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Erfahrungsbericht

für Steinernes Weib, Wultschau
5 Sterne Wer hat Angst vorm "Steinernen Weib"? Bericht mit Bildern
70 von 70 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro eine leichte Wanderung zu einer mystischen Steinfigur in naturbelassener Waldlandschaft

Kontra nachts kann es für urbane Menschen etwas schaurig sein

Detailbewertung

Anzahl der Attraktionen:
Attraktivität der Anlage:
Eintrittspreise (Erwachsene):
Behindertenfreundlichkeit
Platzarchitektur:
Kinderfreundlichkeit:
Geeignet für: Leute auf der Suche nach dem ultimativen Kick

Der Autor

pinkdawn Seit 26 Mai 2008

"Ciao? Das ist eine ziemlich üble Seite - ein Zeitdieb der bösesten Art." (Tam Hanna) Freue mich... mehr

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Ein Tag wie heute wäre für einen Besuch beim „Steinernen Weib“ wie geschaffen: grauer Himmel, die Luft riecht nach Regen. Der Wind – deutlich spürbar, aber noch nicht unangenehm.

So ein Wetter war auch damals, als ich das erste Mal zum „Steinernen Weib“ wanderte. Noch vor wenigen Tagen hatte ich nichts von der Existenz dieser mysteriösen Sehenswürdigkeit gewusst. Ich war auf Kur im Moorheilbad Harbach im Waldviertel, Niederösterreich, nahe an der tschechischen Grenze. Drei Wochen lang durfte ich dort die schöne Landschaft genießen. Drei Wochen sind lang. Ich war daher immer dankbar für Hinweise auf neue Highlights, die ich in der Gegend, in der ich mich im April 2010 recht gern aufhielt, in meiner Freizeit, also wenn das Therapieprogramm für diesen Tag zu Ende war, besichtigen konnte. Eine Wanderkarte, die ich im Kiosk unserer Kuranstalt erwarb, leistete mir diesbezüglich beste Dienste. Besonders angetan hatte es mir ein Ausflugsziel mit dem mystischen Namen „Steinernes Weib“. Ich war und bin nie eine gute Kartenleserin gewesen. Aber das „Steinerne Weib“ wirkte auf der Wanderkarte ganz so, als könne man es gerade noch nach dem Abendessen erreichen und mit etwas Glück sogar bei Tageslicht auch wieder ins Moorheilbad Harbach, wo ich wohnte, zurückkommen.

Der geheimnisvolle Stein lag laut Karte zwischen den Ortschaften Moorheilbad Harbach und Wultschau an einem kleinen Teich. Nach dem Abendessen zog ich mir also bequeme Sportschuhe an, schulterte meinen kleinen Rucksack mit Kamera, BlackBerry und was man sonst noch so auf einer Kurzstreckenwanderung benötigt oder benötigen könnte, und machte mich auf den Weg.

Ich bin hier ganz allein. Nur sie und ich und die Dämmerung.

Da ich nicht nur nicht besonders gut im Kartenlesen, sondern auch im Wege nach der Karte finden bin, gerate ich leider prompt auf den falschen Weg. Zu meiner steinernen Dame führt nämlich nicht nur ein Wanderweg, sondern auch die asphaltierte Hauptstraße, die von Autos befahren wird. Und auf der lande ich jetzt irrtümlich. Angesichts der späten Stunde überlege ich mir das mit dem Umkehren und den Wanderweg suchen aber doch lieber und bleibe auf der Straße, die um diese Zeit ohnehin nur sehr schwach befahren ist.

Ich bin – frei nach unserem Wiener Dichter Anton Wildgans – „ein Kind der Stadt“. Ich lebe mitten in der Großstadt und habe immer und gern dort gelebt. Warum ich das erwähne? Weil ich ländliche Landschaften nicht gewöhnt bin, vor allem, wenn sie einsam sind, waldig, menschenleer und der Abend kommt …

Nicht dass ich so etwas wie Angst hab. Ich – und Angst, wegen so einem bisschen Wald und der einbrechenden Dunkelheit? Was soll mir denn schon geschehn? Aber – wie soll ich sagen – je dunkler es wird, umso „mulmiger“ wird mir schon zumute. Weit und breit nur dichter Wald und Wiesen, sanfte Hügel – kein Haus, keine Ortschaft, kein gar nichts, was auch nur entfernt an menschliche Zivilisation erinnern könnte, abgesehen davon, dass vielleicht so alle fünf Minuten ein Auto in relativ hohem Tempo vorbeifährt, als hätten es die Insassen besonders eilig, an dieser Stelle vorbeizufahren.

