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Erfahrungsbericht

für Stuttgart, Wilhelma
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5 Sterne toller Zoo inmitten der Stadt Stuttgart !
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Gastfreundlichkeit

Der Autor

134679 Seit 4 Apr 2006

Ich mag kein Betteln um Gegenlesungen. Auf "Tausche Vertrauen" über das private Gästebuch kann... mehr

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All jene die regelmäßig meine Berichte lesen, wissen ja schon, dass ich mit meiner Familie Anfang September in Deutschland war. Unter anderem haben wir einen Tagesausflug nach Stuttgart in denn zoologisch-botanischen Garten Wilhelma gemacht. Dies war der erste Zoobesuch unserer zweijährigen Tochter. Daher werde ich zusätzlich von meinen Eindrücken auch einiges von den Erfahrungen meiner Tochter berichten.

Meinen Bericht habe ich wie folgt aufgebaut:

- Geschichte
- Anreise und Parkgelegenheiten
- Preise
- das haben wir alles gesehen
- das hat uns besonders gut gefallen
- Erfahrungen meiner Tochter
- Verpflegung
- WC-Anlagen
- Fazit

--- Geschichte und Allgemeines ---

Da ich bei der Kassa kein Infomaterial aufliegen sah, habe ich mich dafür im Internet schlau gemacht. Anhand der altehrwürdigen niedrigen Gewächshäuser der Kakteen, Fuchsien etc. in der Nähe des Haupteinganges, habe ich mir schon gedacht, dass das schon während der Kaiserzeit gebaut worden ist. Schließlich kenne ich ja auch den Wiener Tiergarten in Schönbrunn (da folgt sicher auch noch mal ein Bericht), dort gibt es auch solche älteren Gebäude.

Also die Anlage ist so um 1850 im Auftrag des Königs Wilhelm I von Württemberg im Maurischen Stil gebaut. Seit dieser Zeit wurden die Glashäuser für die Kultivierung von exotischen Pflanzen genützt. Erst nach der kriegsbedingten Zerstörung der alten Schlossanlage wurde der Park zu einem Zoologisch-Botanischen Garten ausgebaut. Heute ist die Wilhelma mit rund 10.000 Tieren in den fast 1000 Arten einer der artenreichsten Zoos Deutschlands. Es wird hier auch beeindruckend ein Querschnitt durch alle Klimazonen der Erde gezeigt. Wertvoll ist auch der Pflanzenbestand mit an die 5000 Arten.

Es gibt auch die Möglichkeit einen Wilhelma-Führer käuflich zu erwerben (keine Ahnung wie viel der kostet), dort gibt es genaue Angaben der Fütterungszeiten und Pflegezeiten. So gibt es zum Beispiel am Schaubauernhof in der Sommerzeit um 11.00 und 16.00 und in der restlichen Jahreszeit nur um 16.00 das Schaumelken. So kann auch bei der Flusspflege der Elefanten, das zu Bettbringen der Jungaffen, das Füttern der Großkatzen und Menschenaffenbabies, aber auch der Seelöwen verfolgt werden. Manche Zeiten stehen auch bei den jeweiligen Tierarten angeschrieben.


--- Anschrift / Kontakt ---

Wilhelma - der zoologisch botanische Garten
Postfach 50 12 27
Neckartalstraße
72342 Stuttgart - Bad Cannstadt

Tel. 0711/5402-0
Fax 0711/5402-222

info@wilhelma.de
www.wlilhelma.de


--- Anreise und Parkmöglichkeiten ---

Wir selbst sind ja als Ösis nur unseren Bekannten nachgefahren und haben uns bemüht diese nicht zu verlieren, sonst wären wir in Stuttgart verloren gewesen ( erster Ausflug nach Stuttgart und auch gar keine Karte dabei). Daher habe ich mich im Internet schlau gemacht und nun die Anreisemöglichkeiten:

Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:

Stadtbahnlinie U14: Haltestelle Wilhelma
Stadtbahnlinie U 13: Haltestelle Rosensteinbrücke
Buslinien 52, 55 und 56: Haltestelle Rosensteinbrücke
S-Bahnlinie 1,2 und 3: Haltestelle Bahnhof Bad Cannstatt
S-Bahnlinie 4,5 und 6: Haltestelle Nordbahnhof
Von den S-Bahnhöfen ist die Wilhelma angeblich in 15 Gehminuten erreichbar.

Anreise mit dem PKW

Grundsätzlich sind die Zufahrstraßen zur Wilhelma ab der Stadtgrenze mit dem Elefantensymbol gekennzeichnet und daher angeblich nicht zu verfehlen.

