Südinsel allgemein

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Die glücklichen Inseln hinter dem Winde

5  11.08.2011

Pro:
Noch schöner geht fast nicht .

Kontra:
Noch weiter weg geht auch fast nicht

Empfehlenswert: Ja 

Mr_Andrew

Über sich: Studierter Meteorologe (= Wetterfrosch) und damit natürlich prädestiniert für fachmännische Bericht...

Mitglied seit:02.03.2008

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Wenn schon, denn schon! Unter dieses Motto könnte ich meine folgende Reiseempfehlung stellen, denn wenn ein Mitteleuropäer sein Fernweh ausleben möchte, geht das für unsereinen kaum überzeugender als mit einer Reise nach Neuseeland. Dementsprechend zeit- und leider meist auch finanziell aufwändig gestaltet sich die Anreise. Dabei ist es ziemlich "Wurscht", ob man den Anflug "linksherum" über die USA oder "rechtsherum" über Asien wählt. Es dauert in jedem Fall laaaange, laaaange bis man seinen Fuß ins gelobte Land setzen kann. Ich selber flog jedenfalls mit mehrstündigem Zwischenaufenthalt in Singapur mit Singapore Airlines und kann diese Route und die Fluglinie für diesen Zweck nur wärmstens empfehlen.

Auf den Spuren meines Trips zu den Kiwis, wie die Neuseeländer liebevoll auch gerufen werden, entführe ich euch heute auf die große Südinsel. Üblicherweise schwebt man über Christchurch herein. Dem Auge eines erfahrenen Luftikus' bietet sich dabei kein Kulturschock. Gepflegte Felder allenthalben und großflächige niedrig bebaute, irgendwie eintönig wirkende Wohngebiete. Das soll nun der Schauplatz der gewaltigen Schlachten zwischen Orks und den heldenhaften Gefährten aus Tolkiens Saga gewesen sein? Eher kann man sich hier einen Nachbarschaftsstreit über einen wild gewordenen Knallerbsenstrauch vorstellen.

Aber gemach, gemach - dieser erste Eindruck täuscht gewaltig ...

Nach einer äußerst peniblen Einlasskontrolle - unsere Campingausrüstung und auch die Wanderschuhe mussten ausgepackt werden und wurden aus Angst vor dem Einschleppen von Schädlingen für Landwirtschaft und Viehzucht genau in Augenschein genommen - befanden wir uns im Land unserer Träume. Nach insgesamt 18 Stunden Flug und einer Zeitverschiebung von nicht weniger als 12 Stunden war der persönliche Biorhythmus zwar völlig außer Tritt geraten, der Entdeckungsdrang aber ungebrochen.
Mt. Cook NP und Lake Tekapo

Also wurde nach der Übernahme des schon lange vorab georderten Mietwagens schnell die Zivilisation hinter sich gelassen und die erste Etappe hin zum Mount Cook, dem höchsten Berg Neuseelands in Angriff genommen. Dieser liegt im gleichnamigen Nationalpark im Westen der Neuseeländischen Alpen und bietet mit der markanten weißen Spitze und seinen vergletscherten Flanken einen atemberaubenden und majestätischen Anblick.

Bereits unsere erste Basisstation, ein ziemlich naturbelassener Campingplatz am Lake Tekapo, erfüllte im positiven Sinne alle Klischees unserer Vorstellungen von einem Urlaub am anderen Ende der Welt. Der See befindet sich in 700 Meter Höhe über dem Meeresspiegel und wird durch das Schmelzwasser von Gletschern gespeist, was dem See eine einzigartige türkisblaue Farbe verleiht. Vor dem Gebirgsmassiv erstrecken sich Weiden mit dem typischsten Vertreter der neuseeländischen Bevölkerung, dem Schaf, als weiße "Farb"tupfer.

Die Gegend ist so dünn besiedelt und zudem des Nächtens nahezu unbeeinflusst von künstlicher Beleuchtung, das der abendliche Sternenhimmel schon fast surreal schön und zum Greifen nah erscheint. Da wir wie gesagt sowieso zu Beginn unseres Neuseelandurlaubes erst wieder in den lokalen Tag-Zeit-Rhythmus finden mussten, genossen wir die nächtlichen Wachphasen daher in vollen Zügen.