Ich blicke auf die Uhr: Verdammt! Ich hätte mir den Weg doch etwas kürzer vorgestellt. Dabei bin ich ohnehin flott gegangen. Noch fünf Minuten, denke ich. Wenn ich bis dahin nicht bei meinem Ziel angelangt bin, kehr ich lieber wieder um, sonst komm ich wirklich in die Dunkelheit.

Ich geb nicht gern auf, wenn ich ein Ziel vor Augen hab. Aber die Vorstellung, in der Finsternis durch den Wald marschieren zu müssen, ist nicht gerade berauschend.

Die ominösen fünf Minuten sind längst vorbei. Soll ich umkehren oder weitergehen? Noch drei Minuten … Auch die drei Minuten verstreichen. Während ich noch überlege, ob ich mir noch zwei weitere Minuten genehmigen soll, taucht endlich, endlich der ersehnte Wegweiser auf. Noch einige Schritte, dann muss ich von der Straße nach links abbiegen. Wieder ein paar Schritte – und plötzlich steht es vor mir wie aus dem Boden gewachsen, das „Steinernen Weib“. Hm. Ich bin hier ganz allein. Nur „sie“ und ich – und die Dämmerung.

Ich geb zu, es ist ein wenig schaurig. Diese so völlig einsame Waldlandschaft, der fast schon zu stille Teich, an dem der menschlich geformte Stein steht - das alles könnte eine perfekte Szenerie für jeden Horrorfilm abgeben … Nur: Horrorfilme kann man abschalten, wenn sie zu grausig werden. Hier muss ich jetzt „durch“.

Immerhin hab ich mein Ziel erreicht. Nun steh ich vor ihr. Sie ist eigentlich viel größer als erwartet, fast übermenschlich groß. Dazu dünn und hager und etwas geneigt. Ich geb ihr locker über zwei Meter Höhe. Eine unheimliche Erscheinung. Komisch, dem Blick aus ihren zusammengekniffenen Augen weich ich aus. Er ist mir nicht angenehm. Ja, sie wirkt irgendwie böse, verschlagen. Aber plötzlich entdecke ich auch so etwas wie eine breite dunkle Tränenspur, die von den Augen abwärts über ihr ganzes steinernes Gesicht läuft. Irgendwie krieg ich dabei fast die Gänsehaut.

Warum trägt ein Stein so menschliche Züge?

Aber was soll’s – es ist ja nur ein Stein, sag ich mir. Doch warum trägt ein Stein so deutliche menschliche Züge?

Neben dem Stein steht eine Tafel, auf der ich die Sage, die von diesem „Steinernen Weib“ erzählt wird, lesen kann:
„In Wultschau wohnte eine Frau, die sehr geizig war. Obwohl sie viel Grund besaß, schien ihr der Besitz zu gering und sie trachtete immer nach mehr. Schließlich kam ihr der Gedanke, die Grenzsteine auszugraben und weiter auf die Nachbargründe hinüberzusetzen und ihren Besitz zu vergrößern.

Eines Nachts hatte sie gerade wieder einen der Grenzsteine versetzt, da kam der Nachbar zufällig des Weges. Er erinnerte sich, dass ja der Stein ganz woanders hingehörte und stellte die Frau zur Rede.

'He , Nachbarin', sagte er, 'ich glaube, du hast meinen Grenzstein versetzt. Ich denke, er soll hier gleich neben der Straße stehen!'
'Ja was glaubst denn du von mir!', rief daraufhin das Weiblein und stampfte zornig auf die Stelle, wo einst der Stein stand. 'Ich soll ihn versetzt haben? Da würde ich die Sünd zu sehr fürchten. Der Herrgott sei mein Zeuge! Auf der Stelle soll ich zu einem Stein werden, wenn ich das getan habe!'