Aus Richtung Karlsruhe: A8 bei der Ausfahrt Stuttgart-Vaihingen (Nr. 51) abfahren, der A831/B14 stadteinwärts bis zur Wilhelma folgen
Aus der Richtung Ulm/München: Die A8 bei der Ausfahrt Wendlingen (Nr.55) verlassen und der B313 (ab Polchingen B10) Richtung Stuttgart bis zur Wilhelma folgen

Wir haben im Parkhaus der Wilhelma geparkt und sind bei der Maximalhöhe von 2m etwas in Schwitzen gekommen, denn wir wussten nicht ganz genau wir hoch wir mit unserem Kombi inklusive der montieren Dachbox sind. Es ist sich knapp ausgegangen.
In der Parkgarage war jede Menge Platz und es gibt Kinderwagengerechte Wege bis zum Haupteingang. Auch der Preis fürs Parken hat mich nicht geschockt, denn wir waren in etwa von 10.30 bis 17 Uhr in der Wilhelma und haben rund 4 Euro bezahlt. Da kenne ich von Wien ganz andere Parkkosten! Jeder der sich bei diesen Kosten aufregt, der soll doch mal kurz in Wien schnuppern !!!


--- Preise ---

Anlässlich unseres Besuches bei Freunden in Deutschland sind wir zu dem Zoobesuch eingeladen worden.
Erwachsene zahlen für den ganzen Tag € 10,80. Toll finde ich dass Kinder bis 6 Jahre keinen Eintritt bezahlen. Das ist im Vergleich zu Österreich eher ungewöhnlich, denn ich bin es gewöhnt, dass in Thermen und Tierparks Kinder teilweise nur bis 2 oder 3 frei sind und anschließend schon einen Teil zahlen müssen, da sie ja schon von dem Ausflugsziel etwas haben und aktiv mitbekommen.
Was Kinder ab 6 Jahren zahlen, weiß ich leider nicht, denn ein solches hatten wir nicht mit. Für Familien mit eigenen Kindern gibt es begünstigte Familienkarten und ab 16 Uhr ist der Eintritt ermäßigt.


--- das haben wir uns angesehen ---

Also an diesem Tag haben wir jede Menge gesehen und sind außer der Mittagspause von 11 bis 17 Uhr auf dem riesigen Gelände herumspaziert.
Zuerst haben wir die altehrwürdigen Glashäuser besucht und bei ziemlich hoher Luftfeuchtigkeit Kakteen, Fuchsien, Teepflanzen, Kaffee- und Kakaosträcher angesehen. Durch Zufall sind wir bei den Seelöwen vorbei als es gerade eine vom Pfleger moderierte Fütterung mit kleinen Kunststücken gab. Weiter sind wir an den Insekten vorbei (die muss ich nicht unbedingt haben) in das Schmetterlingshaus mit herrlich schönen Schmetterlingen, dann in den tropischen Nutzgarten und in den tropischen Urwald weitergegangen. Dort waren die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit sehr naturgetreu und für uns eher gewöhnungsbedürftig. Da in der Nähe dieser riesigen Glaskuppeln ein großes Restaurant ist, haben wir dort unsere Mittagspause gehalten, bevor wir anschließend weiter nach hinten ins Gelände und auf die Hügel marschiert sind. Vorbei an den bereits begutachteten Tropen- und Palmenhäusern sind wir nach hinten zu den diversen Affenhäusern gegangen. Hier sind sowohl in den Häusern als auch außenrum verschiedene Affengehege, außerdem gibt es einen hohen Affenturm, an dem die Affen geschätzte 3 Stockwerke hochklettern können. Außerdem gibt es noch ein angelegtes Biotop in deren Mitte eine hübsche Holzkonstruktion mit Schwingseilen und Affen ist. Hier kann man angenehm auf einer Bank sitzen und beim Klettern zusehen.
Da unsere Tochter von den Affen sehr beeindruckt war, aber die ersten Anzeichen von Müdigkeit zeigt, wollte wir ihr vorher noch die Wildtiere, die sie von Büchern und Spielzeug kennt noch vor dem Mittagschlaf zeigen. So sind wir an den Giraffen vorbei zu den Elefanten, Nashörnern, Nilpferden, Leoparden und Löwen. Dann geht das Gelände noch weiter nach hinten vorbei an Rehen, etc. bis hin zum Schaubauernhof. Da unsere Tochter einige von diesen Tieren schon von zu Hause und vom Streichelzoo kennt, haben wir den Teil ausgelassen, denn eine Ruhepause im Buggy war angesagt. Also sind wir bequem auf den Wegen zu den Bären geschlendert und haben dort zwischen Braunbär, Eisbär und Pinguinen eine Runde gedreht weiter an den Geiern vorbei bis hin zu den Schlangen und Kröten. An Schlaf war bei unserer Tochter nicht zu denken, viel zu Aufregend war die Gewissheit, dass gleich noch was interssantes kommen würde, also hat sie es maximal sitzend im Buggy ausgehalten bis wir zu den Krokodilen, Wasserschildkröten und jede Menge Fische. Zum Abschluss haben wir noch den Botanischen Garten genossen und sind Richtung Ausgang sehr sehr müde zurückgeschlendert. Wir sind zwar sonst auch viel in der frischen Luft in Bewegung aber die vielen Eindrücke und das Spazieren auf den langen Wegen von Gehege zu Gehege hat uns doch sehr geschlaucht. Obwohl die Vögel und das Kleintier sowie den Schaubauernhof im Detail hatten wir ja ohnehin schon ausgelassen.


