Liebes Ciao Publikum!
Willkommen zum zweiten Teil meiner kulinarischen Reise durch das schöne Städtchen am Rhein. Heute darf ich euch das "Ponchos" vorstellen, ein Steakhaus nahe am Rhein und am Dom in einer dieser sympathischen Kölner Gässchen gelegen. Aufgefallen ist uns das Restaurant bei einem abendlichen Spaziergang am Rheinufer entlang, und zwar vor allem der Tatsache wegen, dass es sich "Argentinisches Steakhaus" nennt, hier ist also nicht nur das Fleisch komplett aus Argentinien, dem Mekka der Steakliebhaber, auch die Küche ist argentinisch. Da ich ahnte, dass meine asiatischen Vorlieben meiner Freundin irgendwann auf den Zeiger gehen würden ( von denen werde ich euch noch in meinem Bericht über das "Blue Marlin" berichten ) und sie nach all dem Sushi etwas bodenständigere Gelüste packen würden, merkte ich mir das mal vor, denn als sonst eher Nicht-Steakesser ( ist mir teils zu viel Fleisch ), bin ich gerade in dieser Hinsicht recht anspruchsvoll.
I. Das Restaurant / die Einrichtung / die Bedienung
Das Restaurant ist, wie schon gesagt, sehr hübsch in der Kölner Altstadt gelegen, ich würde sagen vielleicht 10 Minuten vom Dom und keine 5 vom Rhein entfernt, so bietet sich die Gelegenheit zu einem Abendverdauungsspaziergang am Rheinufer entlang mit dem atemberaubenden Panorama von Rheinbrücke, den Statuen, dem nächtlichen Köln und natürlich dem nächtlichen Dom, wie ein gestrandetes Alienraumschiff anmutend, nicht von unserer Welt, es gibt nichts dem Dom bei Nacht vergleichbares.
Das Restaurant selbst liegt in einem Keller mit sehr rustikalen Steinwänden, hier verschmelzen Hafenkneipenflair und argentinische Einrichtung zu einem harmonischen Ganzen, anders als im "La Colina" ist man hier nach wie vor in Köln und nicht in einer halbkubanischen Traumwelt, hat beides was. Die Arbeitskleidung der Bedienung ist typisch argentinisch, die Männer tragen eine geradezu martialisch anmutende Lederschärpe und sind Argentinier mit Leib und Seele. Man lässt auch, das sei schon an dieser Stelle gesagt, niemals einen Zweifel daran aufkommen, dass es sich um ein Familienrestaurant handelt, die Chefin ist immer präsent und man wird von allen Restaurantbediensteten gewindelt, dass es eine Freude ist kein leeres Glas kann hier unbemerkt bleiben, zumindest im 10-Minutentakt kommt jemand, um sich zu erkundigen, ob alles in Ordnung ist. Positiv ist anzumerken, dass hier alle ausgezeichnetes Deutsch sprechen.
Zentral angelegt und für alle gut sichtbar ist der gigantische Holzkohlegrill angelegt, auf dem die Steaks, Kartoffeln und die Maiskolben brutzeln, für Kinder sicher der Hit, aber nicht nur für die, auch des sympathischen Grillmeisters wegen, der immer ein Lächeln auf den Lippen hat und des öfteren auch mal einen Fleischhappen nascht, ein echter Entertainer.
II. Das Essen
Die Speisekarte mutet zunächst für ein gehobenes Restaurant der Kölner Innenstadt etwas karg an, es ist nicht unbedingt eine Flut von Gerichten, die hier angepriesen wird, aber die Qualität und eben nicht die Quantität machts, und in ein argentinisches Restaurant geht man eben vor allem wegen einem, wegen der Qualität des Fleisches und der herausragenden Zubereitung desselben. So hielten wir uns nun auch nicht weiter mit Vorspeisen auf, mal abgesehen von der obligatorischen Salsa mit Brot , die in spanischen Restaurants zum guten Ton gehören, gingen wir zu den Hauptgerichten über. Das "Ponchos" bietet eine delikate Auswahl an argentinischen Fleischspezialitäten, meiner einer entschied sich für das 300g Filetsteak mit roter Pfeffersauce. Als Beilage bestellte ich einen gegrillten Maiskolben.
Was kam, sprach eindeutig für sich. Das Fleisch war zart, wie man es von einem Grill kaum für möglich halten sollte, die Argentinier können mit dem Holzkohlegrill eben umgehen, der Fleischgeschmack ist kräftig und äusserst delikat. Das "Ponchos" würzt seine Steaks lediglich mit Salz und das ist auch gut so, alles, was darüber hinausgeht ist hier eitler Tand und macht nichts besser, so hätte ich auch besser daran getan, die Variante ohne rote Pfeffersauce zu bestellen, ich bekam zwar eine hervorragende Sherrysauce mit rotem Pfeffer ( ganz zu schweigen von der bestechenden Optik, man sehe sich nur die Bilder an ), aber das Fleisch war auch dafür eigentlich zu gut, man hätte es ohne Alles geniessen sollen, genau so, wie es vom Grill kam.
Hervorragend war auch der Maiskolben, herrlich saftig und mit etwas Steakgeschmack, so etwas hatte ich bislang nicht gegessen.
Als Nachspeise delektierten wir uns noch am hausgemachten Karamellpudding des Hauses, ebenfalls sehr zu empfehlen.
http://www.steakhouse-ponchos.com/44/speisekarte/
III. Fazit
Mein Fazit muss also lauten: bevor ihr in eines der unzähligen amerikanischen Steakschuppen landet, die Köln zu bieten hat, rate ich euch zu einem Besuch dieser Rarität, Steaks in dieser Qualität sucht man auch in Grossstädten oft vergeblich und es würde mich nicht wundern, wenn es dort die besten Steaks von Köln gäbe. Der Service ist ausserordentlich gut und lässt keinerlei Raum für Tadel, für herausragendes Essen, gemütliches Ambiente, besten Service und wenig hungriges Warten gibt es volle Punktzahl ohne Abzug.
Hier noch eine schöne Wegbeschreibung mit Karte:
http://www.steakhouse-ponchos.com/47/kontaktformular/
Adresse:
Steakhouse Ponchos
info@steakhouse-ponchos.com
Salzgasse 11 Tel: +49 (0) 221 277 29 99
50667 Köln Fax: +49 (0) 221 258 54 68