Damit wollte sie sich abwenden und weggehen. Da geschah das Seltsame. Sie konnte ihre Beine nicht mehr bewegen, sie konnte Hände und Kopf nicht mehr rühren. Allmählich, nach kurzer Zeit, nahm die Gestalt die graue Farbe des Granits an und das Weib stand versteinert an der Stelle, an der es den Grenzstein ausgegraben hatte.

Voll Entsetzen lief der Nachbar nach Hause, rief die Leute zusammen und erzählte sein Erlebnis. Sofort machten sich alle auf den Weg und gingen zum Ort des merkwürdigen Geschehens. Tatsächlich fanden sie die Frau, still und stumm, zu Stein geworden. Niemand rührte daran und man ließ sie stehen bis zum heutigen Tage.

Ungern gehen die Leute in der Nacht vorbei.

'Es ist nicht ganz geheuer auf diesem Platz', meinte ein alter Mann dazu, 'mein Großvater hat noch erzählt, dass er neben der Steinsäule vor langer Zeit einen Sarg stehen gesehen und dass man oft das Jammern und Seufzen des Weibleins gehört hätte, das noch immer keine Ruhe gefunden hat.'“

Reißende Wölfe im Waldviertel?

Auf einer anderen, älteren Tafel, datiert mit Juni 1985, bietet der Chronist E. Müller drei mögliche „Erklärungen“ für die seltsame Steinfigur an:

Wie ein Karl Hofer in der Schulchronik von Wultschau berichtet, wurde am 30.9.1664 die 27-jährige Agnes Waidel, Gattin von Johannes Waidel aus Wultschau, von Wölfen zerrissen und am 2.10. neben der Kirche in Weitra begraben.

Demnach wäre die inzwischen verwitterte Steinfigur eine Erinnerungsstele für die unglückliche junge Frau, die hier so grausam ums Leben kam. Chronist Müller weist sogar noch darauf hin, dass Wultschau „nach maßgeblichen Etymologen ‚Wolfsbach’“ heißt.

Soll es also doch stimmen, dass Wölfe Menschen anfallen und töten, obwohl es angeblich keine konkret haltbaren Hinweise darauf gibt? Würden Wölfe schon Ende September so ausgehungert sein, dass sie sich an einen erwachsenen Menschen heranwagen? War die arme Agnes Waidel allein unterwegs? Was trieb sie in den einsamen Wald?

„Pakt der Wölfe“ fällt mir ein, der eindrucksvolle französische Spielfilm, in dem ein Bund von fanatischen christlichen Fundamentalisten Ende des 18. Jahrhunderts ein wildes exotisches Tier so dressiert, dass es zu einer wolfsartigen menschenfressenden Bestie wird, die – noch dazu unverwundbar durch eine spezielle Rüstung - die Bevölkerung dezimiert. Angesichts diese Angst und Schrecken verbreitenden angeblichen „Strafe Gottes“ sollen die Menschen Gottesfurcht und Demut lernen - und die machtgierigen Fundis würden mit den solcherart Eingeschüchterten leichtes Spiel haben, bald die Kontrolle über Frankreich zu übernehmen ...

Autor Müller bietet neben der bekannten Sage, in der es um die unrechtmäßige Besitzvergrößerung geht, noch eine andere an, die ein in derartigen Sagen ebenfalls häufiges Motiv beinhaltet: die Missachtung des Sonntagsgebots. In diesem Sinne soll eine Frau an dieser Stelle an einem Sonntag das Gras gemäht haben. Als ihr vorbeikommende Wallfahrer deshalb Vorwürfe machten, soll sie „frevlerische Äußerungen“ getätigt haben, worauf der Blitz auf sie niedergefahren und sie in Stein verwandelt hätte.

Zuletzt wird noch eine neuere These einer Frau Dr. Kutscha-Kaiser erwähnt, wonach der Stein ein Grenzstein des einstigen Awarenreichs sein soll. Gut und schön. Aber weshalb sollte ein simpler Grenzstein menschliche Züge tragen? Nun ja, möglicherweise haben die Awaren an ihrer Grenze ein Göttinnenbildnis errichtet, von dem sie Schutz vor feindlichen Eindringlingen erhofften?