--- das hat uns besonders gut gefallen ---

- das Schmetterlingshaus:
Es sind herrlich große Schmetterlinge drinnen, die sich von den Besuchern nicht aus der Ruhe bringen lassen und auf den Blättern herumhängen. Es gibt Sträucher darin, wo bis zu 15 Schmetterlinge auf einmal daraufsitzen.

- das Palmenhaus und der tropische Urwald:
die riesigen Palmen sind sehr beeindruckend. Die Wege schlängeln sich durch die Häuser, man kommt vorbei an einem wunderbaren Wasserfall, Affen, Krokodilen etc. Außerdem kann man einmal in eine Höhle runtergehen, wo man die Fische und Wasserschildkröten gut beobachten kann.

- die Affenhäuser
ich fand es sehr angenehm, dass es nicht ein riesiges Affenhaus gibt, sondern mehrere einzelne. Die Anzahl der verschiedenen Affen ist gewaltig. Viele davon sind mit Feuerwehrschläuchen zum Klettern, schwingen und als Hängematte verwebt ausgestattet. Besonders die Schimpasen haben die Leute wunderbar unterhalten und die angebotene Ausstattung laufend genützt.

- Beschilderung:
Die Beschilderung finde ich sehr gut. Auf jeder Kreuzung ist ein Steher mit Pfeile und Beschriftungen für die diversen Gehege und WC-Anlagen. Bei den WC-Anlagen standen sogar die m dabei, damit man die nächstgelegene gleich ansteuern konnte, wenn nötig.


--- Erfahrungen meiner Tochter ---

Wenn man unsere Tochter jetzt so nach zwei Wochen auf den Zoobesuch anspricht und fragt, was sie denn im Zoo gesehen hat, so sagt sie nur "viele Tiere", denn sie weiß ja gar nicht wo sie zum Erzählen anfangen soll.
Fragt man weiter nach Seelöwen, so zeigt sie mit voller Begeisterung welche Laute die machen und erzählt dass sie gesungen und gesprungen sind und mit Fischen gefüttert worden sind.
Wenn man sie nach den Elefanten, Nashörnen und Nilpferden fragt, weiß sie noch ganz genau bei welchen Tieren eines im Wasser gebadet hat und dass die Elefanten und Nashörner im Gehege hingegackt haben.
Obwohl sie von den Affenfenstern überhaupt nicht weggehen wollte, verliert sie derzeit noch kein Wort darüber. Aber beim zusehen war sie fasziniert davon, wie vor allem die Schimpansen herumgeklettert sind. Einer ist sogar vor der Scheibe hin und hergelaufen und hat die Kinder und Leute direkt angesehen und gedeutet. So wie der Schimpanse hinter der Scheibe gelaufen ist, ist unsere Tochter vor der Scheibe ihm nachgehetzt und war so fasziniert, dass sie aufs anreden und anfassen gar nicht reagiert hat.

Damit sie die vielen Eindrücke noch besser verarbeiten kann, werde ich ihr von den unzähligen Fotos ein paar gute auswählen und als Bilderbuch verarbeiten.


