um das aktuelle Kampfgewicht zu halten.

Apropos Kuchen. Das Süßspeisenbüfett im Zentrum des klimatisierten Restaurants (man bekommt immer Plätze sowohl draußen als auch drin) ist unglaublich. Wir sind noch nirgends der Versuchung so lecker erlegen.

Getränke von Wein (viel zu warm, dafür auch teuer) über eine ganze Palette Bier (gut gekühlt und ab 2,50 € der halbe Liter) bis zu Softdrinks (1 €) und Wasser (1 l, 1 €) im Preisniveau dezent. Sollte der kleine Hunger zwischendurch zu groß werden, kann man an Pool und Strand alles empfehlen. Für uns besonders lecker der Caprese Salat. Bezahlung unkompliziert, da alles aufs Zimmer geschrieben wird. Zimmernummer und Unterschrift genügen. Die 3 Durchschläge führen offensichtlich dazu, dass die Rechnung am Schlusstag auffallend stimmt.

Die Angestellten (ein ganzes Heer von Managern, Chiefs, Captains, Waiters, Bus Boys, alles in ersten, zweiten und dritten Stufen  das System erschließt sich sicher auch nur bedingt den Eingeweihten) umsorgen einen mit einer sehr besonderen und liebevollen Art und Weise, die man schlecht beschreiben kann. Diese Menschen ruhen scheinbar in sich selbst, sind fern jeder Anbiederei, freuen sich natürlich über Bakschisch aber fordern diesen niemals offensiv. Uns ist nicht ein einziger irgendwie auf den Keks gegangen. Um mit unserer österreichischen Freundin zu sprechen, voll lieb (voi liab) halt.

Für uns ein absolutes Highlight war die Marketingentscheidung der hiesigen Luxor-Brauerei, just in diesen Tagen ein Bier einzuführen, wie es hierzulande wohl noch keines gab. Auch wenn die Gläser hierfür nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung standen, war es amüsant zu sehen, wie die Kellner das absolvierte Briefing beim Einschenken von WEIZEN umsetzten. Das Drehen der Flasche im Handgelenk reicht jedem Bayrischen Wirtshaus zur Ehre.

Sport und Unterhaltung

Die dafür Verantwortlichen heißen Hosny und Mustafa und haben die Animation nicht erfunden. Für uns zum Glück. Nachdem sich einer von beiden entschließt mit einigen wenigen Enthusiasten die Wassergymnastik im Pool zu absolvieren (irgendwann in der elften Stunde) besteht die Tätigkeit darin, entweder den Fischabend am Pool, die Orientalische Nacht in der Wüste (fünf Straßen weiter) oder den Einkauf im Duty Free im Hafen (Marina) zu befördern. Die orientalische Nacht für 10 € pro Nase kann man empfehlen. Eine Runde auf dem Kamel ist inklusive. Man sitzt mit 100 anderen Urlaubern an der Erde auf Kissen, kostet vom Büfett eines der Hotels (die Veranstaltung wird der Reihe nach immer von einem anderen Hotel bekocht; wir hatten das Glück, das gerade unser Hotel an der Reihe war), wird durch ein kleines Kulturprogramm unterhalten, kann Shisha (Wasserpfeife) und Tee kosten und sich nett mit seinen Nachbarn austauschen.

Auf jeden Fall Brille, Schnorchel, Flossen und Unterwasserkamera (gibt's in fast jedem Shop) einpacken und Schnorcheln was das Zeug hält. Konkurrenzloses Erlebnis.

Sehr beliebt auch noch Tauchkurse (kostenloser Schnupperkurs Sonntag im Pool), konventionelles Surfen und besonders hype, Kite-Surfing.

Zimmer

Man liest immer wieder, dass die Zimmer abgewohnt sind. Es sind wunderbare Zimmer mit von Touristen benutztem Mobiliar. Geräumiges Bad, erhöhte Schlafstatt (wenn Einzelbetten, dann zusammenschiebbar; Besucherritze stört nicht, da Betten riesig, feste und glatte Matratze), Terrasse oder Balkon, kostenloser Safe im großen Schrank. Nicht überall gibt es Lagunenblick. Na und. Wer verbringt seinen Badeurlaub schon im Zimmer. Zimmerreinigung täglich und tadellos, Handtücher werden auch getauscht wenn man es nicht will, Wäscheservice ebenfalls prima (Zettel ausfüllen, Wäsche in Tüte packen, am nächsten Tag zurück).