Allein im dunklen Wald

Ich hab nicht viel Zeit, mich dem Stein und den diversen Erklärungsversuchen zu widmen. Im letzten Licht des Tages mach ich einige Fotos – vielleicht werden sie mir später Aufschluss darüber geben, welche dieser Thesen mir am besten gefällt. Denn der wahre Ursprung der einsam mitten in der Natur stehenden alten Steinfigur wird sich wohl kaum je enthüllen.

Dass der inzwischen verwitterte Stein eine menschliche, weibliche Figur darstellt, ist evident. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es sich dabei um eine Marienstatue handelt. Das viereckige „Loch“ in der „Brust“ dieser Gottesmutter oder Heiligen könnte einst eine Gedenktafel beinhaltet haben und/oder Raum für eine Kerze geboten haben. Möglich, dass an dieser Stelle ein Leben durch Unfall, Mord oder Selbstmord jäh zu Ende ging – und zum Gedenken an diesen gewaltsamen Tod die Figur als eine Art Bildstock errichtet wurde, bevor die Zeit die Konturen der Figur verwittern und die traurige Geschichte dieses Unglücklichen in Vergessenheit fallen ließ.

Ich bin so mutig, am Rückweg sogar den Wanderweg durch den Wald zu nehmen, wo es natürlich inzwischen schon ganz dunkel ist. In meinem Kopf spuken hungrige Wölfe, seufzende Steine, Sonntagsfrevlerinnen und gierige Grenzsteinversetzerinnen wild durcheinander …

So gern ich die dichten Nadelwälder, die dem Waldviertel seinen Namen gegeben haben, auch mag – diesmal bin ich froh, die Lichter unseres Kurhotels freundlich zwischen den Bäumen schimmern zu sehen und aus dem finsteren Wald herauszukommen.

Aber es lässt mir keine Ruhe. Noch einmal zieht es mich zu jener Stelle. Diesmal ist es ein später Sonntagvormittag. Und diesmal nehme ich gleich von Anfang an, wie schon letztes Mal geplant, den Wanderweg, der durch den Wald führt. Wieder begegne ich keiner Menschenseele. Aber der Wald wirkt freundlicher. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, die Vögel zwitschern, Tautropfen glitzern, Sumpfotterblumen, Vergissmeinnicht und Anemonen säumen den Weg, der am kleinen, geschwätzigen Wultschaubach entlangführt. Gleich wird Rotkäppchen aus dem Forst treten – nein, da wären wir ja schon wieder bei der Frage, ob Wölfe nicht doch Menschenfresser sind. Aber Wölfe gibt’s hier schon lang keine mehr. Dafür jede Menge Rotwild – wie der Jägeranstand am Waldrand beweist.

Jetzt, beim zweiten Mal, hab ich die Wanderung schon „im Griff“, hab ein Gefühl für die Weglänge und Zeit, die ich dafür benötige. Nach einer halben Stunde erreiche ich mein Ziel. Die Landschaft um mich herum ist derart prächtig, dass ich ein Panoramabild nach dem anderen mit meiner kleinen Sony DSC-TX7 mache. Ich will einfach diese frühlingshaften frischen Farben festhalten, die Schönheit dieses Stücks unberührter Natur mitnehmen. Und ich will erleben, wie die unheimliche Steinstatue heute, an diesem herrlichen Frühlingstag, auf mich wirkt.

Die Tränen sind getrocknet

Diesmal nähere ich mich dem „Steinernen Weib“ also von einer anderen Seite. Und von hier sieht die Figur tatsächlich weniger bedrohlich aus. Von einem gewissen Blickwinkel aus gesehen, erkennt man, dass die versteinerte Frau einstens sehr hübsch gewesen sein musste. Ich erahne dichtes, langes Haar, das ihr offen in großen Locken über die Schultern fällt – die gelben Flechten und Moose auf dem Stein lassen es sogar heute noch blond erscheinen.

Doch kaum wechselt man die Position, kehrt der böse Ausdruck ins Gesicht der Versteinerten zurück. Soll ich versuchen, Kontakt mit der „Seele des Steins“ oder der Seele im Stein zu suchen? Was werde ich finden? Werde ich in Abgründe blicken, die mich schaudern lassen, ein Hexenwesen erkennen oder eine arme Seele erspüren, die der Erlösung harrt?
Wird der Stein oder was immer in ihm verborgen ist, zu mir sprechen oder sein Geheimnis bewahren?

