Südinsel allgemein

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Der Einzug ins Wohnmobil

5  20.06.2002

Pro:
Natur pur !  !  !

Kontra:
nichts

Empfehlenswert: Ja 

Scrow

Über sich:

Mitglied seit:26.01.2002

Erfahrungsberichte:20

Vertrauende:27

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 80 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ok, es wird glaube noch mal Zeit, meine Serie der Neuseeland-Berichte fortzusetzen, schließlich habe ich noch einiges zu berichten.

Gegen 14.00 Uhr holten wird dann endlich den heiß erwarteten Camper bei dem Veranstalter Maui ab. Die Vermieterstation von Maui befindet sich unweit des Christchurch International Airports. Es gibt einen kostenlosen Transport vom Airport zu der Vermieterstation. Allerdings empfehle ich an dieser Stelle niemanden, sofort nach Ankunft den gemieteten Camper in Empfang zu nehmen. Ein oder zwei Zwischenübernachtungen in einem Hotel sind sehr ratsam, da man sich in einem gemütlichen Hotel nach solch einem langen Flug erst einmal regenerieren sollte.

Wie geschrieben, Camper abgeholt, vorher noch den ganzen Schriftkram erledigt, Vollkaskoversicherung abgeschlossen, kurze Einweisung in die Handhabe des Campers und schon ging es los. Mein Kumpel musste, ob er wollte oder nicht, sich zuerst hinters Lenkrad setzen und ich fungierte als Co-Pilot.

Mittlerweile war es schon 16.00 Uhr, also Rush-Hour in Christchruch. Da wir diese logischerweise umgehen wollten und auf keinen Fall in die Innenstadt fahren wollten, entschlossen wir uns, auf dem schnellsten Weg am Flughafen vorbei, Christchurch zu verlassen.

Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt:

Noch leicht irritiert von Linksverkehr und der Größe des Campers (die mir einige Wochen später zum Verhängnis wurde!!!) machten wir uns auf den Weg. Aber Stopp!!! Es war der falsche Weg, doch bevor wir bzw. ich in meiner Funktion als Co-Pilot das geschnallt hatten, war es schon zu spät und wir standen im Berufsverkehr mitten in Christchurch. Na Prima. Bert, schon kurz vorm Verzweifeln und dem Biss ins Lenkrad sehr nahe, Darja, panisch den Verkehr im Auge und ich… verzweifelnd auf die Karte guckend und mir fragend die Haare raufend: Wo sind wir eigentlich? Irgendwann fanden wir auch auf den richtigen Weg und verließen die Stadt. Doch halt!!! Haben wir nicht was vergessen? Genau! Die bereits bezahlten Campingstühle. Also blieb uns nichts anderes übrig, als sich wieder auf den Weg Richtung Maui zu machen. Kurz vor Schließung waren wir auch da und verstauten dann die Campingstühle. An dieser Stelle werde ich nicht erwähnen, dass wir dann auch noch den Campingtisch vergaßen, sonst meint noch jemand, wir wären leicht…. *bg* Aber deswegen fuhren wir nicht mehr zurück, schließlich fanden wir auf Anhieb die richtige Straße und ließen nach einer „groß-angelegten-vier-wochen-rations-shopping-tour“ in einem Supermarkt Christchurch hinter uns.

Auf den Highways 1 und 8 fuhren wir dann in Richtung Lake Tekapo, unserem ersten Ziel. Da es bereits 23.00 Uhr war und – logischerweise – stockfinster, hatten wir wiederum unsere Probleme, eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden und das, obwohl das „Städtchen“ Tekapo lediglich 300 Einwohner hat. Kurz vor der Stadt fanden wir aber dann doch noch den einzigen Campingplatz der näheren Umgebung. Wir hatten an diesem Abend wirklich Glück, das ausnahmsweise noch ein „Offizieller“ des Campingplatzes da war und uns noch einen freien Platz zuwies. Normal ist es so, dass man spätestens 20.00 Uhr auf dem Campingground sein muss.

Der Campingplatz, mit vollen Namen Lake Tekapo Motels and Motor Camp, liegt direkt am Lake Tekapo und kostet pro Person im Camper 10 NZ$. Die Sanitäranlagen sind zwar ziemlich veraltet, aber sehr sauber und das ist doch das Ausschlaggebende!