Der 707 km² große Mount-Cook-Nationalpark ist touristisch gut erschlossen, was sich auch in einem hervorragend entwickelten und beschilderten Wanderwegenetz äußert. Von lässigen halbstündigen Spaziergängen für Fußkranke bis hin zu anspruchsvollen alpinen Gebirgskraxeleien wird hier jeder Wunsch nach Bewegung auf Schusters Rappen erfüllt.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir eine Wanderung zum sogenannten Kea-Point, der zum einen ein überwältigendes Panorama der Bergwelt bot und zum anderen ein häufig frequentierter Tummelplatz dieser putzigen, aber ziemlich wehrhaften Bergpapageien sein sollte. Leider lauerten wir erfolglos auf eine Begegnung mit den immerhin bis zu 50 Zentimeter hohen Keas. Das Glück des Tüchtigen war uns dafür dann aber im späteren Verlauf unserer Reise umso mehr hold.

Aus Fotografensicht deutlich leichteren, fast kampflosen Erfolg hatten wir dagegen mit einem der begehrtesten Motive auf Neuseelands Südinsel, der Church of the Good Shepherd (Kirche zum guten Hirten), die hier absolut malerisch am Ufer das Lake
Bilder von Südinsel allgemein
  • Südinsel allgemein Kirche am Lake Tekapo
  • Südinsel allgemein Idylle am Mt Cook
  • Südinsel allgemein Mit dem Heli auf Schneefeld
  • Südinsel allgemein Malerische Lodge
Südinsel allgemein Kirche am Lake Tekapo
Kirche am Lake Tekapo
Tekapo liegt. Sie wirkt wesentlich archaischer als ihr Baujahr 1935 vermuten lässt. Auch aus dem Inneren bieten sich herrliche Sichtbeziehungen, denn anstelle eines großen Altars verfügt die Kirche über ein weites Fenster, durch welches der Blick über den Lake Tekapo bis zur markanten Bergkette der Südlichen Alpen mit seiner höchsten Erhebung, dem Mount Cook, schweift.

Das absolute Hochreck war aber unser Rundflug mit einem Helikopter. Ich bin normalerweise kein Fan von irgendwelchen krawalligen Bespaßungen in der Natur, aber da wir vom Autovermieter u.a. auch einen Gutschein für eine Person für einen Rundflug um den Mt. Cook erhalten hatten, wollten wir den selbstredend nicht verfallen lassen und ließen uns auch nicht von dem gepfefferten Preis für die zweite Person abhalten.

Es war einfach nur Wow! in einem doch ziemlich kleinen Hubschrauber über, unter, neben, zwischen den Gipfeln dahinzugleiten. Als besonderen Höhepunkt des Fluges wurden wir sogar hoch oben auf einem Schneefeld herausgelassen und konnten in schwindelerregender Höhe ein paar Schritte wagen und selbstredend das eine oder andere Foto "taken".

Und das war ja erst der Auftakt einer insgesamt vierwöchigen Rundreise durch Neuseeland, das vielleicht schönste Reiseziel auf Erden ...

Moeraki Boulders

Im weiteren Verlauf unserer Reise sahen wir noch so manch Bemerkenswertes, was es sonst nirgendwo zu sehen gibt. Da wären z.B. die sogenannten Moeraki Boulders, mysteriöse kugelrunde bis zu mannshohe Felsblöcke, die wie zufällig dahin gestreut an der Küste des kleinen Ortes Moeraki (und nur dort!) liegen. Sie sollen ähnlich wie die Perlen in Muscheln entstanden sein und geben diesem Strandabschnitt ein ganz besonderes Flair.
Dunedin und Otago Peninsula

Längere Zeit verbrachten wir später in der Nähe von Dunedin, mit ihren knapp 120.000 Einwohnern bereits die zweitgrößte Stadt der Südinsel Neuseelands. Obwohl gerade einmal etwas mehr als 160 Jahre alt ist Dunedin trotzdem einer der interessantesten und geschichtsträchtigsten Orte des Landes. So findet der interessierte Besucher hier z.B. die aus anthrazitfarbenen Steinen gebauten Gebäude der ältesten Universität Neuseelands (1869).

Doch nicht der Historie, sondern den Naturwundern galt unser Hauptaugenmerk und so "vergeudeten" wir für einen Besuch der Stadt nur wenig Zeit. Denn den eigentlichen Knaller der Gegend um Dunedin findet man erst an der nordöstlichsten Spitze der Halbinsel Otago. Hier liegt der Taiaroa Head, eine 80 m über dem Meeresspiegel gelegene Felsenklippe, welcher weltweit die einzige Brutkolonie von Königsalbatrossen auf dem Festland beherbergt. Von einem Aussichtsturm aus hat man hier die Möglichkeit, die Tiere zu beobachten, ohne diese bei ihrem Tageswerk zu stören. Die Royal Albatross Colony ist als solche schon seit Ende der 30er Jahre bekannt und geschützt und jeder, der hier diese stolzen Vögel, die mit ihrer Flügelspannweite von bis zu 3 Meter und einer Spitzen-Fluggeschwindigkeit von atemberaubenden 115 km/h beeindrucken, aus nächster Nähe bewundern konnte, wird für diese Möglichkeit dankbar sein.