Die zu Schlitzen verkleinerten Augen haben schon etwas Gefährliches. Das Faszinierende – die Statue sieht von jedem Standort aus anders aus. Sie hat viele wechselnde Gesichter. Es ist schwer zu erkennen, welches ihr wahres ist.

Immerhin – die dunklen Tränenspuren, die ich letztes Mal bemerkt hab, sind heute verschwunden. Vielleicht ist die sonnige Wärme des Frühlingstags durch den alten Stein gedrungen und hat seine Seele berührt.

Eine kleine Bank am Rand des Teichs lädt zum Sitzen und Träumen ein. Und zum Schauen und Aufnehmen vieler Eindrücke: Der krumme Zweig einer Kiefer neigt sich über das Wasser, vorüberziehende Wolken spiegeln sich in der zitternden Oberfläche des Weihers. Dort blüht ein Obstbaum, bienenumschwirrt, da überrascht das spontane Gelb einer Gruppe von Löwenzahnblüten. Aus der Ferne schwingt Glockenklang herüber. Zwölf Uhr – Zeit zu gehen, um noch rechtzeitig zum Mittagessen zu kommen.

Sehr zu empfehlen: das Waldviertel – eine mystische Gegend, die jedem etwas bietet

Sollte es zufällig – oder noch besser: beabsichtigt - jemanden meiner LeserInnen ins Waldviertel verschlagen, wo man wirklich gut und erholsam urlauben kann, kann ich ihm oder ihr eine Wanderung zum „Steinernen Weib“ wärmstens empfehlen. Jeder wird dort vielleicht etwas anderes finden, das ihn anspricht: Romantische Gemüter werden sich für die schaurige Sage interessieren, Naturfreunde erleben hier eine fast schon märchenhaft schöne Waldlandschaft und Fotografen können sich sicher nicht über Motivmangel nicht beklagen.

Der Weg zum „Steinernen Weib“ ist angenehm, fast nur eben und auch gut beschildert.

Das Waldviertel ist bekannt für seine Mystik. Ob sie sich nun in alten Volkssagen oder den berühmten Granitfindlingen zeigt, denen man kultische Bedeutung zuschreibt und zu denen sogar geführte Touren stattfinden.

Jeder, der ein Sensorium für das hat, was vielleicht unter einer harmlos scheinenden Oberfläche schlummern könnte, wird hier seinem inneren und äußeren Forscherdrang nachgehen können und seine eigenen Erfahrungen machen.

Mich fasziniert das geheimnisvolle Waldviertel schon seit langem. Falls mich das Schicksal wieder einmal zum „Steinernen Weib“ führt, was ich hoffe, werde ich den Wanderweg noch ein Stück weitergehen und versuchen, einer weiteren unheimlichen Geschichte nachzuspüren, der Sage vom Henkersbühel – einem Hügel unweit des „Steinernen Weibs“, auf dem in früheren Zeiten vermutlich Todesurteile vollstreckt wurden.

© DMK 5/11

Literatur dazu: Waldviertler Heimatbuch, Helmut Sauer, Verlag Josef Leutgeb, Zwettl, 2. Auflage 1977, Band I

Bilder

für Steinernes Weib, Wultschau
Steinernes Weib, Wultschau
Manchmal ist sie einfach schlecht drauf. Dann schaut das "Steinerne Weib" selbst an einem prachtvollen Frühlingstag irgendwie böse drein ...
von pinkdawn pinkdawn
Steinernes Weib, Wultschau

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Kommentare

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  • Canabinol 22.05.2011 08:03
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    also wenn das ein weib war brrr schiach zum fiachtn da kann man nur für die vorfahren hoffen das die these vom grenzstein stimmt :-))

  • Leuchttuermin 18.05.2011 20:18
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Marnie61 13.05.2011 15:36
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • lunamond 12.05.2011 12:05
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    *Bh-Nachlieferung* :-). Liebe Grüße Tanja

  • Isabel1989 12.05.2011 11:36
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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