--- Verpflegung ---

Im vorderen Bereich bei den Palmenhäusern ist ein riesiges Selbstbedienungsrestaurant. Das Sortiment an warmen Speisen für den großen und den kleinen Hunger ist sehr vielfältig. Auch die Getränkeauswahl hat keine Wünsche bei uns offen gelassen.
Ich selbst habe zu Mittag zum Beispiel ein Schnitzel mit Erbsen und Pommes (ca. 6 Euro) sowie 0,2 l Fruchtsaft (2,2) und 0,5 l Apfelschorle (2,10) konsumiert. Das finde ich für einen Ausflugsort in Ordnung.
Unterwegs gab es immer wieder mal ein Standl mit Spielzeug und Eis. Beim Schaubauernhof oben gab es auch Bestuhlung und warmes Essen.


--- WC-Anlagen ---

Beim großen Selbstbedienungsrestaurant ist die größte WC-Anlage am Gelände (im Erdgeschoß BehindertenWC und Wickelraum mit zwei Wickeltischen und im Untergeschoss normal Herren und Damen). Am ganzen Gelände verteilt sind WC-Anlagen zu finden, wobei mir allerdingszwei untergekommen sind, wo ich keinen Wickelraum dazu gefunden habe. Naja, dann habe ich halt in der grünen Wiese meine Tochter gewickelt, kommt bei uns ja öfter vor. Manche WC-Anlagen sind ziemlich eng und in die Jahre gekommen, aber sie sind dafür dass die nur max. 4 mal pro Tag kontrolliert werden, verhältnismäßig sauber.


--- Routen ---

Gut, wir waren ja im Vorteil, da wir orts- und zookundige Begleitung hatten, obwohl wir mit den insgesammt zwei Kinderwagen schon den einen oder anderen kleinen Umweg gegangen sind, damit wir nicht über Treppen tragen müssen.

Im Internet gibt es aber die Möglichkeit folgende drei Routen sich auszudrucken:

1. Wilhelma ohne Treppen (für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer)
2. Für schlechtes Wetter
3. Für Kurzbesucher oder für nach dem Feierabend eine Kurzversion

Diese Routen werden in einer kleinen Grafik und mit durchnummerierten Hauptstationen inklusive einer Beschreibung. Das finde ich toll und sollte man sich wirklich ausdrucken bevor man als Tagesausflügler ohne Begleitung von Ortskundigen die Wilhelma betritt. Damit kann man toll vermeiden, dass man laufend die Wegweiser studieren muss oder den einen oder anderen Weg doppelt geht.


--- Fazit ---

Ich finde es faszinierend, dass Stuttgart mitten in der Stadt so einen schönen Garten und Zoo hat. Wenn man reingeht, glaubt man, dass man weit weg von der Stadt wäre.
An einem Tag schafft man es kaum, alles zu sehen und schon gar nicht, wenn man sich auch noch über so manches Tier genauer informieren und nachlesen möchte.. Wir waren froh ortskundige Begleitung zu haben, so haben wir uns das Lesen der Wegweiser und vermutlich manches an Suchen erspart. Ob es bei der Kassa einen Lageplan für Besucher gibt weiß ich nicht, wäre aber sicher ganz angenehm.
Für uns war der Besuch wunderschön aber auch anstrengend. Betreffend unserer Tochter würde ich sogar sagen, dass sie für den ersten Zoobesuch sogar zuviel gesehen hat. Das alles auf zwei Tage verteilt wäre für sie sicher leichter zum Verarbeiten gewesen.

So, nun bin ich aber am Ende meines Berichtes. Ich hoffe, ich konnte einen Überblick über die Wilhelma geben und habe Euch neugierig gemacht auch mal selbst vorbeizuschauen.

Ich danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
Eure 134679

Dieser Bericht erscheint unter dooyoo, ciao und jopi.

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Kommentare

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  • nicki28 26.01.2011 20:07
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • michao 29.04.2007 23:26
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • stefbl 09.10.2006 09:54
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Ich habe vor kurzem mal im Fernsehen (es könnte bei Spiegel TV gewesen sein) eine längere Reportage über die Wilhelma gesehen - und fand den Bericht so toll, dass ich unbedingt mal hinwollte. Gestern hat es dann geklappt, weil wir auf der Durchreise in Stuttgart vorbeigekommen sind. Mir hat der Zoo auch sehr, sehr gut gefallen - allerdings war es Sonntag und entsprechend voll. In den Häusern mal in Ruhe Tiere beobachten ging fast gar nicht, weil dort alles überfüllt war. Auf dem Freigelände haben sich die Menschenmassen aber gut verteilt. viele Grüße, Steffi

  • Jabelchen 29.09.2006 18:13
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Superlativ 26.09.2006 22:03
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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