Noch mehr als die Könige der Lüfte sind mir aber ihre watschelnden, schwarz gefrackten Kollegen ans Herz gewachsen. Nicht weit vom Taiaroa Head entfernt haben die seltenen Gelbaugenpinguine ihren Lebensraum. Da diese großen und ungemein fotogenen Pinguine aber von Natur aus sehr scheu sind, kamen findige Geister auf eine geniale Idee. Und zwar wurde einem Irrgarten gleich ein Geflecht von engen mannshohen Gräben am Penguin Beach angelegt. An etlichen Stellen fanden sich ausgebaute Unterstände mit Sichtspalten. Hier konnten wir, sozusagen auf Augenhöhe mit den Tieren, einmalige Augenblicke erleben.

Queenstown

Möglicherweise hat sich in Neuseeland aufgrund seiner abgelegenen Position auf der Landkarte ein besonderer Hang zu extremen Freizeitvergnügungen entwickelt. Das Mekka dieser Nervenkitzel-Junkies ist dabei unzweifelhaft Queenstown. Eigentlich "very lovely" inmitten einer imposanten Bergwelt an einem herrlichen See (Lake Wakatipu) gelegen, vermutet der unbedarfte Neu-Ankömling in diesem Städtchen eher eine beschauliche Idylle und wird just mit einem jugendlich-flippigen Treiben konfrontiert. Als DAS Zentrum des Abenteuertourismus in Neuseeland (deshalb auch häufig unbescheiden "Adventure Capital of NZ" oder noch großspuriger "... of the world" genannt) bietet Queenstown neben den mittlerweile schon länger etablierten "Sportarten" Jetboot-Fahren, Bungee Jumping, Abseiling, Paragliding und Mountainbiking auch neue Spielarten für Lebensmüde an, z.B. sich in überdimensionalen Kugeln steile Berghänge herunterrollen zu lassen oder an einem Draht geführt in einer Art Düsenflugzeug durch die Luft zu rasen (Fly by Wire).

Natürlich kann man dem Krawall auch hier entfliehen, denn die Stadt liegt am Südufer des Wanaka Sees gegenüber dem Mount Aspiring, dem Herzstück des Mount-Aspiring-Nationalparks. Der Park kann durch seine Vielfalt an Landschaftsformen begeistern: Hängetäler, Glazialseen und viele Gletscher unterschiedlichster Form und Größe geben sich hier ein Stelldichein und bieten Naturfreunden unzählige Möglichkeiten.

Milford Sound

Von Queenstown aus ist es für mitteleuropäische Verhältnisse eigentlich nur ein Katzensprung bis zum Milford Sound, ich schätze keine 100 Kilometer Luftlinie. Trotzdem ist ein ganzer Tagestrip einzuplanen, um dort hin und wieder zurück zu kommen. Mit circa 9 bis 10 Stunden Auto- oder Busfahrt muss man schon rechnen, denn ungünstigerweise erhebt sich eine mächtige Gebirgskette zwischen dem Fjord und Queenstown. Da macht es entschieden mehr Sinn, sein Basislager gleich an den Lake Te Anau zu verlegen, denn damit hat man bereits mehr als die Hälfte der Fahrstrecke geschafft. Von hier an gibt es bis zum anvisierten Ziel abgesehen von ein paar einsamen Hütten in der Wildnis keine Übernachtungsmöglichkeiten mehr.

Um die etwa 120 Kilometer Anfahrt von Te Anau auf der Milford Road zu absolvieren, bieten sich eine etwa zweistündige Busfahrt mit einem der zahlreichen Reiseveranstalter an, die in der Regel gleich inklusive einer Bootsfahrt auf dem Milford Sound angeboten werden. Schneller als die Busse ist man mit dem eigenen Auto in der Regel auch nicht. Der große Vorteil, der für eine individuelle Anreise spricht ist aber der, dass man mit dem Auto an den vielen schönen Orten, die unterwegs zum Verweilen einladen, nach eigenem Gutdünken halten kann. Für diese spektakuläre Erfahrung kann und sollte man sich reichlich Zeit nehmen.