Tipps

1. Ausflüge am Beach buchen. Bei Nasser (Coral Tours) den "Schnorchelausflug" für 25 €. Den ganzen Tag unterwegs mit drei Stopps, Mittagessen und Softdrinks inklusive, Ausrüstung sowieso, wenn man Glück hat, so wie wir, Schwimmen mit Delphinen, geil. Bei Luka (Alex Reisen) den Kairoausflug für 75 € buchen (Luxor zu heiß). Ist zwar anstrengend (450 km Busfahrt), aber die Reiseleitung individuell, max. 6 Personen. Ägypten ohne Pyramiden ist ein bisschen dünn. Supertipp: Als Gruppe (einfach Leute vom Strand gewinnen, so dass man auf 6 Personen kommt) sind die Preise noch verhandelbar.
2. Busfahrschein an der Rezeption lösen (1 Woche ca. 1,30 €), wenn man öfter im Ort weitere Strecken zurücklegen will (z. B. zum Mangroovy Beach, zur Abu Tig Marina (Hafen) oder zur Go-Kart-Bahn)
3. Unbedingt mal nach 00:00 Uhr auf dem Tamr Henna im Café Tamr Henna einen Peppermint-Tea trinken und dazu eine Shisha mit Strawberry-Geschmack paffen. Man ist dann unter den ortsansässigen Ägyptern und ihren Kindern. Ein unvergessliches Erlebnis.

Bilder

für Sultan Bey Hotel, El Gouna
Einer der Höfe im Hotel, gleich kommt Aladin
von schutzfehler schutzfehler

Bewerten Sie diesen Erfahrungsbericht

Wie hilfreich ist dieser Bericht für Sie? Leitfaden zum Bewerten

Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors

Anstatt dem Mitglied eine negative Bewertung zu geben, bitte daran denken:

  • Helfe diesem Mitglied durch nützliche Tipps

  • Melde einen Missbrauch wegen unerlaubter Kopie oder anderer Gründe an das Ciao Support Team.

Aktiviere die Funktion für negative Bewertungen

Kommentar schreiben

 Kommentar abgeben  Kommentar abgeben

JavaScript sollte aktiviert sein, um eine Bewertung oder einen Kommentar abgeben zu können.

Kommentare

Haben Sie eine Frage zu Sultan Bey Hotel, El Gouna? Frage stellen
Vorherige Seite Nächste Seite Seite 1 von 8 | 1 - 5 von 39 Kommentaren
  • Seepferdchen1965 13.01.2008 17:50
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • kundschafter 01.10.2007 12:29
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Jetzt auf der Stelle möchte ich dort hin. (träum)

  • cordila 02.01.2007 21:11
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Vielen Dank für diesen wunderbaren, spannenden und differenzierten Bericht!!!

  • fernfahrer1969 19.08.2006 11:07
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • oachkatzlschwoaf_austria 18.08.2006 11:40
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    absolut toller Erfahrungsbericht, der alles beschreibt, was man in El Gouna bzw. im Hotel "Sultan Bey" erleben kann. Ich kann mir meinen Bericht eigentlich sparen, da ich nichts anderes schreiben könnte! Also auf gut Deutsch "voi guat"!

Vorherige Seite Nächste Seite Seite 1 von 8 | 1 - 5 von 39 Kommentaren

Mehr Berichte

für Sultan Bey Hotel, El Gouna

Ähnliche Angebote

für Sultan Bey Hotel, El Gouna
  • Sultan...

    Sultan Bey Hotel, El Gouna

    Lage Sultan Bey Hotel in El Gouna befindet sich am Ufer und liegt in der Nähe der folgenden Sehenswürdigkeit: El Gouna Beach. AusstattungDiese...

    37,44 € *

     zum Shop  >

    Händler kann Preis erhöht haben

    Hotels.com

    Hotels.com Händlerbewertung

    3 Bewertungen

    Versandkosten: keine Angabe

    Verfügbarkeit: Preis für DZ pro Nacht / Angebot kann je nach Buchungsdatum abweichen

* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.