Nach einer doch überraschend erholsamen Nacht – es war ja schließlich die Erste im Camper – machten wir uns dann auf den Weg, die Gegend um Lake Tekapo zu erkunden. Der See liegt in einer Höhe von ca. 710 m und das Wasser schimmert bei Sonnenschein milchig türkis. Da wir wirklich das beste Wetter hatten, das man sich vorstellen kann, kamen wir zum Glück in den Genuss, diesen Anblick zu genießen:

Der milchig türkis schimmernde See, die Sonne, die auf den See einfällt und ihn zusätzlich aussehen lässt, als lägen Millionen von Goldstücken auf dem Grund des Sees und im Hintergrund die mit Schnee bedeckten Southern Alps. Ich kann hier beim besten Willen nicht das Szenario beschreiben, denn für diesen Anblick muss erst noch dass richtige Superlativ erfunden werden!!! *Träum*

Ca. 300 Meter vom Campingplatz entfernt befindet sich eine kleine Kapelle namens „Church of the good shepherd“ direkt an dem sehr kalten Gletschersee. Als wir die 1935 erbaute Kapelle besuchten, heiratete gerade ein Pärchen darin, da diese winzige Kapelle sehr beliebt zum Heiraten ist, allen voran bei Japanern, Amerikanern und Australiern.

Rechts neben der Kapelle steht noch ein Denkmal mit einem Hirtenhund, allerdings kann ich Euch nicht sagen, warum, wieso, weshalb! Könnte mir nur erklären, dass es aus dem Grund hier steht, weil sich in der Umgebung viele Schaffarmen befinden und was wäre eine Schafsfarm ohne Hirtenhunde (ohne Schafe natürlich auch). *g*

Mein Tipp: Man sollte möglichst früh zu der Kapelle und dem Denkmal gehen, da nach 10.00 Uhr die Reisebusse – mit Unmengen Japanern, die meines Erachtens Rudeltiere sein müssen *g*- in Scharen vorfahren und dann ist es mit der himmlischen Ruhe leider vorbei.

Dann ging es weiter auf dem Highway 8 in Richtung Lake Pukaki. Der See hat dieselbe Farbe wie Lake Tekapo und ist nicht wesentlich kleiner als dieser. Da das Ufer menschenleer war und das Wetter großartig, beschlossen wir, einen Stopp zu machen, die Campingstühle auszupacken und bewappnet mit Chips und Wasser uns ein paar schöne Stunden am Ufer des Sees zu machen. Sollte es also am viel berühmteren Lake Tekapo viel zu voll sein, nehmt die paar Kilometer in Kauf und fahrt zum Lake Pukaki.

Danach ging es dann auf dem Highway 80 zu dem 55 km vom Lake Pukaki entfernten Mt. Cook Nationalpark, für den wir 2 Nächte einplanten. Im Nationalpark befindet sich der höchste der 27 Dreitausender in Neuseeland, nämlich – wie der Name schon sagt – den Mt. Cook, der nach dem englischen Seefahrer James Cook benannt wurde. Der Berg hat eine Höhe von 3.764 m. Im Nationalpark befindet sich auch der Tasman-Gletscher. Er ist der längste Gletscher außerhalb des Polarkreises und hat eine Länge von – wenn ich mich recht entsinne – knapp 30 km!!!

Im Nationalpark befindet sich das kleine Dörfchen Mt. Cook, bestehend aus zahlreichen Hotels, Jugendherberge, Tankstelle, Post und dem obligatorischen Souvenirladen.

Wie wir einen über 1.700 Meter hohen Berg bestiegen, mit nur 1,5 Liter Wasser im Gepäck, drei Äpfeln und keiner Sonnenmilch, erfahrt ihr in meinem nächsten Bericht.

In diesem Sinne,
danke für das Interesse
Gruß Scrow
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ursand

ursand

05.12.2003 04:42

den lake tekapo und den mt.cook natinalpark haben wir leider nicht besichtigen können, waren nur 17 tage dort *seufz*, gruß uschi

Napolea

Napolea

23.08.2002 15:43

Wie wir einen über 1.700 Meter hohen Berg bestiegen, mit nur 1,5 Liter Wasser im Gepäck, drei Äpfeln und keiner Sonnenmilch, erfahrt ihr in meinem nächsten Bericht. ----- und wann kommt der??? Das klingt soooooo cool, ich war leider noch nie irgendwo :-(

nahue

nahue

01.08.2002 11:32

boah, neuseeland, wie geil ...da will ich auch hin (*gg* wer schließlich nicht?!) ...1700 m ? bäh wie fies ....

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