Den Milford Sound selbst muss man sich wie eine wunderschöne norwegische Fjordlandschaft vorstellen. Die zauberhafte Kulisse des Fjordlands zieht jeden in ihren Bann. Dank der häufigen und ergiebigen Niederschläge schießen in geradezu inflationärer Anzahl überall zum Teil gewaltige Wasserfälle Hunderte Meter in die Tiefe. Ein uralter Regenwald schmiegt sich an die Berge, man entdeckt schimmernde Seen und Granitgipfel, die unvermittelt wie aus dem Nichts auftauchen. Vor allem der sehr exponierte "Mitre Peak", der mit seinen 1.694 m Höhe direkt aus dem Meer aufragt, ziert zu recht unzählige Fotos und Ansichtskarten, die das Flair dieser einmaligen Landschaft einzufangen versuchen.
Westküste inkl. Fox Glacier

Die bekanntesten (und am besten vermarkteten) touristischen Highlights der Westküste sind zweifelsohne die Gletscher im Westland Nationalpark. Nach meinem Wissen einmalig auf der ganzen Welt reichen diese Gletscher bis in den Regenwald herab. Kaum einer der Besucher kann sich der Faszination dieses Naturschauspiels entziehen und so nimmt es dann auch nicht wunder, dass viele die Gletscher nicht nur von Ferne sehen, sondern auch unter ihre Füße bekommen wollen. Ich bildete da natürlich keine Ausnahme.

Der Fox Gletscher wie auch der quasi benachbarte Franz-Josef-Gletscher haben ihren Ursprung in den Bergen des Mt. Cook Massivs, von dessen Schnee- und Eisreichtum wir uns ziemlich zu Beginn unseres Urlaubes bei einem Hubschrauberrundflug über die Eisfelder und Gipfeln selber ein Bild machen konnten.

Wasserfälle, blaues Gletschereis, Eisspalten und -höhlen, Erschöpfung, Spaß, tolle Fotos und Blasen an den Füßen - all das gibt es dort bei verschiedenen Wandertouren zu erleben. Eine davon, die Halbtagestour, Fox Trott genannt habe ich selber unternommen.

Pancake Rocks

Etwa 40 Kilometer nördlich von Greymouth befindet sich eine weitere einzigartige Attraktion der Südinsel von Neuseeland. Kaum jemand, den es an die West Coast verschlagen hat, wird einen Besuch der Pancake Rocks versäumen. Als Eierkuchen Felsen wird eine Gruppe eigenwilliger Felsformationen bezeichnet, die in der Tat so aussehen, wie viele Haufen übereinander gestapelter Eierkuchen.

Das ganze steinernde Ensemble ist an sich schon eine Augenweide und dankbares Fotomotiv. Am beeindruckensten sind die Felsen allerdings während der Flut, da dann das aufsteigende Meerwasser durch die zahlreichen Spalten und Kammern im Gestein gepresst und aus diversen, vorher nur mehr oder weniger gut sichtbaren Blowholes (Blas- oder besser Brandungslöchern) wie bei einer Fontäne in die Höhe gespritzt wird. Das Besondere daran: Diese natürlichen Springbrunnen liegen in nennenswerter Entfernung zur Uferlinie.

Ein kurzer, behindertengerecht ausgebauter Spazierweg führt entlang und durch die Kalksteinformationen, von verschiedenen Plattformen aus hat man einen direkten Einblick in die tosenden und spritzenden Brandungslöcher, ein wirklich sehenswertes Naturphänomen! Der Putai, der spektakulärste der Blowholes, unterstreicht seine Leistungsfähigkeit im Wasserspritzen nicht nur mit einer vulkanähnlichen Eruption milchigweißer Fluten, sondern verwöhnt den Naturfreund zudem mit einem beeindruckenden lauten Rumsen wie bei einer Detonation.
Abel Tasman NP

Abschließen möchte ich meine keineswegs vollständige Aufzählung von unserer Tour über die Südinsel von Neuseeland mit dem Abel Tasman NP, dem kleinsten wohl aber auch meist besuchtesten der immerhin 14 neuseeländischen Nationalparks. Dass dieser Status als Besuchermagnet angesichts der ausnehmend schönen Küstenlandschaften mit goldgelben Sandstränden, idyllischer Buchten mit türkisfarbenem Wasser und schroffen Klippen sowie den weitläufigen grünen Wäldern vollends berechtigt ist, kann ich aber gleich vorwegschicken.

Besonders populär ist es, auf Bootsausflügen oder mit einem gemieteten Kajak die Küste entlang zu fahren und beispielsweise kleinere Inseln mit ihren Robbenkolonien und einer bemerkenswerten Vielfalt auch sehr seltener Seevögel zu erkunden. Ausgangspunkte dafür sind im Normalfall die Orte Marahau und Totaranui am südlichen bzw. nördlichen Ende des Nationalparkes.

Aber man muss nicht paddeln, um den Park genießen zu können. Mit dem Abel Tasman Coastal Walk führt einer der 9 neuseeländischen Great Walks 51 km entlang der schönen Küste, wobei "Great" hier wirklich nur die Gesamtlänge und das Naturerlebnis sind, während der Schwierigkeitsgrad gegen Null tendiert.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass auch wir uns mittels Wassertaxi zu den spektakulärsten Teilabschnitten kutschieren ließen, dann den ganzen Tag mit Wandern, Baden und anderen schönen Dingen verbrachten und uns abends von einer anderen Stelle wieder abholen ließen. Wem auch das noch etwas zu gewagt klingt, dem sei gesagt, dass es im Abel Tasman NP so etwas wie feste Haltestellen gibt, die nach einem relativ zuverlässigen Fahrplan regelmäßig von den schnellen Motorbooten angesteuert werden.

Kernige Mehrtageswanderer finden auf dem Weg mehrere einfache Hütten, einige Lodges und Campingplätze vor. So richtig romantisch wird es sicher erst, wenn man die Möglichkeit nutzt, an einsamen Stränden sein Zelt aufzubauen, hat dann allerdings aber auch deutlich mehr mitzuschleppen.

Marlborough Sounds

Die letzten 3 Nächte unserer Südinseltour verbrachten wir in Picton, dem bedeutendsten Hafen der ganzen Region und gleichzeitig Ausgangspunkt für tolle Touren in die Marlborough Sounds, einem ausgedehnten Netzwerk an Wasserwegen und Halbinseln. Wieder nutzen wir die komfortable Möglichkeit, uns mit einem Boot irgendwo im Nirgendwo absetzen und an anderer Stelle wieder einsammeln zu lassen. Auf diese Art und Weise konnten wir auch die Bucht besuchen, in der der legendäre Entdecker James Cook mit seiner HMS Endeavour mehrfach und länger ankerte. James Cook war es auch, der bei seiner umfangreichen Kartographierarbeit des damals (um 1770) noch weitestgehend unerforschten Inselstaates herausfand, dass Neuseeland aus zwei Hauptinseln besteht und nichts mit dem Kontinent Terra Australis zu tun hat.

So, das waren ausgewählte Appetizer von meiner Neuseelandtour, die aus meiner Sicht für einen Besuch der Südinsel sprechen. Dabei bin ich mir dessen durchaus bewusst, dass ich nicht mal annähernd alles Sehenswerte gesehen, geschweige denn aufgezählt habe. Zu einigen der oben aufgezählten Attraktionen findet der interessierte Leser auf dooyoo auch Maxiversionen meiner Berichte, garniert mit entsprechenden Fotos (über externe Links).

Ich hoffe, es hat Euch Spaß gemacht, mal ein wenig Down Under mit mir unterwegs gewesen zu sein. Es grüßt Euch ganz herzlich

Euer Reiseleiter
Mr. Andrew


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
MissVega

MissVega

26.01.2012 12:06

Super Bericht, der mich wieder sehr an meine zwei Neuseelandreisen erinnert hat. Viel von dem, was Du beschrieben hast, habe ich auch gesehen. Aber Du hast nur die Halbtagestour auf dem Franz Josef gemacht? Da hast Du ja das Beste verpasst. Interessant wird es erst, wenn man dann weitergeht, mitten rein ins blaue Eis und enge Gletscherspalten. ;-) Da hast Du definitiv was verpasst! Die Wildlife-Tour in Dunedin fand ich toll, Queenstown mochte ich auch sehr, den Milford Sound halte ich allerdings für überschätzt, dort fand ich es, auch ob des Wetters, relativ langweilig. Wart Ihr denn gar nicht in Christchurch, meiner erklärten Lieblingsstadt? Und Ihr wart doch bestimmt auch auf der Nordinsel, oder? Wäre ja Sünde, wenn nicht. ;-)

t.schlumpf

t.schlumpf

14.11.2011 11:48

Danke für deine Geduld ;o)

nightmaredj

nightmaredj

31.10.2011 17:17

klar, bh

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